Mary McLeod Bethune: Pädagogin und Bürgerrechtsaktivistin

 

Mary McLeod Bethune (rechts) hat junge Frauen wie Dorothy Irene Height (links) dazu inspiriert, sich für Bürgerrechte einzusetzen.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir anlässlich des National African American History Month einen Artikel aus dem Abschnitt Profiles of Contemporary African-American Women aus der Broschüre Making Their Mark: Black Women Leaders, die im Januar 2012 vom Büro für internationale Informationsprogramme veröffentlicht wurde.

 

 

Mary McLeod wurde 1875 als Tochter ehemaliger Sklaven auf einer Baumwollplantage in Florida geboren. Sie interessierte sich schon als Kind für Bildung und meldete sich an der örtlichen Schule an, wo sie lesen und schreiben lernte. Ein Lehrer dort wurde ihr Mentor und öffnete ihr die Türen zur höheren Bildung, wodurch sie die Möglichkeit erhielt, Lehrerin zu werden. „Als ich lesen lernte, eröffnete sich mir eine ganz neue Welt“, sagte sie später.

 

Auch nach ihrer Eheschließung mit Albertus Bethune gab sie weiterhin Unterricht an der Schule und setzte ihre soziale Arbeit in Georgia fort. Das Paar zog nach Florida, wo Mary McLeod Bethune in Daytona Beach eine Schule für afroamerikanische Mädchen gründete, aus der später das koedukative Bethune-Cookman-College wurde. Es war für seine hervorragende Ausbildung bekannt. Bethune wandte sich gleichermaßen an schwarze und weiße Geldgeber, um von ihnen Unterstützung für die Schule zu erhalten. Sie schaffte es, einflussreiche weiße Wohltäter zu gewinnen, darunter auch James Gamble von Proctor & Gamble, Thomas White von White Sewing Machines und John D. Rockefeller.

 

Mary McLeod Bethune war Vorsitzende der National Association of Colored Women und gründete 1935 den National Council of Negro Women, der weitere Organisationen schwarzer Frauen mit ähnlichen Zielen zusammenbrachte, wie beispielsweise: Verbesserung der Lebensbedingungen afroamerikanischer Frauen, Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe, Integration und Gleichberechtigung.

 

Als enge Freundin von Präsident Franklin D. Roosevelt und seiner Frau Eleanor war Bethune Mitglied seines „schwarzen Kabinetts“, ein Zusammenschluss führender Afroamerikaner, die die Regierung Roosevelt zu Fragen berieten, die Afroamerikaner und ihr Weiterkommen in der Gesellschaft betrafen.

 

Zu ihrem sozialen Engagement gehörten die Arbeit beim Roten Kreuz im Zweiten Weltkrieg, die Gründung von Schulen und ihre Arbeit in Bildungseinrichtungen und wirtschaftlichen sowie religiösen Organisationen. Sie schrieb eine wöchentliche Kolumne für den Chicago Defender und den Pittsburgh Courier. Sie wurde vielfach für ihre Leistungen ausgezeichnet, und sie ist auf einer Briefmarke abgebildet.  Ihre vielfältigen Tätigkeiten in der Regierung und Organisationen sowie ihr Elan und ihre Tatkraft haben eine neue Generation von führenden Frauen in der Bürgerrechtsbewegung hervorgebracht.

 

Originaltext: Mary McLeod Bethune, Educator and Civil Rights Activist

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