US-Außenminister Kerry über Grundlagen für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern

WASHINGTON – (AD) – Der nachfolgende Beitrag von Associated Press und ShareAmerica-Autorin Leigh Hartman behandelt die Rede von US-Außenminister John Kerry zum Nahost-Friedensprozess, die er am 28. Dezember 2016 in Washington hielt.

In seiner Rede sagte Außenminister John Kerry: „Die Zweistaatenlösung ist die einzige Möglichkeit, einen gerechten und dauerhaften Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu schaffen.“ (© AP Images)

(© AP Images)

In seiner Rede sagte Außenminister John Kerry: „Die Zweistaatenlösung ist die einzige Möglichkeit, einen gerechten und dauerhaften Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu schaffen.“ Er nannte eine Reihe von Prinzipien, die seiner Ansicht nach die Basis für ein Friedensabkommen zwischen Israelis und Palästinensern bilden könnten.

In seiner Rede am 28. Dezember sagte Kerry, es müsse eine Zweistaatenlösung geben, die eine „sichere und anerkannte Grenze“ zwischen Israel und dem neuen Staat Palästina umfasse. Er fügte hinzu, dass ein Abkommen palästinensischen Flüchtlingen zugutekommen, Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten bestimmen und Israels Sicherheitsbedürfnis gerecht werden müsse. Continue reading

Grußwort zum Nouruzfest

WASHINGTON – (AD) Nachfolgend veröffentlichen wir das Grußwort von Präsident Obama, der sich anlässlich des Persischen Neujahrsfestes (Nouruz) am 20. März 2015 in einer Videobotschaft direkt an das iranische Volk gewendet hat, die am 19. März 2015 auf der Website des Weißen Hauses erschien.

Guten Tag! Ich wünsche allen, die das Nouruzfest in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt feiern: Nouruz Mubarak.

Seit Tausenden von Jahren kommen Familien und Freunde an diesem Tag zusammen, um den neuen Frühling und das neue Jahr willkommen zu heißen. Continue reading

Krise in Syrien: humanitäre Hilfe der Vereinigten Staaten

  Update: Oktober 2014

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir eine Übersicht des US‑Außenministeriums zu zusätzlichen humanitären Hilfsleistungen der Vereinigten Staaten für die Bekämpfung der Krise in Syrien vom 12. September 2014.

US-Außenminister John Kerry gab am 12. September bekannt, dass die Vereinigten Staaten fast 500 Millionen US-Dollar für zusätzliche humanitäre Hilfe bereitstellen, um den vom Krieg in Syrien Betroffenen zu helfen. Das ist die höchste Summe, die die Vereinigten Staaten — als Reaktion auf den größten Hilfsaufruf, den die Vereinten Nationen je forderten — je zugesagt haben. Die neuen Hilfsaufrufe der Vereinten Nationen für Syrien vom Juli forderten sechs Milliarden US-Dollar, um die Auswirkungen dieser Tragödie historischen Ausmaßes zu begrenzen. Continue reading

Bedrohung durch IS-Terrormiliz macht globale Koalition erforderlich

Nahaufnahme von John Kerry (US-Außenministerium)

Außenminister John Kerry

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Namensartikel von US-Außenminister John Kerry, der am 29. August 2014 zunächst in der New York Times erschien und am 30. August vom Büro für internationale Informationsprogramme des US-Außenministeriums veröffentlicht wurde.

In einer gespaltenen Region und einer komplizierten Welt stellt der Islamische Staat in Irak und Syrien eine vereinende Bedrohung für zahlreiche Länder dar, auch für die Vereinigten Staaten. Um uns dieser nihilistischen Sicht und dem Völkermord entgegenzustellen, brauchen wir eine weltweite Koalition, die die militärische Gewalt mit Instrumenten der Politik, Wirtschaft, Strafverfolgung und der Nachrichtendienste unterstützt. Continue reading

Kerry zur Waffenruhe im Gazastreifen

US-Außenminister Kerry

US-Außenminister Kerry

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Erklärung von US-Außenminister John Kerry zur Waffenruhe im Gazastreifen vom 26. August 2014.

Wir unterstützen die heutige Vereinbarung über eine Waffenruhe nachdrücklich und rufen alle Parteien auf, die Bedingungen vollständig einzuhalten. Wir hoffen sehr, dass diese Waffenruhe nachhaltig und von Dauer sein wird, dass die Raketen- und Mörserangriffe eingestellt werden und sie dazu beiträgt, den Konflikt im Gazastreifen dauerhaft zu beenden. Continue reading

Obama zur Tötung des Journalisten James Foley

ObamaMartha’s Vineyard – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Erklärung von Präsident Obama vom 20. August 2014 zur Tötung des Journalisten James Foley.

Guten Tag. Die ganze Welt ist heute vereint im Entsetzen über die brutale Ermordung von Jim Foley durch die Terrorgruppe ISIL [ISIS].

 

Jim war Journalist und Sohn, Bruder und Freund. Er berichtete von problematischen und gefährlichen Orten und legte Zeugnis ab über das Leben von Menschen in einer anderen Welt. Vor beinahe zwei Jahren wurde er in Syrien als Geisel genommen, als er couragiert über den dortigen Konflikt berichtete. Continue reading

Syrische Medienaktivisten und Journalisten bleiben standhaft

Journalisten und Fotografen steigen in einen Laster, der sie an die Grenze zwischen Jordanien und Syrien bringen wird

Journalisten und Fotografen steigen in einen Laster, der sie an die Grenze zwischen Jordanien und Syrien bringen wird

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Beitrag von Uzra Zeya, 1. Stellvertretende Abteilungsleiterin im Büro für Demokratie, Menschenrechte und Arbeitsfragen auf DipNote, dem offiziellen Blog des US-Außenministeriums vom 17. Mai 2014. Continue reading

Syriens Kulturerbe retten

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text des Büros für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium über den Schutz syrischer Kulturgüter vom 24. September 2013.

Ein Teil der humanitären Katastrophe in Syrien besteht in der Bedrohung der Kulturgüter und -stätten des Landes. Nur wenige Länder verfügen über ein so reiches kulturelles Erbe und eine so glorreiche Vergangenheit und haben eine so große Bedeutung für die menschliche Zivilisation wie Syrien.

Die Geschichte Syriens erstreckt sich über Tausende von Jahren. Verschiedene Kulturen haben eine Vielzahl von archäologischen Stätten, Kulturlandschaften, Denkmälern und Kunstwerken hinterlassen, die die Evolution der menschlichen Erfindungsgabe widerspiegeln. Die Zerstörung und Plünderung der Kulturstätten und -güter, die Millionen Jahre lang erhalten geblieben sind, bedeuten für Syrien den drohenden Verlust eines kulturellen Erbes von universeller Bedeutung.

Die Vereinigten Staaten unterstützen nachdrücklich die Bemühungen zum Erhalt des syrischen Kulturerbes und zum Schutz der Kulturstätten wie Museen und Orte von archäologischer, historischer und religiöser Bedeutung. In Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Polizei- und Zollbehörden sowie den Kultusministerien weisen die Vereinigten Staaten Kunsthändler und -sammler auf die Situation hin, so dass sie in Bezug auf geplünderte Kunstobjekte, die womöglich illegal auf dem Antiquitätenmarkt angeboten werden, wachsam sind.

Rote Liste gefährdeter syrischer Kulturgüter

Am 25. September 2013 haben die Vereinigten Staaten im Metropolitan Museum of Art in New York mit dem Internationalen Museumsrat eine Rote Liste gefährdeter syrischer Kulturgüter erstellt. Dies fand während der 68. Sitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen statt. Mit der vom US-Außenministerium unterstützten Liste sollen syrische Kulturgüter identifiziert werden, die geplündert und auf dem internationalen Kunstmarkt angeboten werden.

Rote Listen sind eine Möglichkeit für die Vereinigten Staaten, eine führende Rolle beim Erhalt des weltweiten Kulturerbes einzunehmen, die auf der Achtung der Vielfalt der Kulturen und ihrer Ausdrucksformen durch Kunstobjekte, Gebäude oder Denkmäler beruht. Die Rote Liste der syrischen Kulturgüter reiht sich in die früheren Listen für den Irak, Ägypten und Afghanistan ein.

Welterbestätten

Sechs der Welterbegebiete in Syrien, darunter 46 Stätten und Hunderte von historischen Objekten, stehen auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Dazu gehören: die Altstadt von Damaskus, die Altstadt von Bosra, die Altstadt von Aleppo, die Ruinen der antiken Stadt Palmyra, die Krak des Chevaliers und Qalat Salah El-Din sowie antike Dörfer in Nordsyrien. Die UNESCO führt sie alle als bedroht. Einige Objekte wurden durch Beschuss oder Plünderungen bereits ernsthaft beschädigt oder zerstört.

Die UNESCO und Journalisten berichten, dass Aleppo, eine der ältesten ständig besiedelten Städte der Welt erheblich beschädigt worden sei. Große Teile der Krak des Chevaliers, einer Burg aus der Zeit der ersten Kreuzzüge, wurden durch schweres Geschützfeuer beschädigt.

Die Jobar-Synagoge in Damaskus, eine der ältesten Synagogen der Welt und jüdischer Wallfahrtsort, wurde durch Raketenbeschuss zerstört. Palmyra, eine bedeutende griechisch-römische Siedlung und eines der bedeutendsten Kulturzentren der antiken Welt, wird ebenfalls durch die Kämpfe gefährdet.

Zahllose weitere religiöse Gebäude, Märkte, Burgen und Stätten der reichen Kultur Syriens wurden entweder beschädigt oder sind durch die Kämpfe in Gefahr.

Museen und antike Stätten werden ebenfalls durch illegale Ausgrabungen und Diebe gefährdet. Einige Kunstobjekte werden entdeckt, wenn die Schmuggler versuchen, das Land zu verlassen. Zahlreiche Mosaiken und andere Artefakte wurden an der syrisch-libanesischen Grenze konfisziert. Viele weitere wurden blieben vielleicht unentdeckt und sind im Untergrundmarkt verschwunden.

Der Internationale Museumsrat engagiert sich für den Erhalt und den Schutz von Kulturgütern. Die Roten Liste des Rats mit den gefährdeten archäologischen Objekten oder Kunstgegenständen der gefährdetsten Gebiete der Welt soll diese vor dem Verkauf oder der illegalen Ausfuhr zu schützen.

Bei der Verkündung der Roten Liste sagte die Abteilungsleiterin für Bevölkerungs-, Flüchtlings- und Migrationsfragen, Anne Richard:

„Die internationale Gemeinschaft muss anhand der Roten Liste wachsam in Bezug auf geplünderte oder geschmuggelte syrische Kulturgüter sein. Das schulden wir der syrischen Bevölkerung, die ihrer kulturellen Identität beraubt wird, und der Welt insgesamt, die dieses Erbe achtet, bewundert und studiert.“

Originaltext: Syriens Kulturerbe retten

 

Vereinigte Staaten verurteilen Gewalt in Ägypten

Josh Earnest, Sprecher des Weißen Hauses, erklärt, die ägyptische Interimsregierung sei ihrer Verpflichtung noch nicht nachgekommen, einen politischen Prozess zu beginnen, an dem alle teilhaben, um zur Lösung der aktuellen Krise beizutragen.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Stephen Kaufman vom Büro für internationale Informationsprogramme zur Lage in Ägypten vom 19. August 2013.

Die Regierung Obama hat die andauernde Gewalt in Ägypten, einschließlich der Anschläge auf Sicherheitskräfte auf der Sinaihalbinsel und christliche Institutionen, sowie die Todesfälle unter inhaftierten Mitgliedern der Muslimbruderschaft verurteilt.

Jen Psaki, Sprecherin des US-Außenministeriums, sagte am 19. August zu Journalisten, es habe viele Fälle von Gewalt gegeben, die auf den politischen Konflikt zwischen der ägyptischen Interimsregierung und Unterstützern des abgesetzten Präsidenten Mohamed Mursi zurückzuführen sind. Sie rief alle Seiten dazu auf, kein weiteres Blut zu vergießen.

„In Ägypten ist absolut kein Raum für derartige Gewalt. Wir rufen die ägyptische Führung und die internationale Gemeinschaft dazu auf, derartige Anschläge unmissverständlich zu verurteilen“, sagte Psaki.

Psaki verurteilte einen Anschlag, der zuvor am selben Tag auf eine Wagenkolonne auf der Sinaihalbinsel verübt wurde, und bei dem laut Berichten 24 ägyptische Polizisten ums Leben kamen.

Sie sagte auch, die Vereinigten Staaten bedauerten „die verwerflichen Anschläge auf über 40 Kirchen koptischer Christen und andere christliche Institutionen – darunter Schulen, soziale Einrichtungen und Unternehmen – durch Extremisten, die interreligiöse Konflikte schüren wollen, obwohl die Mehrheit der Ägypter ein derartiges Verhalten ablehnt“.

Psaki erklärte weiter, US-Regierungsvertreter seien außerdem „zutiefst beunruhigt über die verdächtigen Todesfälle zweier inhaftierter Muslimbrüder sowie über einen angeblichen Fluchtversuch aus einem Gefängnis in der Nähe von Kairo“.

Sie erläuterte, die US-Hilfe für die ägyptische Regierung werde seit der Absetzung Mursis durch ägyptische Sicherheitskräfte am 3. Juli und die darauf folgenden Angriffe auf seine Anhänger überprüft und sagte: „Wenn Hunderte Zivilisten getötet werden, dann kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.“

Josh Earnest, Sprecher des Weißen Hauses, sagte Journalisten am 19. August, hochrangige Vertreter der Vereinigten Staaten stünden weiterhin im Kontakt mit der ägyptischen Interimsregierung und machte deutlich, dass sie „ihr Versprechen erfüllen müssen, in Ägypten wieder zu einer demokratisch gewählten Zivilregierung überzugehen“ sowie die Grundrechte der Menschen zu achten.

„Dazu zählt … das Recht auf friedliches Demonstrieren, und es bedeutet das Ende der politisch motivierten Verhaftungen“ sowie die Beendigung des Ausnahmezustands, sagte Earnest.

Er erklärte, die Überprüfung der US-Hilfe „dauere an“.

„Die Maßnahmen der Interimsregierung werden sicherlich Folgen haben“, sagte Earnest und wies auf die jüngste Absage der amerikanisch-ägyptischen Militärübung sowie die Verzögerung bei der Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen an Ägypten hin.

Earnest sagte, Vertreter der Vereinigten Staaten bewerteten die US-Hilfe auf der Grundlage der nationalen Interessen und der rechtlichen Verpflichtungen der Vereinigten Staaten im Rahmen des Foreign Operations Appropriations Act.

Neben der militärischen Zusammenarbeit sind die Vereinigten Staaten und Ägypten über die Wirtschaftshilfe der Vereinigten Staaten, Hilfsleistungen durch den Internationalen Währungsfonds und den Tourismus, der in der ägyptischen Wirtschaft eine große Rolle einnimmt, miteinander verbunden.

„Wir haben vielschichtige Beziehungen zu Ägypten; wir wissen diese Beziehungen durchaus zu schätzen. Ich denke, man kann sehr wohl sagen, dass die ägyptische Regierung dies ebenfalls tut“, sagte Earnest.

Sprecherin Psaki sagte, unter die Überprüfung der Hilfsleistungen durch die Regierung Obama fielen nicht die Nichtregierungseinrichtungen und –programme in Ägypten, die freie und faire Wahlen, Gesundheitsfürsorge, Umwelt, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gute Regierungsführung förderten.

Originaltext: U.S. Deplores Ongoing Violence in Egypt