Länderberichte zu Menschenhandel 2010

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir den vom Büro zur Überwachung und Bekämpfung von Menschenhandel im US-Außenministerium herausgegebenen Teil der Länderberichte 2010 über die Bundesrepublik Deutschland vom 14. Juni 2010.

Deutschland (KATEGORIE 1)

Deutschland ist Ursprungs-, Transit- und Zielland für Frauen, Männer und Kinder, die Opfer von Menschenhandel werden, insbesondere zum Zweck der Zwangsprostitution und der Ausbeutung der Arbeitskraft. Neunzig Prozent der erfassten Opfer von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung stammten aus Europa; 28 Prozent von ihnen kamen aus Deutschland, 20 Prozent aus Rumänien und 18 Prozent aus Bulgarien. Nicht-europäische Opfer kamen aus Nigeria, anderen Teilen Afrikas, aus Asien und der westlichen Hemisphäre. Fast ein Viertel der erfassten Opfer von Menschenhandel waren Kinder. Die Mehrheit der erfassten Opfer von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung wurde in Bars, Bordellen und Wohnungen ausgebeutet. Ungefähr ein Drittel der in diesem Bereich erfassten Opfer berichteten, dass sie anfangs eingewilligt hatten, der Prostitution nachzugehen. Opfer von Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft wurden in Hotels, in Reinigungsfirmen, auf Baustellen und in Restaurants erfasst. Die Polizei schätzt, dass Banden innerhalb der letzten zehn Jahre ungefähr 1.000 Chinesen nach Deutschland brachten und sie dazu zwangen, unter ausbeuterischen Bedingungen in Restaurants zu arbeiten. Bei Angehörigen ethnischer Minderheiten wie Roma und Minderjährigen aus dem Ausland, die ohne Begleitung nach Deutschland reisten, war das Risiko besonders hoch, Opfer von Menschenhandel zu werden.

Die deutsche Regierung erfüllt die Mindeststandards für die Abschaffung des Menschenhandels vollständig. Die Regierung machte erhebliche Fortschritte im Umgang mit Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft. Dennoch weisen die vorliegenden Statistiken darauf hin, dass die Mehrheit der verurteilten Personen, die Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft und der sexuellen Ausbeutung betrieben, keine Freiheitsstrafen verbüßen mussten. Daher gab es Anlass zur Sorge, dass die Strafen nicht ausreichten, um Menschenhändler abzuschrecken und auch nicht die Böswilligkeit der Straftat widerspiegelten.

Empfehlungen für Deutschland: Nach Möglichkeiten zu suchen, die Anzahl der verurteilten Menschenhändler zu erhöhen, die eine Strafe erhalten, die der Schwere dieser Menschenrechtsverletzung entspricht; einen nationalen Berichterstatter für Menschenhandel einzusetzen, der die deutschen Bestrebungen zur Bestrafung der Menschenhändler kritisch bewertet, den Opfern Schutz zu bieten und Menschenhandel zu verhindern; zu gewährleisten, dass Opfer von Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft und Kinder Zugang zu angemessenen Hilfs- und Schutzangeboten haben; Maßnahmen im Bereich der Opferhilfe und die Zusammenarbeit zwischen der Regierung und der Zivilgesellschaft in den 16 Bundesländern zu standardisieren; Aufklärungskampagnen zu stärken, die sich an die Nutznießer von Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft und die Kunden des Sexgewerbes wenden, insbesondere in den am stärksten frequentierten Rotlichtbezirken sowie in Betracht zu ziehen, einen Mechanismus zu schaffen, mit dem die deutschen Bestrebungen gegen Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft koordiniert werden.

Strafverfolgung
Die deutsche Regierung hat eindeutige Fortschritte bei der Verurteilung von Personen gemacht, die Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und der Ausbeutung der Arbeitskraft betrieben haben. Dennoch mussten die meisten verurteilten Menschenhändler keine Freiheitsstrafen verbüßen. Deutschland verbietet alle Formen des Menschenhandels. Menschenhandel zum Zweck der kommerziellen sexuellen Ausbeutung steht laut Paragraf 232 des Strafgesetzbuches und Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft laut Paragraf 233 unter Strafe. Die in diesen Gesetzen vorgesehenen Strafmaße reichen von sechs Monaten bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe und sind ausreichend streng und im Einklang mit Strafen, die für andere schwere Straftaten verhängt werden. Es ist gängige Praxis unter Richtern, Freiheitsstrafen von zwei Jahren oder weniger bei allen Straftaten, einschließlich Menschenhandel, zur Bewährung auszusetzen. Die Behörden verfolgten 2008, dem letzten Jahr, für das Zahlen vorlagen, 173 Personen wegen Menschenhandels. Von diesen 173 Personen wurden 138 verurteilt; 7 von ihnen waren minderjährig. Die Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr, in dem es 123 Verurteilungen gab. Von den 131 verurteilten erwachsenen Tätern erhielten 92, beziehungsweise 70 Prozent, entweder eine Geldstrafe oder eine zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe. Die übrigen Täter erhielten Freiheitsstrafen, die sich zwischen 2 und 10 Jahren bewegten. 2008 verfolgten die Strafverfolgungsbehörden 25 Personen wegen Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft. 16 wurden verurteilt, darunter sieben Minderjährige, ein Anstieg von acht Verurteilungen wegen Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft im Jahr 2007. Von den neun erwachsenen Tätern erhielt einer eine Freiheitsstrafe zwischen drei und fünf Jahren; die übrigen acht erhielten Freiheitsstrafen auf Bewährung oder Geldstrafen. Die Polizei verstärkte 2008 ihre Bestrebungen gegen Menschenhandel maßgeblich. Mehr als 1.300 Polizisten und Zollbeamte nahmen an Razzien in verschiedenen Städten teil. Es gab im Berichtszeitraum keine Berichte über die Verstrickung von Regierungsbeamten in den Menschenhandel. Die Regierung bot in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen eine Reihe spezialisierter Kurse für Richter, Staatsanwälte und Polizisten an, die sich auf das Thema Menschenhandel konzentrierten. Die für Menschenhandel zuständige Abteilung im Bundeskriminalamt (BKA) koordinierte internationale Fälle von Menschenhandel und förderte Partnerschaften mit anderen Ländern, indem Fortbildungskurse für ausländische Strafverfolgungsbeamte angeboten wurden.

Schutz
Die deutsche Regierung setzte die Opferschutzbemühungen im Berichtszeitraum fort. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanzierte die Dachorganisation, die 39 Nichtregierungsorganisationen und Beratungszentren vertritt, die Opfern Unterkunft, medizinische Versorgung, psychologische Unterstützung, Rechtshilfe und andere Angebote bereitstellen, vollständig. Die Mehrzahl dieser Nichtregierungsorganisationen konzentrierte sich auf erwachsene weibliche Opfer. Es gab jedoch auch eine Reihe von Nichtregierungsorganisationen (NRO), die sich in Zusammenarbeit mit der staatlichen örtlichen Jugendhilfe auch um Kinder kümmerten. Einige dieser NRO stellten ihre Angebote auch männlichen Opfern bereit. Die Regierung stellte weiterhin offizielle Richtlinien über Opferidentifizierungstechniken an die Polizei, Beratungszentren, Staatsanwälte und Richter bereit. Laut der Bundespolizei identifizierten die Behörden aktiv 38 Prozent aller Opfer, die von den Behörden 2008 erfasst wurden. Im Jahr 2008 erfassten staatliche Stellen 676 Opfer von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und 96 Opfer von Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft, im Vergleich zu 689 und 101 Opfern im Vorjahr. In 12 der 16 Bundesländer existierten formale Kooperationsvereinbarungen zu Unterstützung von Opfern. Die staatlichen Stellen ermutigten Opfer, Ermittlungen gegen Menschenhandel zu unterstützen. Dennoch berichteten die Polizei und Nichtregierungsorganisationen, dass Opfer häufig zögerten, die Strafverfolgungsbehörden zu unterstützen, weil sie Angst vor Vergeltung durch die Menschenhändler hatten.

Die Regierung hat für ausländische Opfer, denen bei Abschiebung in andere Länder Not oder Vergeltung droht, rechtliche Alternativen angeboten. Opfern von Menschenhandel wurde eine 30-tägige Bedenkfrist eingeräumt, um zu entscheiden, ob sie mit den Ermittlern zusammenarbeiten wollen. Opfer, die bereit waren, als Zeugen auszusagen, erhielten eine befristete Aufenthaltserlaubnis für die Dauer des Verfahrens sowie unter bestimmten Umständen eine langfristige Aufenthaltserlaubnis, wenn beispielsweise ihre Rückkehr ins Ursprungsland eine ernsthafte Gefahr für sie bedeuten würde. Staatliche Stellen haben wie verlautet keine Opfer bestraft, die ungesetzliche Handlungen als direkte Folge von Menschenhandel verübten. Das staatliche Deutsche Institut für Menschenrechte rief im Juli 2009 ein Projekt ins Leben, das sich auf 800.000 US-Dollar beläuft, um Opfern von Menschenhandel zu helfen, ihre finanziellen Rechte vor deutschen Gerichten geltend zu machen, da nur wenige Opfer eine finanzielle Entschädigung gefordert hatten.

Prävention
Im Berichtszeitraum hat die Regierung einige Fortschritte bei Präventionsmaßnahmen gegen Menschenhandel gemacht. Sie unterstützte weiterhin finanziell Aufklärungsprogramme von Nichtregierungsorganisationen in Deutschland und im Ausland, die mithilfe von Internetseiten, Postkarten, Telefon-Hotlines, Broschüren und Vorträgen tätig waren. Die Regierung ergriff keine Maßnahmen, um die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen zu verringern oder die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf mögliche Kunden in einigen der bekanntesten Rotlichtbezirken Deutschlands wie beispielsweise in Hamburg zu lenken. Eine größtenteils vom Berliner Senat finanzierte Berliner Nichtregierungsorganisation betrieb an Kunden der Sexindustrie gerichtete Internetseiten zur Aufklärung über Menschenhandel. Die deutsche Bundespolizei veröffentlichte einen Jahresbericht mit Statistiken über ihre Maßnahmen gegen Menschenhandel. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gab 2009 eine Studie in Auftrag, um das Ausmaß von Menschenhandel zum Zwecke der Ausbeutung der Arbeitskraft sowie die Gegenmaßnahmen des Staates zu bewerten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das die Verantwortung für die Umsetzung des nationalen Aktionsplans gegen Menschenhandel trägt, leitete eine behördenübergreifende Arbeitsgruppe auf Ebene der Bundesländer, die sich mit Menschenhandel von Frauen zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung befasste. Das Auswärtige Amt stellte ungefähr 297.000 US-Dollar für Projekte gegen Menschenhandel in der Ukraine, Moldawien und der Mekong-Region bereit. Die Regierung unterstützte eine Partnerschaft mit ECPAT (End Child Prostitution in Asian Tourism), um das Bewusstsein für das Problem des Kindersextourismus zu erhöhen. Es gab im Berichtszeitraum keine Meldungen über neue Verfahren wegen Kindersextourismus durch deutsche Staatsbürger im Ausland. Die deutsche Regierung ließ Befehlshaber deutscher Militäreinheiten vor ihrem Auslandseinsatz in internationalen Friedensmissionen darin schulen, wie sie ihre Untergebenen für das Thema Menschenhandel sensibilisieren können.

Originaltext: Trafficking in Persons Report 2010, Germany

Pop Culture vs. Real America: Krusty-Burger von Chester Pach

Krusty BurgerWashington – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir das Kapitel “Krusty-Burger” aus der elektronischen Publikation Pop Culture Versus Real America, herausgegeben vom Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium im Juni 2010.

Krusty-Burger, der Schnellimbiss aus der Serie “Die Simpsons”, ist genau der richtige Ort für die etwas andere schnelle Mahlzeit. Der Schriftzug auf der Speisekarte lautet: Krusty-Burger, “der wird mit Liebe frittiert”. Außerdem gibt es noch den “Clogger”, ein Sandwich mit Schweinefleisch, dessen Name von der Wirkung abgeleitet wird, die seine fettigen Bestandteile auf Magen und Arterien haben. Die Gäste können auch ein “teilweise gelatiniertes, milchfreies Getränk auf Kaugummibasis” bestellen, das wie ein Milchshake schmeckt, aber wohl keinen Tropfen Milch oder sonstige natürliche Bestandteile enthält.

Bart und Lisa Simpson essen gerne bei Krusty-Burger, weil sie Krusty den Clown lieben. Er ist der Star einer beliebten Kinderfernsehsendung. Krusty hat knallblaues Haar und ein breites Grinsen, aber hinter der Kamera ist er alles andere als komisch. Er hat Spielschulden, muss Unterhaltszahlungen leisten und ist von Schmerzmitteln abhängig. Um Geld zu verdienen würde er unter dem Markennamen Krusty fast alles verkaufen, und Produktsicherheit ist ihm völlig egal. Sein Schwangerschaftstest für zu Hause lieferte so viele falsche positive Ergebnisse, dass er ihn vom Markt nehmen musste und das Produkt nun in neuer Verpackung als Rührstäbchen für Kaffee verkauft. Jede Schachtel seiner Frühstücksflocken enthält ein scharfkantiges, metallenes “Krusty-O”. Nachdem Bart eines dieser metallenen Os verschluckt hatte, musste sein Blinddarm entfernt werden.

Krusty verfolgt auch in seiner Schnellimbisskette dubiose Geschäftspraktiken. Das einzige, was ihn an Recycling interessiert, ist die Wiederverwertung nicht aufgegessener alter Krusty-Burger, die er zu neuen verarbeitet. Als der Krusty-Burger in Untersuchungen als “ungesündestes Fast-Food-Gericht der Welt” bewertet wurde, entwickelte Krusty einen neuen Mutter-Erde-Burger aus Gerste und mit einer grünen Verpackung. “Ich rette die Erde”, rief Homer Simpson als er in seinen “öko-leckeren” Burger biss. Bald darauf zeigte sich allerdings eine andere Wirkung. So wie allen anderen in Springfield, die einen Mutter-Erde-Burger gegessen hatten, wurde ihm von der verdorbenen Gerste schlecht. Und wie immer drückte sich Krusty davor, aus dem durch das verdorbene Produkt entstandenen Vorfall Konsequenzen zu ziehen. Stattdessen mussten die Landwirte und Getreidefirmen, die die Gerste geliefert hatten, ihre Betriebe schließen.

Chester Pach lehrt Geschichte an der Universität von Ohio, wo er den Titel “Herausragendes akademisches Mitglied des Lehrkörpers” trägt. Er ist Autor von drei Büchern über amerikanische Politik und Außenpolitik. Sein nächstes Buch, das bald von University Press in Kansas veröffentlicht werden wird, trägt den Titel “Die Präsidentschaft Ronald Reagans”.

(Dieser Text ist ein Produkt des Büros für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium. Website: http://www.america.gov)

Originaltext: Krusty Burger

Freiheit im Internet – was ist das eigentlich? von Derek Bambauer

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir den Artikel “Freiheit im Internet – was ist das eigentlich?” aus dem elektronischen Journal “Die Definition von Freiheit im Internet”, herausgegeben vom Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium im Juni 2010.

Verschiedene Länder und Gesellschaften definieren “Freiheit im Internet” unterschiedlich. Zwar legen einige repressive Regierungen den Begriff so aus, dass er ihren Zwecken dient, aber oft sind die Unterschiede auch legitim und wertorientiert. Der Autor ist der Ansicht, dass wir die Werte, die diesen Entscheidungen zugrunde liegen, respektieren sollten.

Derek Bambauer unterrichtet an der Brooklyn Law School in New York Internetrecht und Recht am geistigen Eigentum. Außerdem schreibt er “Info/Law”, einen Blog zu Fragen des Internetrechts.

Jeder, den man darauf anspricht, ist natürlich erst einmal für Freiheit im Internet. “Freiheit” wird jedoch unterschiedlich definiert und ihr wird in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutung beigemessen, wenn man sie gegen andere Interessen abwägt. Diese normative Divergenz zeigt sich in Debatten über Zugang, über Bedrohung der Freiheit, inhaltliche Kontrollen und Regulierung des Internets. Kurz gesagt, beinhaltet das Konzept der “Freiheit im Internet” eine Reihe von Konflikten hinsichtlich der Frage, wie das Netz funktionieren sollte. Diesen Zwiespalt offen anzuerkennen ist besser, als sich an Formulierungen zu halten, hinter denen sich unvermeidbare, schwierige Entscheidungen verbergen.

Zunächst einmal ist der Zugang zum Netz eine Voraussetzung, um überhaupt in den Genuss der Freiheit im Internet zu gelangen, wie auch immer sie definiert wird. In den verschiedenen Staaten gehen jedoch die Meinungen darüber, ob es einen Anspruch auf diesen Zugang gibt, auseinander. Einige betrachten den Internetzugang – insbesondere den schnellen Breitbandzugang – als Recht, andere begreifen ihn als Privileg. In Finnland beispielsweise haben Bürger ein Grundrecht auf eine 1MB-Verbindung. Auch der französische Verfassungsrat erklärte, dass es einen Rechtsanspruch auf Internetzugang gebe. Im Gegensatz dazu betrachten die Vereinigten Staaten die Möglichkeit, online zu sein, als Ware wie jede andere auf dem Markt und nicht als Anspruch. Wenn man sich keine Internetverbindung leisten kann, bleibt man offline oder abhängig von öffentlichen Zugangsmöglichkeiten an Bibliotheken und Schulen.

Ob der Internetzugang als Recht oder Privileg betrachtet wird, wirkt sich auch auf den Verlust dieses Zugangs aus. Das neue britische Gesetz zur digitalen Wirtschaft sieht ein System “abgestufter Maßnahmen” vor, im Rahmen derer Nutzerkonten zeitweilig gesperrt werden können, wenn dem Nutzer vorgeworfen wird, wiederholt gegen Online-Urheberrechte verstoßen zu haben. Im Rahmen von HADOPI (Abkürzung für das französische Gesetz zur Förderung der Verbreitung und des Schutzes kreativer Arbeiten im Internet) werden Nutzerkonten ebenfalls abgeschaltet, wenn drei Vorwürfe wegen eines Verstoßes vorliegen. Demnach wägen auch Staaten, die den Zugang als Recht ansehen, dieses gegen andere Interessen wie den Schutz geistigen Eigentums ab. Dieser Balanceakt ist der Schlüssel zu den unterschiedlichen Vorstellungen von Freiheit im Internet.

Zweitens werden in unterschiedlichen Gesellschaften unterschiedliche Aspekte der Freiheit betont: Freiheit von wem oder was? Eine der großen Bedrohungen ist die Regierung. Staaten haben zahlreiche Möglichkeiten, Online-Freiheiten einzuschränken, beispielsweise indem sie Meinungsäußerungen oder bestimmte Verhaltensweisen unter Strafe stellen, Kommunikation überwachen oder Material blockieren. Das amerikanische Verständnis von Freiheit betrifft üblicherweise vor allem das Verhindern einer unkontrollierten Einflussnahme des Staates. Aber es gibt noch andere Bedrohungen. So sorgt man sich in europäischen Ländern häufig angesichts der Möglichkeiten von Konzernen, private, personenbezogene Informationen über Nutzer zu sammeln. Aktuelle Kontroversen über den Datenschutz bei Facebook, den Videodienst von Google in Italien und den Kartendienst Street View von Google zeigen die Besorgnis über das Datensammeln des Privatsektors und staatliche Überwachung.

Darüber hinaus können Staaten versuchen, Eingriffe in die Freiheit durch andere Nutzer zu verhindern – beispielsweise Rufschädigung durch falschen oder verleumderischen Inhalt. So üben einige Staaten über Haftungsdrohungen Druck auf Internetprovider und soziale Netzwerke aus, derartiges Material zu überwachen, andere garantieren jedem außer dem Verfasser Immunität. Was die Bedrohung der Freiheit angeht, haben die verschiedenen Länder also unterschiedlichste Bedenken.

Drittens werden die Meinungsfreiheit, der Zugang zu Informationen und der Schaden, den Online-Material verursachen kann, von den Ländern unterschiedlich gewichtet. Solcher Schaden kann Einzelpersonen (beispielsweise bei Verleumdung), identifizierbare Gruppen wie religiöse oder ethnische Minderheiten oder auch gemeinsame gesellschaftliche Werte betreffen. In den Vereinigten Staaten hat der freie Austausch von Informationen mehr Gewicht als viele andere Belange, weshalb Material wie Hassreden und Pornografie verfassungsmäßig geschützt ist. Laut US-Recht sind jedoch bestimmte Informationen wie reale Bedrohungen, obszönes Material und Kinderpornografie verboten. Auch in Frankreich und Deutschland ist die Meinungsfreiheit stark geschützt, aber die Veröffentlichung von Hassreden im Internet ist verboten. So ist Google in diesen Ländern beispielsweise verpflichtet, Sites, die Hassreden enthalten, aus den Google-Suchergebnissen in der Landessprache herauszufiltern. In Singapur, wo pornografische Inhalte im Internet verboten sind, werden Nutzer einiger dieser Sites als symbolische Maßnahme gesperrt. Saudi-Arabien, ein Land in dem die Mehrzahl der Bürger Sunniten sind, verhindert den Zugang zu einigen religiösen Inhalten, die dem sunnitischen Glauben widersprechen, wie beispielsweise Internetseiten zur Baha’i-Religion oder dem schiitischen Glauben. Kurz gesagt, wir betrachten Freiheit im Internet als den Schutz der ungehinderten Meinungsäußerung, diese Freiheit wird aber gegen verschiedene andere Belange abgewogen, auch in Ländern, in denen der Schutz der Meinungsfreiheit eine lange Tradition hat.

Zu guter Letzt gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, wer die Freiheit im Internet steuern und wie sie umgesetzt werden soll. Debatten über “Internet Governance” sind fast ebenso alt wie das kommerzielle Netz selbst. Die Vereinigten Staaten haben die ursprüngliche Struktur des Internets entworfen und bewahren über die Beziehung zwischen Wirtschaftsministerium und ICANN (die Internetbehörde für die Vergabe von Namen und Zahlen), die unter anderem das Domainnamensystem verwaltet, eine Grundkontrolle über seine Funktion. Die Vereinigten Staaten haben sich gegen die Übertragung von Aufgaben der ICANN auf andere Gremien gewehrt, da sie befürchten, es könnten Freiheiten – insbesondere die Meinungsfreiheit – beschnitten werden, wenn das Internet unter internationaler Kontrolle steht. Andere Staaten streben derweil ein größeres Mitspracherecht bei der Entscheidungsfindung bezüglich der zugrunde liegenden Protokolle und Standards an und wollen nicht, dass das Netzwerk im Hinblick auf ein Gleichgewicht von Sicherheit, Datenschutz und freier Meinungsäußerung von amerikanischen Maßstäben geprägt wird. Das hat im Rahmen von Foren wie dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) zu hitzigen Debatten und der Schaffung beratender Gremien, z. B. des Internet Governance Forums (IGF), geführt. Die Länder unterscheiden sich demnach nicht nur in ihrer Vorstellung von Freiheit im Internet, sie sind auch unterschiedlicher Ansicht darüber, wie sie in der Praxis aussehen soll.

Freiheit ist ein emotional aufgeladener Begriff. Er hat eine starke rhetorische Wirkung; einen Gegenspieler als Gegner der Freiheit im Internet zu bezeichnen ist eine wirksame Strategie. Das Ziel der Freiheit im Internet ist umso schwerer zu erreichen, da seine Befürworter den Begriff unterschiedlich auslegen. Freiheit kann auf das Individuum bezogen ausgelegt werden, was hieße, dass Nutzer alles tun dürfen, was ihnen gefällt, solange sie dadurch niemandem unmittelbar schaden. Sie kann aber auch auf das Gemeinwesen bezogen ausgelegt werden, was hieße, dass Privilegien von der Einhaltung bestimmter gesellschaftlicher Regeln und Normen abhängen. Freiheit kann uns vor der Einmischung durch Staaten, Unternehmen und andere Menschen schützen. Sie kann uns einen Anspruch auf die Nutzung des Internets einräumen oder die Möglichkeit, es zu nutzen. Freiheit im Internet ist also ein variabler Begriff, dessen Bedeutung vom Kontext abhängig ist.

Diese Veränderlichkeit bringt aber auch Risiken mit sich. Regierungen können argumentieren, dass die Menschen in ihrem Land eine Vorstellung von Freiheit im Internet haben, die bestimmte Vorgehensweisen rechtfertigt, obwohl diese Maßnahmen eigentlich den Regierenden und nicht den Regierten dienen. So blockiert beispielsweise Vietnam den Zugang zu bestimmten Online-Inhalten unter dem Vorwand, Minderjährige könnten Zugang zu gefährlichen, z. B. pornografischen, Inhalten bekommen. Tatsächlich verhindert das staatliche System, dass Nutzer Seiten über Menschenrechte oder nicht regierungstreue Inhalte aufrufen, während nicht eine einzige Seite mit pornografischen Inhalten tatsächlich blockiert wird. Offensichtlich handelt es sich lediglich um Vorwände der vietnamesischen Regierung. Wir müssen uns der Gefahr bewusst sein, dass Staaten legitime Unterschiede in der Interpretation des normativen Inhalts von “Freiheit im Internet” ausnutzen können, um Aktivitäten, die die Freiheit einschränken, zu vertuschen.

Möglicherweise ist “Freiheit im Internet” auch ein zu allgemein gehaltener und daher nutzloser Ausdruck, der nicht mehr verwendet werden sollte. Stattdessen sollten sich Länder, Kulturen und Nutzer mit den schwierigen Kompromissen auseinandersetzen, die die Kommunikation über das Internet erfordert. Das Internet ermöglicht das Zirkulieren von Pamphleten ebenso wie die Verbreitung von Pornografie. Anonyme Kommunikation kann genutzt werden, um über politische Korruption zu informieren und um die Rechte an geistigem Eigentum zu verletzen, ohne Spuren zu hinterlassen. Das Sammeln von Daten kann das eigene Online-Erlebnis personalisieren oder ein Kommunikations- und Aktivitätsprofil liefern. Wenn wir die Kompromisse, die wir eingehen, benennen und die Werte, auf denen diese Entscheidungen beruhen und die sie beeinflussen, respektieren, ist das hilfreicher, als wenn wir versuchen, durch “Freiheit im Internet” ein falsches Verständnis von Einigkeit aufzubauen.

Die in diesem Artikel vertretene Meinung spiegelt nicht unbedingt die Ansichten oder Politik der US-Regierung wider.

(Dieser Text ist ein Produkt des Büros für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium. Website: http://www.america.gov)

Originaltext: The Enigma of Internet Freedom
siehe: http://www.america.gov/st/democracyhr-english/2010/July/20100727141139enelrahc0.947201.html

Pop Culture vs. Real America: Vom Feld erntefrisch auf den Tisch

Washington – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir das Kapitel “Vom Feld erntefrisch auf den Tisch” von Karen Hofstein aus der elektronischen Publikation Pop Culture Versus Real America, herausgegeben vom Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium im Juni 2010.

Vor einhundert Jahren war das nichts Ungewöhnliches: Bauern kamen mit Körben voll saftiger Pfirsiche, Kisten reifer roter Beeren und bündelweise duftendem grünem Gemüse auf den Marktplatz des Dorfes und bauten dort ihren Stand auf. Die Kunden strömten auf den Markt, um Lebensmittel für die kommenden Wochen zu kaufen, zu handeln und Neuigkeiten des Tages auszutauschen.

Jetzt befindet sich dieser dörfliche Marktplatz inmitten der geschäftigen Straßen von New York. Der kleine Park in Manhattan namens Union Square ist von hohen Bürogebäuden und großen Ketten wie Barnes & Noble, Babies ‘R Us und Best Buy umgeben. Der Union Square befindet sich am Broadway zwischen der East 14th und der East 17th Street und ist das ganze Jahr über Standort eines Bauernmarkts, der viermal die Woche bei jedem Wetter stattfindet. Kunden, die über den Markt mit dem vielfältigen Angebot an Obst, Gemüse, Milchprodukten, Fleisch und Backwaren schlendern, haben meist die Kopfhörer ihrer MP3-Player in den Ohren, schauen auf ihre BlackBerrys oder telefonieren mit ihren Handys.

Trotz der Verbreitung der massiv werbenden großen Fast-Food-Ketten wünschen sich viele Menschen gesündere Nahrungsmittel. Einige umweltbewusste Kunden kaufen gerne pestizidfreie Bio-Lebensmittel. Das erklärt die enorme Beliebtheit der Bauernmärkte, die von Greenmarket unterstützt werden, einem privat finanzierten Programm des New Yorker Umweltrats.

Neben dem großen Markt am Union Square gibt es in New York noch 48 weitere Bauernmärkte. Einige finden nur zu bestimmten Jahreszeiten statt. Einer der beliebteren saisonalen Märkte befindet sich am Rockefeller Center, dem Standort von NBC und der Radio City Music Hall. Touristen sind oft erstaunt darüber, dass dort, wo der weltberühmte Weihnachtsbaum steht, im Sommer Landwirte ihre Erzeugnisse, Honig und Backwaren verkaufen.

Heather Lindsey, freiberufliche Autorin mit den Schwerpunkten Gesundheit und Medizin, kauft regelmäßig auf dem Bauernmarkt am Union Square ein. Da sie in Portland (Oregon) aufgewachsen ist, sei sie es gewohnt, frisches Obst und Gemüse zu essen. Vor 12 Jahren zog sie nach New York und freute sich, als sie die Bauernmärkte entdeckte.

Vor dem Stand “Unser täglich Brot”, an dem sie eben ein Vollkornbrot gekauft hat, erklärt Lindsey: “Ich liebe Bauernmärkte.” Sie genießt es besonders, sich mit den Landwirten aus dem Umland in New York, New Jersey und Pennsylvania zu unterhalten. “Ich kaufe hier sehr häufig Brot”, sagt sie, “und ich mag den Eierstand um die Ecke. Es gibt auch einen Ziegenkäsestand. Und die Gemüsestände sind alle großartig. Ich beschränke mich nicht gerne auf nur einen Stand. Ich kaufe überall etwas, damit ich nicht nur einen, sondern mehrere Landwirte unterstützen kann.”

Als bekennender “Riesenfan von Michael Pollan und seinem Buch “Das Omnivoren-Dilemma” erklärt Lindsey, dass ihr die Vorstellung gefällt, sich gesünder und von mehr Obst und Gemüse und weniger Fleisch zu ernähren.

Sie sagt: “Wegen der schlechten Wirtschaftslage kochen wir in letzter Zeit viel öfter [zu Hause]. Ich finde Kochen sehr kreativ und es erfüllt mich mit Zufriedenheit.” Darum nahm sie kürzlich an einem Kochkurs beim Institute of Culinary Education teil.

Nun zählt sie eine lange liste leckerer Gerichte auf, die sie in den letzten Wochen gezaubert hat: Gemüse-Eier-Tarte mit Vollkornkruste, Rühreier mit Krabben, Vollkornwaffeln, Linguine mit Muschelsoße, Quesadillas. Letztere sind leicht zuzubereiten, lacht sie, “man muss nur alle Reste aus dem Kühlschrank in einen Topf werfen.”

Ihr Ehemann Michael Mandel, der Bildredakteur ist, erzählt, dass sie zu Hause sehr viel international kochen, unter anderem italienisch und mexikanisch. Lindsey fügt hinzu: “Ich versuche, auch manchmal thailändisch und indisch zu kochen. Ich glaube nicht, dass es völlig authentisch ist, aber es schmeckt gut.”

Mandel erklärt, dass “man eine echte Verbindung zu den Lebensmitteln hat”, wenn man auf dem Bauernmarkt einkauft.

Nach einer Kindheit mit “klassischem amerikanischen Fast Food” wurde er vor 22 Jahren Vegetarier. “Damals war das durchaus eine politische Entscheidung”, sagt er. “Mir wurde bewusst, dass ich alles, was mit Fleisch zu tun hatte, abstoßend fand. Die Kosten. Die Tatsache, dass so viel Getreide und Wasser an Vieh verfüttert werden und nicht den Menschen zugute kommen. Die Tatsache, dass es nicht gut tut.”

Er fügt hinzu: “Es ist erstaunlich, wie sehr es in den letzten 20 Jahren an Akzeptanz gewonnen hat, Vegetarier zu sein. Als ich Mitte der Achtzigerjahre Vegetarier wurde, wurde das immer noch mit einer Art Revolutionskultur der Sechziger in Verbindung gebracht. Und Bioläden waren etwas für Hippies. Das hat sich in den letzten 20 Jahren geändert. Jetzt bekommt man in fast jedem Restaurant vegetarische Burger.”

Auch Shoshana Berkovic kauft regelmäßig am Union Square ein. Die High-School-Lehrerin, eine lebhafte Frau mit funkelnden Augen, lebt mit ihrer Tochter im Teenageralter in Brooklyn.

Berkovic ist begeistert von der Frische der Lebensmittel auf dem Bauernmarkt. Zu ihren regelmäßigen Einkäufen auf dem Markt bringt sie eine Isoliertasche mit Kühlakku mit und deckt sich mit Kartoffeln, Gurken, Karotten und Tomaten ein. Sie sagt: “Diese Lebensmittel halten sich im Kühlschrank viel länger.”

Lachend sagt Berkovic, ihre Fähigkeiten beim Kochen seien eher begrenzt. “Ich habe keine große Küche. Ich schneide die Sachen also hauptsächlich klein und koche sie dann.”

Wichtig sei ihr vor allem, dass ihre Tochter “gesund isst”. Sie sagt: “Ich möchte verschiedene Vitamine zu mir nehmen und ziehe es vor, das mit dem Essen zu tun und nicht mit einer Tablette.” Lachend sagt sie: “Ich vergesse meistens, meine Vitamine und mein Kalzium zu nehmen.”

Als Lehrerin für Biologie und Geowissenschaften an einer öffentlichen New Yorker Schule hat Berkovic in den letzten Jahren eine deutliche Veränderung beim Essen in der Schulcafeteria festgestellt. Sie sagt: “Alle Automaten mit ungesunden Fertiggerichten wurden entfernt und es gibt jetzt gesündere Alternativen.” Sie hat insbesondere ein größeres Angebot an Vollkornprodukten und fettarmen Nahrungsmitteln bemerkt. “Es gab zahlreiche Verbesserungen.” Sie seufzt: “Natürlich gibt es immer noch Pommes. Pommes wird es immer geben. Einige Kinder essen nichts anderes.” Sie klagt: “Mit Kindern ist es nie leicht. Kinder sind überall auf der Welt gleich.”

Auf dem Bauernmarkt gibt es allerdings eine Menge Kinder, die lernen, wie Zwiebel- und Knoblauchknollen aussehen, wenn man sie frisch aus der Erde zieht. Sie sind begeistert, wenn sie Pfirsiche sehen, an denen noch Zweige und Blätter sind. Sie finden Kartoffeln, an denen noch die duftende Erde haftet. Diese Stadtbewohner nehmen zu ihrer ländlichen Vergangenheit Verbindung auf und lieben gesunde, natürliche Nahrungsmittel.

Die Autorin Karen Hofstein lebt in New York.

(Dieser Text ist ein Produkt des Büros für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium. Website: http://www.america.gov)

Originaltext: Farm to Table: Fresh for the Picking