Internationale Zusammenarbeit ist unsere Pflicht

NEW YORK – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede, die US-Präsident Barack Obama am 20. September 2016 vor der 71. Generalversammlung der Vereinten Nationen gehalten hat.

 

Herr Präsident, Herr Generalsekretär, verehrte Delegierte, meine Damen und Herren, in meiner letzten Ansprache als Präsident vor diesem Gremium möchte ich über die Fortschritte sprechen, die wir in den letzten acht Jahren gemacht haben.

 

Wir haben die größte Finanzkrise unserer Zeit überwunden, indem wir unsere Reaktion so abgestimmt haben, dass weitere Katastrophen vermieden werden und die Weltwirtschaft wieder wachsen kann. Wir haben Terroristen sichere Zufluchtsorte genommen, das Nichtverbreitungsregime gestärkt und das Problem des iranischen Atomprogramms diplomatisch gelöst. Wir haben Beziehungen zu Kuba aufgenommen, Kolumbien geholfen, den längsten Krieg in Lateinamerika zu beenden, und wir begrüßen zu dieser Versammlung einen demokratisch gewählten Vertreter Myanmars. Unsere Hilfe unterstützt Menschen dabei, ihre Ernährung zu sichern, hilft bei der Behandlung von Kranken und der Stärkung von Gemeinden in ganz und fördert Entwicklung statt Abhängigkeit. Wir haben Institutionen wie die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds repräsentativer gestaltet und einen Rahmen für den Schutz der Erde vor den verheerenden Auswirkungen des Klimawandels geschaffen. Continue reading

Die globale Flüchtlingskrise: Ängste überwinden und zum Handeln antreiben

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede, die Samantha Power, Ständige Vertreterin der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen, am 29. Juni 2016 am U.S. Institute of Peace zur globalen Flüchtlingskrise hielt.

Nancy, danke für die freundliche Einführung und vor allem für Ihre Führungsstärke in dieser und anderen entscheidenden Angelegenheiten, sowohl während Ihrer Tätigkeit für die Regierung als auch jetzt, in Ihrer so wichtigen Funktion hier am U.S. Institute of Peace.

Ich möchte mit einer Tatsache beginnen, die Ihnen allen bekannt ist: Wir erleben gerade die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Ebenso wie die Menschen, die sie betrifft, überschreitet diese Krise Grenzen, Meere und Kontinente. Und aufgrund ihres globalen Ausmaßes kann nur eine globale Antwort auf diese Krise ihr gerecht werden. Aber anstatt eine geeinte Front zu bilden und gemeinsam dagegen anzugehen, hat die Herausforderung der massenhaften Vertreibung von Menschen die internationale Gemeinschaft und sogar einzelne Nationen gespalten. Continue reading

Rückblick auf den Vorsitz der Vereinigten Staaten im UN-Sicherheitsrat

NEW YORK – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Beitrag von Caroline Weisser, Digital Director der Vertretung der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen in New York, der am 4. Januar 2016 auf DipNote, dem offiziellen Blog des US-Außenministeriums, veröffentlicht wurde.

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Vereinten Nationen wird im Vorfeld der UN-Vollversammlung ein kurzer Film an die Wand des UN-Hauptsitzes projiziert (Foto: Vereinte Nationen)

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Vereinten Nationen wird im Vorfeld der UN-Vollversammlung ein kurzer Film an die Wand des UN-Hauptsitzes projiziert (Foto: Vereinte Nationen)

Wussten Sie, dass der Vorsitz im UN-Sicherheitsrat rotiert? Jeden Monat hat ein anderes Mitglied des Sicherheitsrates den Vorsitz, was diesem Land die Möglichkeit gibt, seine Tagesordnung mitzugestalten und einige der drängendsten Bedrohungen für Frieden und Sicherheit weltweit in den Mittelpunkt zu stellen. Im Dezember 2015 hatten die Vereinigten Staaten den Vorsitz inne. Als Botschafterin Power die Themenschwerpunkte für den Monat vorstellte, sagte sie zu den Journalisten: „Wir werden Sie – und uns – auf Trab halten.“ Continue reading

Obama bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen

NEW YORK – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede, die US-Präsident Barack Obama am 28. September 2015 bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen gehalten hat.

 

 

 

 

Herr Präsident, Herr Generalsekretär, verehrte Delegierte, meine Damen und Herren, 70 Jahre nach der Gründung der Vereinten Nationen ist es sinnvoll, einmal darüber nachzudenken, was die Mitglieder dieses Gremiums gemeinsam erreicht haben.

In Anbetracht der Zerstörung des Zweiten Weltkriegs und als Zeuge der unvorstellbaren Macht des Atomzeitalters haben die Vereinigten Staaten mit vielen Ländern in dieser Versammlung zusammengearbeitet, um einen dritten Weltkrieg zu verhindern, indem sie Bündnisse mit ehemaligen Gegnern geschlossen, die beständige Entwicklung starker Demokratien, die nicht einer ausländischen Macht, sondern ihren Bürgern rechenschaftspflichtig sind, unterstützt und indem sie ein internationales System aufgebaut haben, das denjenigen einen Preis abverlangt, die Konflikte der Zusammenarbeit vorziehen, eine Ordnung, die die Würde und die Ebenbürtigkeit aller Menschen anerkennt. Continue reading

Dritte internationale Geberkonferenz für Syrien

downloadNEW YORK – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede, die die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, am 31. März 2015 bei der dritten Geberkonferenz für Syrien in Kuwait hielt.

Wenn die Syrer und der Rest der Welt in einigen Jahren auf die schreckliche Krise dieses Landes zurückblicken werden und sich daran erinnern, welche Länder den Menschen in bitterer Not geholfen und welche Länder wenig oder gar nichts getan haben, werden sie an Kuwait denken – nicht nur, weil Kuwait  so großzügig hilft, sondern auch, weil das Land die internationale Gemeinschaft immer wieder zusammengebracht und um Unterstützung geworben hat. Wenn wir unseren Gastgebern heute also danken, so tun wir das in dem Wissen, dass kaum in Worte zu fassen ist, wie sehr die Hilfe Kuwaits sich auf das Leben der syrischen Bevölkerung ausgewirkt hat. Continue reading

28. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats

kerryGENF – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Außenminister John Kerry, die er am 2. März 2015 vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen im Palais des Nations in Genf hielt.

Zunächst möchte ich dem Präsidenten des Rates, Joachim Rucker, für die Einberufung dieser Sitzung danken. Ich freue mich besonders, zu einer Zeit hier zu sein, die nicht nur für die Zukunft dieses Gremiums, sondern auch für die Menschenrechte auf der ganzen Welt von so großer Bedeutung ist. Präsident Obama ist zutiefst von der Mission des Menschenrechtsrates überzeugt, und er weiß, wie wichtig es für die Vereinigten Staaten und andere ist, sich zu engagieren und innerhalb der Organisation eine Führungsrolle zu übernehmen. Er traf die Entscheidung für das erneute Engagement kurz nachdem er Präsident wurde, weil er wusste, wie entscheidend es für die Vereinigten Staaten und für Verbündete ist, mit am Tisch zu sitzen, wenn der Menschenrechtsrat seine Prioritäten aufstellt und seine Ziele umsetzt. Continue reading

Samantha Power bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Situation in der Ukraine

Botschafterin Samantha Power vor amerikanischer Flagge

Botschafterin Samantha Power

NEW YORK – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Erklärung der Ständigen Vertreterin der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen, Botschafterin Samantha Power, zur Abstimmung bei der Sicherheitsratssitzung zur Situation in der Ukraine vom 17. Februar 2015.

Vielen Dank. In Bezug auf die Ukraine haben wir uns daran gewöhnt, in einer verkehrten Welt zu leben. Russland spricht von Frieden und heizt dann den Konflikt an. Russland unterzeichnet Abkommen und tut dann alles in seiner Macht Stehende, um sie zu untergraben. Russland tritt als Verfechter der Souveränität von Nationen auf und tut dann so, als ob die Grenzen des Nachbarlandes nicht existieren. Aber selbst für diejenigen unter uns, die sich daran gewöhnt haben, in einer verkehrten Welt zu leben, ist die Vorstellung, dass Russland – das die Gewalt in der Ukraine verursacht hat und weiter zur Eskalation beiträgt – heute eine Resolution für eine friedliche Beilegung des Konflikts vorlegt, zumindest ironisch. Continue reading

Krisensitzung des UN-Sicherheitsrats zur Ukraine

Botschafterin Samantha Power vor amerikanischer Flagge

Botschafterin Samantha Power

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede der US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, bei einer Krisensitzung des Sicherheitsrats zur Ukraine vom 26. Januar 2015.

Herr Präsident, ich danke Ihnen, dass Sie dieses dringende Treffen heute einberufen haben. Untergeneralsekretär Feltman, wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie uns trotz der kurzfristigen Einberufung der Sitzung so ausführlich informiert haben.

Erst vor fünf Tagen sind wir in diesem Rat zusammengekommen und haben die verheerenden Konsequenzen der Angriffe der von Russland unterstützten Separatisten auf Zivilisten in der Ostukraine verurteilt. Wir haben Russland dazu aufgerufen, die Unterstützung, Ausbildung und gemeinsame Kämpfe mit den Separatisten zu beenden. Die Mitglieder dieses Rates haben Russland und die Separatisten dazu gedrängt, sich nicht nur auf die Minsker Vereinbarungen zu besinnen, sondern diesen Verpflichtungen auch nachzukommen. Bedauerlicherweise müssen wir heute einmal mehr hier zusammenkommen, weil Russland und die Separatisten sich erneut über diese Verpflichtungen hinweggesetzt haben. Continue reading

Obama vor der UN-Vollversammlung

NEW YORK – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Präsident Barack Obama bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen vom 24. September 2013.

 

Herr Präsident, Herr Generalsekretär, verehrte Delegierte, meine Damen und Herren, jedes Jahr kommen wir zusammen, um die Gründungsvision dieser Institution zu bestätigen. Seit Beginn der geschichtlichen Aufzeichnungen waren die Sehnsüchte des Einzelnen fast immer den Launen von Tyrannen und Imperien unterworfen. Dispute aufgrund von ethnischer, Stammes- oder Religionszugehörigkeit wurden mit dem Schwert und dem Aufeinandertreffen von Armeen geregelt. Dass Nationen und Völker in Frieden zusammenkommen könnten, um ihre Streitigkeiten zugunsten des gemeinsamen Wohlstands beizulegen, schien unvorstellbar.

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