Bush zuversichtlich im Krieg gegen den Terror

SAN DIEGO – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die unwesentlich gekürzte Rede von US-Präsident George W. Bush anlässlich des 60. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs im Pazifik vom 30. August 2005.

Heute Morgen gelten unser Mitgefühl und unsere Gebete unseren Mitbürgern an der Golfküste, die so sehr unter dem Wirbelsturm Katrina und seinen Folgen leiden. Es sind schwere Zeiten für die Menschen dieser Gemeinden. Wir wissen, viele würden gerne in ihre Häuser zurückkehren. Aber das ist jetzt noch nicht möglich. Im Moment ist unsere Priorität, Leben zu retten, und wir befinden uns noch mitten in den Such- und Bergungsarbeiten. Ich möchte alle in den betroffenen Gebieten aufrufen, weiterhin den Anweisungen der Behörden zu folgen.

Die Bundesregierung wie auch die Regierungen der Bundesstaaten und der Kommunen arbeiten Seite an Seite. Sie tun alles in Ihrer Macht Stehende, um den Menschen wieder auf die Beine zu helfen. Es gibt viel zu tun. Unsere Teams und Geräte stehen bereit, und wir beginnen, die Hilfe zu leisten, die die Menschen vor Ort benötigen. Die Menschen in Louisiana, Mississippi und Alabama und anderen betroffenen Gebieten werden die Hilfe, das Mitgefühl und die Gebete ihrer Mitbürger benötigen.

Während wir unseren Mitbürgern im Süden Unterstützung zukommen lassen, verteidigen unsere Truppen uns alle gegen Bedrohungen aus dem Ausland. Im Krieg gegen den Terror spielen Sie alle, die Sie heute hier versammelt sind, eine entscheidende Rolle. Unsere Marinepiloten zeigen ihr fantastisches Können, indem sie unsere Feinde zur Rechenschaft ziehen. Unsere Seeleute patrouillieren die offene See auf den Schiffen der Marine. Sie halten diese Schiffe in Stand und einsatzbereit. Sie dienen in Sondereinsatzgruppen, die die Kämpfer der Taliban und der Al Kaida in den Bergen Afghanistans aufspüren. Und unsere Marineinfanteristen führen die Terroristen im Irak ihrer gerechten Strafe zu.

Wie und wo Sie auch dienen, Sie alle verteidigen unser Land. Sie machen der Uniform und Ihrem Oberbefehlshaber alle Ehre, und Ihr Land ist stolz auf Sie.

Ich bin auch stolz, an der Seite jener zu stehen, deren Leistungen wir heute gedenken: den Veteranen des Zweiten Weltkriegs. Im Krieg rief Amerika Sie von Ihren Bauernhöfen, Schulen und Fabriken, um zwei der skrupellosesten Armeen zu besiegen, die die Welt je kannte. Im Sieg zählten die Vereinigten Staaten auf Sie, dem besiegten Feind helfend die Hand zu reichen, ihm wieder auf die Beine zu helfen. In einem dauerhaften Frieden – Ihrem größten Vermächtnis – bestätigte sich für die Vereinigten Staaten die Macht der Freiheit, die bittersten Feinde zu den engsten Freunden zu machen.

Sie haben für diesen Sieg einen hohen Preis bezahlt. Viele der Helden, die an Ihrer Seite kämpften, kehrten nicht lebend nach Hause zurück. Mehr als 400.000 Amerikaner ließen in diesem Krieg ihr Leben, und einige von ihnen sind nur wenige Kilometer von hier auf dem Fort Rosecrans National Cemetery beerdigt. Bei einer Trauerrede nach einer Schlacht, die tausende Amerikaner das Leben kostete, sagte ein Rabbi: “Aus diesem und aus dem Leid und dem Schmerz jener, die dies betrauern, wird, das versprechen wir, eine neue Freiheit für die Söhne der Menschen auf der ganzen Welt geboren.”

Heute sind Ihre Haare ergraut. Ihre Schritte sind langsamer geworden. Aber Sie haben erlebt, wie sich das Versprechen des Rabbi erfüllte. Die Freiheit, die aus Ihrem Opfer entstand, hat das Leben von Millionen von Kindern Gottes auf der Erde verbessert. Diese Freiheit ist Ihr Denkmal für Ihre verstorbenen Freunde, Ihr Geschenk an deren Kinder und Enkelkinder und Ihr heiliger Bund mit den Generationen von Patrioten der Vergangenheit und der Gegenwart, die die Uniform dieses Landes tragen und getragen haben.

Wenn wir in Ihre Augen schauen, sehen wir die gleiche stille Entschlossenheit, mit der unsere Feinde besiegt wurden. Wir empfinden es als Privileg, Bürger des Landes zu sein, dem Sie dienten. Wir beten, dass ihre gefallenen Kameraden Frieden bei ihrem Schöpfer gefunden haben, und wir würdigen Ihr Opfer, indem wir uns wieder den großen Idealen verschreiben, für die Sie gekämpft und geblutet haben.

An diesem Freitag vor 60 Jahren nahm General Douglas MacArthur an Bord der USS Missouri in der Bucht von Tokio die bedingungslose Kapitulation der Japaner entgegen. Mit der Kapitulation Japans war der letzte unserer Feinde im Zweiten Weltkrieg besiegt, und ein Krieg, der für die Vereinigten Staaten im Pazifik begann, endete auch im Pazifik. Während wir diesen Jahrestag begehen, befindet sich unser Land wieder im Krieg. Wieder kam der Krieg als Überraschungsangriff an unsere Küsten, bei dem tausende kaltblütig getötet wurden. Wieder einmal sehen wir uns entschlossenen Feinden gegenüber, die einer skrupellosen Ideologie folgen, die alles verachtet, für das Amerika steht. Wieder einmal führen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten einen Feldzug gegen Kräfte, die sich auf fast jedem Kontinent befinden. Wieder einmal werden wir nicht eher ruhen, bis der Sieg den Vereinigten Staaten gehört und unsere Freiheit gesichert ist.

Inmitten dieses Kampfes haben wir Vertrauen in unsere Sache, denn wir wissen, dass die Vereinigten Staaten bereits zuvor brutale Feinde besiegt haben. Wir haben Vertrauen in unsere Sache, weil wir gesehen haben, wie die Macht der Freiheit die Dunkelheit der Tyrannei und des Terrors überwindet.

Und wir haben Vertrauen in unsere Sache, weil wir die Charakterstärke und den Mut derer kennen, die die Uniform der Vereinigten Staaten tragen.

Vor 50 Jahren haben wir diese Charakterstärke und diesen Mut in Männern wie Leon Stone erlebt. Er war damals ein junger Seemann der Marine auf dem Schlachtschiff West Virginia, das die Marineinfanteristen in Iwo Jima unterstützte. Wir erlebten diesen Mut bei Männern wie Jim Simpson, einer dieser Marineinfanteristen. Sie kannten sich nicht, aber sie kämpften gemeinsam für die Sicherheit der Vereinigten Staaten. Sie kämpften gemeinsam in den starken Streitkräften, die das japanische Reich besiegten. Jim Simpson und Leon Stone lernten sich dann eines Tages doch noch kennen, als Leons Sohn und Jims Tochter heirateten.

Heute führt ihr Enkel, Hauptmann Randy Stone, die stolze Familientradition fort. Hauptmann Stone ist Offizier bei den Marineinfanteristen und dient im Irak. Er weiß, dass er und seine Generation in diesem Krieg gegen den Terror die gleiche lebenswichtige Arbeit leisten, die seine Großeltern im Zweiten Weltkrieg geleistet haben. Er weiß auch, wie dieser Kampf ausgehen wird. Randy sagt: “Ich weiß, wir werden gewinnen, denn ich sehe es jeden Morgen in den Augen der Marineinfanteristen. In ihren Augen funkelt die Siegessicherheit.”

Hauptmann Stone trägt die Uniform mit Stolz, genau wie seine Großväter in Iwo Jima. Er wird von den gleichen Überzeugungen geleitet, die sie im Kampf mit sich trugen. Er besitzt die gleiche Bereitschaft, einer Sache zu dienen, die größer ist als er selbst. Viele von Ihnen sind mit Vätern oder Großvätern aufgewachsen, die ähnliche Geschichten über ihren Dienst im Zweiten Weltkrieg zu erzählen haben. Sie sind die bescheidenen Söhne eines friedlichen Landes. Eine dankbare Nation rechnet Ihnen Ihr Opfer, das uns unsere Freiheit und unsere Lebensweise erhielt, hoch an.

Die Frauen und Männer, die im Zweiten Weltkrieg dienten, gehörten einer Generation an, die den Glauben bewahrte, auch wenn der endgültige Sieg der Freiheit nicht immer absehbar war. Als die Vereinigten Staaten in Pearl Harbor angegriffen wurden, erholte sich unser Land gerade von einer Wirtschaftskrise. Mehr als ein Dutzend Länder hatten größere Armeen als wir. In Asien und Europa war ein Land nach dem anderen unter den disziplinierten Armeen der militaristischen Regime gefallen. Diese Ereignisse führten bei vielen zu dem Schluss, dass dies das Ende der Freiheit sei und dass die Zukunft den harten Männern in Berlin und Tokio gehöre.

Franklin Roosevelt weigerte sich zu akzeptieren, dass die Demokratie erledigt war. Sein Optimismus spiegelte seine Überzeugung wider, dass der Wille des Feindes, Macht zu erlangen, nicht unserem Willen standhalten konnte, in Freiheit zu leben. Er sagte den Amerikanern, dass ihre Freiheit vom Erfolg der Freiheit in anderen Ländern abhänge. Er rief die Amerikaner auf, diese Freiheit zu verteidigen, und Millionen folgten diesem Ruf. Innerhalb von vier Jahren erholten sich die Vereinigten Staaten von der Verwüstung in Pearl Harbor. Innerhalb von vier Jahren kämpften und gewannen wir einen Weltkrieg an zwei Fronten.

Unser Sieg in Asien war ein besonderer Triumph für die Marine der Vereinigten Staaten. Nach Pearl Harbor war unsere Pazifikflotte fast komplett zerstört, und der Feind erschien unbesiegbar. Dies waren dunkle Tage für die Freiheit, aber die Dunkelheit sollte nicht lange anhalten. Vom wagemutigen ersten Angriff auf japanischen Boden, angeführt von Jimmy Doolittle von Deck der USS Hornet aus, über die Schlacht um Midway bis zum Hissen der Flagge in Iwo Jima gaben unsere Truppen im Pazifik den Amerikanern zu Hause Grund zu glauben, dass Präsident Roosevelt Recht hatte, als er sagte, Demokratie sei die unbesiegbarste aller menschlichen Gesellschaftsformen.

Präsident Roosevelt wurde im Zweiten Weltkrieg von zeitlosen Prinzipien zum Sieg geleitet. Erstens glaubte Präsident Roosevelt, dass freie Länder die Entschlossenheit aufbringen können, sich zu verteidigen. In diesen Tagen wurde diese Überzeugung von einem skrupellosen und entschlossenen Feind auf eine harte Probe gestellt. Unsere Truppen im Pazifik sahen sich einer nie zuvor erlebten Grausamkeit gegenüber – Kamikaze-Piloten auf Selbstmordmission, Soldaten, die bis zum letzten Mann kämpften, Befehlshaber, angetrieben von dem fanatischen Glauben, ihr Land sei berufen, den asiatischen Kontinent zu regieren. Dieser Feind nahm viele Leben und ließ viele trauernde Familien zurück. Dennoch konnte er es letztendlich nicht mit den Streitkräften der Vereinigten Staaten und ihren Verbündete aufnehmen. Am Ende wurde er besiegt von Amerikanern, die wenige Monate zuvor noch auf Bauernhöfen, in Banken und Fabriken gearbeitet hatten. Und schließlich halfen die siegreichen Kinder der Demokratie ihren besiegten Feinden beim Wiederaufbau und brachten Millionen Menschen das Gefühl der Freiheit.

Einer der ersten, die diese Wahrheit erkannten, war ein Mitglied der Kapitulationsdelegation Japans an Bord der USS Missouri. Er nahm an der Zeremonie teil und erwartete zu hören, wie die Alliierten sich an den Besiegten zu rächen gedachten. Stattdessen hörte er, wie General MacArthur über eine Zukunft in Freiheit für Japan sprach und erkannte dadurch die wahre Quelle der militärischen Macht Amerikas. Er schrieb: “Wir wurden nicht mittels überlegener Waffen auf dem Schlachtfeld besiegt, sondern durch geistige Eroberung kraft einer nobleren Idee.” Im Zweiten Weltkrieg säten unsere Truppen überall dort, wo sie die Flagge des Sieges hissten, auch die Saat der Freiheit, und als Folge hiervon geht es der Welt heute besser.

Zweitens war Präsident Roosevelt der Überzeugung, dass der Ruf der Freiheit universelle Gültigkeit besitzt. Viele unserer engsten Verbündeten waren in diesem Punkt nicht seiner Meinung, und die politische Landkarte Asiens schien ihre Skepsis zu bestätigen. Am Kriegsbeginn gab es im Pazifik nur zwei Demokratien: Australien und Neuseeland. Sogar in Nationen, die nicht unter strenger Herrschaft standen, konnten die meisten Menschen bestenfalls wohlwollenden Kolonialismus erwarten. Die Japaner gaben vor, den Kontinent von fremden Kolonialmächten zu befreien. Aber Millionen von Chinesen, Burmesen und andere Menschen in Asien erfuhren bald, dass Tokio einfach den westlichen Kolonialismus mit einer oftmals noch strengeren und repressiveren Art von Vorherrschaft ersetzte.

Präsident Roosevelt und nach ihm Präsident Truman entschieden weise, dass wir in unserem Umgang mit einem besiegten Japan nicht denselben Fehler machen dürften. Sie verstanden, dass die Opfer der alliierten Streitkräfte nichts bewirkt hätten, wenn wir nicht unseren Sieg dafür genutzt hätten, den Japanern dabei zu helfen, ihre Nation von der Tyrannei in die Freiheit zu führen. Es gab viele Zweifler. Amerikanische und japanische Experten behaupteten, die Japaner seien noch nicht bereit für die Demokratie.

In einem Brief an einen Freund zu Hause beschrieb einer unserer Soldaten eine andere Sichtweise der Dinge. Der Bruder von Feldwebel Richard Leonard war im Kampf gegen die Japaner gefallen, aber nachdem Richard Leonard in Japan stationiert wurde und Japaner traf, konnte er sie nicht dafür hassen. Er schrieb: “Natürlich müssen wir ihr Land besetzen und sie beobachten. Aber gleichzeitig müssen wir ihnen auch helfen und alles in unserer Macht Stehende tun, ihr Land als friedensliebende Nation wiederaufzubauen.” Feldwebel Leonard hatte Recht. Die Vereinigten Staaten taten genau das, was er in seinem Brief forderte. Wenn wir uns ansehen, was er und seine Generation in Japan erreichten, wissen wir, dass es ein Fehler ist zu glauben, manche Menschen seien nicht bereit für die Gleichheit und Freiheit, die unser Schöpfer für alle Menschen vorgesehen hat.

Drittens war Präsident Roosevelt der Überzeugung, dass freie Nationen friedliche Nationen sind, die keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellen. Er wusste, dass der Mangel an Demokratie in Japan es einer ungewählten Gruppe von Militaristen ermöglicht hatte, den Staat unter ihre Kontrolle zu bekommen, unsere Nachbarn zu bedrohen, die Vereinigten Staaten anzugreifen und eine ganze Region in den Krieg zu führen. Er wusste auch, dass die beste Art, Frieden und Stabilität in die Region zu bringen, darin lag, Freiheit nach Japan zu bringen.

Die Demokratie nimmt in verschiedenen Kulturen verschiedene Formen an. Die japanische Demokratie würde anders sein als die amerikanische Demokratie. Die japanische Verfassung würde die universellen Freiheiten gewährleisten, die allen wirklichen Demokratien zugrunde liegen, und gleichzeitig die einzigartigen Traditionen und Bedürfnisse der Japaner widerspiegeln. Sie gewährleistete sowohl eine Demokratie mit freien Wahlen, als auch eine Erbmonarchie. Sie führte Japan auf den Pfad hin zu einer freien Gesellschaft.

Mit jedem Schritt in Richtung Freiheit florierte die japanische Wirtschaft mehr. Mit jedem Schritt in Richtung Freiheit wurde Japan mehr zu einem Vorbild für andere Länder der Region. Mit jedem Schritt in Richtung Freiheit wurde Japan mehr zu einem geschätzten Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft, eine Kraft für Frieden und Stabilität in der Region und ein treuer und verlässlicher Verbündeter der Vereinigten Staaten von Amerika.

Ich habe diesen Wandel auf sehr persönliche Weise miterlebt. Während des Zweiten Weltkriegs war mein Vater einer der jüngsten Piloten der Marine und wurde über dem Pazifik abgeschossen. Zur gleichen Zeit diente ein Politiker mit dem Namen Joonya Koizumi im japanischen Parlament. Heute sind ihre Söhne die gewählten Regierungschefs zweier freier Nationen. Ministerpräsident Koizumi ist ein geachteter Politiker und einer meiner besten Freunde in der internationalen Gemeinschaft. Unsere beiden Demokratien gehören zu den engsten Verbündeten der Welt. Und alle Amerikaner leben in größerer Sicherheit, weil das japanische Volk in Freiheit lebt.

Wir dürfen heute die Lektionen der Vergangenheit nicht vergessen, und die Lektion dieser Erfahrung ist klar: Die mächtigste Waffe der Demokratie ist der Geist der Freiheit. Im 20. Jahrhundert bewirkte dieser Geist die Verbreitung der Freiheit von Japan und Deutschland nach Osteuropa, Lateinamerika, Südostasien und Afrika. Und auch heute bewirkt der Geist der Freiheit etwas. Im Nahen und Mittleren Osten können wir die Kraft der Freiheit beobachten, Nationen zu verändern und Menschen Hoffnung zu bringen, die sie vorher nicht kannten. In Afghanistan, im Irak, im Libanon und den Palästinensergebieten sind die Menschen wählen gegangen und haben in freien Wahlen ihre politische Führung bestimmt. Ihr Beispiel inspiriert Millionen von Menschen in der Region, ebenso ihre Freiheit einzufordern – und sie werden sie bekommen.

Im Irak sind Menschen zusammengekommen, um eine Verfassung zu schreiben, die Freiheit für alle Iraker garantiert. Das Dokument, das sie verfasst haben, gewährleistet grundlegende menschliche Freiheiten, wie Freiheit für Frauen, Religions-, Versammlungs-, Gewissens- und Meinungsfreiheit. Die Verfassung ist das Ergebnis demokratischer Debatten und Kompromisse, und die irakischen Bürger können stolz auf das sein, was sie erreicht haben.

Während sich die Freiheit in einer krisengeschüttelten Region der Welt entfaltet, wird sie aufs Neue von fanatischen Anhängern einer mörderischen Ideologie bekämpft. Und wieder einmal steht viel auf dem Spiel. Damals wie heute geht es unseren Feinden in ihrem Kampf darum, die Glaubwürdigkeit und Entschlossenheit der Vereinigten Staaten zu erschüttern. Damals wie heute versuchen sie, freie Völker einzuschüchtern und unseren Willen zu brechen. Und damals wie heute werden sie scheitern.

Die Terroristen unseres Jahrhunderts werden scheitern, weil sie denselben Fehler machen, den die Anhänger der totalitären Ideologien des letzten Jahrhunderts gemacht haben. Sie glauben, dass Demokratien von Natur aus schwach und korrupt sind und in die Knie gezwungen werden können. Sie beobachteten unsere Reaktion auf die Geiselnahme in Iran, die Bombardierung der Kasernen der Marineinfanteristen im Libanon, den ersten Anschlag auf das World Trade Center, die Ermordung amerikanischer Soldaten in Somalia, die Zerstörung von zwei US-Botschaften in Afrika und den Angriff auf die USS Cole. Sie kamen zu dem Schluss, dass freien Gesellschaften der Mut und die Charakterstärke fehlen, sich gegen einen entschlossenen Feind zu verteidigen. Lassen Sie mich die Worte von Osama bin Laden verlesen, die erklären, warum er dachte, nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ungeschoren davonkommen zu können: “Wir haben im letzten Jahrzehnt den Niedergang der amerikanischen Regierung und die Schwäche der amerikanischen Soldaten beobachten können, die bereit sind, Kalte Kriege, aber nicht bereit sind, lange Kriege zu führen… Nach ein paar Schlägen rennen sie besiegt davon… [Sie haben verlernt,] eine Weltmacht zu sein…”

Nach dem 11. September 2001 haben wir den Terroristen das Gegenteil bewiesen. Die Vereinigten Staaten werden nicht besiegt davonrennen, und sie werden ihre Verpflichtungen nicht vergessen. Wir haben zwei mörderische Regime besiegt. Wir treiben die Terroristen aus ihren Zufluchtsorten. Wir jagen die Terroristen überall auf der Welt.

Die Terroristen und Aufständischen führen jetzt im Irak einen brutalen Feldzug des Terrors. Sie töten unschuldige Frauen, Männer und Kinder, in der Hoffnung, die Iraker einzuschüchtern. Sie versuchen, sie gewaltsam von der Demokratie fern zu halten. Sie versuchen, den Willen der Amerikaner zu erschüttern. Ihr Ziel ist, den Irak zu einem gescheiterten Staat zu machen, wie es Afghanistan unter den Taliban war. Sollten Sarkawi und Bin Laden die Kontrolle über den Irak gewinnen, würden sie neue Ausbildungslager für zukünftige Terroranschläge schaffen, sie würden die Ölfelder zur Finanzierung ihrer Pläne beschlagnahmen und wären außerdem in der Lage, mehr Terroristen anzuwerben, indem sie den historischen Sieg über die Vereinigten Staaten und die Koalition verkündeten.

Unser Ziel ist ebenfalls klar. Wir werden die Terroristen besiegen. Wir werden einen freien Irak aufbauen, der Terroristen bekämpft, anstatt ihnen Hilfe und Unterschlupf zu gewähren. Ein freier Irak wird den Menschen überall im Nahen Osten eine hoffnungsvolle Alternative zu der hasserfüllten Ideologie geben, die von den Terroristen verbreitet wird. Ein freier Irak wird zeigen, dass die Vereinigten Staaten ihr Wort halten.

Das ist die Entscheidung, die wir treffen müssen: Kehren wir zurück zur Denkweise der Isolation und des Rückzugs vor dem 11. September, oder bringen wir weiterhin den Kampf zum Feind und unterstützen unsere Verbündeten im Nahen und Mittleren Osten? Ich habe meine Entscheidung getroffen. Wir werden in der Offensive bleiben. Wir werden den Irakern zur Seite stehen, und wir werden obsiegen.

Wir werden obsiegen, weil unsere Generation entschlossen ist, den Bedrohungen unserer Zeit zu begegnen. Wir werden obsiegen, weil unsere Generation unseren Kindern und Enkelkindern eine hoffnungsvollere Welt hinterlassen will. Wir werden obsiegen, weil jeder Mann, jede Frau und jedes Kind auf dieser Welt den Wunsch, in Freiheit zu leben, in der Seele trägt. Und letztendlich werden wir obsiegen, weil unsere Freiheit von der größten befreienden Macht verteidigt wird, die die Menschheit je gekannt hat: den Frauen und Männern der Streitkräfte der Vereinigten Staaten.

In diesem Krieg haben einige unserer besten Bürger das größte Opfer gebracht. Wir trauern um den Verlust jedes einzelnen Lebens. Wir beten für die Angehörigen. Und wir werden die Opfer ehren, indem wir die Mission zu Ende bringen und den Grundstein für Frieden legen.

Vor sechzig Jahren brachten die amerikanischen Streitkräfte dieselben Opfer, halfen zwei Kontinenten, und machten dadurch die Welt friedlicher. Die Soldatinnen und Soldaten des Zweiten Weltkriegs machten ihrer Uniform, unserer Flagge und unserem Land alle Ehre. Mit jedem Tag, der vergeht, lichten sich ihre Reihen, aber der Frieden, den sie schufen, dauert an. Wir werden es niemals zulassen, dass die neuen Feinde eines neuen Jahrhunderts feige zerstören, was diese Amerikaner mutig aufgebaut haben.

Sechzig Jahre nach dem Kriegsende in Japan können unsere Kriegsveteranen aus dem, was sie hier in San Diego sehen, Zuversicht schöpfen. Diejenigen unter Ihnen, die heute die amerikanische Uniform tragen, sind ebenso selbstlos und pflichtbewusst wie die Generationen vor Ihnen. Wenn wir Sie ansehen, wissen wir, dass unsere Freiheit in guten Händen ist.

Frauen und Männer wie Sie verteidigen unsere Freiheit. Sie schöpfen Kraft aus dem Geist der Freiheit, und die Geschichte lässt uns darauf vertrauen, dass die Vereinigten Staaten und die Länder, die Freiheit lieben, siegen werden, indem sie die wichtige Arbeit der Verbreitung der Freiheit übernehmen.

Möge Gott Sie segnen, und möge Gott die Vereinigten Staaten weiterhin segnen.

Originaltext: Bush “Confident” About Outcome of War on Terror

Irakische Verfassung

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir eine Übersicht des US-Außenministeriums vom 29. August 2005 über den irakischen Verfassungsentwurf.

Verfassung und Demokratie

- Politische Macht wird ausschließlich von den gewählten Vertretern des Irak ausgeübt, die alle vier Jahre in geheimen, freien, fairen, unmittelbaren und allgemeinen Wahlen bestimmt werden.
- Der Entwurf enthält Bestimmungen, die sicherstellen, dass Demokratie gewährleistet ist und der Irak als islamisches Land anerkannt wird.

Bestimmungen zur Gleichheit vor dem Gesetz, den Rechten des Einzelnen sowie den Menschenrechten

- Alle Iraker sind vor dem Gesetz gleich; Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse, Ethnizität, Herkunft, Hautfarbe, Religion, Religionsgemeinschaft, Glaube, Meinung oder wirtschaftlichem und sozialem Status ist untersagt.
- Die Verfassung enthält Bestimmungen zu Rede-, Meinungs-, Presse- und Gedankenfreiheit, zur Freiheit des Glaubens und der Religionsausübung sowie zum Eigentumsrecht.
- Rechte für Frauen werden gewährleistet, und mindestens 25 Prozent der Vertreter im Repräsentantenrat müssen Frauen sein.

Bestimmungen zur Gewaltenteilung und zur gegenseitigen Kontrolle und gemeinsamen Verantwortung der Verfassungsorgane

- Der Präsident und der Ministerpräsident nehmen in der Regierung gemeinsam die exekutiven Aufgaben wahr.
- Der gewählte Repräsentantenrat hat oberste Gesetzgebungskompetenz in der Legislative und teilt außerdem Machtbefugnisse mit der Exekutive.
- Die irakische Justiz ist vollkommen unabhängig von den politischen Regierungszweigen und das oberste Bundesgericht hat das Recht der Normenkontrolle, um die Verfassung durchzusetzen.
- Militär und Nachrichtendienste stehen explizit unter ziviler Kontrolle durch gewählte politische Organe.

Einheit des Irak und Föderalismus

- Eine starke Bundesregierung behält die Kontrolle über wichtige Kompetenzbereiche eines souveränen Staats –nationale Verteidigung, Außenpolitik, Steuer- und Geldpolitik; Öl- bzw. Gasressourcen sind im Besitz aller Iraker.
- Die Regionalregierungen haben die Befugnis, andere Kompetenzen auszuüben.
- Es können neue Regionen gebildet werden, allerdings nur gemäß von der neuen Nationalversammlung festzulegenden Verfahrensregeln, und auf durchdachte Art und Weise, entsprechend der Vorgaben der irakischen Verfassung.
- Nach gesetzlichen Bestrebungen zur Milderung der Auswirkungen der ethnischen Säuberungen von Saddam Hussein wird der Verwaltungsstatus von Kirkuk in einem Volksentscheid geregelt.

Wiedereingliederung des Irak in die internationale Gemeinschaft

- Der Irak bekräftigt die Einhaltung seiner internationalen Verpflichtungen (einschließlich der internationalen Verträge über Menschenrechte) und sichert die Unterstützung friedlicher internationaler Beziehungen und die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten zu.

- Der Irak sichert insbesondere die Umsetzung seiner Verpflichtungen bezüglich Massenvernichtungswaffen zu.

Irakische Verfasssung: Rechte von Frauen

- Frauen haben das Recht, voll am öffentlichen Leben teilzunehmen und genießen dieselben Rechte wie Männer bezüglich Stimmabgabe, Wahl und der Ernennung in ein öffentliches Amt.

- Diskriminierung aufgrund des Geschlechts einer Person ist verboten.

- Alle Iraker genießen alle in sämtlichen von Irak ratifizierten internationalen Menschenrechtsabkommen und –verträgen niedergeschriebenen Rechte.

- Die Verfassung schreibt vor, dass mindestens 25 Prozent der Vertreter im Repräsentantenrat Frauen sein müssen.

- Die Verfassung verbietet alle Formen der Gewalt und des Missbrauchs in Familie, Schule und Gesellschaft.

- Die Verfassung untersagt Stammestraditionen, die in Widerspruch zu den Menschenrechten stehen.

- Der Verfassungsentwurf besagt, dass alle Iraker, einschließlich der Frauen, laut Gesetz die Freiheit erhalten, ihren Personenstand gemäß “ihrer Religion, Glaubensgemeinschaft, ihren Vorstellungen und Entscheidungen” zu bestimmen.

- Die Verfassung gewährleistet soziale und gesundheitliche Sicherheit und lebensnotwendige Grundbedürfnisse, vor allem für Frauen und Kinder.

Irakische Verfasssung: Religionsfreiheit

- Der Verfassungsentwurf schreibt die Gewährleistung der “Gedankenfreiheit, Gewissensfreiheit und Glaubensfreiheit” für “jede Einzelperson” fest.

- Der Verfassungsentwurf sieht “uneingeschränkte religiöse Rechte für alle Bürger vor, ihren Glauben zu leben und frei auszuüben.”

IRAK: VORLAGE EINES VERFASSUNGSENTWURFS

Die Verfassung besagt, dass Anhänger aller Religionen und Religionsgemeinschaften ihre religiösen Rituale frei ausüben und ihre religiösen Institutionen frei führen dürfen.

- Die Verfassung legt fest, dass kein Gesetz den bestehenden Bestimmungen des Islam, den Grundsätzen der Demokratie oder den Rechten und Grundfreiheiten der Verfassung widersprechen darf. Laut dieser Formel müssen alle Gesetze allen drei Teilen der Formel entsprechen, um die Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit zu bestehen.

- Wie alle irakischen Verfassungen jüngeren Datums erklärt diese Verfassung den Islam zur Staatsreligion. Der Islam wird als “eine” Hauptquelle der Gesetzgebung genannt, nicht als “die” Hauptquelle.

- Der Entwurf trägt der Tatsache Rechnung, dass das irakische Volk eine Nation mit vielen verschiedener Religionen und Glaubensgemeinschaften sind, und dass alle Gruppierungen gleiche Rechte besitzen.

- Der Entwurf untersagt die Diskriminierung auf Grundlage von Religion, Glaubensgemeinschaft oder Überzeugung.

- Der Entwurf garantiert den Schutz des Individuums vor religiöser Nötigung.

- Laut Entwurf muss die Regierung die Unversehrtheit heiliger und religiöser Stätten wahren sowie die freie Ausübung von Ritualen an diesen Orten garantieren.

- Der Entwurf sieht die freie Entscheidung in Bezug auf das Personenstandsrecht vor, im Einklang mit dem bürgerlichen oder religiösen Recht.

Irakischer Verfassungsentwurf: Ergebnis der Verhandlungen

Insgesamt legt der Verfassungsentwurf die Grundlage für eine neue demokratische und politische Ordnung, an der alle Iraker, auch die sunnitischen Araber, teilhaben sollen.

- Die Verfassung begründet ein demokratisches System mit Gewaltenteilung und gegenseitiger Kontrolle der Verfassungsorgane. Diese ermöglicht die Herrschaft der Mehrheit unter vollständigem Schutz der Rechte von Minderheiten.
- Die Verfassung schützt die Einheit des Irak.
- Die Verfassung gewährleistet allen Bürgern vollständige politische, bürgerliche, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Rechte; sie garantiert außerdem die Gleichheit aller Iraker und untersagt Diskriminierung auf der Grundlage der Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe oder Glaubensgemeinschaft.

- Bei den Verhandlungen wurden Bedenken der sunnitischen Araber bei einer Reihe entscheidender Punkte laut. In fast allen Punkten konnten Kompromisse erzielt werden.

- In Bezug auf Religion ist die Verfassung frei von konfessionsbedingten Untertönen. Sie schützt in vollem Umfang die persönlichen Rechte der Religionsfreiheit, der Freiheit des Glaubens sowie der Freiheit des religiösen Bekenntnisses und der Religionsausübung und untersagt jegliche Nötigung auf Grundlage der Religion.

- Was den Föderalismus betrifft, sieht die Verfassung eine starke Zentralregierung vor, delegiert aber die Frage, ob neue föderale Regionen geschaffen werden sollen, an die nächste Nationalversammlung und das irakische Volk.

- Die Zentralregierung hat die vollständige und ausschließliche Kompetenz in Fragen der nationalen Verteidigung, der Außenpolitik sowie der Steuer- und Geldpolitik.

- Die gesamten irakischen Öl- und Gasreserven sind im Besitz des gesamten irakischen Volks und sind nicht an bestimmte Regionen oder Bezirke gebunden.

- Alle Regionen müssen die Bestimmungen der nationalen Verfassung in vollem Umfang einhalten.

- In Bezug auf Mehrheitsfraktionen schreibt die Verfassung eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen für die Wahl des Präsidenten, die Festlegung der Rolle und des Ernennungsverfahrens des obersten Bundesgerichts und für die Bestimmung der Zusammensetzung und Befugnisse des Föderationsrats vor.

- Zur Entbaathifizierung betont der Entwurf die Gräuel des Saddamismus und verzichtet auf eine kategorische Verurteilung der Baath-Partei.

IRAK: VORLAGE EINES VERFASSUNGSENTWURFS

Die Kommission kann mit der absoluten Mehrheit der Stimmen im Repräsentantenrat aufgelöst werden.

Originaltext: Iraq: Presentation Of A Draft Constitution

Glückwünsche zum irakischen Verfassungsentwurf

CRAWFORD – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Erklärung von US-Präsident George W. Bush zum Entwurf einer Verfassung im Irak vom 28. August 2005.

Heute hat die politische Führung des Irak die Erarbeitung einer dauerhaft gültigen Verfassung abgeschlossen. Ihr Beispiel dient all jenen als Inspiration, die die allgemeinen Werte der Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit teilen. Die Verhandlungsführer und Gestalter dieses Dokuments boten den Einschüchterungsversuchen von Terroristen die Stirn und betrauern die feige Ermordung von Freunden und Kollegen, die an der Erarbeitung der Verfassung beteiligt waren.

Ihre Anstrengungen spiegeln den Mut der Millionen von Iraker wider, die im Januar eine Übergangsregierung wählten. Das Beispiel dieser Wähler ist und bleibt ein Ehrfurcht gebietendes Zeugnis der Macht eines freien Volkes, sein Schicksal zu gestalten und zu bestimmen. Wir würdigen ihren Mut und ihr Opfer, und wir sind entschlossen zu gewährleisten, dass die Iraker die demokratischen Errungenschaften sichern können.

Das irakische Volk hat der Welt wieder einmal gezeigt, dass es den vor ihm liegenden historischen Herausforderungen gerecht wird. Das von den Irakern erarbeitete Dokument enthält weit reichende Schutzmechanismen für Grundfreiheiten des Menschen, einschließlich Religions-, Versammlungs-, Gewissens- und Meinungsfreiheit. Es überträgt die in regelmäßigen geheimen Wahlen zum Ausdruck kommende Souveränität auf das Volk. Es erklärt, dass alle Iraker vor dem Gesetz gleich sind, ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer Ethnizität und ihrer Religion. Es ist ein Dokument, auf dass alle Iraker und der Rest der Welt stolz sein können.

Der politische Prozess erreicht nun eine weitere, für einen neuen und freien Irak wichtige Phase. In den kommenden Monaten werden die Iraker über ihren Verfassungsentwurf diskutieren. Am 15. Oktober stimmen sie in einem nationalen Referendum über die Ratifizierung der Verfassung ab und legen damit die Grundlage für eine dauerhafte irakische Regierung. Wenn das Referendum erfolgreich ist, wählen die Iraker am 15. Dezember gemäß der neuen Verfassung eine neue Regierung, und diese Regierung wird ihr Amt vor Ende des Jahres antreten.

Dieser Kurs wird hauptsächlich deshalb schwierig sein, weil die Terroristen sich entschlossen haben, gegen eine Zukunft in Freiheit Krieg zu führen. Sie führen Krieg gegen den Frieden im Irak. Mit der Festigung der Demokratie im Irak werden die Feinde der Freiheit, die Terroristen, verzweifelter, abscheulicher und bösartiger werden.

Erst vorige Woche forderten die Terroristen den Tod jeder Person, auch von Frauen und älteren Menschen, die den demokratischen Prozess im Irak unterstützt. Sie haben bewusst Kinder, die von Soldaten Süßigkeiten bekommen, als Ziel ausgewählt. Sie haben Wahlhelfer als Ziel ausgewählt, die bei der Registrierung der Iraker für die Wahl mitarbeiteten. Sie haben Krankenhausangestellte, die sich um Verwundete kümmern, als Ziel ausgewählt. Wir können davon ausgehen, dass derartige Gräueltaten in den kommenden Monaten zunehmen, da der Feind weiß, dass seine größte Niederlage in der freien Meinungsäußerung freier Menschen, in frei verabschiedeten Gesetzen und in freien Wahlen liegt.

Wir werden den Irakern zur Seite stehen. Es liegt in unserem Interesse, ihnen zur Seite zu stehen. Es liegt in unserem Interesse, die Grundlage für Frieden zu schaffen. Wir werden ihnen behilflich sein, diese Barbarei zu bekämpfen, und wir werden über die dunkle terroristische Ideologie aus Hass und Furcht triumphieren.

Es gab unter den Irakern Meinungsverschiedenheiten über die Verfassung. Natürlich gibt es Meinungsverschiedenheiten. Wir beobachten einen sich entwickelnden politischen Prozess, der Debatten und Kompromisse ermöglicht, die Erarbeitung einer Verfassung in einer Gesellschaft, der bewusst ist, dass Geben und Nehmen erforderlich sind.

Erinnern Sie sich doch bitte daran, dass auch unsere Verfassung nicht einstimmig begrüßt wurde. Einige Delegierte der verfassungsgebenden Versammlung in Philadelphia 1787 weigerten sich, sie zu unterschreiben. Über den Entwurf wurde in jedem Staat heftig debattiert, und das Ergebnis stand erst fest, als alle Stimmen ausgezählt waren.

Wir wissen, dass es beispielsweise Spaltungen unter den Sunniten im Irak gibt. Und ich denke, wenn Sie wollen, finden Sie einen Schiiten, der die Verfassung ablehnt und einen Schiiten, der die Verfassung unterstützt, und vielleicht auch einige Kurden, die Bedenken gegenüber der Verfassung haben. Anders ausgedrückt, wir beobachten einen sich entwickelnden politischen Prozess. Einige Sunniten haben Bedenken gegenüber verschiedenen Bestimmungen der Verfassung geäußert, und das ist ihr gutes Recht als freie Menschen, die in einer freien Gesellschaft leben. Andere Sunniten sind fest davon überzeugt, dass diese Verfassung für alle Iraker gut ist, und dass sie für alle Gruppen vertretbare Kompromisse enthält.

Wichtig ist, dass jetzt alle Iraker aktiv am verfassungsgebenden Prozess teilnehmen, indem sie die Hauptpunkte dieses bedeutenden Dokuments erörtern und am 15. Oktober eine mündige Entscheidung treffen.

Im Namen aller Amerikaner beglückwünsche ich die Iraker zur Vollendung des nächsten Schrittes beim Übergang von einer Diktatur zu einer Demokratie. Ich möchte die Amerikaner daran erinnern, dass die Entfaltung der Demokratie im Irak nicht nur dazu dienen wird, die Vereinigten Staaten sicherer zu machen, sondern auch Auswirkungen auf den Nahen und Mittleren Osten haben wird. Demokratische Staaten führen keine Kriege mit ihren Nachbarn, demokratische Staaten sind keine Zufluchtsorte für Terroristen, die Unschuldige töten wollen. Wir haben harte Arbeit vor uns, aber wir erzielen gute Fortschritte dabei, unsere Welt für zukünftige Generationen friedlicher zu gestalten.

Originaltext: Bush, Rice Congratulate Iraq on Completion of Draft Constitution

Ankunft von William R. Timken jr. in Deutschland

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede des designierten US-Botschafters in Deutschland, William R. Timken jr., bei seiner Ankunft am Flughafen Tegel in Berlin am 24. August 2005.

Guten Morgen, meine Damen und Herren.

Zunächst möchte ich Ihnen sagen, wie hocherfreut Sue, ich und unsere Familie sind, hier in Deutschland zu sein – dem Heimatland meines Urgroßvaters. Wir freuen uns über die Möglichkeit, in der schönen und historischen Stadt Berlin zu leben und zu arbeiten.

Ich fühle mich zutiefst geehrt, dass Präsident Bush mich gebeten hat, als Amerikanischer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland zu dienen. Ich freue mich, die Arbeit einer langen Reihe von herausragenden Botschaftern der Vereinigten Staaten fortführen zu dürfen: von John Quincy Adams über Henry Cabot Lodge, Arthur Burns und Richard Holbrooke bis hin zu meinem unmittelbaren Vorgänger Dan Coats.

Im Mai feierten wir den 50. Jahrestag unseres Bündnisses und unserer Partnerschaft. In diesen letzten 50 Jahren haben die Vereinigten Staaten und Deutschland eine starke und effektive Partnerschaft geschmiedet, die maßgeblich zu Frieden und Sicherheit in Europa beigetragen hat. Die gemeinsamen Werte und Bestrebungen unserer beiden Länder, Frieden, Demokratie und Wohlstand zu verbreiten, waren und sind für viele Menschen auf der Welt ein Fanal der Hoffnung.

Auch heute, während ich hier spreche, arbeiten Amerikaner und Deutsche Seite an Seite an der Stabilisierung Afghanistans, fördern nachhaltige Entwicklung in Afrika und unterstützen die Beilegung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern.

Vertreter unserer beiden Nationen erforschen auch Möglichkeiten, unsere Bürger besser vor der Bedrohung durch den globalen Terrorismus zu schützen.

Auf wirtschaftlicher Ebene leisten deutsche und amerikanische Unternehmer Pionierarbeit bei der Entwicklung neuer Systeme und Technologien, die nicht nur die Art und Weise verändern, wie Firmen ihre Geschäfte abwickeln, sondern sich auch direkt auf das Leben der Menschen auswirken.

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind dynamisch und ermöglichen unseren Bürgern eine vielversprechende Zukunft. Ich freue mich daher darauf, mit der deutschen Regierung an der Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit in der Vielzahl von Bereichen zu arbeiten, denen wir uns gegenübersehen.

Sue und ich freuen uns auch sehr darauf, Deutschland zu bereisen, den Menschen zuzuhören und mehr über dieses sehr spannende und kulturell reiche Land zu erfahren. Wir wollen dabei mit den Deutschen einen freundlichen und offenen Dialog darüber führen, wie Amerikaner und Deutsche noch enger zusammenarbeiten können, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erfolgreich zu begegnen.

Ich möchte noch einmal betonen, wie sehr wir uns freuen, endlich hier in Berlin zu sein. Seitdem wir erfahren haben, dass wir nach Berlin kommen werden, hat man uns die Stadt immer wieder wärmstens empfohlen. Selbst während des Flugs sagte uns die Flugbegleiterin noch, es sei die großartigste Stadt der Welt, in der man leben kann.

Wir freuen uns sehr hier zu sein und hoffen, Sie alle bald wieder zu sehen.

Vielen Dank.

Originaltext: Arrival Statement by the designated Ambassador William R. Timken, Jr.

Irakische Verfassung wird irakische Werte und Traditionen widerspiegeln

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die gekürzte Rede von US-Präsident George W. Bush anlässlich der nationalen Versammlung der Veteranenorganisation Veterans of Foreign Wars in Salt Lake City vom 22. August 2005.

In diesem Augenblick verteidigt eine neue Generation von Amerikanern im ersten Krieg des 21. Jahrhunderts unser Land und unsere Freiheit. Der Krieg erreichte am Morgen des 11. September 2001 unser Land. Seitdem haben die Terroristen wieder zugeschlagen – in Bali, Riad, Istanbul, Madrid, Bagdad, London, Scharm el Scheich und an anderen Orten. Unsere Feinde, die Terroristen, sind unbarmherzig und brutal. Sie kämpfen im Namen einer hasserfüllten Ideologie, die alles verachtet, für das die Vereinigten Staaten stehen.

Unsere Feinde haben keine Achtung vor Menschenleben. Sie versuchen, eine große Religion zur Rechtfertigung einer dunklen Vision, die Freiheit, Toleranz und Dissens ablehnt, zu missbrauchen. Sie haben eine Strategie, und Teil dieser Strategie ist, unsere Entschlossenheit zu erschüttern. Sie töten unschuldige Menschen. Sie töten Frauen und Kinder und sind sich dabei dessen bewusst, dass die Bilder ihrer Brutalität alle zivilisierten Menschen entsetzen. Ihr Ziel ist es, Nationen zum Rückzug zu zwingen, so dass sie im ganzen Nahen Osten Regierungen stürzen, Taliban-ähnliche Regime schaffen und die gesamte Region in eine Basis für weitere Angriffe auf unsere Bürger verwandeln können. In allen ihren Zielsetzungen wollen unsere Feinde die Vereinigten Staaten und die freie Welt einschüchtern. In allen diesen Zielsetzungen werden sie scheitern.

Wie die großen Kriege des 20. Jahrhunderts erfordert auch der Krieg gegen den Terrorismus den Einsatz jedes Instruments unserer nationalen Macht. Dennoch ist dies ein neuartiger Krieg. Unsere Feinde sind nicht in Bataillonen organisiert und werden auch nicht von Regierungen befehligt. Sie verbergen sich in düsteren Netzwerken und ziehen sich schnell zurück, nachdem sie zugeschlagen haben. Nach dem 11. September 2001 gab ich ein Versprechen ab: Die Vereinigten Staaten werden nicht darauf warten, wieder angegriffen zu werden. Wir werden in die Offensive gehen und unsere Freiheit verteidigen.

Wir haben eine umfassende Strategie, mit der wir im Krieg gegen den Terror obsiegen können. Sie basiert auf drei Säulen: Wir schützen unser Heimatland, bringen den Kampf zum Feind und verbreiten die Freiheit. Die erste Säule der Strategie ist der Schutz der Vereinigten Staaten. Wir reformieren unsere Nachrichtendienste, um unseren Feinden weiterhin voraus zu sein und Terrorzellen auszuschalten, bevor sie zuschlagen können. Wir setzen diplomatische und finanzielle Mittel ein, um den Terroristen ihre Finanzierungsmöglichkeiten und Unterstützung zu entziehen. Seit dem 11. September 2001 haben wir unsere Ausgaben für die innere Sicherheit mehr als verdreifacht. Wir haben mehr als 14 Milliarden Dollar für die Ausbildung und Ausrüstung von Krisenreaktionskräften vor Ort aufgewandt. Viele unserer Polizisten, Feuerwehrmänner und Krisenreaktionskräfte sind Kriegsveteranen, und die Vereinigten Staaten sind ihnen für ihren Einsatz für die Sicherheit dieses Landes dankbar.

Eines der wichtigsten Werkzeuge, das wir zum Schutz der Vereinigten Staaten haben, ist das USA Patriot Act. Dieses gute Gesetz ermöglicht es unseren Nachrichtendiensten und Strafverfolgungsbehörden, Informationen auszutauschen. Es gibt unseren Beamten in der Strafverfolgung viele derselben Instrumente an die Hand, die sie bereits im Kampf gegen Drogen und Straßenkriminalität verwenden. Das Patriot Act steht in vollständiger Übereinstimmung mit der Verfassung der Vereinigten Staaten. Unsere Beamte der Strafverfolgung und Nachrichtendienste haben das Patriot Act genutzt, um Terrorzellen und unterstützende Netzwerke in Kalifornien, New York, Ohio, Illinois, Virginia, Florida und anderen Bundesstaaten zu zerschlagen.

Zentrale Bestimmungen des Patriot Act verlieren Ende dieses Jahres ihre Gültigkeit. Die terroristische Bedrohung unseres Landes wird jedoch nicht Ende dieses Jahres enden. Nach den Parlamentsferien erwarte ich, dass das Repräsentantenhaus und der Senat mir einen Gesetzesentwurf zur Erneuerung des Patriot Act vorlegen.

Alle diese Schritte, die wir für den Schutz des Landes unternommen haben, haben es sicherer gemacht. In vollständiger Sicherheit leben wir jedoch noch nicht. Terroristen im Ausland wollen noch immer unser Land angreifen. Sie wollen noch immer unsere Bürger töten. Die Lektion aus dem 11. September 2001 ist, dass wir uns den Bedrohungen stellen müssen, bevor sie konkret Gestalt annehmen.

Große Ozeane und freundliche Nachbarn sind nicht genug, um uns zu schützen. Eine Politik des Rückzugs und der Isolation wird nicht zu Sicherheit führen. Die einzige Möglichkeit, unsere Bürger dort zu schützen, wo sie leben, ist, die Terroristen dort zu verfolgen, wo sie leben.

Die zweite Säule unserer Strategie basiert also darauf, die Terroristen im Ausland zu bekämpfen, bevor sie uns hier in unserem Land angreifen können. Das ist die schwierigste und gefährlichste Aufgabe im Krieg gegen den Terror. Und wie schon die Generationen vor ihnen haben unsere Soldaten, Matrosen, Flieger und Marineinfanteristen den Auftrag angenommen. Sie haben das Al-Kaida-Netzwerk auf der ganzen Welt beschädigt, und wir werden die Terroristen auch weiterhin in die Flucht schlagen. Von Afghanistan über den Irak bis zum Horn von Afrika wird unsere Koalition ihre Feinde zur Rechenschaft ziehen und Gerechtigkeit zu unseren Feinden bringen.

Unser Ziel ist klar: Wir wollen eine friedlichere Welt für unsere Kindern und Enkelkinder sichern. Wir werden nichts Geringeres als den vollständigen Sieg über die Terroristen und ihre hasserfüllte Ideologie akzeptieren.

Der Irak ist eine Hauptfront im Krieg gegen den Terror. Er ist ein wichtiger Teil unserer Mission. Terroristen wie Bin Laden und sein Verbündeter Sarkawi versuchen, den Irak in das zu verwandeln, was Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban war – ein Land, in dem Frauen geschlagen, religiöse und ethnische Minderheiten hingerichtet werden und das Terroristen Zuflucht gewährt, so dass sie Angriffe auf freie Völker planen können. Die Terroristen versuchen, den Erfolg der Demokratie im Irak zu verhindern, weil sie wissen, dass ein freier Irak ein entscheidender Schlag gegen ihre Pläne wäre, absolute Macht zu erlangen. Die Iraker haben dreißig Jahre lang in einer absoluten Diktatur gelebt und werden es jetzt nicht zulassen, dass eine neue Gruppe von Möchtegern-Diktatoren ihre Zukunft bestimmt.

Die Reaktion der Iraker war eine klare und für alle sichtbare Entscheidung. Trotz der Bedrohungen und Attentate widersetzten sich mehr als acht Millionen Bürger den Autobombern und Mördern und gaben ihre Stimme in freien Wahlen ab. Trotz der Gewalt bauen die Iraker eine Nation auf, die Freiheit für ihre Bürger gewährleistet und in der Region zu Frieden und Stabilität beiträgt.

Die irakischen Politiker trotzen jetzt erneut den Terroristen und Pessimisten, indem sie die Arbeit an einer demokratischen Verfassung abschließen. Die Verabschiedung einer demokratischen Verfassung wird in der Geschichte des Iraks und der Geschichte des Nahen Ostens ein Meilenstein sein. Alle großen ethnischen und religiösen Gruppierungen im Irak arbeiten zusammen an diesem entscheidenden Projekt. Sie alle trafen die mutige Entscheidung, am politischen Prozess teilzunehmen. Zusammen werden sie eine Verfassung ausarbeiten, die die Werte und Traditionen der Iraker widerspiegelt.

Das Erarbeiten einer Verfassung ist ein schwieriger Prozess, der Diskussionen und Kompromisse erfordert. Das wissen wir aus unserer eigenen Geschichte. Unsere verfassungsgebende Versammlung war geprägt von Rivalitäten und regionalen Auseinandersetzungen. Die von unseren Gründungsvätern erarbeitete Verfassung wurde viele Male geändert. Die Amerikaner sind sich der Herausforderungen, denen sich die Gestalter der neuen irakischen Verfassung gegenübersehen, also durchaus bewusst. Wir bewundern ihre sorgfältigen Beratungen, wir würdigen ihre Entschlossenheit, inmitten der Ruinen einer brutalen Diktatur die Grundlage für eine dauerhafte Demokratie zu schaffen.

Während die Iraker die Kontrolle über ihre Zukunft erlangen, sind wir ihnen behilflich, selbst Verantwortung für ihre Sicherheit zu übernehmen. Die Feinde eines freien Irak sind entschlossen. Sie passen ihre Strategie so an, dass sie weitere Unschuldige töten können. Auch die amerikanischen und irakischen Truppen passen ihre Strategie an. Wir verfolgen unsere Feinde Seite an Seite mit den irakischen Truppen. Wir arbeiten zusammen daran, die Terroristen zu besiegen. Während wir unsere gemeinsamen Feinde verfolgen, werden wir weiter irakische Sicherheitskräfte ausbilden, so dass sie im Kampf gegen die Terroristen mehr Aufgaben übernehmen können. Schließlich ist es ihr eigenes Land.

Unsere militärische Strategie ist einfach. Während die Iraker Verantwortungsbereiche übernehmen, werden wir uns im Gegenzug nach und nach aus diesen Bereichen zurückziehen. Wenn die irakischen Truppen ihre Freiheit verteidigen können, indem sie den Kampf immer mehr zum Feind tragen, werden unsere Truppen mit der ihnen gebührenden Ehre heimkehren.

Langfristig ist für den Sieg über den Terror die Veränderung der Umstände erforderlich, die zu Gewalt und Extremismus führen. Die dritte Säule unserer Strategie im Krieg gegen den Terror basiert daher darauf, im Nahen und Mittleren Osten die Hoffnung auf Freiheit zu verbreiten. Freie Gesellschaften sind friedliche Gesellschaften. Indem wir jenen zur Seite stehen, die für ihre Freiheit einstehen, legen wir die Grundlage für Frieden für unsere Kinder und Enkelkinder.

Bei unserer Arbeit zur Verbreitung der Freiheit im Nahen Osten haben wir Grund, zuversichtlich zu sein. Der Erfolg der Freiheit im Irak ist Teil einer größeren Bewegung in der Region. Die freiheitlichen Tendenzen sind mal stärker, mal schwächer ausgeprägt, aber im Nahen und Mittlerer Osten ist die Freiheit ganz eindeutig auf dem Vormarsch..

Die Frauen und Männer in Afghanistan haben eine freie Regierung gebildet, nachdem sie unter einer der brutalsten Tyranneien der Welt gelitten haben. Die Vereinigten Staaten sind stolz, Afghanistan einen Verbündeten im Krieg gegen den Terror zu nennen. Im Libanon gingen die Menschen auf die Straße, um ihre Souveränität einzufordern. Sie haben jetzt in freien Wahlen gewählt. Während die Freiheit in diesen Ländern Fuß fasst, inspiriert sie demokratische Reformer in Ländern wie Ägypten und Saudi-Arabien. In der gesamten Region wünscht sich eine neue Generation die Freiheit, und sie werden sie bekommen. Die Welt wird dadurch friedlicher sein.

Im Herzen des Nahen Ostens zeichnet sich eine hoffnungsvolle Entwicklung ab. Nach Jahrzehnten zerschlagener Versprechen und gestohlener Leben ist der Frieden im Heiligen Land nun in greifbare Nähe gerückt. Die Palästinenser haben ihrem Wunsch nach Souveränität und Frieden in freien und fairen Wahlen Ausdruck verliehen. Präsident Abbas hat der Gewalt entsagt und Maßnahmen für demokratische Reformen ergriffen. Vorige Woche haben Ministerpräsident Scharon und das israelische Volk einen mutigen und schmerzlichen Schritt unternommen, indem sie mit der Räumung der Siedlungen im Gazastreifen und im Norden des Westjordanlands begonnen haben. Die israelische Räumung ist ein historischer Schritt, der die Führungsstärke von Ministerpräsident Scharon widerspiegelt.

Sowohl Israelis als auch Palästinenser haben Regierungen gewählt, die sich Frieden und Fortschritt verpflichtet fühlen, und der zukünftige Weg ist klar. Wir arbeiten an einer Rückkehr zum Friedensplan, der so genannten Road Map. Wir unterstützen die Palästinenser bei der Vorbereitung der Selbstverwaltung und der Bekämpfung der Terroristen, die Israel angreifen oder die Bildung eines friedlichen Palästinenserstaats behindern. Wir stellen den Palästinensern 50 Millionen Dollar Direkthilfe für Wohnungsbau- und Infrastrukturprojekte im Gazastreifen zur Verfügung. Wir engagieren uns weiterhin für die Verteidigung der Sicherheit und das Wohlergehen unseres Freundes Israel, und wir fordern ein Ende jeder Form von Terrorismus und Gewalt, denn wir wissen, dass Fortschritte im Hinblick auf Frieden vom Ende des Terrors abhängen.

Wir werden weiterhin auf den Tag hinarbeiten, wenn die Karte des Nahen Ostens zwei demokratische Staaten aufweist, Israel und Palästina, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben.

Wenn mehr Länder Tyrannei durch Freiheit und Hass durch Hoffnung ersetzen, werden die Vereinigten Staaten sicherer sein. Unser Land hat eine Aufgabe übernommen, und wir schreiten entschlossen voran. Die Verbreitung der Freiheit ist die Arbeit von Generationen, und keiner weiß das besser als Sie. Die Freiheit hat sich bereits früher mit hasserfüllten Ideologien gemessen. Wir haben den Faschismus besiegt, wir haben den Kommunismus besiegt, und wir werden die hasserfüllte Ideologie der Terroristen besiegen, die die Vereinigten Staaten angegriffen haben.

Jeder dieser Kämpfe für die Freiheit erforderte große Opfer. Von den Stränden der Normandie bis zum schneebedeckten Korea haben mutige Amerikaner ihr Leben gelassen, so dass andere in Freiheit leben konnten. Seit dem Morgen des 11. September wissen wir, dass auch der Krieg gegen den Terror große Opfer fordern wird. Wir haben während der Operation Iraqi Freedom 1.864 und während der Operation Enduring Freedom 223 Angehörige unserer Streitkräfte verloren. Jede dieser Frauen und jeder dieser Männer haben zu Hause trauernde Familien und Angehörige hinterlassen. Jeder dieser Helden hinterließ ein Vermächtnis, das es Generationen ihrer Mitbürger ermöglicht, die Segnungen der Freiheit zu genießen. Und jeder dieser Amerikaner hat Millionen Menschen die Hoffnung auf Freiheit gebracht, die diese zuvor nicht kannten. Wir sind ihnen etwas schuldig. Wir werden die Aufgabe, für die sie ihr Leben gelassen haben, zu Ende bringen. Wir werden ihr Opfer würdigen, indem wir gegen die Terroristen in der Offensive bleiben und starke Verbündete in Afghanistan und im Irak finden, die uns helfen werden, den Krieg gegen den Terror zu führen und zu gewinnen.

Als Veteranen von Kriegen im Ausland wissen Sie, dass die Verbreitung der Freiheit für unsere nationale Sicherheit von entscheidender Bedeutung ist. Sie verstehen die Macht der Freiheit, weil Sie sie mit eigenen Augen gesehen haben. In Ihrem Leben haben viele von Ihnen gesehen, wie sich die Freiheit von Deutschland und Japan nach Osteuropa, nach Lateinamerika, nach Südostasien, nach Afrika und darüber hinaus ausbreitete. Sie haben gesehen, dass Demokratien sich nicht bekämpfen und dass Befreiung zu Frieden führt. Mit Ihrem Mut und Ihrem Einsatz für die Freiheit haben Sie Millionen von Menschen auf der ganzen Welt bereichert und dieses Land und unsere Welt sicherer gemacht.

Die Generation von Frauen und Männern, die unsere Freiheit heute verteidigt nimmt ihren rechtmäßigen Platz unter den Helden der Geschichte unserer Nation ein. Wieder einmal haben die Vereinigten Staaten Patrioten gefunden, die angesichts der Gefahr selbstlos, unermüdlich und unbeugsam sind. Wieder einmal war das amerikanische Volk unerschütterlich und entschlossen, sich nicht entmutigen zu lassen. Und wieder einmal haben wir Vertrauen in unsere Sache, weil wir wissen, dass die Freiheit die Zukunft jeder Nation ist, und dass die Seite, auf der die Freiheit steht, die Seite des Sieges ist.

Ich möchte Ihnen für das Beispiel danken, das Sie allen gegeben haben, die die Uniform unseres Landes tragen. Ich möchte Ihnen allen für Ihren Mut und Ihren Anstand danken. Möge Gott die Veteranen dieser Nation segnen, und möge Gott weiterhin die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.

Originaltext: Bush Confident Iraq Constitution Will Reflect Values, Traditions

William R. Timken jr.

BERLIN – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die offizielle Biografie des US-Botschafters.

William Robert Timken jr. aus Ohio wurde am 15. August 2005 als Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in der Bundesrepublik Deutschland vereidigt. Am 2. September 2005 überreichte er sein Beglaubigungsschreiben an Bundespräsident Horst Köhler. Botschafter Timken war zuvor am 29. Juli 2005 vom US-Senat bestätigt und am 19. Juli 2005 von Präsident Bush nominiert worden.

Vor seiner Ernennung zum Botschafter war Timken “non-executive Chairman” der Timken Company. Davor war er bis Ende 2003 Vorsitzender des Board of Directors. Im Laufe seiner 43-jährigen Tätigkeit innerhalb des Unternehmens bekleidete Timken zahlreiche Positionen. Er war unter anderem Präsident, CEO und während der letzten 30 Jahre Vorsitzender des Unternehmens. Die Timken Company ist ein internationales, an der New Yorker Börse notiertes Unternehmen, das nach dem Wirtschaftsmagazin Fortune zu den 500 größten US-Gesellschaften gehört und Geschäftstätigkeiten in mehr als 20 Ländern, einschließlich Deutschland, unterhält.

William Timken wurde in Canton (Ohio) geboren. Er erhielt 1960 einen Bachelor of Arts der Stanford University und 1962 einen MBA (Master in Business Administration) der Harvard Business School.

Zu seiner Geschäftserfahrung zählt die Mitgliedschaft im Board of Directors zahlreicher Aktiengesellschaften. Er war zudem Vorsitzender der National Association of Manufacturers, des Manufacturing Institute und des Ohio Business Roundtable. Er war im Beirat der Stanford University School of Business und 20 Jahre lang als Mitglied des Amerikanisch-Japanischen Wirtschaftsrats tätig. 2003 wurde William Timken vom Präsidenten zum Vorsitzenden der Securities Investor Protection Corporation ernannt.

Timken hat zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten. Er ist Ritter der Französischen Ehrenlegion sowie Ehrenbürger von Colmar (Frankreich). Er ist mit dem Woodrow Wilson Award für das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen, dem Adam Smith Award und der Ehrenmedaille von Ellis Island ausgezeichnet worden. Ferner wurde er zum Geschäftsmann des Jahres in Ohio ernannt und mit dem Ohio Governors Award ausgezeichnet.

William Timken ist mit Sue Timken verheiratet. Sie haben sechs Kinder und sieben Enkelkinder.

Originaltext: William R. Timken, Jr. – U.S. Ambassador to Germany

Bush unterzeichnet Gesetz zur Umsetzung des Handelsabkommens mit Mittelamerika und der Dominikanischen Republik

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die unwesentlich gekürzte Rede von US-Präsident George W. Bush anlässlich der Unterzeichnung des Gesetzes zur Umsetzung des Freihandelsabkommens mit Mittelamerika und der Dominikanischen Republik (CAFTA-DR) vom 2. August 2005.

Vielen Dank für die herzliche Begrüßung. Willkommen im Weißen Haus. Letzte Woche verabschiedete der Kongress das Freihandelsabkommen mit Mittelamerika und der Dominikanischen Republik. Ich möchte Republikanern und Demokraten danken, die zusammen dieses wichtige Abkommen unterstützt haben. Das Gesetz, das ich gleich unterzeichnen werde, ist gut für die Vereinigten Staaten. Ich bin froh, dass der Kongress einen Schritt zum Abbau der Handelsschranken unternommen hat, damit 44 Millionen Kunden Zugang zu amerikanischen Waren und landwirtschaftlichen Erzeugnissen bekommen.

Ich begrüße die Möglichkeit, unser Land sicherer zu machen, indem wir unsere Beziehungen zu Demokratien stärken, die wie wir an freie Märkte und freie Regierungen glauben. Ich danke Bob Zoellick und Rob Portman sowie den vielen anderen, die hart an der Verabschiedung dieses Abkommens gearbeitet haben, für ihre Weitsicht und Führungkraft. Ich möchte Außenministerin Condoleezza Rice für ihre herausragende Arbeit für das amerikanische Volk danken. Ich danke auch Minister Mike Johanns aus dem Landwirtschaftsministerium für sein Kommen. Ich danke Minister Carlos Gutierrez vom Wirtschaftsministerium für seine gute Arbeit.

Wir sind durch die Anwesenheit des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Senats, Dick Lugar, geehrt. Vielen Dank für Ihr Kommen, Herr Senator.

Ich danke den Embajadores der mittelamerikanischen Länder: Botschafter Duenas, Botschafter Stadthagen, Botschafter Espinal, Botschafter Castillo de Guatemala. Botschafter Espinal kommt aus der Dominikanischen Republik, Botschafter Stadthagen aus Nicaragua, Botschafter Duenas aus Costa Rica. Ich danke auch Botschafter Leon aus El Salvador für sein Kommen. Ich danke dem Sondergesandten Garcia aus Honduras. Ich freue mich, dass Ana Escobar, die Vizepräsidentin von El Salvador, heute bei uns ist. Bienvenidos. Außerdem danke ich Jose Insulza, dem Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten, für sein Kommen.

Wir alle in diesem Saal wissen, dass wir Märkte für amerikanische Produkte im Ausland erschließen müssen, damit unsere Volkswirtschaft weiterhin wächst und wir weiterhin Arbeitsplätze schaffen können. Wir alle wissen, dass eine Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zu unseren demokratischen Nachbarn für die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen der Vereinigten Staaten unerlässlich ist. Wir alle wissen auch, dass wir die Stabilität verbreiten, die aus Freiheit resultiert, indem wir unsere Beziehungen zu den Demokratien in unserer Hemisphäre stärken.

Derzeit werden auf Waren aus Mittelamerika nahezu keine Zölle erhoben, wenn sie in die Vereinigten Staaten eingeführt werden. Andererseits werden für amerikanische Exporte nach Mittelamerika immer noch gewaltige Zölle verlangt. CAFTA wird diese ungerechten Zölle auf amerikanische Produkte abschaffen und gewährleisten, dass freier Handel auch wirklich fairer Handel ist.

Indem CAFTA die gleichen Bedingungen für unsere Produkte gewährleistet, werden Arbeitsplätze und Möglichkeiten für unsere Bürger geschaffen werden können. Genauso, wie CAFTA hilft, in den Vereinigten Staaten Arbeitsplätze und Chancen zu schaffen, wird es den Demokratien Mittelamerikas und der Dominikanischen Republik helfen, ihren Bürgern ein besseres Leben zu ermöglichen. Dadurch, dass CAFTA die Märkte dieser Demokratien weiter öffnet, können sie den für Wirtschaftswachstum benötigten Handel und Investitionen anziehen.

Das Wirtschaftswachstum wird die Nachfrage nach amerikanischen Waren erhöhen, Armut verringern und zur Entstehung einer dynamischen Mittelschicht beitragen. Das Wirtschaftswachstum wird Arbeitsstandards anheben und den Menschen, die sich für die Freiheit entschieden haben, Hoffnung und Chancen bringen. Je mehr Möglichkeiten die Mittelamerikaner in ihren eigenen Ländern haben, für sich und ihre Familien zu sorgen, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen versuchen, illegal in die Vereinigten Staaten einzuwandern.

Indem CAFTA die Demokratien der Region stärkt, verbessert es auch die Sicherheit in unserem Land. Vor zwanzig Jahren hatten viele der CAFTA-Nationen mit Armut, Diktatur und zivilen Konflikten zu kämpfen. Heute sind sie funktionierende Demokratien, und wir dürfen ihre Fortschritte nicht als selbstverständlich betrachten. Noch heute sehen sich diese Länder Kräften gegenüber, die sich gegen Demokratie wenden, wirtschaftliche Freiheit einschränken wollen und versuchen, einen Keil zwischen die Vereinigten Staaten und die anderen Länder Amerikas zu treiben. Die kleinen Länder, die das Freihandelsabkommen unterzeichnen, gehen große und mutige Verpflichtungen ein, und CAFTA dient ihnen als Signal dafür, dass die Vereinigten Staaten ihnen zur Seite stehen und sie unterstützen werden. Indem wir den CAFTA-Ländern helfen, freie Gesellschaften aufzubauen, helfen wir ihnen gleichermaßen, die Gesetzlosigkeit und Instabilität abzuschaffen, die Terroristen, Kriminelle und Drogenhändler nutzen. Das wird auch unser Land sicherer machen.

CAFTA ist mehr als ein Handelsabkommen, es ist die Verpflichtung freiheitsliebender Nationen, Frieden und Wohlstand in der Region zu verbreiten. Als älteste Demokratie der westlichen Hemisphäre haben die Vereinigten Staaten die moralische Pflicht und das für die nationale Sicherheit relevante Interesse, benachbarten Demokratien zu helfen, sich erfolgreich zu entwickeln. CAFTA fördert dieses Ziel.

Um zu gewährleisten, dass das 21. Jahrhundert von Wohlstand, Freiheit und Sicherheit geprägt ist, wird meine Regierung weiterhin überall auf der Welt an der Stärkung der Demokratie und der Öffnung von Märkten für amerikanische Exporte arbeiten.

Jetzt habe ich die Ehre, die Mitglieder des Kongresses zu mir zu bitten, um der Unterzeichnung des Gesetzes beizuwohnen, das das Freihandelsabkommen mit Mittelamerika und der Dominikanischen Republik umsetzen wird.

Originaltext: Bush Signs Trade Accord with Central America, Dominican Republic

Für Extremismus gibt es keine moderaten Lösungen

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Namensartikel von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der zunächst in der Financial Times vom 1. August erschien.

Im letzten Monat wurde Großbritannien zweimal von einem Feind angegriffen, der die Offenheit freier Gesellschaften nutzt, um von innen heraus zu töten und zu terrorisieren. Kurz nach dem Massaker vom 7. Juli schrieb ein Amerikaner der britischen Botschaft in Washington einen Brief, in dem er die Gefühle seiner Landsleute beschrieb: “Jemand, der London angreift, kann kein geschichtliches Wissen haben. Die für die Anschläge verantwortlichen Personen werden feststellen müssen, dass man zwar keinen besseren Freund als die Briten haben kann; gleichsam kann man aber auch keinen Furcht erregenderen Feind haben.”

Nach einer solchen Gräueltat ist es wichtig, dass wir genau versuchen zu verstehen, was Extremisten dazu bringt, Massenmord zu begehen – und was nicht. Wie schon bei früheren Anschlägen geben die Extremisten und ihre Sympathisanten dieselben leeren Rechtfertigungen ab. In der Vergangenheit zählten zu diesen eine Reihe von realen und eingebildeten Affronts, die Jahrhunderte zurückreichen. Dazu gehören unter anderem: die Stationierung von US-Truppen in Saudi-Arabien nach 1991 zur Verhinderung eines Angriffs durch Saddam Hussein, die Gründung Israels 1948, das Auseinanderbrechen des Osmanischen Reichs vor etwa 80 Jahren, die Rückeroberung Spaniens von den Mauren 1492 sowie die Kreuzzüge, von denen der erste 1095 stattfand.

Die heute meistangeführte Rechtfertigung ist der Feldzug der Koalition gegen Extremisten weltweit und die so genannte “Besetzung” muslimischer Länder durch den Westen. In der Tat ist es vielmehr so, dass Koalitionsstreitkräfte in Afghanistan und im Irak auf Ersuchen demokratisch gewählter Regierungen operieren. Es sind die Extremisten, nicht die Koalition, die in einer Reihe barbarischer Angriffe während der letzten Monate vorsätzlich auf unzählige muslimische Zivilisten abzielten und sie töteten.

Einige Menschen scheinen zu glauben, dass ein Entgegenkommen angesichts der Forderungen der Extremisten – einschließlich eines Abzugs aus Afghanistan und dem Irak – ihre Unzufriedenheit beenden und somit zukünftige Anschläge verhindern könnte. Wir sollten uns jedoch vor Augen führen, dass eine radikale islamistische Regierung praktisch ungestört von der internationalen Staatengemeinschaft Afghanistan beherrschte und Anführern der Al Kaida Zuflucht gewährte, als die Terroristen am 11. September 2001 die Vereinigten Staaten angriffen. Saddam Hussein hielt im Irak an seiner Macht fest und schien Unterstützung für seine Bestrebungen zu gewinnen, die Sanktionen der Vereinten Nationen zu beenden.

In Wahrheit haben islamische Extremisten schon lange ihr Interesse gezeigt, Großbritannien anzugreifen. Im Januar 2003 vereitelte die britische Polizei einen wahrscheinlich geplanten Anschlag mit dem Giftstoff Rizin – zwei Monate vor Beginn der Operation Iraqi Freedom.

In den zwei Jahrzehnten vor dem 11. September, lange vor dem Koalitionseinsatz in Afghanistan oder im Irak, töteten oder entführten Extremisten außerdem hunderte unschuldige Zivilisten in Teheran, Beirut, Saudi-Arabien, Berlin, New York, Schiffe im Mittelmeer sowie einen Jet über Schottland.

Die Extremisten streben keine Verhandlungslösung mit dem Westen an. Sie wollen, dass die Vereinigten Staaten, Großbritannien und andere Verbündete der Koalition ihre Prinzipien und ihren Einsatz für ihre muslimischen Freunde überall auf der Welt aufgeben. 2002 befürwortete Osama bin Laden den Sturz moderater muslimischer Regierungen. Die Fantasien der Al Kaida und Gleichgesinnter, Intoleranz und ideologischen Drill durchzusetzen, betreffen zudem weitaus mehr als den Nahen Osten. Die Extremisten sind insbesondere über die Gleichberechtigung von Frauen und die Meinungsfreiheit erzürnt, die freie Gesellschaften kennzeichnen.

Nur wenige Tage nach den ersten Anschlägen in London bekräftigte ein Extremist, der des Mordes an einem niederländischen Regisseur beschuldigt wird, dessen Film als Beleidigung des Islam betrachtet wird, öffentlich, dass er wieder töten würde, wenn er die Möglichkeit dazu hätte. Mit solchen einzelnen Feinden kann es keinen Frieden geben.

Die Anschläge vom 11. September erzürnten eine Nation und Zivilisation und veranlassten sie, zu handeln. Seit damals haben die Extremisten Zufluchtsmöglichkeiten und öffentliche Unterstützung in Afghanistan und dem Irak verloren und werden auf jedem Kontinent von einer beispiellosen globalen Koalition verfolgt.

Sie haben zurückgeschlagen, indem sie von Rucksäcken bis Autos alles dazu verwendet haben, hunderte unschuldige Menschen in Spanien, der Türkei, Kenia, Indonesien, Russland und zuletzt Großbritannien zu töten. Sie streben danach, Dinge zu zerstören, die sie in 1000 Jahren nicht bauen könnten, und Menschen zu töten, die sie nie von ihrer Sache überzeugen könnten.

Ihr Plan scheiterte am 11. September 2001. Sie scheitern im Irak und in Afghanistan. Und von dem, was wir über die Briten wissen, scheiterte der Plan der Extremisten zweifellos erneut bei den Angriffen auf London.

Originaltext: Byliner: Rumsfeld Says There Can Be No Moderate Solutions to Extremism