2016 SelectUSA Investment Summit

US-Wirtschaftsministerin Pritzker auf dem SelectUSA Summit

WASHINGTON – (AD) – US-Wirtschaftsministerin Penny Pritzker hielt heute die Grundsatzrede beim 2016 SelectUSA Investment Summit in Washington. Der Gipfel, bei dem mehr als 2.400 Teilnehmer über die Rolle ausländischer Direktinvestitionen für die US-Wirtschaft und über Anreize für Investitionen in den Vereinigten Staaten sprachen, fand auf Einladung der International Trade Administration des US-Wirtschaftsministeriums statt.

Wirtschaftsministerin Pritzker erläuterte in ihrer Rede, die Vereinigten Staaten seien unter der Regierung Obama zur stärksten und innovativsten Volkswirtschaft der Welt geworden. Investoren entschieden sich für die Vereinigten Staaten, weil diese Faktoren nicht nur zum Erfolg auf dem amerikanischen Markt beitrügen, sondern ihre Unternehmen auch international wettbewerbsfähiger machten. Vor allem aber entschieden sich Investoren aufgrund der Begabung, des Erfindungsreichtums und der Produktivität der Bevölkerung für die Vereinigten Staaten. Der SelectUSA Summit bietet ein Forum, um Direktinvestitionen zu erleichtern und zu gewährleisten, dass Unternehmen die Türen in den Vereinigten Staaten offen stehen.

Es gilt das gesprochene Wort!

Guten Morgen. Willkommen beim dritten SelectUSA Investment Summit. Als das US-Ministerium, dem bei SelectUSA die Federführung obliegt, sind wir im US-Wirtschaftsministerium stolz, ein so großes und vielfältiges Publikum unter einem Dach begrüßen zu können. Dieses Jahr haben sich hier über 2.400 Teilnehmer aus 70 internationalen Märkten und von Wirtschaftsförderungsorganisationen aus den gesamten Vereinigten Staaten versammelt.

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US-Finanzminister Lew über die US-Volkswirtschaft

Sec-Lew24-tNEW YORK – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir anlässlich des Besuchs von US-Finanzminister Jacob Lew in Berlin am 19. Juni 2014 Auszüge aus einer Rede, die er am 11. Juni 2014 vor Unternehmern in New York hielt.

 

[...] Wir kommen hier zu einem Zeitpunkt zusammen, an dem sich unsere Volkswirtschaft grundlegend verändert. Unsere Bevölkerung altert. Die Anforderungen an unsere Arbeitnehmer verändern sich. Der globale wirtschaftliche Wettbewerb und der Wettbewerb um Investitionen werden schärfer. Der technologische Fortschritt ist rasant. [...]

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Yellens Ziele sind Vollbeschäftigung und ein solides Finanzsystem

 

Die Ökonomin Janet Yellen lächelt im November vor dem Bankenausschuss des Senats für die Fotografen. Am 6. Januar wurde ihre Nominierung  zur neuen Vorsitzenden der US-Notenbank vom Senat bestätigt.

Die Ökonomin Janet Yellen lächelt im November vor dem Bankenausschuss des Senats für die Fotografen. Am 6. Januar wurde ihre Nominierung zur neuen Vorsitzenden der US-Notenbank vom Senat bestätigt.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Merle D. Kellerhals jr. vom Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium über die Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Janet Yellen, vom 7. Januar 2014. Continue reading

Prognose: Zahl der Besucher aus dem Ausland wird steigen

Mickey Maus bei einer 22-minütigen Tanzvorführung im Fantasyland Theatre im Disneyland Park in Anaheim (Kalifornien). Disneyland zählt seit Langem zu den attraktivsten Ausflugszielen für Besucher aus dem In- und Ausland.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text des Büros für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium zur Prognose steigender Besucherzahlen in den Vereinigten Staaten vom 16. Dezember 2013.

Die Vereinigten Staaten können bis Ende 2018 mit einem jährlichen Wachstum der Besucherzahlen um durchschnittlich vier Prozent rechnen. Allein 2014 wird in den Vereinigten Staaten mit 72 Millionen Besuchern aus dem Ausland gerechnet, so das US-Wirtschaftsministerium am 12. Dezember.

Diese Schätzung entstammt der jüngsten Reise- und Tourismusprognose des Ministeriums, einem Bericht, der zweimal im Jahr von der International Trade Administration herausgegeben wird und die Zahl der Besucher der Vereinigten Staaten aus dem Ausland für die nächsten fünf Jahre vorhersagt.

Diese positive Prognose folgt auf die Besucherrekorde, die bereits in den drei aufeinander folgenden Jahren 2010, 2011 und 2012 aufgestellt wurden. Es wird erwartet, dass die Gesamtzahl der Besucher 2013 drei Prozent über den Zahlen aus dem Jahr 2012 liegen wird und damit ein vierter Rekordwert in Serie erreicht wird.

„Bei Reisen in die Vereinigten Staaten und bei den Tourismusmuszahlen werden immer wieder neue Rekorde gebrochen. Dies fördert unsere Exporte und stärkt unsere Wirtschaft“, erläuterte US-Wirtschaftsministerin Penny Pritzker. „Die Regierung Obama hat die Förderung von Reisen und Tourismus zu einer ihrer wirtschaftspolitischen Prioritäten gemacht.“

Im Rahmen des Programms Open for Business des US-Wirtschaftsministeriums, das Penny Pritzker im November ins Leben rief, wird großer Wert auf Handel sowie die Förderung von Exporten und damit auch der ausländischen Direktinvestitionen, Reisen und des Tourismus gelegt. 2012 konnten die Vereinigten Staaten 67 Millionen Besucher willkommen heißen, die 165,6 Milliarden US-Dollar ausgaben, was als US-Export gerechnet wird.

Empfehlungen des Beratungsgremiums

Die Ministerin traf sich am 12. Dezember außerdem mit dem Beratungsgremium für Reisen und Tourismus (United StatesTravel and Tourism Advisory Board – TTAB) und nahm deren Empfehlungen entgegen. Das Beratungsgremium gibt der Ministerin Empfehlungen zur amerikanischen Tourismuspolitik, berät bei aktuellen und neu auftretenden Reise- und Tourismusfragen und bietet ein Forum für Diskussionen und für Lösungsvorschläge hinsichtlich branchenrelevanter Probleme. Während seiner zweijährigen Amtszeit gibt das Gremium regelmäßig Empfehlungen ab. Die am 12. Dezember herausgegebenen Empfehlungen stellen die abschließenden Empfehlungen zu den Prioritäten für die nächsten drei Jahre dar.

2012 rief Präsident Obama die Nationale Reise- und Tourismusstrategie (National Travel and Tourism Strategy – TTAB) ins Leben, deren Ziel es ist, bis Ende 2021 hundert Millionen internationale Besucher in den Vereinigten Staaten zu begrüßen. Vor diesem Hintergrund hat das TTAB vier Prioritäten für politisches Handeln erarbeitet, die es den Vereinigten Staaten ermöglichen sollen, die Zahl der Reisen ins Land zu erhöhen und sie zu erleichtern sowie Reisebarrieren zu minimieren oder ganz zu eliminieren:

Visa- und Einreiseverfahren Das US-Wirtschaftsministerium muss mit den Kollegen vom Außenministerium und vom Ministerium für innere Sicherheit zusammenarbeiten, um das Einreiseverfahren weiter zu optimieren und es effizienter zu gestalten.

Investionnen in die Infrastruktur: Es muss zu seit Langem aufgeschobenen Investitionen in die Infrastruktur aufgerufen werden, insbesondere für den Straßen- und Schienenverkehr, die Flughäfen und das Luftverkehrssystem.

Brand USA Brand USA zieht bereits jetzt mehr Besucher aus 11 Ländern an und sollte noch ausgebaut und verbessert werden. Dieses öffentlich-private Vorhaben wurde im Mai 2011 ins Leben gerufen und ist die erste weltweite Marketing-Kampagne der Vereinigten Staaten, die das Land als bevorzugtes Reiseziel bewerben und Reisende weltweit über die Ein- und Ausreisebestimmungen der Vereinigten Staaten informieren soll. Innerhalb von zwei Jahren hat Brand USA dem Ministerium zufolge fast 190 Millionen US-Dollar an Sach- und Bargeldspenden aufgebracht.

Öffentliche und private Partnerschaften: Das Wirtschaftsministerium sollte mit Partnern auf Bundesebene zusammenarbeiten, um noch mehr Beiträge der Privatwirtschaft zu politischen Maßnahmen und Programmen für Reisende und die Tourismusindustrie zu erwirken.

Informationen zu Reisen in die Vereinigten Staaten finde Sie hier:Welcome to the USA.

Originaltext: Steady Growth Forecast in International Visitors to the United States

 

Das Triangle Shirtwaist Fire war und ist ein Aufruf zu handeln

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Barbara Shailor, Sonderbeauftragte für internationale Arbeitsfragen in der Abteilung für Demokratie, Menschenrechte und Arbeitsfragen des US-Außenministeriums, zu Arbeitnehmerrechten in den Vereinigten Staaten. Der Text wurde am 25. März 2013 auf DipNote, dem offiziellen Blog des US-Außenministeriums, veröffentlicht.

Die Förderung grundlegender Arbeitsrechte und die Sicherheit am Arbeitsplatz gehören zu den fundamentalen Werten der Vereinigten Staaten.

Heute vor über einhundert Jahren brach in der Triangle Shirtwaist Company in Manhattan ein Feuer aus. Der Brand verwüstete die oberen Stockwerke, die mit Leitern nicht erreicht werden konnten. Hunderte von Arbeitern, hauptsächlich Einwanderinnen, sprangen von Fensterbrettern auf die Straße darunter. 146 Arbeitnehmer verbrannten oder wurden zu Tode getrampelt.

Das Triangle Fire mobilisierte Hunderte von Aktivisten, sich für grundlegende Reformen am Arbeitsplatz einzusetzen. Frances Perkins, die den Brand hilflos mit ansehen musste, wurde zu einer furchtlosen Fürsprecherin für Arbeitnehmerrechte. Unter Präsident Franklin D. Roosevelt wurde sie später Arbeitsministerin.

Heute gedenken Hunderte von Organisationen des Triangle Fire, indem sie ihre Anstrengungen zur Reform von Gesetzen zur Sicherheit am Arbeitsplatz und zum Schutz von Arbeitnehmern verdoppeln. Sie gedenken der Arbeitnehmer, die durch ihren Tod gezeigt haben, wie wichtig Sicherheit am Arbeitsplatz ist.

Trotz dieser eindrucksvollen Bemühungen kommt es in vielen Teilen der Welt noch immer zu Bränden in Fabriken. Im Jahr 2012 kamen bei dramatischen Bränden in Fabrikhallen mehr als 400 Arbeitnehmer, hauptsächlich Frauen und Mädchen, ums Leben, was die Aufmerksamkeit der wichtigen Medien, von Regierungen, der Zivilgesellschaft, von Nichtregierungsorganisationen, internationalen Marken und Verbrauchern erregte.

Die Regierung Obama hat die Stärkung der Arbeitnehmerrechte und der Regeln des globalen Marktes zu einem zentralen Anliegen ihres Vorhabens gemacht, mehr und gerechter verteilten Wohlstand zu schaffen. Angesichts der Leitprinzipien der VN, internationaler Konventionen zu Arbeitsfragen und der Werte der sozialen Verantwortung von Unternehmen sind die Verbraucher weltweit jetzt wesentlich engagierter, was ihre Händler angeht. Wir drängen bei den Regierungen weiter darauf, diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die sich fahrlässig verhalten oder gegen Vorschriften verstoßen. Auch die Arbeitnehmer organisieren sich, um sich Gehör zu verschaffen.

Alle Betroffenen müssen sicherstellen, dass unsere globalen Versorgungsketten unsere Werte widerspiegeln – die Würde der Arbeit, das Recht der Arbeitnehmer sich zu organisieren, die Abschaffung von Diskriminierung sowie von Zwangs- und Kinderarbeit. Dies sind nicht nur grundlegende Arbeitsrechte, es sind Menschenrechte.

Die Vereinigten Staaten spielen eine aktive Rolle bei der Förderung dieses ehrgeizigen Vorhabens, und das US-Außenministerium regt den Dialog zwischen allen Parteien an, um denjenigen besser helfen zu können, die überall auf der Welt in einem schwierigen industriellen Umfeld arbeiten.

Heute gedenken wir der Arbeitnehmer, die bei diesen tragischen Bränden ums Leben kamen und wollen uns zu besseren Schutzvorschriften für Arbeitnehmer heute inspirieren lassen.

Originaltext: Reviving the Call to Action of the Triangle Shirtwaist Fire

 

Die Herausforderungen dieses Jahrhunderts

Der angehende Vizepräsident Joe Biden und der angehende Präsident Barack Obama und ihre Ehefrauen winken von einem Zug auf dem Weg zur Amtseinführung von Obama.

 

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir den ersten Abschnitt aus dem ersten Kapitel „Die Herausforderungen dieses Jahrhunderts“ aus dem Buch „Outline of the U.S. Economy“, das vom Büro für internationale Informationsprogramme des US-Außenministeriums am 30. April 2012 als Teil der Outline-Reihe in überarbeiteter Version herausgegeben wurde.

 

„Wir sind noch immer das Land, das große Ängste und unglaubliche Widrigkeiten überwunden hat.“

Präsident Barack Obama

Vereinigte Staaten von Amerika, 2010

Die Volkswirtschaft der Vereinigten Staaten, die beinahe 15 Billionen US-Dollar pro Jahr an Gütern und Dienstleistungen erwirtschaftet, ist die größte Volkswirtschaft der Welt und gemessen an allen Maßstäben auch die innovativste und produktivste.

Die Haushalte und Arbeitgeber in den Vereinigten Staaten fällen jeden Tag Millionen Entscheidungen über ihre Ausgaben, Investitionen und Ersparnisse. Viele Gesetze, politische Ansätze, Bestimmungen und Gerichtsurteile begünstigen und behindern diese Entscheidungen. Die daraus entstehende Volkswirtschaft spiegelt die Entscheidungen von Einzelpersonen und des Marktes wider. Sie wird aber auch durch die Politik, politische Ansätze und Gesetze geformt.

Diese Ausgabe von „Outline of the U.S. Economy“ wurde 2012 aktualisiert und beschreibt den historischen Kontext für ein besseres Verständnis der Wechselwirkung zwischen wirtschaftlichen Entscheidungen Einzelner und dem rechtlichen und politischen Rahmen, der sie umgibt. Es handelt sich dabei um eine Einführung in die Volkswirtschaft der Vereinigten Staaten, wie sie entstand, wie sie funktioniert und wie sie von amerikanischen sozialen Werten und politischen Institutionen beeinflusst wurde.

Die anpassungsfähige Unternehmenskultur der Vereinigten Staaten fördert Wettbewerb und Risikobereitschaft in der Volkswirtschaft, aber viele US-Bürger sind auch auf soziale „Sicherungsnetze“ des Staates angewiesen, die sie in der Zeit der Arbeitslosigkeit und im Ruhestand auffangen. Diese gegensätzlichen Strömungen prägen die US-Wirtschaft. Die grundsätzlichen Fragen darüber, wie die US-Wirtschaft funktioniert und welche Politik dem Land am besten dient, werden seit der Gründung der Nation debattiert. Die Volkswirtschaftler und politischen Entscheidungsträger von heute setzen diese Debatte fort.

Über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg hat die US-Wirtschaft auf neue Chancen reagiert und langfristige Investitionen belohnt. Sie hat sich aber auch für extremen Aufschwung wie extremen Abschwung als anfällig erwiesen. Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts schlug das Pendel vehement aus, was im Jahr 2008 in der weltweiten Finanzkrise und der darauf folgenden „großen Rezession“ gipfelte.

 

Originaltext: The Challenges of This Century

 

 

US-Präsident Barack Obama befürwortet die „Buffett-Regel”

Präsident Obama während seiner Rede zur "Buffett-Regel".

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Beitrag von Megan Slack aus dem offiziellen Blog des Weißen Hauses über die Rede von US-Präsident Barack Obama zur wirtschaftlichen Lage in den Vereinigten Staaten vom 10. April 2012.

Heute war Präsident Obama in Florida, um über unsere Volkswirtschaft zu sprechen, und auch darüber, was seiner Meinung nach den Kern der Vereinigten Staaten ausmacht: Die Vorstellung, dass jeder, der hart arbeitet, ein gutes Leben führen kann.

„Die Vereinigten Staaten sind schon seit jeher ein Ort, an dem es jeder Arbeitswillige, der sich an die Spielregeln hält, schaffen kann. Ein Ort, an dem Wohlstand nicht von oben durchsickert, sondern von unten her wächst. Er erwächst aus dem Herzen eines starken Mittelstands.“

Statt den wohlhabendsten Amerikanern – denjenigen, die mehr als 250.000 US-Dollar pro Jahr verdienen – Steuererleichterungen von mehr als einer Billion US-Dollar zu gewähren, müssen wir in Dinge wie Bildung, Forschung und Gesundheitsversorgung investieren. Diese Investitionen tätigen wir bereits seit Generationen, da sie zu starkem, allgemeinem Wirtschaftswachstum führen, das allen zugute kommt, wie der Präsident erklärte:

„Unsere gesamte Volkswirtschaft wird beeinträchtigt, wenn die Früchte des Wirtschaftswachstums und der Produktivität nur einigen wenigen zugute kommen. Dies ist nun seit mehr als zehn Jahren der Fall und die Kluft zwischen denen ganz oben und allen anderen wird größer und größer.“

Es ist eine Tatsache, dass der Anteil des einen Prozents der Topverdiener am Sozialprodukt genauso hoch ist wie seit den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts. Und genau diese Menschen zahlen Steuersätze, die so niedrig sind wie noch nie in den vergangenen 50 Jahren. Um dieses mangelnde Gleichgewicht in unserem Steuersystem anzugehen, hat Präsident Obama die Einführung der „Buffett-Regel“ vorgeschlagen. Sie gründet sich auf der einfachen Idee, dass Menschen, die mehr als eine Million US-Dollar pro Jahr verdienen, mindestens einen genauso hohen Steuersatz zahlen wie Familien der Mittelschicht. Wenn die „Buffett-Regel“ in Kraft getreten ist,

„…können wir es uns leisten, denjenigen, die weniger als 250.000 US-Dollar pro Jahr verdienen – was auf 98 Prozent der amerikanischen Familien zutrifft – zu sagen, dass ihre Steuern nicht angehoben werden. Zudem können wir weiterhin in Studienkredite, Colleges, Wissenschaft, Infrastruktur und alles andere investieren, was unser Land großartig macht“, sagte der Präsident.

Originaltext: President Obama Makes the Case for the Buffett Rule

Obama zum American Jobs Act

 

WASHINGTON – (AD) -  Nachfolgend veröffentlichen wir die unwesentlich gekürzte Rede von US-Präsident Barack Obama zum Gesetz für Arbeitsplätze (American Jobs Act) vom 12. September 2011.

 

Am Donnerstag habe ich dem Kongress ein Gesetz mit dem Titel American Jobs Act angekündigt. Hier ist es. Dieses Gesetz wird Arbeitsplätze für Menschen im ganzen Land schaffen. Dieses Gesetz wird unserer Wirtschaft in einer Zeit der nationalen Krise helfen. Dieses Gesetz basiert auf Ideen von Demokraten und Republikanern. Der Kongress muss dieses Gesetz verabschieden. Keine politischen Spielchen. Keine Verzögerungstaktik. Ich lege diesen Gesetzentwurf dem Kongress heute vor, und er sollte unverzüglich verabschiedet werden.

 Neben mir stehen heute Morgen Männer und Frauen, denen das Gesetz für Arbeitsplätze helfen wird. Ich stehe hier mit Lehrern. In ganz Amerika werden massenweise Lehrer gekündigt. Das ist ungerecht unseren Kindern gegenüber, unterminiert unsere Zukunft und ist genau das, was wir nicht tun sollten, wenn wir unsere Kinder auf das College und damit auf die Arbeitsplätze des 21. Jahrhunderts vorbereiten wollen. Unsere Lehrer müssen wieder an die Arbeit. Lassen Sie uns dieses Gesetz verabschieden und sie in die Klassenzimmer schicken, in die sie gehören.

 Ich stehe hier mit Veteranen. Es gibt Hunderttausende mutige, qualifizierte Amerikaner, die für dieses Land gekämpft haben. Das Letzte, was man ihnen zumuten sollte, ist der Kampf um einen Arbeitsplatz nach ihrer Rückkehr. Lassen Sie uns also dieses Gesetz verabschieden und den Frauen und Männern, die diesem Land gedient haben, wieder Arbeit geben.

 Wir stehen hier mit Polizisten und Feuerwehrleuten, deren Arbeitsplätze gefährdet sind, weil Staaten und Gemeinden Kosten senken müssen. Mit diesem Gesetz bleiben die Polizisten auf Streife und die Feuerwehrleute in Bereitschaft. Lassen Sie uns das Gesetz verabschieden, damit diese Männer und Frauen unserer Viertel weiterhin so schützen können, wie sie es jeden Tag tun.

 Ich stehe hier mit Bauarbeitern. Überall in unserem Land gibt es reparaturbedürftige Straßen. Auf unseren Autobahnen staut sich der Verkehr. Unsere Flughäfen sind verstopft. Andererseits gibt es Millionen arbeitsloser Bauarbeiter, die sie sanieren könnten. Lassen Sie uns dieses Gesetz also verabschieden, damit die Straßenbauarbeiter, die Baggerführer, die Pflasterer und Arbeiter auf die Baustellen zurückkehren können. Es gibt genug Arbeit. Dieses Gesetz kann dazu beitragen, dass sie erledigt wird. Lassen wir die Bauarbeiter an die Arbeit gehen. Lassen Sie uns dieses Gesetz zum Sanierung der Vereinigten Staaten verabschieden.

Im ganzen Land gibt es Schulen, die dringend renoviert werden müssen. Wir können von unseren Kindern nicht erwarten, dass sie ihr Bestes geben, wenn ihre Schulen in desolatem Zustand sind. Wir sind in Amerika. Alle Kinder verdienen eine großartige Schule, und wir können sie ihnen geben. Verabschieden Sie dieses Gesetz, und wir werden Bauarbeiter auf die Sanierung von mindestens 35.000 Schulen im ganzen Land ansetzen.

 Ich stehe hier mit Mittelstandsunternehmern. Sie wissen, dass es bei den Gewinnen von großen Konzernen wieder rasant bergauf geht, bei vielen kleinen Unternehmen aber nicht. Sie kämpfen immer noch um das Kapital und die Unterstützung, die sie für das Wachstum ihrer Unternehmen brauchen. Dieses Gesetz sieht also Steuersenkungen für die Einstellung neuer Mitarbeiter und für kleine Unternehmen vor, die die Gehälter ihrer jetzigen Mitarbeiter erhöhen. Die Sozialversicherungsabgaben werden damit halbiert. Zudem können alle Unternehmen Investitionen, die sie dieses und nächstes Jahr tätigen, abschreiben. Statt nur über die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Vereinigten Staaten zu reden, sollten wir lieber etwas für diejenigen tun, die hier wirklich Arbeitsplätze schaffen. Mit diesem Gesetz können wir das.

Dieses Arbeitsplatzgesetz, das American Jobs Act, bietet noch viele andere Möglichkeiten zur Unterstützung der Wirtschaft. Es sieht eine Steuervergünstigung in Höhe von 4.000 US-Dollar für Unternehmen vor, die jemanden einstellen, der schon länger als sechs Monate nach Arbeit sucht. Wir müssen mehr für die Menschen tun, die sich jeden einzelnen Tag um Arbeit bemühen, bisher aber keine Stelle gefunden haben. Deshalb müssen wir die Arbeitslosenversicherung verlängern und diesen Personen Zugang zu Leiharbeit verschaffen, damit sie ihre Kenntnisse auf den neuesten Stand bringen können.

Dieses Gesetz wird nächstes Jahr Hunderttausenden benachteiligten jungen Menschen helfen, Ferienjobs zu finden, die für ihr Leben richtungsweisend sein werden. Das Gesetz für Arbeitsplätze wird auch verhindern, dass die Steuern für Mittelschichtsfamilien erhöht werden. Wenn der Kongress nicht handelt, wird fast jede Familie in den Vereinigten Staaten nächstes Jahr mehr Steuern zahlen müssen. Das wäre ein selbst geschaffenes Problem, das sich unsere Wirtschaft im Moment einfach nicht leisten kann. Lassen Sie uns also dieses Gesetz verabschieden und erwerbstätigen Familien stattdessen eine Steuererleichterung in Höhe von 1.500 US-Dollar bescheren.

Das American Jobs Act wird die Schulden nicht erhöhen – es ist bereits vollständig finanziert. Das möchte ich noch einmal wiederholen. Es ist vollständig finanziert. Es wird die Schulden um keinen Cent erhöhen. Nächste Woche werde ich nicht nur meinen Plan für die Finanzierung dieses Gesetzes, sondern auch für die Verringerung des Defizits erläutern. Der Plan beruht auf den gleichen Regeln, nach denen Familien leben: Wir müssen Dinge streichen, die wir uns nicht leisten können, um die Dinge bezahlen zu können, die wir wirklich brauchen. Der Plan fordert, dass alle, auch die wohlhabendsten Amerikanerinnen und Amerikaner und die größten Unternehmen, einen fairen Beitrag leisten.

Letztendlich muss uns klar sein, wo unsere Prioritäten liegen, wenn es um die Stärkung unserer Wirtschaft und einen ausgeglichenen Haushalt geht. Wollen wir Steuerschlupflöcher für Ölkonzerne beibehalten oder wollen wir wieder mehr Lehrer einstellen? Soll es weiter Steuererleichterungen für Millionäre und Milliardäre geben oder sollten wir in Bildung, Technologie und Infrastruktur investieren – in Dinge, die uns wirklich helfen werden, in Zukunft bei Innovationen, bei der Bildung und im Bauwesen besser als andere Länder zu sein?

Wir wissen, was richtig ist. Wir wissen, was dazu beiträgt, dass Unternehmen hier gegründet werden und auch hier bleiben. Wir wissen: Wenn wir die Maßnahmen dieses Plans für Arbeitsplätze ergreifen, gibt es keinen Grund, warum wir nicht weltweit mehr Waren verkaufen sollten, auf denen diese drei Worte stehen: Made in America. Das müssen wir tun, um jetzt Arbeitsplätze zu schaffen.

Ich muss etwas wiederholen, was ich in meiner Rede am Donnerstag gesagt habe: Einige hier in Washington würden Meinungsverschiedenheiten lieber über politische Spielchen und Wahlen austragen, als sie jetzt gleich beizulegen. Als Joe und ich hier heraus kamen, sahen wir in einer der Washingtoner Zeitungen das Zitat eines Mitarbeiters der Republikaner, der sagte: „Ich weiß nicht, warum wir gerade jetzt mit Obama zusammenarbeiten sollten. Politisch hätten wir nichts davon.“ Das war sehr deutlich.

So ist doch die Einstellung in dieser Stadt – „Ja, wir haben das alles schon durchgesprochen, aber ich weiß nicht, warum wir jetzt dafür sein sollten.“ Tatsache ist doch, dass die nächsten Wahlen erst in 14 Monaten stattfinden. Aber die amerikanischen Bürger können sich den Luxus, 14 Monate auf den Kongress zu warten, einfach nicht leisten. Sie leben von einer Woche zur anderen, von einem Gehaltsscheck zum nächsten. Sie brauchen Taten. Die Vorstellung, dass es Leute gibt, die sagen, wir tun nicht, was für die Amerikaner richtig wäre, weil es uns politisch gerade nicht in den Kram passt – davon haben wir hier wirklich mehr als genug. Davon haben die Amerikaner die Nase voll.

Wenn alles gut läuft, ist es in Ordnung, an seinen politischen Vorteil zu denken. Aber wenn große Dringlichkeit geboten ist und im ganzen Land etwas getan werden muss, ist es nicht in Ordnung. Das ist kein Spiel. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner haben keine Arbeit. Unternehmen haben Schwierigkeiten, sich über Wasser zu halten. Es gibt momentan viel Unsicherheit in der Weltwirtschaft, in Europa, im Nahen Osten. Einige Ereignisse mögen sich unserer Kontrolle entziehen, aber dies hier können wir kontrollieren. Ob wir dieses Gesetz verabschieden oder nicht, ob wir das schaffen, das können wir kontrollieren. Das haben wir in der Hand.

Es wird viel über Unsicherheit in der Wirtschaft gesprochen. Diese Unsicherheit müsste es nicht geben, wenn wir so handelten, dass den Amerikanerinnen und Amerikanern geholfen wird.

Wenn Sie also mit mir übereinstimmen, wenn Sie wollen, dass der Kongress handelt, dann brauche ich Sie alle hier und alle, die zusehen: Sie müssen sicherstellen, dass Ihre Stimmen gehört werden. Setzen Sie sich dafür ein. Es gibt keinen Grund, dieses Gesetz nicht zu verabschieden. Die Ideen sind von parteiübergreifend. Die Ideen entsprechen dem gesunden Menschenverstand. Das Gesetz wird etwas bewirken. Das ist nicht nur meine Meinung, auch unabhängige Ökonomen und Prüfer sagen, dass es unser Bruttoinlandsprodukt um eine erhebliche Summe aufstocken und Arbeit für Menschen im ganzen Land bringen könnte. Das Gesetz wird also nur aus politischen Gründen aufgehalten. Wir können uns diese immer gleichen Spielchen nicht leisten. Nicht jetzt.

Ich möchte also, dass Sie das Telefon in die Hand nehmen. Ich möchte, dass Sie eine E-Mail schicken. Schreiben Sie es mit einem Flugzeug an den Himmel. Fegen Sie den Staub von Ihrem Fax. Oder Sie könnten auch einfach einen Brief schreiben. Die Hauptsache ist, dass dem Kongress die Botschaft vermittelt wird: Legt mir das American Jobs Act vor, damit ich es unterschreiben und es in Kraft treten kann. Lassen Sie uns etwas schaffen. Lassen Sie uns diesem Land wieder Arbeit geben.

 Herzlichen Dank an Sie alle. Möge Gott Sie segnen.

 Originaltext: Remarks by the President on the American Jobs Act

Neue Heimat für den Amerika Dienst

Dolmetscherkabine

Dolmetscherkabine

Der Amerika Dienst hat eine lange Tradition – und einen brandneuen Web-Auftritt: ab sofort veröffentlichen wir unsere Übersetzungen hier in der bewährten Welt der WordPress-Blogs. Für Sie als Nutzer hat das eine Reihe von Vorteilen:

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Haushalt

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die unwesentlich gekürzte Erklärung von US-Präsident Barack Obama zum Haushalt vom 17. März 2009.

Guten Morgen. Da die Haushaltsausschüsse diese Woche harte Arbeit leisten, wollte ich mit den Vorsitzenden Conrad und Spratt über die Fortschritte hinsichtlich des Haushaltsbeschlusses sprechen.

Weil dies keine normalen Zeiten sind, sehe ich diesen Haushalt nicht nur als Dokument voller Zahlen oder langer Listen mit Programmen. Ich sehe ihn als wirtschaftlichen Entwurf für unsere Zukunft – als Grundlage, auf der wir eine dauerhafte Erholung aufbauen können.

Dieser Haushalt ist kein Versuch, jedes Problem zu lösen oder jedes Thema anzusprechen. Aufgrund des riesigen Defizits, das uns hinterlassen wurde, und der enormen Kosten dieser Finanzkrise mussten wir einige schwierige Entscheidungen treffen, durch die unser Defizit zum Ende meiner ersten Amtszeit halbiert und in den nächsten zehn Jahren um zwei Billionen US-Dollar reduziert wird. Damit wird der Anteil der nicht zweckgebundenen Ausgaben für nationale Programme an der Wirtschaft auf den niedrigsten Stand seit fast 50 Jahren gebracht.

Wir werden allerdings keine Kürzungen bei den Investitionen vornehmen, die unseren langfristigen Wohlstand unmittelbar betreffen. Wie ich bereits vorige Woche gesagt habe, können wir nicht zur Wirtschaftsblase zurückkehren – zu einer Wirtschaft also, die auf skrupellosen Spekulationen und Ausgaben beruht, die unsere Mittel übersteigen, auf schlechten Krediten und inflationären Hauspreisen sowie einigen der Tricks, mit denen an der Wall Street gearbeitet wurde. Derartige Aktivitäten führen nicht zur Schaffung dauerhaften Wohlstands. Sie führen zu einer Illusion von Wohlstand und, das stellen wir gerade fest, sie schaden am Ende uns allen.

Deshalb werden mit diesem Haushalt die Investitionen getätigt, die zu echtem Wachstum und echtem Wohlstand führen – Investitionen, die im Leben dieser und zukünftiger Generationen etwas bewirken, weil sie uns produktiver machen.

Weil so viele Amerikaner nur eine Krankheit oder einen medizinischen Notfall vom Bankrott entfernt sind, haben wir uns in diesem Haushalt zu einer historischen Gesundheitsreform bekannt – einer Reform, die endlich die Kosten für Familien, Unternehmen und die Regierungen der Bundesstaaten senken wird, einer Reform, die kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist, wenn wir die Kosten von Medicare und Medicaid und damit unser Defizit langfristig reduzieren wollen. Diesen Kampf kämpfen Kent Conrad und John Spratt schon seit Langem. Die beiden Herren, die heute hier neben mir stehen, sind schon lange mit den Bestrebungen betraut, diese Sozialleistungsprogramme unter Kontrolle zu bekommen, und sie wissen, wenn wir das Problem der Krankenversicherungskosten nicht jetzt lösen, werden wir die Leistungsansprüche auch in Zukunft nicht in den Griff bekommen.

Weil wir wissen, dass die Länder, die heute besser ausbilden als wir, uns morgen überflügeln werden, wird mit diesem Haushalt auch in vollständige und wettbewerbsfähige Bildung für jeden Amerikaner investiert – in funktionierende frühkindliche Programme, in hohe Standards und Verantwortlichkeit an unseren Schulen, in Belohnung für erfolgreiche Lehrer und in erschwingliche College-Ausbildung für jeden, der das College besuchen möchte. Aus diesem Grund stehen wir alle drei heute hier. Keiner von uns wurde mit dem silbernen Löffel im Mund geboren, aber wir haben eine gute Bildung genossen. Wenn wir zusätzliche Ressourcen mit dem politischen Willen zur Reform verbinden, dann, meine ich, können wir jedem amerikanischen Kind gerecht werden.

Weil wir wissen, dass die neuen Arbeitsplätze und Branchen von morgen die Nutzung erneuerbarer Ressourcen und erneuerbarer Energiequellen erfordern, wird dieser Haushalt endlich zu dem Umdenken führen, das wir brauchen, um diese Arbeitsplätze und Unternehmen hier in den Vereinigten Staaten zu schaffen. Mit ihm machen wir saubere Energie zu einer rentablen Energieform, investieren in Technologien wie Wind- und Solarkraft, moderne Biokraftstoffe, saubere Kohletechnologien sowie sparsame Autos und LKWs.

Und weil Millionen von Amerikanern bereits unter der Last ihrer monatlichen Zahlungen und Hypothekenraten leiden, sieht dieser Haushalt keine Steuererhöhungen für Familien mit einem Einkomen von weniger als 250.000 US-Dollar im Jahr vor – nicht um einen Cent. Vielmehr werden 95 Prozent aller erwerbstätigen Familien im Rahmen unseres Konjunkturplans Steuersenkungen erhalten.

Es gibt ja jene, die sagen, die Pläne dieses Haushalts seien zu ehrgeizig, als dass man sie umsetzen könnte; sie sagen, dass wir angsichts der uns bevorstehenden Herausforderungen versuchen sollten, weniger zu tun, nicht mehr. Ich erwidere darauf, dass die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, zu groß sind, als dass wir sie ignorieren könnten. Die Kosten unseres Gesundheitssystems sind zu hoch, als dass man sie ignorieren könnte. Die Abhhängigkeit von Öl ist zu gefährlich, als dass wir sie ignorieren könnten. Unser Bildungdefizit wird zu groß, als dass man es ignorieren könnte. Diese Probleme weitere vier oder acht Jahre vor uns herzuschieben würde bedeuten, dieselbe Veranwortungslosigkeit fortzusetzen, die uns an diesen Punkt gebracht hat. Deshalb habe ich mich nicht um dieses Amt beworben. Ich bin nicht hierhergekommen, um unsere Probleme an den nächsten Präsidenten oder die nächste Generation weiterzugeben – ich bin gekommen, um sie zu lösen.

Ich weiß, dass einige an der Wall Street und in Washington sagen, wir sollten uns nur auf die Bankenkrise konzentrieren und ein Problem nach dem anderen angehen. Nun, wir verbringen viel Zeit damit, uns auf die Bankenkrise zu konzentrieren, und das werden wir auch weiterhin tun, weil wir uns nicht ganz erholen werden, bevor wieder Liquidität herrscht. Aber die amerikanischen Bürger genießen einfach nicht den Luxus, sich nur auf die Wall Street konzentrieren zu können. Sie genießen nicht den Luxus, sich aussuchen zu können, ob sie ihre Hypothek oder ihre Arztrechnungen zahlen. Sie haben nicht die Möglichkeit, sich zwischen dem Schulgeld für ihre Kinder oder dem Sparen für ihre Altersvorsorge zu entscheiden. Sie müssen all das gleichzeitig tun. Sie müssen sich allen diesen Problemen stellen. Und folglich müssen wir das auch tun.

Es gab ja schon viele Diskussionen über diesen Haushalt, und ich hoffe, dass wir auch weiterhin einen gesunden Meinungsaustausch pflegen werden. Die Herausforderungen sind nicht parteiisch. Wir werden in Bezug auf den Haushalt einige Zahlen erhalten, die alles in den kommenden Wochen noch schlimmer machen könnten. Die Antworten müssen nicht von nur einer Partei kommen, und ich begrüße und hoffe in den nächsten Tagen auf Vorschläge und Verbesserungen von Demokraten und Republikanern.

Aber eines möchte ich ganz klar sagen: Angesichts der Tragweite der Herausforderungen brauchen wir in Washinton nicht mehr politische Taktiererei – wir brauchen mehr gute Ideen. Wir brauchen kein weiteres Punkte-Machen – wir brauchen Lösungen für Probleme. Wenn es also Mitglieder des Kongresses gibt, die gegen konkrete politische Inhalte und Vorschläge in diesem Haushalt sind, dann möchte ich sie bitten, bereit und willens zu sein, konstruktive alternative Lösungen vorzubringen. Wenn jemand der Meinung ist, dass bestimmte Aspekte dieses Haushalts nicht funktionieren – machen Sie Vorschläge, was ihrer Ansicht nach funktioniert. “Sag einfach nein” ist der richtige Rat für Teenager, wenn es um Drogen geht. Es ist keine akzeptable Antwort auf wirtschaftspolitische Vorschläge der anderen Partei.

Die amerikanischen Bürger haben uns hierher geschickt, damit etwas geschieht. Und in diesem Moment der riesigen Herausforderungen sehen sie uns zu und warten darauf, dass wir eine Führungsrolle übernehmen. Lassen Sie uns ihnen zeigen, dass wir der Aufgabe gewachsen sind. Lassen Sie uns einen Haushalt verabschieden, der dieses Land auf den Weg zu dauerhaftem Wohlstand bringt. Ich weiß, dass Kent Conrad sich dafür einsetzt, John Spratt setzt sich dafür ein, und ich setze mich auch dafür ein. Wir müssen zusammenarbeiten, damit wir das hier schaffen.

Vielen Dank Ihnen allen.

Originaltext: Statement by the President on the Budget