Mit Herz bei der Sache

Der Pionierarzt Michael DeBakey riet dem russischen Präsidenten Boris Jelzin 1996 zu einer Bypass-Operation. Gegen den Rat der Ärzte Jelzins rettete DeBakey so dessen Leben.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Artikel von Sonya Weakley, Autorin des Büros für internationale Informationsprogramme, vom 27. Dezember 2011.

Im September 1908 wurde Michel E. Dabaghi in Louisiana als erstes von fünf Kindern der libanesischen Einwanderer Shaker und Raheeja geboren, zwanzig Jahre vor der Entdeckung des Antibiotikums. Fast einhundert Jahre später starb er als Michael E. DeBakey, für viele Menschen der größte Mediziner aller Zeiten.

DeBakey hat über fast 75 Jahre hinweg einen großen Beitrag zur Entwicklung des Bereiches Medizin geleistet. Während des Zweiten Weltkrieges trug er dazu bei, dass mobile chirurgische Krankenhäuser, so genannte MASH-Einheiten, eingerichtet wurden. Er unterstützte außerdem Präsident John F. Kennedy bei seiner Werbung für Medicare, ein staatliches Versicherungsprogramm für Menschen über 65, und regte die Schaffung der National Library of Medicine an, die später vom US-Kongress bewilligt wurde. 1963 wurde DeBakey der Lasker Award, das amerikanische Gegenstück zum Nobelpreis, verliehen.

Schon im Alter von 23 Jahren war er an großen Entwicklungen beteiligt. Während seines Studiums an der Tulane University in New Orleans erfand DeBakey die Rollenpumpe, deren enorme Bedeutung sich erst 20 Jahre später zeigte, als sie zu einem unerlässlichen Teil der Herz-Lungen-Maschine wurde. Durch die Aufrechterhaltung eines konstanten Blutflusses während operativer Eingriffe legte diese Pumpe den Grundstein für Operationen am offenen Herzen.

Trotz der Tatsache, dass viele ihn verehrten, galt er bisweilen als umstrittene Persönlichkeit, die auch gelegentlich verspottet wurde. Während des Studiums an der Tulane University stellten DeBakey und Alton Ochsner im Jahr 1939 einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen von Zigaretten und der Entstehung von Lungenkrebs fest, der von vielen angesehenen Ärzten belächelt wurde. Erst 1964 wurde dieser Zusammenhang durch den US-Generalstabsarzt bestätigt.

Aller Skepsis zum Trotz entdeckte DeBakey in den 1950er Jahren, dass sich Transplantate aus der Polyesterfaser Dacron hervorragend als Ersatz für beschädigte Arterienteile eignen. Er stellte auf der Nähmaschine seiner Frau ein erstes Muster dieses Transplantates her. Dank dieser Erfindung konnten Ärzte nun bisher inoperable Aortenaneurysmen behandeln.

2005 reiste DeBakey im Alter von 97 Jahren in den Libanon und sprach an der Universität von Balamand, die den Michael DeBakey Lehrstuhl für Herz-Kreislauf-Forschung eingerichtet hatte, über die Entwicklung der Herzchirurgie.

Ein Jahr später starb er selbst fast an einem Aortenaneurysma. Seine eigene Erfindung rettete ihm das Leben. Im April 2008, nur wenige Monate vor seinem Tod, wurde ihm die Congressional Gold Medal, die höchste zivile Auszeichnung des US-Kongresses, verliehen.

Laut eines 2009 erschienenen Artikels seiner Schwestern Lois und Selma, die beide Professorinnen an der Tulane University sind, hatte DeBakey einmal gesagt, dass seine Eltern, die aus Mardsch Uyun im Südlibanon stammten, ihnen Werte wie Fleiß und Großzügigkeit vorgelebt hatten. Von seiner Mutter hatte er nähen, häkeln und stricken gelernt – Fähigkeiten, die er bei der Entwicklung von Operationstechniken nutzte. Sein Vater besaß eine Apotheke und tauschte sich häufig mit den ortsansässigen Ärzten über ihre Arbeit aus.

Originaltext: Lebanese-American Surgeon Put Heart into His Work

Chanukka 2011

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Erklärung von US-Präsident Barack Obama anlässlich des Feiertages Chanukka vom 20.Dezember 2011.

Michelle und ich übermitteln allen Menschen auf der ganzen Welt, die Chanukka feiern, unsere besten Wünsche zu diesem Fest.

Dieses Jahr erinnern wir uns zu Chanukka an die eindrucksvolle Geschichte von einigen Gläubigen, die sich für ihr Volk eingesetzt und es befreit haben. Das Öl in ihrem geschändeten Tempel, das für nur noch eine Nacht reichen sollte, spendete ihnen ganze acht Nächte lang Licht.

Dies ist die zeitlose Geschichte des Triumphes von Recht über Macht und von Glaube über Zweifel. Sie gibt den Juden auf der ganzen Welt seit 2.000 Jahren Hoffnung. Heute Abend kommen Familien und Freunde zusammen, um die erste Kerze der Menora zu entzünden. Dabei werden wir dazu aufgerufen, uns an das Gute zu erinnern, das uns widerfahren ist, ehrerbietig an die Opfer unserer Vorfahren zu denken, und daran zu glauben, dass wir mit Vertrauen und Zielstrebigkeit gemeinsam eine bessere Welt für die kommenden Generationen aufbauen können.

In diesem Sinne wünschen meine Familie und ich der jüdischen Weltgemeinde Frohe Festtage.

 

Originaltext: Statement by the President on Hanukkah 

 

Frauen, Frieden und Sicherheit

 

US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton am 19. Dezember in der Georgetown University.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton zum Thema Frauen, Frieden und Sicherheit an der Georgetown University vom 19. Dezember 2011.

Vielen Dank. Es ist wunderbar, wieder an der Georgetown University zu sein, und den Studenten als Ausrede dafür zu dienen, dass sie nicht für ihre Abschlussprüfungen lernen müssen. Daher auch die enthusiastische Reaktion hier in der Gaston Hall.

Vielen Dank, Präsident DeGioia. Diese großartige Universität hat schon so viele Diplomaten und Friedensstifter hervorgebracht und auch mindestens einen ehemaligen Präsidenten, der noch immer ein absoluter Fan der Georgetown Hoyas ist. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis, das eigentlich keines mehr ist: Mein Mann, Melanne sowie ihr Ehemann waren alle zur gleichen Zeit an der Georgetown University. Wer weiß also, was in einigen Jahrzehnten aus Ihnen allen und Ihren Kollegen wird.

Ich möchte zwei Mitglieder des US-Kongresses würdigen, die heute hier sind: Russ Carnahan und John Conyers. Vielen Dank. Außerdem möchte ich den Mitgliedern des Diplomatischen Corps danken. Ganz persönlich möchte ich die Präsidentin des Kosovo, Frau Jahjaga, begrüßen, die sich für Frieden und Versöhnung und natürlich auch für die Frauen in ihrem und anderen Ländern einsetzt. Präsidentin Jahjaga hat eine Stimme, die gehört wird. Wir sind sehr stolz auf sie und auch zutiefst beeindruckt von ihr. Außerdem freue ich mich, dass, wie sie sicherlich bereits gehört haben, eine Gruppe großartiger Kollegen aus der Regierung hier ist – Staatssekretärin Michele Flournoy, Admiral Sandy Winnefeld, der Stellvertretende Leiter von USAID, Don Steinberg, Samantha Power aus dem Weißen Haus und andere, die im Publikum sitzen.

Ganz persönlich möchte ich auch Michele Flournoy, die kürzlich angekündigt hat, das Verteidigungsministerium Anfang des Jahres zu verlassen, für ihre herausragende Arbeit für unser Land danken. Wir werden Sie vermissen, aber wir wissen, dass Ihre Zeit im öffentlichen Dienst noch lange nicht vorbei ist. Vielen Dank Michele.

Ich möchte auch den anwesenden Vertretern unserer Streitkräfte danken. Lassen Sie uns ihnen applaudieren. Wir sind in dieser festlichen Jahreszeit mit unseren Gedanken bei Ihnen und allen, die mit Ihnen ihren Dienst leisten. Dies ist schließlich eine Zeit, in der wir verstärkt dazu angehalten sind, über Frieden nachzudenken, und was wir noch tun können, um Frieden zu schaffen. Wir machen uns auch Gedanken über Sicherheit und das Erbe, das wir künftigen Generationen hinterlassen können, damit auch sie die Möglichkeiten erhalten, die uns allen offenstehen.

Heute möchte ich mich auf einen Aspekt der Friedenssicherung konzentrieren, der zu häufig übersehen wird – die Rolle der Frau bei der Beendigung von Konflikten und dem Aufbau dauerhafter Sicherheit. Einige von Ihnen haben vielleicht am Samstag vor einer Woche gesehen, wie drei bemerkenswerte Frauen – zwei aus Liberia und eine aus dem Jemen – in Oslo den Friedensnobelpreis erhielten. Über viele Jahre hinweg haben viele von uns versucht, der Welt zu zeigen, dass Frauen nicht nur Opfer des Krieges sind – sie sind auch treibende Kräfte für den Friedens. Das stand auch hinter der historischen Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates, die vor einem Jahrzehnt angenommen wurde, aber deren Versprechen überwiegend unerfüllt blieben. Es war daher unglaublich ermutigend, diese drei Frauen im internationalen Rampenlicht zu sehen, wie sie die internationale Gemeinschaft dazu aufgefordert haben, Frauen als vollwertige und gleichberechtigte Partner in die Prozesse zur Schaffung von Frieden einzubinden.

Dieser Aufruf wurde am vergangenen Donnerstag unterstrichen, als Hunderte Aktivisten sich im US-Außenministerium versammelten, um mit den führenden amerikanischen Colleges eine neue Partnerschaft für Frauen ins Leben zu rufen, um Mädchen und Frauen weltweit auszubilden und zu unterstützen, die im Dienste der Öffentlichkeit tätig werden wollen. Diese Frauen waren unglaublich beeindruckend und einige waren auch sehr mutig. Eine nahm mich beiseite und sagte, dass sie von ihrer Regierung zwar keine Reiseerlaubnis bekommen hätte, aber trotzdem gekommen sei. Sie wollen unbedingt ihre Fähigkeiten und ihre Energie in ihren Kommunen einbringen und damit zur Verbesserung der Lage in ihren Ländern beitragen. Sie sind bereit, sich für den Frieden einzusetzen, in die Politik zu gehen, im Militär zu dienen, eine führende Rolle in der Zivilgesellschaft zu spielen und ihr gottgegebenes Potenzial zu verwirklichen. Man muss ihnen einfach nur die Chance dazu geben.

Aus diesem Grund habe ich in einer Rede Freitagabend in New York hervorgehoben, dass es vermehrt Hinweise darauf gibt, dass Frauen überall auf der Welt zur Schaffung und Erhaltung von Frieden beitragen und dass dieser Beitrag zu einem besseren Ergebnis für die gesamte Gesellschaft führt. Von Nordirland über Liberia bis Nepal haben wir gesehen, dass sich Frauen, dia am Friedensprozess beteiligt werden, auf Themen wie Menschenrechte, Gerechtigkeit, nationale Aussöhnung und wirtschaftliche Erneuerung konzentrieren. Diese Themen sind wichtig für die Schaffung von Frieden, werden in offiziellen Verhandlungen aber häufig übersehen. Sie bilden Bündnisse über ethnische und konfessionelle Grenzen hinweg und setzen sich für Randgruppen ein. Sie fungieren als Mittler und helfen, Kompromisse zu finden. Wenn sich Frauen in großen Gruppen zusammenschließen, mobilisieren sie andere und helfen, den Lauf der Geschichte zu verändern.

Denken Sie nur an die bemerkenswerten Frauen in Liberia, die so lange marschiert sind, die so lange gesungen und gebetet haben, bis sich die Krieg führenden Parteien einigten, ihren Konflikt beizulegen und sich in Richtung Demokratie zu bewegen. Wenn Sie den Film Pray The Devil Back To Hell gesehen haben – falls nicht, empfehle ich Ihnen, ihn anzusehen – wissen Sie, dass diese mutigen Frauen die Verhandlungen buchstäblich so lange belagert haben, bis die Männer im Raum schließlich eine Vereinbarung unterzeichneten.

Einige von Ihnen werden vielleicht denken: „Jetzt kommt Sie schon wieder damit. Hillary Clinton spricht immer über Frauen. Warum sollte ich oder irgendjemand anderer ernsthaft darüber nachdenken?“ Nun, man sollte sich Gedanken machen, denn das Thema geht nicht nur Frauen an. Es kann nicht an den Rand der internationalen Angelegenheiten gedrängt werden. Es steht im Zentrum unserer nationalen Sicherheit und der Sicherheit der Menschen überall, weil es eine traurige Tatsache ist, dass die Art und Weise, wie die internationale Gemeinschaft heutzutage versucht, Frieden und Sicherheit zu schaffen, einfach nicht funktioniert. Weltweit gibt es Dutzende aktive Konflikte, die die regionale und globale Stabilität unterlaufen und ganze Gesellschaften zerstören. Mehr als die Hälfte aller Friedensabkommen werden innerhalb von fünf Jahren gebrochen.

Gleichzeitig werden Frauen allzu oft sowohl von den Friedensverhandlungen als auch den Institutionen zur Wahrung von Frieden ausgeschlossen. Natürlich greifen in der Tat auch einige Frauen zu den Waffen, aber es ist auch eine Tatsache, dass weitaus mehr Frauen zu Opfern von Waffen werden. Zu wenige erhalten die Möglichkeit, sich für Frieden und Sicherheit einzusetzen. Das ist eine unentschuldbare Verschwendung von Talent und Chancen für alle Menschen. Im Nahen Osten und Nordafrika lassen Nationen die Revolution hinter sich und beginnen mit dem Übergang zu Demokratie. Auch dort werden Frauen ausgeschlossen und zunehmend zur Zielscheibe.

Die jüngsten Ereignisse in Ägypten waren besonders schockierend. Frauen werden geschlagen und gedemütigt – in den gleichen Straßen, in denen sie vor nur einigen Monaten ihr Leben für die Revolution riskiert haben. Das ist Teil eines sehr besorgniserregenden Musters. Die Frauen in Ägypten werden in der Übergangsphase von den militärischen Gremien und den großen politischen Parteien weitestgehend von Entscheidungen ausgeschlossen. Gleichzeitig werden sie zur Zielscheibe der Sicherheitskräfte und der Extremisten.

Die Teilnehmer am Marsch anlässlich des Internationalen Frauentages wurden schikaniert und misshandelt. Die weiblichen Demonstranten wurden zusammengetrieben und auf schreckliche Art und Weise misshandelt. Es kam zu sexuellen Übergriffen auf Journalistinnen. Gegenwärtig werden Frauen auf offener Straße angegriffen, ausgezogen und geschlagen. Diese systematische Erniedrigung ägyptischer Frauen bringt Schande über die Revolution, ist ein Schandfleck für den Staat und seine Uniformierten und das ist eines großartigen Volkes nicht würdig. Wie einige ägyptische Politiker und Kommentatoren selbst bemerkt haben, kann weder eine neue Demokratie noch eine stabile Gesellschaft auf der Verfolgung von Frauen aufbauen. Ob es nun um die Beendigung eines Konfliktes, den Umgang mit dem Übergang oder den Wiederaufbau des Landes geht, die Welt kann es sich nicht mehr leisten, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren. Nicht nur, dass wir es eigentlich besser können, wir müssen es besser machen und jetzt zeigt uns der vor uns liegende Weg, wie wir es besser machen können.

Daher hat US-Präsident Obama heute Morgen einen Präsidialerlass unterzeichnet, mit dem der erste Nationale Aktionsplan für Frauen, Frieden und Sicherheit ins Leben gerufen wird. Dabei handelt es sich um einen umfassenden Plan für die Beschleunigung und Institutionalisierung der Bemühungen in allen Bereichen der US-Regierung, um die Teilhabe von Frauen an der Schaffung und Erhaltung von Frieden zu fördern. Dieser Plan baut auf der nationalen Sicherheitsstrategie des Präsidenten auf und wurde gemeinsam vom US-Außenministerium, dem US-Verteidigungsministerium, USAID und anderen unter Federführung des Weißen Hauses entwickelt. Ich möchte mir auch einen Moment Zeit nehmen, um allen unseren Partnern in der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor zu danken, die dazu beigetragen haben. Viele sind auch heute anwesend. Ohne Ihre Erfahrungen vor Ort, Ihr leidenschaftliches Engagement und Ihren unermüdlichen Einsatz gäbe es diesen Plan nicht. Wir freuen uns darauf, genauso eng mit Ihnen an der Umsetzung zu arbeiten.

Lassen Sie mich kurz beschreiben, was wir tun wollen. Der Plan skizziert fünf Bereiche, in denen wir unsere Bemühungen verdoppeln werden. Zunächst werden wir mit Frauen in gefährdeten Regionen zusammenarbeiten, um Konflikte schon vor ihrem Ausbruch zu verhindern. Frauen sind Stimmungsbarometer der Gesellschaft, und manchmal übernehmen sie in der Tat die Rolle eines Kanarienvogels im Kohlebergwerk. Sie erkennen, wenn ihre Kommunen auseinanderdriften und wenn Bürger Angst um ihre Sicherheit haben. Studien legen nahe, dass die physische Sicherheit und die Gleichberechtigung von Frauen mit der Sicherheit und der Friedfertigkeit ganzer Länder in Zusammenhang stehen. Viel zu oft übersieht die politische Führung das Wissen und die Erfahrungen von Frauen, bis die Gewaltspirale nicht mehr aufgehalten werden kann.

Daher werden die Vereinigten Staaten in ein Frühwarnsystem investieren, das eine Analyse des Status der Gleichberechtigung und der Zunahme von Gewalt und Diskriminierung von Frauen registriert, da dies Indikatoren für zukünftige Konflikte sein können. Wir werden darüber hinaus Frauenorganisationen unterstützen, die Arbeit an der Basis leisten und sich für die Beendigung von Gewalt und die Förderung von Frieden einsetzen. Da die Stärkung der Wirtschaftskraft der Frauen zu größerem Wohlstand in der jeweiligen Gesellschaft führt, stehen Mädchen und Frauen im Zentrum unserer Bemühungen im Bereich Lebensmittelsicherheit, Gesundheit und Unternehmertum. Wir wollen die Hindernisse für ihre wirtschaftliche Teilhabe beseitigen, damit mehr Frauen an mehr Orten die Chance haben, Land zu besitzen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen und Zugang zu Märkten zu erhalten. Dies alles sind Schritte, die schließlich nicht nur ihren Familien zugute kommen, sondern ganzen Volkswirtschaften und Gesellschaften.

Aber was geschieht nun, wenn, trotz unserer besten Bemühungen, ein Konflikt entflammt? Der zweite Kernaspekt unseres Nationalen Aktionsplans ist die Stärkung des Schutzes für Mädchen und Frauen während eines Konfliktes und danach. Wir werden mit Partnern vor Ort zusammenarbeiten, um gegen Vergewaltigung als Kriegstaktik vorzugehen, Gewalttäter zur Rechenschaft zu ziehen und Überlebende sexueller Gewalt und geschlechtsspezifischer Gewalt zu unterstützen.

Ein Ansatzpunkt sind die schlecht ausgebildeten Soldaten und Polizisten, die häufig zu einer Kultur der Gesetzlosigkeit, der Gewalt und Straffreiheit beitragen und sich oft von Diskriminierung gegen Frauen außerhalb ihrer Familie leiten lassen. Die Vereinigten Staaten werden beim Aufbau der Kapazitäten ausländischer Streitkräfte und Polizei und Rechtssystemen helfen, um die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und sicherstellen, dass der Schutz von Zivilisten und sexuelle und insbesondere geschlechtsspezifische Gewalt eine gemeinsame Priorität darstellen. Wir arbeiten auch mit den Vereinten Nationen zusammen, um mehr weibliche Blauhelme zu rekrutieren, um alle Blauhelme besser zu schulen, damit sie Gewalt gegen Zivilisten verhindern, vorhersehen und auf sie reagieren können, und damit sie auf die politische Dynamik reagieren können, die sexuelle Gewalt in Konfliktgebieten begünstigt, denn sie geht nicht nur von Soldaten aus. Führende Politiker und einflussreiche Personen auf lokaler Ebene bereiten den Weg für diesen Missbrauch und dafür müssen sie auch zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Vereinigten Staaten werden die Überlebenden der Gewalt unterstützen und dazu beitragen, ihnen neue Instrumente an die Hand zu geben, um Straftaten zu melden und Zugang zu Schutzhäusern, Rehabilitationszentren, rechtlicher Unterstützung und anderen Diensten zu erhalten. Wir werden darüber hinaus Organisationen fördern, die sich an Jungen und Männer wenden, darunter auch Religions- und Stammesführer, um sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt in Familien und Gemeinden zu verringern.

Ich habe vor einigen Jahren mit Bürgern im Senegal gearbeitet, um die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung zu beenden und wir haben argumentiert, dass es schlecht für die Gesundheit der zukünftigen Mütter des Senegal sei. Wir waren in der Lage, die Religions- und Stammesführer zu überzeugen, sich unserer Sache anzuschließen. Von derartigen programmatischen Ansätze wollen wir noch mehr sehen.

Letztendlich ist aber der beste Weg zum Schutz der Bürger die Beendigung des Konfliktes selbst. Der dritte Schwerpunkt des Nationalen Aktionsplans besteht darin, Frauen vor, während und nach einem Konflikt an Friedensprozessen und der Arbeit der entscheidungsfindenden Institutionen teilhaben zu lassen. Wie ich in meiner Rede am Freitag in New York erklärt habe, sind die Ansichten und Ideen von Frauen wichtig für die Verhandlungen über einen Frieden und können zur Ausarbeitung stabilerer und dauerhafterer Vereinbarungen führen.

Hier nur ein Beispiel. Während der Friedensverhandlungen 2006 in Darfur kam es zu einem Stillstand der Verhandlungen, weil die männlichen Verhandlungspartner sich nicht über die Kontrolle über einen bestimmten Fluss einigen konnten. Die Frauen aus der Region aber, die dort Wasser holen und Kleidung waschen, wussten aus Erfahrung, dass der Fluss bereits ausgetrocknet war. (…)

Frauen auszuschließen bedeutet, ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Talente ebenfalls auszuschließen. Die Vereinigten Staaten werden also ihr gesamtes diplomatisches Gewicht einsetzen, um Kämpfer und Verhandlungspartner dazu zu bringen, Frauen als gleichberechtigte Partner an Friedensverhandlungen zu beteiligen. Wir werden mit der Zivilgesellschaft daran arbeiten, Frauen und anderen Führungspersonen dazu zu verhelfen, für diejenigen zu sprechen, die keine Stimme haben. Außerdem werden wir den von Konflikten betroffenen Ländern helfen, indem wir Gesetze, politische Maßnahmen und Praktiken entwerfen, mit denen die Gleichberechtigung gefördert wird, damit Frauen am Wiederaufbau der Gesellschaft mitarbeiten können, sobald die Gewalt beendet ist.

Das bringt mich zum vierten Schwerpunkt unseres Plans. Dabei geht es darum, dass Hilfe und Unterstützung an die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen angepasst werden, die oft die Stützen ihrer Familien und Gemeinden und unersetzbare Partner für die Stabilisierung konfliktgeplagter Länder sind. Das ist wichtig, da Konflikte, die durch humanitäre Krisen ausgelöst werden, genauso gefährlich werden können wie die Kämpfe selbst. Außerdem können sie der Grund für Instabilität in der Zukunft sein. Frauen sind oft am ehesten von Krisen betroffen. Allerdings kommt ihnen selten ein angemessener Teil der Hilfe zu, und sie haben selten die Chance, die Prioritäten für die Zeit nach dem Konflikt mitzugestalten. Aber mit den richtigen Werkzeugen und der richtigen Unterstützung können Frauen die Bemühungen zur Wiedererholung anführen und ihr näheres Umfeld wiederaufbauen.

Die Vereinigten Staaten werden daher ihre internationalen Partner dazu ermutigen, Frauen und zivilgesellschaftliche Organisationen an der Ausarbeitung und Umsetzung von Hilfsbemühungen und Wiederaufbau zu beteiligen. Wir werden Gleichstellungsbeauftragte für alle Krisenreaktions- und Wiederaufbauteams von USAID ernennen, deren Berater die besonderen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen hervorheben, damit sichergestellt wird, dass ihre Sichtweise auch berücksichtigt und bei der Ausarbeitung und Umsetzung unserer Programme mit einbezogen wird. Flüchtlinge und andere Vertriebene sind in besonders hohem Maße dem Risiko der Ausbeutung und Misshandlung sowie sexueller Gewalt ausgesetzt. Wir werden uns also neben anderen lebensrettenden humanitären Hilfsmaßnahmen besonders mit der Vorbeugung von sowie der Reaktion auf sexuelle Gewalt befassen. Wir werden bei der Einrichtung wichtiger Dienstleistungen wie Lebensmittelausgabe, Notfall-Bildungsmaßnahmen, Cash-for-work-Programme und Gesundheitszentren für Frauen und ihre besonderen Bedürfnisse wie Gesundheitsversorgung für Mütter behilflich sein.

Kleine Schritte können viel bewirken. Ich habe beispielsweise mit Frauen gesprochen, die von ihren Flüchtlingslagern aus lange Fußmärsche zurücklegen, um Brennholz für ihre Kochstellen zu suchen, und sich so dem großen Risiko von Angriffen oder Vergewaltigung aussetzen. Ich erinnere mich an meinen Besuch in einem großen Lager in Goma, im Ostteil der Demokratischen Republik Kongo. Alle Frauen dort erzählten mir dasselbe: Dass sie in diesem Lager seien und es viele internationale NROs und humanitäre Hilfsorganisationen gebe, aber dass sie noch immer allein Brennholz suchen und sich um ihre Versorgung mit Brennmaterial kümmern müssen, und Angriffen zum Opfer fallen, wenn sie das Lager verlassen. Ich fand es merkwürdig, dass dort so viele Menschen waren, könnten wir denn dann nicht auch Teams organisieren, um den Frauen zu helfen und sie zu beschützen, wenn sie das Lager verlassen, oder gäbe es vielleicht einen besseren Weg, um dieses Problem vollständig zu lösen?

Wir unterstützen daher globale Bemühungen, um sauberere und sicherere Feuerstellen zu schaffen, für die weniger Brennmaterial benötigt wird, damit die Frauen sich seltener in Gefahr begeben müssen. Derzeit sind wir damit befasst, die Clean Cookstoves Global Alliance zu schaffen und auszuweiten, die mit den National Institutes of Health zusammenarbeitet. Ja, Frauen müssen sich nicht so weit von ihrem Zuhause oder vom Flüchtlingslager entfernen, um Brennholz zu suchen, mit dem das Essen für die Familie gekocht wird. Zweitens werden Frauen und Kinder nicht mehr an Atemwegserkrankungen sterben, die bedauerlicherweise eine Nebenwirkung des Rauches sind, den sie jeden Tag, oft in kleinen, engen Räumen einatmen müssen. Und drittens werden wir so den Ausstoß von schwarzem Ruß reduzieren, was gut für die Umwelt ist. Wir konzentrieren uns also darauf, dies während der nächsten Jahre noch zu intensivieren, und erfreuen uns derzeit bereits großer Unterstützung.

Ich weiß, dass dieser Aktionsplan eine ehrgeizige Agenda darstellt, die koordinierte und konzentrierte Bemühungen erfordert. Fünftens konzentrieren wir uns also auf die Institutionalisierung dieser Arbeit innerhalb der US-Regierung. Als Teil dieses Prozesses werden wir die Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Soldaten, Diplomaten und Entwicklungshilfeexperten in den Bereichen Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht, Schutz von Zivilisten, Vorbeugung von und Reaktion auf sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt sowie Kampf gegen Menschenhandel intensivieren. Wir werden unsere Politik und deren Umsetzung in der Regierung auf den neuesten Stand bringen, da es unser Ziel ist, unsere Art des Handels grundlegend zu ändern.

Der Präsidialerlass weist wichtige Abteilungen und Agenturen dazu an, innerhalb von fünf Monaten umfassende Strategien zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zu entwickeln. Ich möchte Ihnen nun einige konkrete Beispiele dafür geben, wie dies aussehen wird. Im Außenministerium haben wir bereits eine neue Initiative für Frauen, Frieden und Sicherheit in Afrika ins Leben gerufen, die sich mit dem Aufbau lokaler Fähigkeiten in Konfliktregionen befasst. Mit den ersten Finanzhilfen werden wir Aktivistinnen und Journalistinnen in Kenia die Nutzung von Frühwarnsystemen für Gewalttaten näher bringen, ein Trauma-Zentrum für Vergewaltigungsopfer im Sudan fördern, Frauen in der Zentralafrikanischen Republik Zugang zu juristischen und wirtschaftlichen Dienstleistungen verschaffen, und die Sammlung medizinischer Beweise für die strafrechtliche Verfolgung von Fällen geschlechtsspezifischer Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo verbessern.

Und dies ist erst der Anfang, denn auf der ganzen Welt, von Irak bis Afghanistan, vom Südsudan bis in den neu entstehenden Nahen Osten und Nordafrika entwickeln unsere Botschaften regionale Strategien, um die Rolle von Frauen in der Politik, in der Wirtschaft und im sozialen Bereich zu stärken.

Bei USAID werden wir parallel zu anderen Projekten in Zusammenarbeit mit dem US-Konsortium für Wahlen und die Stärkung politischer Prozesse (Consortium for Elections and Political Process Strengthening) den neuen Global Women’s Leadership Fund ins Leben rufen. So können Aktivistinnen und Führungspersönlichkeiten der Zivilgesellschaft ausgebildet werden, und wir können ihre Teilnahme an Friedensverhandlungen, politischem Übergang und demokratischen Institutionen fördern. Außerdem engagieren wir uns noch stärker im Kampf gegen Menschenhandel in Konfliktregionen.

Das Verteidigungsministerium, das an der Entwicklung des Nationalen Aktionsplans mitgewirkt hat, wird auch bei dessen Umsetzung eine Schlüsselrolle spielen. Dass sowohl Sandy Winnefeld als auch Michele Flournoy heute hier sind, zeigt, was unsere Streitkräfte in den vergangenen zehn Jahren über die starke Verbindung zwischen Sicherheit und der Tatkraft von Frauen auf der einen und Frieden und Stabilität auf der anderen Seite gelernt haben. Durch Zusammenarbeit mit unseren Partnern wird das Pentagon auf der herausragenden Arbeit aufbauen, die bereits in Ländern wie Afghanistan – wo unsere Wiederaufbauteams in den Provinzen (Provincial Reconstruction Teams – PRT) sich gemeinsam mit den Menschen vor Ort gegen Gewalt an Frauen, Ehrenmorde und Verbrennungen engagieren – oder der Demokratischen Republik Kongo geleistet wird, wo Experten von AFRICOM Soldaten in den Bereichen Schutz der Menschenrechte und Verhinderung sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalttaten ausbilden.

Ich bin sehr stolz, dass wir einige Flaggoffizierinnen und Offizierinnen im Generalsrang bei uns haben, die der lebende Beweis dafür sind, wie wichtig Frauen für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten sind. Heutzutage sind Frauen aus den Kampftruppen der Flugzeugträger, den Expeditionskampftruppen oder den Luftstreitkräften nicht mehr wegzudenken. Sie sind mit an vorderster Front, verteidigen unser Land, reagieren auf Katastrophen und arbeiten mit unseren Verbündeten und Partnern zusammen.

Auch in anderen Ressorts der Regierung werden derartige Schritte unternommen. Das Center for Disease Control and Prevention (CDC) schafft in fast 20 Ländern ein neues System zur Überwachung sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt. Das Justizministerium arbeitet mit der Polizei, Staatsanwälten, Richtern und Justizvollzugsbeamten auf der Welt zusammen, um mehr sexuelle Gewalttäter und Menschenhändler zur Rechenschaft zu ziehen. Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Zusammenfassend kann man sagen, dass die gesamte Regierung und die internationale Gemeinschaft hinter diesen Bemühungen stehen.

Der Nationale Aktionsplan wird auch bei der Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Verbündeten hier Zuhause und im Ausland förderlich sein. Präsident DeGioia und Dekanin Lancaster, ich freue mich über die Ankündigung, dass Georgetown hier federführend sein wird. Es könnte keine bessere Institution für diese Führungsrolle bei der erforderlichen Arbeit in der akademischen Welt geben. Im Übrigen haben über 30 Länder bereits ihre eigenen Nationalen Aktionspläne aufgesetzt.

Die NATO berücksichtigt Frauen und ihre Bedürfnisse bei wichtigen Planungsprozessen und Bildungsmaßnahmen, setzt Experten in operativen Hauptquartieren ein und entsendet weibliche Einsatzteams nach Afghanistan, wo das Bündnis auch Afghaninnen für die Arbeit bei den Sicherheitskräften ausbildet. 2012 werden zehn Prozent der Absolventen der afghanischen Militärakademie Frauen sein, und Experten planen, bis 2014 5.000 Frauen zu Polizistinnen auszubilden.

Die Vereinten Nationen bauen auch erfolgreich auf der Resolution 1325 auf. Mit starker Unterstützung durch die Vereinigten Staaten hat der Sicherheitsrat in den vergangenen drei Jahren bereits vier zusätzliche Resolutionen zum Thema Frauen und Sicherheit angenommen. Im vergangenen Monat hat der Dritte Ausschuss der Generalversammlung eine von den Vereinigten Staaten neu eingebrachte Resolution angenommen, durch die Frauen besser an der Politik teilhaben können, und durch die ihre Rolle bei der Schaffung und Erhaltung von Frieden ausgeweitet wird. Die Einrichtung des neuen UN-Organs UN Frauen, das sich auf Geschlechterfragen spezialisiert und von der ehemaligen chilenischen Präsidentin Michele Bachelet geleitet wird, konzentriert sich ebenfalls hierauf. Der Generalsekretär hat eine Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt in Konfliktgebieten ernannt. Diesen Schritt unterstützen wir sehr. Die Hauptabteilung Friedenssicherungseinsätze hat ihre Leitlinien für die Friedenssicherung stetig verbessert, um Schutz und Führungsstärke als wichtigste Elemente in der Ausbildung anbieten zu können.

Warum aber geschehen all diese Dinge in all diesen Ländern, in den Vereinten Nationen, in der NATO und natürlich auch bei uns? Das liegt daran, dass wir überzeugt sind. Wir haben Anhaltspunkte und Forschungsergebnisse dafür, dass die Einbindung von Frauen in Friedensmissionen richtig und klug ist. Es ist richtig, denn schließlich sind Frauen unverhältnismäßig stark von Konflikten betroffen. Sie verdienen ein Mitspracherecht bei Entscheidungen, die ihr eigenes Leben beeinflussen. Und es ist klug, da wir wieder und wieder erlebt haben, dass die Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen zu dauerhafterem Frieden führt.

Aber wie schlüssig die Beweise auch sein mögen: Die Frage lautet, wie ganz normale Frauen zu Frieden und Sicherheit beitragen können – neben der medienpräsenten Frau am Verhandlungstisch oder der Staatschefin, die den Frieden beschließt. Dafür bedarf es weitaus mehr quantitativer Forschung und intensiver Studien. Deswegen kommt uns das Konzept von Georgetown für die Schaffung eines Instituts für Frauen, Frieden, Sicherheit und Entwicklung, um Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit zu stärken, sehr entgegen. Dies wird dabei helfen, die Öffentlichkeit für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Das Institut wird ein Zentrum für Quellenmaterial wie mündlich tradierte Geschichte und qualitative Analysen sein, das für Aktivisten und Führungspersonen gleichermaßen hilfreich sein soll. Ich kann kaum erwarten, dass das Institut seine Arbeit aufnimmt. Ein neuer Impuls durch Forschung und Datenerhebung wird uns bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans besonders nützlich sein.

Wir wissen natürlich, dass der Wandel nicht einfach und vor allem nicht rasch kommen wird. Um aber sicherstellen zu können, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen, dass unsere Strategien effektiv und nachhaltig sind, müssen wir dazu in der Lage sein, unsere Maßnahmen zu quantifizieren. Das bedeutet, dass wir gute Maßstäbe brauchen, an die wir uns halten können. Daher danke ich Georgetown dafür, dass Sie diese wichtige Aufgabe angehen.

Ich möchte Ihnen abschließend von einer Frau erzählen, deren Erfahrungen und Leistungen das verkörpern, worüber wir heute diskutiert haben. Ich spreche von unserem Ehrengast, der Präsidentin des Kosovo. Sie ist heute anwesend, und ich hatte die Möglichkeit, während der vergangenen Tage ein wenig Zeit mit ihr zu verbringen. Ich werde Ihnen nicht sagen, wie jung sie ist. Sagen wir einfach, sie hat in kurzer Zeit vieles erreicht.

Als in ihrem Heimatland der Krieg wütete, war die jetzige Präsidentin noch Studentin. Ich werde diese Tage niemals vergessen. Ich habe kosovarische Familien in Flüchtlingslagern gesehen, andere in Europa getroffen und ihre Geschichten gehört, wie sie mit Waffengewalt aus ihren Häusern vertrieben wurden. Und ich habe in die schmerzverzerrten Augen einer Ärztin geschaut, die, während sie sich um Patienten kümmerte, buchstäblich verjagt wurde. Es war ein schrecklicher Konflikt und ich bin sehr stolz auf die Rolle, die die Vereinigten Staaten bei der Beendigung der Gewalt gespielt haben.

Nach Abschluss ihrer Ausbildung wurde diese junge Frau, die man niemals für die zukünftige Präsidentin eines unabhängigen Kosovo gehalten hätte, Polizistin, um den Frieden sichern und ihre Gemeinde schützen zu können. Sie arbeitete eng mit internationalen Truppen zusammen. Sie verdiente sich den Respekt ihrer Kollegen, sowohl an der Front als auch an den Verhandlungstischen, an denen die Entscheidungen getroffen wurden. Und sie verdiente sich das Vertrauen ihrer Mitbürger, Frauen und Männer gleichermaßen.

Sie stieg schnell auf und leitete die kosovarischen Polizeikräfte mit. Anfang des Jahres wurde sie als erste Frau zur Präsidentin des Kosovo und damit auch die erste Frau, die in einem Balkanstaat zur Präsidentin gewählt wurde. Seitdem hat sie beständige Führungsstärke gezeigt, und sich dafür eingesetzt, dass ihr Land gute Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit, ethnische Aussöhnung und regionale Stabilität verfolgt. Sie hat sich auch für die Chancen und Rechte der kosovarischen Frauen eingesetzt. Bei einer Investmentkonferenz weiblicher Unternehmerinnen in Zagreb sagte sie kürzlich, dass sie versteht, welche Rolle Frauen dabei spielen müssen, den regionalen Wohlstand und die regionale Sicherheit zu erhöhen.

Wie so viele Frauen auf der ganzen Welt hat Präsidentin Jahjaga das Leid des Krieges ertragen, und war entschlossen, den Frieden zu sichern. Dem Kosovo geht es heute besser, weil sie darauf bestand, Teil der Lösung zu sein. Es sollte unser gemeinsames Ziel sein, den Frauen überall auf der Welt, wo Frieden und Stabilität bedroht sind, diese Chance zu geben, damit auch sie zu dauerhafter Sicherheit für ihr näheres Umfeld und ihre Länder beitragen können. Darum geht es bei diesem Nationalen Aktionsplan. Das sind die Aufgabe und das erneut bekräftigte Ziel unserer Regierung. Und es ist die Zukunft der Friedenssicherung. Es gibt so viel zu tun, und ich weiß, dass viele von Ihnen, die in Georgetown studieren, in Regierungen, NROs, multilateralen Organisationen, den Streitkräften Ihrer Heimatländer oder in der Welt der Wissenschaft in Zukunft zur Schaffung und Erhaltung von Frieden beitragen werden. Wir brauchen Sie und begrüßen Ihr Engagement für diesen großen Kampf des 21. Jahrhunderts um Frieden, Gleichberechtigung, Wohlstand und Chancen in Freiheit und Demokratie für Menschen auf der ganzen Welt.

Danke, dass Sie sich dafür entschieden haben, Teil der Lösung zu sein. Gerne beantworte ich jetzt Ihre Fragen dazu, wie wir diesen neuen Ansatz gemeinsam gestalten können.

Vielen Dank.

 

Originaltext: Secretary Clinton’s Remarks on Women, Peace, and Security

Zum Tod von Vaclav Havel

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Erklärung von US-Präsident Barack Obama zum Tod von Vaclav Havel vom 18. Dezember 2011.

Mit tiefer Trauer habe ich heute vom Tode Vaclav Havels erfahren, einem Dramatiker, der wegen seiner politischen Überzeugung in Haft saß und später Präsident der Tschechoslowakei und der Tschechischen Republik wurde. Trotz vieler Rückschläge hielt Vaclav Havel an dem Geist der Hoffnung fest, den er als „die Fähigkeit“ definierte, „sich für etwas einzusetzen, weil es gut ist, und nicht lediglich, weil es Aussicht auf Erfolg hat“. Mit seinem friedlichen Widerstand erschütterte er die Grundlagen eines Reiches, enthüllte die Leere einer repressiven Ideologie und bewies, dass moralische Führungskraft stärker ist als jede Waffe. Er übernahm eine richtungsweisende Rolle in der Samtenen Revolution, mit der sein Volk die Freiheit erlangte und die Generationen von Menschen überall auf der Welt dazu inspirierte, nach Selbstbestimmung und Würde zu streben. Zudem verkörperte er, wonach sich ein halber, einst vom Eisernen Vorhang von der Welt abgeschnittener Kontinent sehnte, und er trug dazu bei, das Blatt der Geschichte hin zu einem geeinten und demokratischen Europa zu wenden.

Wie für Millionen andere Menschen auf der Welt waren seine Worte und seine Führungsstärke auch für mich eine Inspiration. Es war ein Ehrfurcht gebietendes Gefühl, als Präsident mit tschechischen Bürgern auf dem freien und mit Leben erfüllten Hradschin-Platz stehen zu dürfen. Der Familie von Präsident Havel und all jenen in der Tschechischen Republik und auf der ganzen Welt, denen sein Handeln noch immer eine Inspiration ist, sprechen wir unser Beileid aus. Vaclav Havel war ein Freund der Vereinigten Staaten und aller, die nach Freiheit und Würde streben. Seine Worte werden die Zeit überdauern.

Originaltext: Statement of President Obama on the death of Vaclav Havel

Truppenabzug aus dem Irak

Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten verlassen den Irak.

NORTH CAROLINA – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Präsident Barack Obama und der First Lady Michelle Obama vor Soldaten in Fort Bragg vom 14. Dezember 2011. Die Einleitung sprach die First Lady, danach folgt die Rede von Präsident Obama.

Hallo allerseits! Ich bin heute Ihr Vorprogramm. Ich möchte damit beginnen, General Anderson für die einleitenden Worte zu danken, aber auch, und das ist noch wichtiger, für seine Führungsrolle hier in Fort Bragg. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, was für eine Freude und Ehre es ist, wieder hier zu sein. Ich habe so viele wunderbare Erinnerungen an diesen Ort.

Vor einigen Jahren kam ich auf meiner ersten offiziellen Reise als First Lady hierher. Ich habe mit den Ehepartnern der Soldaten eine wunderbare Zeit verbracht und sie in diesem Sommer wieder besucht, um die Abschlussarbeiten an einem tollen neuen Haus für eine Veteranin und ihre Familie zu begleiten. Als ich hörte, dass ich die Gelegenheit haben würde, Sie wieder zu besuchen und Sie alle zuhause willkommen zu heißen, war ich mehr als aufgeregt.

Sie alle hier zu sehen ist wirklich überwältigend. Ich bin überwältigt und stolz, weil ich um die Stärke und die Einsatzbereitschaft weiß, die Sie alle tagtäglich zeigen. Wann immer Ihr Land Sie ruft, folgen Sie diesem Ruf, ganz gleich, unter welchen Umständen, welche Gefahren auf Sie warten oder welche Opfer Sie bringen müssen.

Ich weiß, dass Sie das nicht nur als Soldaten tun, nicht nur als Patrioten, sondern als Väter und Mütter, als Brüder und Schwestern, als Söhne und Töchter. Ich weiß, dass Ihre Kinder, Ihre Ehepartner, Ihre Eltern und Ihre Geschwister vielleicht keine Uniform tragen, aber sie dienen an Ihrer Seite.

Ich weiß, dass Ihr Opfer auch ihr Opfer ist. Wenn ich daran denke, was Sie alle tun and was Ihre Familien tun, bin ich sehr stolz und dankbar. Aber, was noch wichtiger ist, Sie sind eine Inspiration. Wie viele Amerikaner habe ich das Gefühl, dass ich einfach nie richtig zum Ausdruck bringen kann, wie dankbar ich bin, denn Worte scheinen einfach nicht auszureichen.

Deshalb arbeite ich zusammen mit Jill Biden so intensiv an einem Projekt mit dem Titel „Joining Forces“ („Kräfte bündeln“). Das ist ein Projekt, das, so hoffen wir, über Worte hinausgehen wird. Es ist ein Projekt, bei dem es darum geht, zu handeln. Dabei sollen sich alle Amerikaner hinter Sie stellen, um Ihnen die Ehre zu erweisen, die Dankbarkeit zu zeigen und die Unterstützung zu geben, die Sie alle verdienen. Ich muss Ihnen wohl nicht sagen, dass dies kein schwieriges Projekt war. Wir mussten keine große Überzeugungsarbeit leisten, weil die Amerikaner Schlange standen, um Ihnen und Ihren Familien ihre Dankbarkeit auf ganz konkrete Weise zu zeigen.

Unternehmen stellen Zehntausende Veteranen und Ehepartner von Militärangehörigen ein. Schulen überall im Land und Eltern-Lehrer-Verbände (Parent Teacher Association – PTA) wenden sich an die Kinder der Soldaten. Privatpersonen helfen ihren Nachbarn und ihren Gemeinden überall im Land, um Ihnen Ehre zu erweisen.

Ich möchte, dass Sie wissen, dass die Unterstützung dieses Landes nicht mit dem Ende dieses Krieges endet. Noch lange nicht. Wir werden das Engagement fortsetzen. Wir müssen noch so viel mehr tun. Wir werden neue Wege finden, wie wir Ihnen ebenso dienen können, wie Sie es für uns getan haben. Der Mann, der diese Bemühungen anführt, steht direkt neben mir. Er setzt sich jeden einzelnen Tag für Sie und Ihre Familien ein. Durch das G.I. Bill (das Gesetz über die Ausbildungsfinanzierung von Kriegsveteranen), das nach dem 11. September verabschiedet wurde, hat er mehr als 500.000 Veteranen und Familienmitgliedern von Soldaten geholfen, einen College-Platz zu bekommen.

Er hat beispiellose Schritte unternommen, um die Gesundheitsversorgung bei psychischen Erkrankungen zu verbessern. Er hat die Steuern für Unternehmen gesenkt, die Veteranen oder Soldaten einstellen, die verwundet wurden. Und er hat sein Versprechen eingehalten, Sie auf verantwortungsvolle Weise aus dem Irak zurück nach Hause zu bringen.

Begrüßen Sie also gemeinsam mit mir jemanden, der Ihr stärkster Befürworter ist, jemanden, der unserem Militär seine Unterstützung nicht nur mit Worten, sondern in Taten zeigt: Mein Mann, unser Präsident und Oberbefehlshaber, Barack Obama.

 

Hallo allerseits! Hallo, Fort Bragg! Sie haben unsere Unterstützung!

Jetzt verstehen Sie sicherlich, warum ich nicht gerne nach Michelle Obama spreche. Sie macht das ziemlich gut. Es stimmt, ich bin ein bisschen voreingenommen, aber lassen Sie mich nur eines sagen: Michelle, du bist eine bemerkenswerte First Lady. Du setzt dich sehr für die Soldatenfamilien ein. Und du bist süß. Meine Herren, ich will damit nur sagen, dass es Ihr Ziel sein sollte, eine bessere Hälfte zu finden. Sie sollten immer über der eigenen Gewichtsklasse boxen.

Fort Bragg! Wir sind hier, um einen in der Geschichte unseres Landes und unseres Militärs historischen Moment zu erleben. Unser Land ist seit fast neun Jahren im Irak im Krieg. Sie, die unglaublichen Frauen und Männer von Fort Bragg waren die von Anfang an dabei und haben ehrenvoll gedient und große Opfer gebracht – vom ersten Einmarsch bis hin zu den letzten Soldaten, die nach Hause kommen. Als Ihr Oberbefehlshaber und im Namen einer dankbaren Nation, möchte ich Ihnen mit Stolz die folgenden zwei Worte sagen, und ich weiß, dass Ihre Familien zustimmen werden: Willkommen zuhause! Willkommen zuhause! Willkommen zuhause! Willkommen zuhause!

Es ist großartig, hier in Fort Bragg zu sein, der Heimat der Luftlandedivision und der Sondereinsatzkräfte. Ich möchte General Anderson und all den herausragenden Befehlshabern dafür danken, dass Sie uns hier heute willkommen heißen, darunter General Dave Rodriguez und General John Mulholland. Außerdem möchte ich Ihre hochrangigen Militärangehörigen, unter ihnen Kommandofeldwebel Major Roger Howard, Darrin Bohn und Parry Baer, nennen. Und einen großen Applaus für die Ground Forces Band!

Heute sind eine Menge Leute gekommen. Wir haben hier das 18. Luftlandecorps – die Sky Dragons. Wir haben hier die legendäre 82. All-American Luftlandedivision. Wir haben die stillen Experten unseres Landes – unsere Sondereinsatzkräfte – hier. Aus Pope Field haben wir die Luftwaffe hier. Und ich glaube, wir haben auch einige Vertreter der Marine und des Marinekorps hier.

Auch wenn andere, wie General Helmick, Hauptfeldwebel Rice und die Angehörigen der 18. Luftlandedivision und Bragg, die unsere Soldaten aus dem Irak nach Hause bringen, heute nicht hier sein können, sind wir in unseren Gedanken und Gebeten bei ihnen. Wir sind allen Angehörigen der 82. Luftlandedivision und Bragg dankbar, die in Afghanistan erfolgreich dienen, sowie General Votel und all jenen, die überall auf der Welt ihrem Land dienen.

Lassen Sie mich Ihnen sagen, dass einer der Momente in meiner Amtszeit als Präsident, in dem ich die größte Demut empfand, der war, als ich den Eltern eines Patrioten aus Fort Bragg, Stabsunteroffizier Robert Miller, der sein Leben in Afghanistan ließ, die höchste militärische Auszeichnung, die Ehrenmedaille, überreichte.

Ich möchte Ginny Rodriguez, Miriam Mulholland, Linda Anderson, Melissa Helmick, Michelle Votel und all den inspirierenden Soldatenfamilien, die heute hier sind, danken. Auch für Ihre Leistungen sind wir dankbar.

Schließlich möchte ich Ihren Nachbarn und Freunden danken, die dazu beitragen, diese herausragenden Leistungen bei diesem Einsatz zu erbringen, und allen, die helfen, die Armee zu stärken, und dazu zählen auch Vertreter des Repräsentantenhauses wie Mike McIntyre, Dave Price und Heath Shuler sowie Gouverneur Bev Perdue. Ich weiß, dass Bev so stolz darauf ist, dass sie so viel für unsere Soldatenfamilien getan hat. Bitte spendieren Sie ihnen einen großen Applaus!

Ich bin heute zu Ihnen gekommen, um über das Ende des Krieges im Irak zu sprechen. In den vergangenen Monaten wurde der Abzug aus dem Irak vorbereitet. Dutzende Militärbasen mit amerikanischen Namen, in denen Tausende amerikanischer Soldaten stationiert waren, wurden geschlossen oder an die Iraker übergeben. Tausende Tonnen Ausrüstung wurden eingepackt und haben das Land verlassen. Morgen wird in Bagdad die Fahne der US-Streitkräfte im Irak – die Fahne, unter der wir gekämpft haben – in einer Zeremonie offiziell eingeholt. Dann werden die Soldaten ihre Reise über den Ozean nach Hause antreten.

In den vergangenen drei Jahren haben fast 150.000 US-Soldaten den Irak verlassen. In den kommenden Tagen wird eine kleine Gruppe amerikanischer Soldaten mit dem endgültigen Abzug aus dem Land beginnen. Einige von ihnen sind auf ihrem Rückweg nach Fort Bragg. Wie General Helmick sagte: „Sie wissen, dass der letzte taktische Marsch aus dem Land ein Symbol ist und sie in die Geschichte eingehen werden.”

Als Ihr Oberbefehlshaber kann ich Ihnen sagen, dass es in der Tat ein Moment ist, der in die Geschichte eingehen wird. Diese letzten amerikanischen Soldaten bewegen sich in südlicher Richtung durch Wüstensand. Sie werden das Land erhobenen Hauptes verlassen. Eines der außergewöhnlichsten Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Militärs neigt sich dem Ende. Die Zukunft des Iraks liegt in den Händen seiner Bürger. Der Krieg der Vereinigten Staaten im Irak geht zu Ende.

Wir wussten, dass dieser Tag kommen würde. Wir wissen dies bereits seit einiger Zeit. Dennoch entbehrt das Ende dieses Krieges, der so lange andauerte, nicht einer gewissen Tiefgründigkeit.

Vor neun Jahren bereiteten sich amerikanische Soldaten auf die Entsendung in den Persischen Golf und die Möglichkeit vor, dass sie in einen Krieg geschickt werden. Viele von Ihnen waren damals noch in der Grundschule. Ich war damals US-Senator. Viele der Politiker, die jetzt im Irak regieren, darunter auch der Ministerpräsident, lebten im Exil. Seit damals hat sich unser Vorgehen im Irak mehrfach geändert. Dies hat zu großer Kontroversen in unserem Land geführt, mit Patrioten auf beiden Seiten der Debatte. Aber es gab eine Konstante: Ihr Patriotismus, Ihr Engagement im Einsatz und Ihre anhaltende Einsatzbereitschaft füreinander. Diese Dinge blieben. Sie haben sich nicht verändert. Sie haben nicht nachgelassen.

Es ist schwieriger, einen Krieg zu beenden als einen Krieg zu beginnen. All das, was die amerikanischen Truppen im Irak geleistet haben – die Kämpfe die Verwundungen und die Opfer und der Aufbau, die Ausbildung und die Zusammenarbeit – haben zu diesem Erfolg geführt. Der Irak ist kein perfekter Ort. Es gibt noch viele Herausforderungen. Wir hinterlassen aber einen unabhängigen, stabilen und autarken Staat, mit einer repräsentativen Regierung, die von den Bürgern gewählt wurde. Wir bauen eine neue Partnerschaft zwischen unseren Ländern auf. Wir beenden diesen Krieg nicht mit einer abschließenden Schlacht, sondern durch einen letzten Marsch nach Hause.

Das ist eine große Leistung, auf die wir während der vergangenen neun Jahre hingearbeitet haben. Heute erinnern wir uns an alles, was Sie getan haben, um dies zu ermöglichen.

Wir erinnern uns an die ersten Tage – die amerikanischen Truppen, die die Wüste des Iraks durchquerten und über den Irak hinweg flogen; die Kämpfe von Kerbala bis Bagdad, in denen amerikanische Soldaten einen brutalen Diktator in weniger als einem Monat zu Fall brachten.

Wir erinnern uns an die zermürbenden Aufstände – die Bomben am Straßenrand, das Feuer der Scharfschützen, die Selbstmordanschläge. Vom „Dreieck des Todes“ bis zum Kampf um Ramadi, von Mosul im Norden bis Basra im Süden – Ihre Entschlossenheit war stärker als der Terror derjenigen, die sie brechen wollten.

Wir erinnern uns an das Schreckgespenst der religiös motivierten Gewalt – die Anschläge der Al Kaida auf Moscheen und Milizen, die andere einschüchterten und ermordeten. Im Angesicht dieser schon lange andauernden Uneinigkeit waren Sie standhaft und halfen den Irakern, das Vertrauen in die Zukunft zurückzugewinnen.

Wir erinnern uns an die Aufstände und an das Erwachen – als aus dem chaotischen Abgrund eine Hoffnung auf Versöhnung emporkeimte. Indem Sie Bagdad Straße um Straße erkämpften und aufbauten, indem Sie verschiedene Stämme zusammenbrachten und mit den irakischen Streitkräften und der irakischen Polizei zusammenarbeiteten, haben Sie den Weg Richtung Frieden geebnet.

Wir erinnern uns auch an das Ende unseres Kampfeinsatzes und daran, wie ein neues Zeitalter anbrach – mit einem zielgerichteten Vorgehen gegen die Al Kaida im Irak, mit professioneller Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte und mit dem beständigen Abzug unserer Streitkräfte. Indem Sie die Verantwortung in die Hände der Iraker gelegt haben, haben Sie die Errungenschaften der vergangenen vier Jahre erhalten und den heutigen Tag ermöglicht.

Erst im letzten Monat haben einige von Ihnen – Mitglieder der Falcon Brigade – den Irakern das Anbar Operations Center im Rahmen einer Zeremonie übergeben, wie es sie in den vergangenen Monaten häufig gab. Eine Kombination aus Kampf, Ausbildung, Politik und Partnerschaft hat einer Region die Hoffnung auf Frieden gebracht, die einst für Aufstände bekannt war. Der stellvertretende irakische Gouverneur sagte dazu: „Das haben wir der harten Arbeit und der Opferbereitschaft der amerikanischen Streitkräfte zu verdanken.“

Das sind die Worte eines Irakers. Harte Arbeit und Opferbereitschaft. Diese Worte spiegeln nur einen Teil der Kosten dieses Krieges und den Mut der Frauen und Männer, die in gekämpft haben, wider.

Wir wissen nur zu gut, was dieser Krieg uns abverlangt hat. Mehr als 1,5 Millionen Amerikaner haben im Irak gedient – 1,5 Millionen. Mehr als 30.000 Amerikaner wurden verwundet. Und dies sind nur die sichtbaren Wunden. Fast 4.500 Amerikaner haben ihr Leben lassen müssen – unter ihnen auch 202 gefallene Helden aus Fort Bragg. 202. Heute halten wir inne, um ein Gebet für all die Familien zu sprechen, die geliebte Angehörige verloren haben, denn sie sind Teil der großen, amerikanischen Familie.  Wir trauern mit ihnen.

Wir wissen auch, dass diese Zahlen uns nicht die ganze Geschichte des Krieges im Irak verraten – nicht einmal einen Bruchteil davon. Auch unsere zivilen Hilfskräfte haben unser Land mutig und stolz vertreten. Unsere Streitkräfte haben eine Stationierung nach der anderen absolviert und dazwischen kostbare Zeit Zuhause verbracht. Unsere Gardisten- und Reservisteneinheiten haben nie da gewesenen Einsatz gezeigt. Sie haben gefährliche Fußpatrouillen absolviert und dabei voller Schmerz mit ansehen müssen, wie Ihre Freunde und Kameraden gefallen sind. Sie mussten weit mehr sein als Soldaten, Matrosen, Flieger, Marineinfanteristen oder Angehörige der Küstenwache – Sie mussten auch Diplomaten, Entwicklungshelfer und Ausbilder sein und Frieden schaffen. Dadurch haben Sie gezeigt, wieso die Streitkräfte der Vereinigten Staaten die besten Streitkräfte in der Geschichte der Menschheit sind.

Wie Michelle bereits gesagt hat, wissen wir, dass auch Ihre Familien die Last dieses Krieges tragen. In zahllosen Stützpunkten wie hier in Fort Bragg sind die Menschen, deren Angehörige im Ausland dienen, zusammengekommen. Der Bürgermeister von Fayetteville hat das so ausgedrückt: „Krieg ist hier kein politischer Begriff. Krieg – das ist das, wo unsere Freunde und Nachbarn hingehen.“ Geburtstage und Abschlussfeiern wurden verpasst. Rechnungen müssen bezahlt und die Arbeit erledigt werden, während die Kinder noch von der Schule abgeholt werden müssen. Jede Soldatin und jeder Soldat, der auf Patrouille geht, hat einen Mann oder eine Frau, Mutter, Vater, Sohn und Tochter, die dafür beten, dass sie zurückkehren.

Heute stellen wir uns also auf das Ende dieses Krieges ein. Lassen Sie uns durch einen großen Applaus unserer Anerkennung für die Soldatenfamilien Ausdruck verleihen, die während der vergangenen neun Jahre diese Last mitgetragen haben. Auch Ihnen gebührt der Dank einer ganzen Nation.

Denn es gehört zur verantwortungsvollen Beendigung eines Krieges, denen zur Seite zu stehen, die ihn gekämpft haben. Es reicht nicht aus, Sie nur mit Worten zu ehren. Worte sind nur Schall und Rauch. Wir müssen Taten sprechen lassen. Sie sind für die Vereinigten Staaten eingetreten und jetzt müssen die Vereinigten Staaten für Sie eintreten.

Daher möchte ich als Ihr Oberbefehlshaber alles tun, um zu gewährleisten, dass Sie die Versorgung, die Vorteile und Möglichkeiten bekommen können, die Sie verdienen. Für diejenigen unter Ihnen, die die Uniform noch nicht ablegen, werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um die Gesundheit unserer Streitkräfte und ihrer Familien sicherzustellen. Dieses Versprechen werden wir einhalten.

Wir werden unseren verwundeten Soldaten die Genesung erleichtern und auch diejenigen unterstützen, die an den unsichtbaren Wunden des Krieges leiden. Seien Sie sicher – während wir uns als Nation weiterentwickeln, werden wir die amerikanischen Streitkräfte weiterhin als stärkste Streitkräfte der Welt erhalten. Das wird sich nicht ändern.

Das wird sich nicht ändern. Aber unsere Einsatzbereitschaft endet nicht, sobald Sie die Uniform ablegen. Sie sind das Beste, was unser Land zu bieten hat. Nach Jahren des Wiederaufbaus in Irak möchten wir unsere Veteranen auch für die Erneuerung der Vereinigten Staaten gewinnen. Deswegen wollen wir alles tun, um den Veteranen mehr Chancen zu geben.

Dazu dient beispielsweise das G.I. Bill, durch das Sie und Ihre Familien die Ausbildung erhalten können, die Sie brauchen, um ihre Träume zu verwirklichen. Es bedarf auch nationaler Bemühungen, um unsere Veteranen wieder in den Arbeitsmarkt integrieren zu können. Im Kongress haben wir daran gearbeitet, Steuervergünstigungen zu verabschieden, damit Unternehmen ein Anreiz geboten wird, Veteranen einzustellen. Michelle hat mit Vertretern des Privatsektors zusammengearbeitet, um zu erreichen, dass verpflichtend 100.000 Arbeitsplätze für Veteranen geschaffen werden.

Dies tun wir nicht nur, weil es das Richtige für Sie ist, sondern weil es das Richtige für die Vereinigten Staaten ist. Soldaten wie mein Großvater sind aus dem Zweiten Weltkrieg heimgekehrt und bildeten das Rückgrat des amerikanischen Mittelstandes. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Veteranen aus der Zeit nach dem 11. September mit ihren Fähigkeiten, ihrer Disziplin und ihrer Führungsstärke die Zeit im Dienste der Vereinigten Staaten erst jetzt beginnt.

Aber es gibt noch etwas, was wir Ihnen schuldig sind. Als Amerikaner tragen wir die Verantwortung, aus dem Dienst, den Sie geleistet haben, zu lernen. Ich denke an ein Beispiel: Leutnant Alvin Shell, der hier in Fort Bragg stationiert war. Vor einigen Jahren waren er und sein Team auf einer Versorgungsstraße außerhalb Bagdads in den Flammen einer raketenbetriebenen Granate gefangen. Über und über mit Benzin begossen stürzte er sich in die Flammen, um seinen Kameraden zu Hilfe zu eilen, und führte sie den zwei Meilen langen Weg zurück ins Camp Victory, wo er mit Brandwunden übersät zusammenbrach. Als man ihm sagte, er sei ein Held, ein hero, winkte er ab. „Ich bin kein hero“, sagte er. „Ein hero ist ein New Yorker Sandwich. Ich bin ein Fallschirmjäger.“

Wir können einiges von Alvin lernen. Dieses Land muss von Ihnen allen lernen. Washington muss von Ihnen lernen.

Politiker und Historiker werden die strategischen Lektionen des Einsatzes im Irak noch lange analysieren. Das ist auch wichtig. Unsere Kommandeure werden diese schmerzlichen Lektionen als Erfahrungen in zukünftige Einsätze mitnehmen. Das ist auch wichtig. Aber die wichtigste Lektion, die wir von Ihnen lernen können, hat nichts mit militärischer Strategie zu tun. Es geht dabei vielmehr um den Charakter unseres Landes.

Denn im Angesicht der Herausforderungen, denen unser Land sich gegenübersieht, erinnern Sie uns daran, dass es nichts gibt, was wir als Amerikaner nicht erreichen können, wenn wir zusammenhalten.

Denn im Angesicht aller Uneinigkeit erinnern Sie uns daran, dass es etwas gibt, das größer ist als unsere Differenzen, etwas, das uns zu einer Nation und einem Volk macht, unabhängig von Hautfarbe, Glaubensrichtung, Herkunft oder persönlicher Lebensgeschichte. Sie erinnern uns daran, dass wir eine Nation sind.

Deswegen sind die Streitkräfte der Vereinigten Staaten die Institution unseres Landes, die das größte Ansehen genießt, weil Sie dies nie vergessen. Sie können es sich nicht leisten, es zu vergessen. Wenn Sie es vergessen, stirbt jemand. Wenn Sie es vergessen, schlägt ein Einsatz fehl. Und so vergessen Sie es nicht. Sie können sich aufeinander verlassen. Deswegen haben Sie, die Generation vom 11. September, sich einen Platz in unserer Geschichte verdient.

Durch Sie – durch Ihre großen Opfer, die Sie für Menschen gebracht haben, die Sie nie kennen gelernt haben, haben die Menschen in Irak nun die Chance, ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Das macht uns als Amerikaner aus. Wir bringen diese Opfer nicht, um an Territorium oder Ressourcen hinzuzugewinnen wie die Imperien der Vergangenheit. Wir tun dies, weil es das Richtige ist. Unsere Unterstützung der Selbstbestimmung kann kaum deutlicher ausgedrückt werden als durch die Übergabe des Iraks in die Hände seiner Bürger. Dies sagt viel über uns aus.

Durch Sie konnten wir den Taliban in Afghanistan den Wind aus den Segeln nehmen. Durch Sie konnten wir eine Übergabe der Verantwortung an die Afghanen beginnen, die es ermöglicht, unsere Streitkräfte nach Hause zurückzubringen. Während wir diesen Krieg zu einem Ende geführt haben, haben wir die Al Kaida auf der ganzen Welt verfolgt, damit die Terroristen, die die Vereinigten Staaten bedrohen, kein Rückzugsgebiet mehr haben, und Osama bin Laden nie mehr einen Fuß auf diese Erde setzen kann.

Ich möchte, dass Sie und alle Frauen und Männer in Uniform eins wissen: Dank Ihnen können wir diese Kriege in einer Art und Weise beenden, die die Vereinigten Staaten stärker und die Welt sicherer macht. Dank Ihnen.

Dieser Erfolg war niemals selbstverständlich. Wir dürfen niemals die Quelle der amerikanischen Führungsstärke vergessen: Es sind die Werte, denen wir uns verpflichtet haben, die in unseren Gründungsdokumenten niedergeschrieben sind. Es ist aber auch die einzigartige Bereitschaft, für den Fortschritt der menschlichen Freiheit und Würde einen hohen Preis zu zahlen. Darüber definieren wir uns. Das ist das, was wir als Amerikaner gemeinsam tun.

Der Krieg in Irak wird bald Geschichte sein. Ihr Dienst ist Teil des Erbes unserer Geschichte. Sie dürfen niemals vergessen, dass Sie eine Tradition großer Helden weiterführen, die sich über zwei Jahrhunderte erstreckt – von den Siedlern, die ein Imperium besiegt haben, über unsere Eltern und Großeltern, die Faschismus und Kommunismus besiegt haben bis zu Ihnen – Frauen und Männer, die für dieselben Prinzipien in Falludscha und Kandahar gekämpft und diejenigen zur Rechenschaft gezogen haben, die uns am 11. September angegriffen haben.

Mit Blick auf den Krieg, durch den unsere Einheit gerettet wurde, sagte ein großer Amerikaner, Oliver Wendell Holmes, zu Ehren derer, die ihren Dienst geleistet haben:  „Als wir jung waren, brannte in unseren Herzen ein Feuer, das uns von Anfang an geschenkt wurde, damit wir erfahren, wie tiefgründig und leidenschaftlich das Leben ist.”

Jeder der heute Anwesenden hat die Feuersbrunst des Krieges erlebt. Dafür wird man Sie in Erinnerung behalten. Dafür wird man Sie ehren – für immer. Sie haben in Ihrem Leben Großes geleistet. Als dieses Land in den Krieg zog, haben Sie sich freiwillig gemeldet. Als die Zeiten hart waren, haben Sie weiter gekämpft. Als das Ziel nicht absehbar war, sahen Sie das Licht am Ende des Tunnels.

In der Zukunft wird Ihr Vermächtnis weiterleben – in den Namen Ihrer gefallenen Kameraden, die in die Grabsteine in Arlington und in die stillen Mahnmale im ganzen Land gemeißelt sind, in den leisen Worten der Bewunderung, die während einer Parade geflüstert werden, und in der Freiheit unserer Kinder und Enkelkinder. In der Stille der Nacht werden Sie sich daran erinnern, dass auch Ihre Herzen einmal mit Feuer entzündet waren. Sie werden sich daran erinnern, dass Sie dem Ruf Ihres Landes gefolgt sind, dass Sie einer Sache gedient haben, die größer war als Sie selbst, dass Sie zu einem gerechten und andauernden Frieden mit dem Irak beigetragen haben.

Ich bin stolz auf Sie. Die Vereinigten Staaten sind stolz auf Sie.

Möge Gott Sie segnen, möge Gott Ihre Familien segnen. Möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.

 

Originaltext: Remarks by the President and First Lady on the End of the War in Iraq

Weihnachtslichter

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text des Büros für internationale Informationsprogramme zu weihnachtlichen Traditionen im Südwesten der Vereinigten Staaten vom 12. Dezember 2011.

Im amerikanischen Südwesten ist es üblich, in der Weihnachtszeit kleine Laternen aus Papiertüten aufzustellen, die Sand und eine Kerze enthalten.  Auf dem Bild sieht man Hunderte von farolitos (auch luminarias genannt), die während des jährlichen Lichterpfads die Gehwege im Pioneer Women’s Park in Las Cruces (New Mexico) erleuchten.

Für das Aufstellen der kleinen Laternen werden unterschiedliche Gründe angeführt. Einige sagen, sie leuchten dem Christuskind und der Heiligen Familie oder vielleicht auch den Heiligen Drei Königen den Weg. Andere meinen, die luminarias seien zum ersten Mal im 16.Jahrhundet im Rahmen der spanischen Tradition aufgekommen, in der letzten Nacht von Las Posadas, einem Fest, bei dem die Geschichte von der Suche Marias und Josefs nach einer Unterkunft in Bethlehem erzählt wird, Leuchtfeuer zu entzünden, um den Menschen den Weg zur Messe zu weisen.

Moderne luminarias oder farolitos gibt es auch aus Plastik mit Glühbirnen anstelle von Kerzen. Aber unabhängig davon, wie ihr Licht erzeugt wird, sind die Laternen ein Willkommensgruß.

Originaltext: Lighting the Way at Christmas

Amerikanische Weihnachtstraditionen

 

Der nationale Weihnachtsbaum steht im 21 Hektar

Präsident Calvin Coolidge entzündete im Jahr 1923 die Lichter am ersten nationalen Weihnachtsbaum. Der Baum steht in der Ellipse, dem 21 Hektar großen Park südlich des Weißen Hauses.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Michael Friedman, Autor des Büros für internationale Informationsprogramme, zu den Weihnachtstraditionen in den Vereinigten Staaten vom 12. Dezember 2011.

 

An Weihnachten, das die meisten Christen am 25. Dezember begehen, wird die Geburt von Jesus von Nazareth gefeiert. Die Amerikaner haben, wie viele Menschen in anderen Ländern auch, ihre eigenen Weihnachtstraditionen und Feierlichkeiten entwickelt, die sich im Laufe der Zeit sehr verändert haben. Heute vermischen die Amerikaner religiöse und nichtreligiöse Bräuche mit ihren ganz eigenen Familientraditionen. 

 Die Entwicklung der Weihnachtsfeierlichkeiten in den Vereinigten Staaten

 Bei den nach Neuengland eingewanderten Puritanern waren ausgelassene Weihnachtsfeierlichkeiten nicht gern gesehen. 1659 war der Feiertag in Massachusetts sogar kurzzeitig verboten, und Weihnachten war in einem großen Teil von Neuengland und Pennsylvania ein ganz normaler Arbeitstag. In anderen Teilen von Britisch-Nordamerika wurde mit Begeisterung gefeiert, und kostümierten Feiernden, die von Tür zu Tür zogen, wurde etwas zu essen und zu trinken angeboten.

 Das moderne, kommerziellere Weihnachten kam erst im 19. Jahrhundert auf. Damals entstand auch der neue Brauch, Geschenke für Kinder zu kaufen. Die saisonalen „Weihnachtseinkäufe“ begannen, wirtschaftliche Bedeutung anzunehmen. 

Auch andere Weihnachtstraditionen entstanden im 19. Jahrhundert. Santa Claus wurde  in Anlehnung an den niederländischen Sinter Klaas und den deutschen St. Nikolaus zu dem fröhlichen Geschenkeverteiler, der einen von Rentieren gezogenen Schlitten lenkt. Dies wurde beispielseise auch durch Gedichte wie das von Clement Clarke Moore aus dem Jahr 1823 „A Visit from Saint Nicholas“ und einem wöchentlichen Portrait des Illustrators Thomas Nast in Harper’s Weekly im Jahr 1863 gefördert.

Die Weihnachtsbäume lassen sich auf die Zeit des Klerikers Martin Luther im Deutschland des 16. Jahrhunderts zurückdatieren. Der Legende zufolge brachte Luther seinen Kindern an Heiligabend einen Tannenbaum mit, um sie an die Wunder der göttlichen Schöpfung zu erinnern. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich dieser Brauch auch in Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Heute kaufen viele Amerikaner entweder einen frisch geschlagenen, immergrünen Baum oder erwerben ein wiederverwendbares Modell aus Aluminium oder Plastik. Der Weihnachtsbaum wird mit Lichtern und Anhängern geschmückt. In vielen Familien erscheinen die Weihnachtsgeschenke am Morgen des 25. Dezembers unter dem Baum, wo sie von Familienmitgliedern oder – wie kleine Kinder vielleicht glauben – vom Weihnachtsmann hingelegt wurden. 

Zeitgenössische SittenViele Häuser werden zur Weihnachtszeit mit Dekorationen und Lichtern geschmückt - wie dieses Haus in Baxter Springs in Kansas.

Da das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel überlebenswichtig ist, ist Weihnachten mittlerweile zu einer eigenen „Jahreszeit“ geworden. Der Tag nach Thanksgiving ist als „schwarzer Freitag” bekannt. Dies ist ein wichtiger Einkaufstag und bringt einigen Geschäften Einnahmen, die mit über den Profit des ganzen Jahr entscheiden oder sie „in die schwarzen Zahlen“ bringen, also einen wesentlichen Teil des Jahresgewinns ausmachen.

Bei dieser ausgedehnten Weihnachtszeit – von Thanksgiving bis Weihnachten – geht es um weit mehr als nur um Einkaufen. Für viele Amerikanerinnen und Amerikaner ist es eine Zeit des Wohlwollens und eine Gelegenheit für wohltätige Arbeit. Nichtchristliche Feiertage, die fast zur selben Zeit des Jahres gefeiert werden – am bekanntesten vielleicht das afroamerikanische Kwanzaa und das jüdische Hanukkah-Fest – sind Teil dieser eigenen „Jahreszeit“.

Im Fernsehen laufen oft Weihnachtsfilme wie „Ist das Leben nicht schön?“ aus dem Jahr 1946 oder der Zeichentrickfilm mit Rudolph dem Rentier mit der roten Nase. Auch immer mehr Radiosender nehmen weihnachtliche Musik in ihr Programm auf, manchmal spielen sie in den vier bis sechs Wochen vor dem 25. Dezember sogar nur noch Weihnachtslieder.

Die ursprüngliche religiöse Bedeutung der Feiertage bleibt für viele das wichtigste Element. In den Kirchen finden am Heiligabend gut besuchte Gottesdienste bei Kerzenschein und Mitternachtsmetten statt. In einigen Weihnachtsmessen wird von der Geburt Christi erzählt oder es gibt ein Krippenspiel.

Wie so viele Aspekte des kulturellen Lebens spiegelt auch Weihnachten in den Vereinigten die Werte einer freien und vielfältigen Bevölkerung wider.

 Originaltext: The Christmas Tradition in America

 

Die letzten Truppen verlassen Irak

 

Präsident Obama mit Premierminister al-Maliki

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Eingangserklärung von US-Präsident Barack Obama bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Premierminister al-Maliki am 12. Dezember 2011.

 

Bitte nehmen Sie Platz. Guten Tag.

 

Bei meinem Amtsantritt waren fast 150.000 amerikanische Soldaten im Irak stationiert. Ich habe zugesagt, diesen Krieg auf verantwortungsvolle Weise zu beenden. Heute sind nur noch wenige Soldaten vor Ort, und jeden Tag kehren mehr nach Hause zurück.

 

Es ist eine Zeit der Heimkehr, und Militärfamilien in ganz Amerika werden an den Feiertagen wieder zusammen sein. In den kommenden Tagen werden die letzten amerikanischen Soldaten den Irak erhobenen Hauptes und in Ehren verlassen. Nach fast neun Jahren endet in diesem Monat unser Krieg im Irak.

 

Ich bin stolz, heute Premierminister Maliki hier begrüßen zu dürfen, den gewählten Regierungschef eines souveränen, selbstständigen und demokratischen Iraks. Wir sind hier, um das Ende dieses Krieges zu kundzutun, die Opfer all derjenigen zu würdigen, die diesen Tag ermöglicht haben, und ein neues Kapitel in der Geschichte unserer beiden Länder aufzuschlagen – normale Beziehungen zwischen souveränen Staaten, eine gleichberechtigte Partnerschaft, basierend auf gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt.

 

Irak sieht sich großen Herausforderungen gegenüber, aber der heutige Tag spiegelt die beeindruckenden Fortschritte wider, die die Iraker bereits gemacht haben. Millionen haben ihre Stimme abgegeben und dabei zum Teil sogar ihr Leben riskiert, um an freien Wahlen teilzunehmen. Der Premierminister führt die integrativste Regierung an, die es bisher gab. Die Iraker bauen effiziente, unabhängige und transparente Institutionen auf.

 

Auf der wirtschaftlichen Ebene investieren die Iraker weiter in Infrastruktur und Entwicklung. Ich möchte Ihnen einige bemerkenswerte statistische Daten nennen: Die irakische Wirtschaft wird in den kommenden Jahren laut Schätzungen noch schneller wachsen als die Chinas oder Indiens. Aufgrund der steigenden Ölproduktion befindet sich Irak auf dem Weg, wieder zu einem der führenden Ölproduzenten der Region zu werden.

 

In punkto Sicherheit haben die irakischen Truppen nun schon seit fast drei Jahren die Führung inne – sie patrouillieren die Straßen, zerschlagen die Milizen und führen Antiterrormaßnahmen durch. Heute ist die Zahl der Gewalttaten – trotz fortgesetzter Angriffe derjenigen, die den Fortschritt im Irak verhindern wollen – auf historisch niedrigem Niveau.

 

Das, Herr Premierminister, ist Ihrer Führungsstärke und den Fähigkeiten sowie der Opferbereitschaft der irakischen Truppen zu verdanken.

 

In der ganzen Region geht Irak nun neue Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu seinen Nachbarn ein und nimmt seinen rechtmäßigen Platz in der Gemeinschaft der Nationen ein. Zum ersten Mal seit zwanzig Jahren wird Irak Gastgeber für das nächste Gipfeltreffen der Arabischen Liga sein. Das ist ein starkes Signal für die gesamte arabische Welt. Die Menschen in der Region werden einen neuen Irak sehen, der sein eigenes Schicksal bestimmt, ein Land, in dem Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und unterschiedlicher Abstammung ihre Differenzen friedlich und innerhalb eines demokratischen Prozesses beilegen können.

 

Herr Premierminister, mit dem Ende dieses Krieges wendet sich Irak seiner Zukunft zu, und die irakischen Bürgerinnen und Bürger sollen wissen, dass sie nicht alleine sind. Sie haben in den Vereinigten Staaten von Amerika einen starken und dauerhaften Partner.

 

Deshalb bekräftigen der Premierminister und ich heute unsere gemeinsame Vision von einer langfristigen Partnerschaft zwischen unseren Ländern. Dies steht im Einklang mit unserem strategischen Rahmenabkommen und ähnelt den engen Beziehungen, die wir zu anderen souveränen Staaten haben. Einfach ausgedrückt: Wir bauen eine umfassende Partnerschaft auf.

 

Herr Premierminister, Sie haben gesagt, dass die Iraker eine Demokratie anstreben, „einen Staat der Bürger, nicht der Glaubensgemeinschaften“. Wir bilden also Partnerschaften, um die Einrichtungen zu stärken, von denen die Demokratie im Irak abhängig ist – freie Wahlen, eine lebendige Presse, eine starke Zivilgesellschaft, professionelle Polizeikräfte und eine professionelle Strafverfolgung, eine unabhängige Justiz, die gerecht urteilt, sowie transparente Institutionen, die im Dienste aller Iraker stehen.

 

Wir bilden Partnerschaften für mehr Handel. Wir machen den Warenexport und die Entwicklung von Neuerungen für unsere Unternehmen leichter. Wir werden unsere Erfahrungen in den Bereichen Landwirtschaft und Gesundheit austauschen. Wir werden zusammenarbeiten, um den Energiesektor im Irak zu entwickeln, während die irakische Wirtschaft vielseitiger wird und wir Irak stärker in die Weltwirtschaft integrieren.

 

Wir bilden Partnerschaften für Kontakte zwischen unseren Bürgern und insbesondere den jungen Menschen. Im Rahmen des Fulbright-Programms begrüßen wir mehr irakische Studierende und zukünftige Führungskräfte zum Studium in den Vereinigten Staaten. So entstehen Freundschaften, die unsere Länder für Generationen miteinander verbinden werden. Außerdem werden wir im Bereich Wissenschaft und Technologie enger zusammenarbeiten.

 

Wir bilden Partnerschaften für unsere gemeinsame Sicherheit. Herr Premierminister, wir haben erörtert, wie die Vereinigten Staaten Irak helfen könnten, seine Truppen auszubilden und auszustatten, nicht, indem wir amerikanische Truppen dort stationieren oder US-Basen in den Irak verlegen – diese Tage sind vorbei – sondern, indem wir die Art von Ausbildung und Unterstützung anbieten, die wir auch anderen Ländern anbieten. Angesichts der Herausforderungen, denen wir uns in einer sich rasch verändernden Region gemeinsam gegenübersehen, haben wir uns auch auf die Einrichtung eines neuen, offiziellen Kommunikationsweges zwischen unseren nationalen Sicherheitsberatern geeinigt.

 

Und schließlich bilden wir Partnerschaften für die regionale Sicherheit. Ebenso wie Irak zugesagt hat, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen, so dürfen sich auch die anderen Länder nicht im Irak einmischen. Die Souveränität Iraks muss respektiert werden. Zudem sollte es keinen Zweifel daran geben, dass uns der Rückzug aus dem Irak die Möglichkeit gegeben hat, unsere Ressourcen neu auszurichten, Fortschritte in Afghanistan zu erzielen, Al Kaida zu schwächen und uns auf das breite Spektrum der Herausforderungen vorzubereiten, das vor uns liegt.

 

Täuschen Sie sich also nicht, unsere starke Präsenz im Nahen Osten bleibt bestehen, und die Vereinigten Staaten werden sich unerschütterlich für die Verteidigung ihrer Verbündeten, Partner oder Interessen einsetzen.

 

Diese gemeinsame Vision bestätige ich heute gemeinsam mit Premierminister Maliki: eine gleichberechtigte Partnerschaft und umfassende Beziehungen, die Sicherheit, Wohlstand und die Wünsche und Sehnsüchte unserer Bürgerinnen und Bürger fördern.

 

Herr Premierminister, sie haben es selbst gesagt – der Aufbau starker und „dauerhafter Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern ist von entscheidenden Bedeutung“. Ich stimme Ihnen voll und ganz zu.

 

Dies ist ein historischer Augenblick. Ein Krieg geht zu Ende. Eine neue Zeit beginnt. Wir dürfen diejenigen, die uns diese Chance gegeben haben, nie vergessen: die unzähligen Iraker, die ihr Leben gelassen haben, die mehr als eine Million Amerikaner, Soldaten und Zivilisten, die im Irak gedient haben, die fast 4.500 Amerikaner, die gefallen sind und bis zum Tode ihre Pflicht erfüllt haben, die Zehntausenden Verwundeten und die vielen tapferen Angehörigen der Soldaten. Ihretwegen können wir heute hier gemeinsam stehen. Wir schulden es jedem einzelnen von ihnen. Wir haben ihnen allen gegenüber die moralische Verpflichtung, eine Zukunft aufzubauen, die ihrem Opfer gerecht wird.

 

Originaltext: Remarks by President Obama and Prime Minister al-Maliki of Iraq in a Joint Press Conference

Zusammenarbeit für wirtschaftlichen Fortschritt und demokratische Werte

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Artikel von Francisco Sánchez, Staatssekretär für internationalen Handel im US-Wirtschaftsministerium, der am 11. Dezember auf DipNote, dem offiziellen Blog des US-Außenministeriums, veröffentlicht wurde.

 

Das Streben nach Menschenwürde kann man nicht aufhalten.

 

Ein Beispiel hierfür sind die Millionen Menschen im Nahen Osten und Nordafrika, die sich mutig für den Abbau von Hindernissen für die Demokratie in ihrer Region eingesetzt haben.

 

Die ganze Welt war Zeuge dessen und war sowohl von dem, was dort unmittelbar geschah, als auch von der Bewegung an sich inspiriert. Deshalb war das Motto des 4. Demokratieforums auf (Bali Democracy Forum – BDF): „Die Stärkung demokratischer Teilhabe in einer sich ändernden Welt: auf den Ruf nach Demokratie antworten” sehr angemessen.

 

Etwa 15 Staats- und Regierungschefs waren bei dieser Veranstaltung anwesend, an der mehr als 50 Länder aus der Region Asien-Pazifik teilnahmen und zu der mehr als 60 Länder und internationale Organisationen ihre Beobachter entsandten. Sie alle hatten ein Ziel: die gegenseitige Unterstützung bei der Stärkung von Demokratie auf der ganzen Welt.

 

Ich hatte das Privileg, die Delegation der Vereinigten Staaten bei diesem Forum zu leiten. Es war mir eine Ehre, und ich habe dem indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yodhoyono im Namen von Präsident Obama für die Einladung an die Vereinigten Staaten gedankt, als Beobachter an dieser wichtigen Konferenz teilzunehmen.

 

Meine Anwesenheit bei der BDF stellte einen kleinen Bruch mit der Tradition dar. Bisher leitete immer das US-Außenministerium die Delegationen bei diesen Treffen. Ich hingegen bin Staatssekretär für internationalen Handel im US-Wirtschaftsministerium, das sich auf die Förderung von Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

 

Einige von Ihnen fragen sich vielleicht, was Handel mit den Zielen dieses Forums zu tun hat, aber es hat sich immer wieder gezeigt, dass demokratische Werte und wirtschaftlicher Fortschritt eng miteinander verbunden sind. Die Bedingungen, die zur Schaffung einer funktionierenden und freien Volkswirtschaft beitragen, ermöglichen auch politische Freiheiten – Rechtsstaatlichkeit, die Achtung des Privateigentums, und die Möglichkeit jedes Einzelnen, freie Entscheidungen zu treffen.

 

Jeder Plan für Wirtschaftswachstum erfordert ein Umfeld, in dem Bürger und Unternehmer frei Ideen austauschen und um Kunden konkurrieren können und in dem alle Menschen die Chance haben, zum Fortschritt beizutragen.

 

Damit die Menschen diese Chance haben, muss:

 

es gleiche Voraussetzungen geben, sodass der Erfolg von dem bestimmt wird, was man kann, und nicht davon, wen man kennt;

 

eine robuste Zivilgesellschaft existieren, die alle gesellschaftlichen Bereiche repräsentiert und mit den führenden Mitgliedern der Gesellschaft gemeinsame Wert fördert;

 

es eine offene und transparente Regierung geben, damit Vertrauen in die Volksvertreter vorhanden ist.

 

Als Staatssekretär für internationalen Handel war es mein vorrangiges Ziel bei der BDF, gemeinsam mit unseren globalen Partnern nach Möglichkeiten zu suchen, demokratische Werte zu stärken und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu fördern.

 

Demokratien sind unfertige Produkte. Sie sind unvollkommen. Es gibt immer etwas zu tun.

 

Als älteste Demokratie der Welt haben die Vereinigten Staaten ein grundlegendes Interesse an den Zielen dieses Forums.

 

Daher haben wir uns verpflichtet, unermüdlich an der Gestaltung einer Zukunft zu arbeiten, die unser aller Ideale und Werte widerspiegelt – Freiheit des Einzelnen, Menschenwürde, religiöser Pluralismus, kulturelle Vielfalt und Chancen für alle.

 

Ich freue mich darauf, die Gespräche, die wir vorige Woche begonnen haben, in den nächsten Jahren fortzusetzen. Wir alle wollen versuchen, nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Demokratie in unseren eigenen Länder zu stärken.

 

Originaltext: Working With Partners To Advance Economic Progress and Democratic Values