Fortschritte im Krieg gegen den Terrorismus

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Radioansprache von US-Präsident George W. Bush an die Nation vom 29. September 2001.

Guten Morgen. Ich möchte Ihnen über die Fortschritte berichten, die an vielen Fronten in unserem Krieg gegen den Terrorismus gemacht werden. Dies ist eine andere Art von Krieg, den wir aggressiv und methodisch führen werden, um terroristische Aktivitäten zu sabotieren und zu zerstören.

In den letzten Tagen haben viele Angehörige unserer Streitkräfte ihr Zuhause und ihre Familien verlassen und begonnen, ihre Stellung für die bevorstehenden Einsätze einzunehmen. Tausende Reservisten wurden in den aktiven Einsatz berufen. Soldaten, Matrosen, Flieger, Marineinfanteristen und die Küstenwache werden an Orten auf der ganzen Welt stationiert, bereit zu antworten, wenn ihr Land sie ruft. Unsere Soldatenfamilien haben viele Entbehrungen akzeptiert, und unsere Nation ist für ihren bereitwilligen Dienst dankbar.

Die Männer und Frauen der Streitkräfte sind vereint im Dienst an der Freiheit, und sie werden uns stolz machen im Kampf gegen den Terrorismus.

Die internationale Zusammenarbeit gewinnt an Dynamik. Diese Woche habe ich mich mit den Premierminister von zwei Ländern getroffen, die zu den engsten Freunden Amerikas zählen: Kanada und Japan. Andere Länder, von Russland bis Indonesien, unterstützen uns nachdrücklich, während der Krieg gegen den Terrorismus voranschreitet. Amerika ist den Nationen dankbar, die ihre diplomatischen Beziehungen zum Taliban-Regime in Afghanistan, das Terroristen Zuflucht gewährt, abgebrochen haben.

Die Vereinigten Staaten respektieren das afghanische Volk. Wir sind die größten Geber humanitärer Hilfe für das Land. Aber wir verurteilen die Taliban und begrüßen die Unterstützung anderer Nationen, dieses Regime zu isolieren.

Wir haben einen Schlag gegen die Finanzbasis des globalen Terrornetzwerks ausgeführt. Unser Ziel ist es, den Terroristen das Geld vorzuenthalten, dass sie zur Ausführung ihrer Pläne benötigen. Wir haben damit begonnen, 27 Terrororganisationen, Anführer und ausländische Unternehmen und Wohlfahrtsorganisationen zu benennen, die den Terrorismus unterstützen oder ihm als Front dienen.

Wir haben ihre Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten eingefroren, und haben ihre Geschäftstätigkeit mit Menschen, Unternehmen und Banken in unserem Land blockiert. Viele Regierungen und Finanzinstitutionen auf der Welt beteiligen sich an diesen Bestrebungen, die Terroristen finanziell auszuhungern.

Diese Woche habe ich die Zentrale des FBI und des CIA besucht. Ihre Beamten und Analytiker arbeiten rund um die Uhr an der Aufdeckung und Verfolgung des Feindes. In dem langen uns bevorstehenden Feldzug werden sie Ihrer anhaltenden Unterstützung sowie jedes für ihre Arbeit erforderlichen Instruments bedürfen.

Ich bitte den Kongress um neue Strafverfolgungskompetenzen, damit die Kommunikationen der Terroristen besser verfolgt und mutmaßliche Terroristen so lange in Haft gehalten werden können, bis sie abgeschoben werden. Ich werde auch zusätzliche finanzielle Mittel und bessere Technologie für die Nachrichtendienste in unserem Land beantragen.

Diese Woche haben wir auch energische Schritte zur Verbesserung der Sicherheit in Flugzeugen und an Flughäfen unternommen, um das Vertrauen in den Flugverkehr wiederherzustellen. Wir bieten den Fluglinien Bundeszuschüsse, um die Cockpits mit Maßnahmen wie verstärkten Türen und stärkeren Schlössern sicherer zu machen. Und wir erhöhen die Anzahl der bewaffneten Flugbegleiter auf unseren Flügen drastisch.

Die Amerikaner werden darauf vertrauen können, dass eine sehr viel höhere Zahl vollständig ausgerüsteter Polizeibeamter mit ihnen fliegt. Ich arbeite außerdem mit dem Kongress daran, die Zuständigkeit für die Gepäck- und Passagierüberprüfung an unseren Flughäfen auf die Strafverfolgungsbehörden auf Bundesebene zu übertragen. Die Standards werden damit angehoben und von hochqualifizierten Experten, die genau wissen, wonach sie suchen, umgesetzt. Um die Sicherheit sofort zu verbessern, habe ich die Gouverneure aufgefordert, Mitglieder der Nationalgarde an den Sicherheitskontrollpunkten der Flughäfen aufzustellen.

Wie alle diese Maßnahmen zeigen, wird unser Krieg gegen den Terror weitaus umfassender sein als die Schlachtfelder und Brückenköpfe der Vergangenheit. Dieser Krieg wird überall dort geführt, wo Terroristen sich verstecken, flüchten oder planen. Einige Siege werden außerhalb des Blickfelds der Öffentlichkeit errungen werden, wenn Tragödien vermieden werden und Drohungen ein Ende bereitet wird. Andere Siege werden für alle eindeutig sein.

Unsere Waffen sind sowohl militärischer als auch diplomatischer, finanzieller und juristischer Art. In diesem Kampf sind unsere größten Vorteile die Geduld und Entschlossenheit des amerikanischen Volks.

Wir wollten diesen Konflikt nicht, aber wir werden gewinnen. Amerika wird bewusst und entschieden handeln, und die Sache der Freiheit wird obsiegen. Vielen Dank fürs Zuhören.

Originaltext: President’s September 29 Radio Address

Eine neue Art von Krieg

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Namensbeitrag von US-Verteidigungsminister Donald H. Rumsfeld, der zunächst in der New York Times vom 27. September erschien.

Präsident Bush sammelt die Nation für einen Krieg gegen terroristische Anschläge auf unsere Lebensweise. Einige meinen, das erste Opfer eines jeden Krieges sei die Wahrheit. Aber in diesem Krieg muss der erste Sieg darin bestehen, die Wahrheit zu sagen. Und die Wahrheit ist, dies wird ein Krieg sein wie kein anderer dem sich unsere Nation je gegenüber sah. Tatsächlich ist das, was vor uns liegt, einfacher zu beschreiben, indem wir über das sprechen, was es nicht ist, statt über das, was es ist.

Dieser Krieg wird nicht von einem breiten Bündnis geführt, vereint in dem einzigen Ziel, eine Achse feindlicher Mächte zu besiegen. Es wird vielmehr wechselnde, sich verändernde und sich entwickelnde Koalitionen von Ländern geben. Die Länder werden verschiedene Rollen übernehmen und auf verschiedene Art und Weise Beiträge leisten. Einige werden diplomatische Unterstützung bieten, andere finanzielle und wieder andere logistische oder militärische. Einige werden uns öffentlich helfen, während andere uns vielleicht aufgrund der Umstände weniger öffentlich und heimlich helfen werden. In diesem Krieg wird die Mission die Koalition definieren – nicht anders herum.

Wir sind uns bewusst, dass Länder, die wir als unsere Freunde betrachten, uns bei bestimmten Bestrebungen behilflich sein und sich bei anderen still verhalten werden. Andere Maßnahmen, die wir ergreifen, mögen von der Beteiligung von Ländern abhängen, die wir als weniger freundlich einstufen.

In diesem Zusammenhang ist die Entscheidung der Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi Arabiens – Freunde der Vereinigten Staaten – die Beziehungen zu den Taliban abzubrechen, ein wichtiger erster Erfolg dieses Feldzugs. Sie bedeutet allerdings nicht, dass sie an jeder von uns in Betracht gezogenen Maßnahme teilhaben werden.

Dieser Krieg wird nicht unbedingt ein Krieg sein, indem wir über militärischen Zielen grübeln und Truppen massieren, um diese Ziele einzunehmen. Vielmehr wird militärische Gewalt wahrscheinlich eines von vielen Instrumenten sein, die wir einsetzen, um Einzelpersonen, Gruppen und Länder davon abzuhalten, terroristische Anschläge zu verüben.

Unsere Reaktion könnte darin bestehen, Marschflugkörper auf militärische Ziele irgendwo auf der Welt abzufeuern, wir könnten aber ebenso gut einen elektronischen Kampf führen, um den Investitionsfluss durch Offshore-Bankzentren zu stoppen. Die Uniformen in diesem Konflikt werden ebenso sehr die Nadelstreifen der Bankiers und lässige Kleidung der Programmierer wie Wüstentarnkleidung sein.

Dies ist kein Krieg gegen eine Einzelperson, eine Gruppe, eine Religion oder ein Land. Unser Gegner ist vielmehr ein globales Netzwerk von Terroristenorganisationen und deren Sponsorländer, die freien Menschen die Möglichkeit nehmen wollen, so zu leben, wie sie möchten. Während wir womöglich militärisch gegen ausländische Regierungen vorgehen, die den Terrorismus unterstützen, könnten wir auch versuchen, die von diesen Regierungen unterdrückten Menschen zu Bündnispartner zu machen.

Sogar das Vokabular dieses Kriegs wird anders sein. Wenn wir in “das Gebiet eines Feindes eindringen”, könnten wir womöglich in seine Cyberspace eindringen. Es mögen nicht so viele Brückenköpfe gestürmt wie Chancen verwehrt werden. Vergessen Sie “Rückzugsstrategien”; es handelt sich um einen andauernden Einsatz ohne Befristung. Wir haben keine festgelegten Regeln zur Dislozierung unserer Truppen; stattdessen werden wir Richtlinien aufstellen um festzustellen, ob militärische Gewalt die beste Methode ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Die Öffentlichkeit wird vielleicht einige dramatische Militäreinsätze sehen, die zu keinem offensichtlichen Sieg führen, und sich anderer Maßnahmen, die zu wichtigen Siegen führen, nicht bewusst sein. “Schlachten” werden von Zollbeamten ausgetragen, die verdächtige Personen an unseren Grenzen anhalten, und von Diplomaten, die die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Geldwäsche sicherstellen.

Aber auch wenn dies eine andere Art von Krieg ist, eines bleibt gleich: Amerika bleibt unbezwingbar. Unser Erfolg wird sich einstellen, wenn Amerikaner ihr tägliches Leben leben, zur Arbeit gehen, ihre Kinder erziehen und ihre Träume verwirklichen, wie sie es immer getan haben – ein freies und großartiges Volk.

Originaltext: Defense Secretary Rumsfeld on America’s New Kind of War

Wir befinden uns in einem Krieg, den wir gewinnen werden

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Präsident George W. Bush vor den Mitarbeitern des FBI in der Zentrale in Washington vom 25. September 2001.

Vielen Dank. Danke. Es ist mir eine Ehre, hier zu sein, um Ihnen allen für ihre harte Arbeit zu danken. Ich weiß, viele hier beim FBI machen eine Menge Überstunden. Viele sehen ihre Familie seltener als ihnen lieb ist. Aber meine Anwesenheit hier sollte Ihnen zeigen, dass ich mir des bedeutenden Beitrags bewusst bin, den Sie leisten, und dass das FBI und die wunderbaren Männer und Frauen, die hier arbeiten, ein unglaublich wichtiger Teil der Armee sind, die den Krieg gegen den Terrorismus gewinnen wird.

Sie haben einige sehr gute Generäle hier, angefangen bei General Ashcroft, der als Justizminister der Vereinigten Staaten sehr gute Arbeit leistet. Als ich den Mann aussuchte, habe ich dem Land gesagt, man müsse sich keine Sorgen darüber machen, wo er steht oder welche Werte er für seine Arbeit mitbringt. Ich bin stolz auf seine Arbeit, und ich bin auch Larry sehr dankbar, dass er von Atlanta (Georgia) gekommen ist, um unserem Land zu dienen.

Wie Sie wissen, habe ich einen wichtigen Mann als Leiter des FBI ausgesucht. Ich habe einen guten, soliden Amerikaner gewählt. Einen Mann, der bereits unter Beschuss gearbeitet hat, und der auch jetzt nicht zurückschreckt, wenn er unter Beschuss gerät. Es handelt sich um Bob Mueller. Vielen Dank für Ihre herausragende Arbeit.

Erstens – wie ich gegenüber vielen Ihrer Kollegen erwähnte – sehen wir uns mit einer anderen Art von Krieg konfrontiert, als ihn unser Land gewohnt ist – vor zwei Wochen wurde Amerika mit einem kriegerischen Akt der Krieg erklärt. Niemand hätte sich im Traum vorstellen können, dass es kommen würde, wie es gekommen ist. Und natürlich hat das unsere Nation schockiert.

Wir hatten hier im Land Zeit, darüber nachzudenken, und wir sind wütend. Aber wir haben auch eine klare Vision dessen, was das Land tun muss. Dies ist eine Nation, die zusammengekommen ist, um ihre Freiheit und ihre Lebensweise zu verteidigen.

Ich sehe die Dinge folgendermaßen:

Die Menschen, die diese Anschläge gegen Amerika verübt haben und möglicherweise weitere Anschläge planen, sind böse Menschen. Sie stehen weder für eine Ideologie noch für eine legitime politische Gruppe von Menschen. Sie sind ganz einfach böse. Das Böse ist alles, woran sie denken können. Und als eine Nation guter Menschen werden wir auf sie Jagd machen, und wir werden sie finden, und wir werden sie ihrer gerechten Strafe zuführen.

Wir sind keine Nation, die auf Rache aus ist, aber wir wollen Gerechtigkeit. Es ist mir egal, wie lange es dauern wird, den Terrorismus auszumerzen, wir werden es schaffen. Wir werden keine Zeit und Mühen scheuen und die nötigen Ressourcen einsetzen, und nicht nur, um diejenigen – diese Übeltäter – zu finden, die Amerika das am 11. September angetan haben. Dies ist ein größer angelegter Feldzug gegen jeden, der die Freiheit hasst, jeden, der es nicht erträgt, wofür Amerika, seine Bündnispartner und Freunde stehen.

Deshalb bin ich hier beim FBI, um Ihnen für Ihre Arbeit zu danken. Der Großteil Ihrer Arbeit besteht darin, uns zu helfen, den Krieg hier im Inland zu gewinnen. Der Großteil Ihrer Arbeit besteht darin zu verhindern, dass noch etwas geschieht. Ich weiß, dass Hunderte FBI-Beamte und andere Mitarbeiter des FBI sehr viele Überstunden machen, um das zu tun. Ich habe die Lagezentren gesehen, in denen Informationen gesammelt, analysiert und weitergegeben werden.

Ich habe die Kontrollpulte gesehen, an denen Mitarbeiter Überstunden machen, um alle im ganzen Land gesammelten Informationen ausführlich zu katalogisieren. Ich weiß, dass über 4.000 Mitarbeiter des FBI nicht nur daran arbeiten, Beweise für die Anschläge vom 11. September zu sammeln, sondern dass sie jedes bisschen Information untersuchen, dass in unserem ganzen Land gefunden wird, die Informationen analysieren und unsere großartige Nation darauf vorbereiten, jede Maßnahme zu sabotieren, die vielleicht geplant wird.

Es gibt einige andere Dinge, die wir in unserem Land tun können, und unser Kongress muss mit uns zusammenarbeiten. Ich habe heute Morgen mit führenden Politikern der Republikaner und Demokraten gefrühstückt, und ich sage Ihnen, die Stimmung im Kapitol ist gut für Amerika. Es ist eine Stimmung der Einigkeit.

Ich möchte den Vorsitzenden beider Parteien sowie beiden Kammern für ihre Bereitschaft danken, jedem zuzuhören, der eine gute Idee hat, wie man die Aktivitäten der Terroristen im Land bekämpfen kann. Ich glaube, der Justizminister hat einige gute Ideen mit ins Kapitol gebracht, und ich würde gerne einige davon mit Ihnen teilen.

Erstens haben wir gesehen, dass diese Terroristen sehr raffiniert und ihre Kommunikationssysteme sehr weit entwickelt sind. Wir müssen ihre Anrufe abhören, wenn eine Bedrohung für Amerika besteht. Wir müssen wissen, was sie planen. Deshalb müssen wir dem FBI die Möglichkeit geben, Anrufe zu verfolgen, wenn die Terroristen beispielsweise von verschiedenen Telefonen aus Anrufe tätigen.

Dies tun wir bei Drogenhändlern und Mitgliedern des organisierten Verbrechens. Es scheint mir, wenn das FBI diese Techniken bei der Bekämpfung dieser Bedrohungen Amerikas anwenden kann, so sollten wir dem FBI, jetzt wo wir uns im Krieg befinden, die erforderlichen Instrumente an die Hand geben, um die Terroristen aufzuspüren. Deshalb hoffe ich, dass der Kongress auf die klugen vom Justizminister vorgebrachten Vorschläge hören wird, den im Feld tätigen FBI-Beamten die erforderlichen Instrumente zu geben, um diejenigen zu finden, die vielleicht denken, dass sie weitere Anschläge verüben können.

Wir bitten den Kongress um die Befugnis, mutmaßliche Terroristen, die abgeschoben werden sollen, bis zu ihrer Abschiebung zu inhaftieren. Es erscheint sinnvoll, einen inhaftierten mutmaßlichen Terroristen, der auf Geheiß unserer Nation abgeschoben werden soll, in Haft zu behalten, bis die Abschiebung tatsächlich stattfindet. Wir sind der Meinung, dass dies ein notwendiges Instrument ist, um Amerika zu einem sicheren Ort zu machen.

Natürlich würde dies streng von einem Richter überwacht werden. Die Alternative wäre, mutmaßliche Terroristen in unserem Land frei zu lassen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand das tun möchte. Ich hoffe es jedenfalls nicht. Wir beantragen außerdem die Befugnis, Informationen zwischen den Nachrichtendiensten und der Strafverfolgung auszutauschen, so dass wir bei diesen entscheidenden Anstrengungen die besten Kräfte dieser Organisationen sinnvoll einsetzen können. Auch das ist eine vernünftige Forderung an den Kongress.

Ich möchte, dass Sie wissen, dass jeder einzelne der Vorschläge, die wir im Kapitol durch den Justizminister unterbreitet haben, sorgfältig überprüft wurde. Es sind wohl überlegte Forderungen, es sind vernünftige Forderungen und es sind verfassungsmäßige Forderungen. Wir sind ein Land, das den verfassungsmäßigen Rechten jedes einzelnen Bürgers hohen Wert beimisst. Natürlich werden wir diese Rechte beachten.

Aber wir befinden uns in einem Krieg, einem Krieg, den wir gewinnen werden. Und um den Krieg zu gewinnen, müssen wir sicherstellen, dass die in der Strafverfolgung tätigen Frauen und Männer die nötigen Instrumente haben – unter Einhaltung der Verfassung – um den Feind zu besiegen.

Und es gibt eine weitere Sache, die erforderlich ist, um den Feind zu besiegen – und das ist der Wille und die Entschlossenheit des amerikanischen Volkes. Meiner Ansicht nach haben die Übeltäter sich verschätzt, als sie Amerika angriffen. Sie dachten, wir würden zurückschrecken. Sie dachten, ihre Drohungen würden diese Nation zur Geisel machen. Sie müssen gedacht haben, dass sie unsere Seele treffen können. Aber genau das Gegenteil ist geschehen. Sie haben den Kampfgeist Amerikas gestärkt. Sie haben unser Land geeint. Sie haben einer mächtigen Nation vor Augen geführt, dass die Freiheit Angriffen ausgesetzt ist, einer mächtigen Nation, die nicht ruhen wird, bis diejenigen, die meinen, sie können auch nur einem Bürger der Welt die Freiheit vorenthalten, gerecht bestraft wurden.

Sie stehen vor einem Problem. Wir werden sie finden. Wenn sie sich verstecken, werden wir sie ausräuchern. Wir werden sie ihrer gerechten Strafe zuführen. Und wir werden nicht nur sie gerecht bestrafen, wir werden diejenigen, die ihnen Zuflucht gewähren, die sie verstecken, ihnen Nahrungsmittel geben, sie ermutigen, gerecht bestrafen.

Amerika ist eine auf Freiheit – auf den Grundsätzen der Freiheit, auf den Werten der Freiheit – aufgebaute Nation. Dies ist eine Nation, die nicht vor einem Kampf zurückschrecken wird. Dies ist eine Nation, die sich für die großen Werte stark machen wird, die sie einzigartig gemacht haben.

Ich bin stolz auf die Arbeit des FBI. Ich möchte Ihnen allen für ihr Pflichtbewusstsein danken. Weiter so. Die Nation zählt auf Sie. Sie leisten einen großartigen Beitrag für Ihr Land.

Möge Gott Sie alle und Ihre Familien segnen, und möge Gott weiterhin die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.

Originaltext: Bush: “We’re in a War We’re Going to Win”

Thank You, Germany – Botschafter Coats bedankt sich bei der deutschen Bevölkerung

In den Tagen seit den schrecklichen Ereignissen vom 11. September haben die Deutschen mit Worten, Blumen, Kerzen, Spenden und mit ihren Herzen von ihrer Zuneigung und Unterstützung für Amerika in dieser schwierigen Zeit gesprochen. Die Amerikanische Botschaft in Berlin und die Generalkonsulate in ganz Deutschland haben zahllose Zeichen der Unterstützung und Ermutigung erhalten.

Ich bin zutiefst berührt von dieser Reaktion unserer deutschen Freunde. Ihre Reaktion auf die Tragödie hat wieder einmal die Bande der Freundschaft bestätigt, die unsere beiden Nationen einen. Diese Freundschaft und diese gegenseitige Unterstützung werden für den Erfolg unseres gemeinsamen Kampfes gegen den Terrorismus entscheidend sein. Im Namen aller Amerikaner möchte ich unserer tief empfundenen Dankbarkeit Ausdruck verleihen. Vielen Dank.

Das WTO-Treffen in Doha ist eine Chance, auf die Terroristen zu reagieren

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede des Stellvertretenden Wirtschaftsministers Samuel W. Bodman beim Transatlantischen Seminar über die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union vom 20. September 2001.

Vielen Dank für die freundliche Einführung und die herzliche Begrüßung. Wirtschaftsminister Evans bedauert, dass er nicht kommen konnte, aber sicherlich können Sie sich vorstellen, dass Terminpläne angesichts der jüngsten Ereignisse ständig geändert werden müssen. Ich freue mich, dass sie mich eingeladen haben, teilzunehmen.

Meine Damen und Herren, unsere Welt hat sich für immer verändert. Und das wäre auch vor den schrecklichen Ereignissen der letzten Woche das Thema meiner heutigen Rede gewesen. Aber jetzt bedeutet “Veränderung” etwas ganz anderes. Wenn diese tragischen Ereignisse nicht geschehen wären, hätte sich diese Diskussion auf Veränderungen in Bezug auf die Fortschritte konzentriert, die wir in der Telekommunikation, dem Verkehr gemacht haben – Fortschritte, die uns alle einander viel näher gebracht haben.

Angesichts der Ereignisse der letzten Woche hier in den Vereinigten Staaten bedeutet Veränderung, dass wir vor Herausforderungen stehen, mit denen wir keine Erfahrung haben, Herausforderungen, die bestimmen werden, wer wir als zivilisierte Männer und Frauen sind. Aber Herausforderungen sind uns nicht neu.

Die Vereinigten Staaten und die Nationen Europas haben viele Male bei Angriffen auf die Zivilisation Seite an Seite gestanden. Im letzten Jahrhundert haben wir uns zusammengeschlossen zur Bewältigung der Herausforderungen von zwei Weltkriegen, einer Reihe regionaler Konflikte und einer Bedrohung unserer Demokratien durch das, was Präsident Reagan als das “böse Reich” bezeichnete. Wir haben diese Herausforderungen bewältigt und werden auch die aktuelle Herausforderung bewältigen.

Wir können uns an das halten, was Präsident Roosevelt am Ende des Zweiten Weltkriegs sagte. “Wir haben gelernt,” äußerte er, “dass wir nicht alleine in Frieden leben können, dass unser eigenes Wohlergehen vom Wohlergehen anderer Nationen abhängt. Wir haben gelernt, dass wir als Männer leben müssen, nicht als Vogel Strauß und nicht als Außenseiter. Wir haben gelernt, Weltbürger zu sein, Mitglieder der menschlichen Gemeinschaft.

Heute müssen wir unsere Entschlossenheit bekräftigen, uns zusammenzutun und zu beschließen, dass niemand, keine Ideologie – nichts, das versucht, unsere Demokratien zu behindern oder zu zerstören – obsiegen wird. Wir als Europäer und Amerikaner sind die Fahnenträger der besten Lebensweise, die diese Erde je gekannt hat – eine durch Freiheit bestimmte Lebensweise.

Wir bekennen uns zur Demokratie, weil sie dem menschlichen Geist Flügel verleiht. Die Freiheit erlaubt uns, das uns inhärente Potenzial zu maximieren. Der Gedanke, dass alle Männer und Frauen frei sein sollten, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit, ist die Grundlage für Größe. Es ist die Grundlage für Güte. Es ist die Grundlage für alles, was richtig und gerecht ist.

Eines der am meisten in Ehren gehaltenen Produkte in einem freien Land lebender Männern und Frauen ist das freie Unternehmertum. Das freie Unternehmertum bietet jedem Möglichkeiten, Talente zu entdecken, die es ihm ermöglichen sich zu verwirklichen, seine Familien zu ernähren, Arbeitsplätze für Freunde und Nachbarn zu schaffen und zum Wohlergehen seiner Gemeinschaften beizutragen.

Aber es ist noch mehr. Wir müssen erkennen, dass menschliche Freiheit letztlich unteilbar ist, ob wir nun von Wirtschaft oder Politik reden. Wenn die Werte des freien Unternehmertums in einer Nation – in seinen Bürgern und Gemeinden – verankert sind, werden die Grundlagen freier Gesellschaften gestärkt und Demokratie wird zur Lebensweise.

Wir sind dafür verantwortlich sicherzustellen, dass die Flamme der Freiheit nie gelöscht wird. Das ist eine Verantwortung, die die Menschen in den Vereinigten Staaten und Europa immer akzeptiert haben – mehr als akzeptiert, wir haben sie uns zu eigen gemacht.

Als im 20. Jahrhundert die Wolken des Faschismus den Himmel über Europa und Asien verdunkelten, entschlossen wir uns, den Sonnenschein der Freiheit zurückzubringen. Und das taten wir. Wir hatten aufgrund unserer Lebensweise Erfolg – weil unsere Demokratien den menschlichen Geist beleben und die Hoffnungen und Träume des menschlichen Geistes anregen.

Die Systeme, denen wir uns damals widersetzten, und denen wir uns heute widersetzen, bieten keinen Raum für Kreativität und Leistungen Einzelner. Sie erkennen nicht die grenzenlosen Möglichkeiten der Gedanken- und Handlungsfreiheit. Sie lehnen den Gedanken ab, dass frei handelnde Männer und Frauen eine Existenz aufbauen können, die der ihnen aufgezwungenen überlegen ist.

Wir haben im Verlauf des 20. Jahrhunderts gemeinsam obsiegt, weil der Geist der Freiheit nicht ausgelöscht wurde und werden konnte. Freie Männer und Frauen gingen an die Arbeit und nutzten die zur Verfügung stehenden Ressourcen, um die Kräfte des Gegners zu überwältigen.

Meine Damen und Herren, jedes System, das seinem Volk die Möglichkeit verwehrt, sein volles Potenzial zu entfalten – seine Schaffenskraft, seine Fähigkeit, kreativ zu denken und zu handeln – wird nicht gegen diejenigen obsiegen, die in Freiheit leben.

Es gibt wirklich keine passenden Adjektive zur Beschreibung der feigen und tödlichen Handlungen, die wir letzte Woche gesehen haben. Aber wir haben die Chance, ein Zeichen zu setzen für die Welt und diejenigen, die uns einschüchtern wollen, und die möchten, dass wir aus Angst unsere Freiheit aufgeben, die wir uns nicht nehmen lassen.

Präsident Bush sprach von unserer “stahlharten Entschlossenheit”. Ein Großteil dieses Stahls entstammt dem Wissen, dass wir geschlossen handeln, dass wir eine Geschichte der Geschlossenheit haben.

Diejenigen, die letzte Woche ihr Böses an uns verübten, haben einen riesigen Fehler gemacht, da sie nicht die Geschichte studiert haben, bevor sie unsere Institutionen angriffen. Und ich möchte unsere Institutionen betonen, denn ein Anschlag auf einen von uns ist ein Anschlag auf uns alle. Sie haben tatsächlich einen riesigen Fehler gemacht, und diejenigen, die nicht aus der Vergangenheit lernen, sind verdammt, sie zu wiederholen.

Wir werden uns zusammenschließen, und wir werden obsiegen. Wie Premierminister Blair sagte: “Dies war kein Angriff auf Amerika allein.”

Ich möchte noch hinzufügen, dass ich keinen Zweifel daran habe, dass unser Bündnis stark ist und halten wird, gleichzeitig werden wir jedoch auch Maßnahmen mit der Unterstützung vieler anderer auf der Welt ergreifen. Täuschen Sie sich nicht. Demokratie und Freiheit sowie der damit einhergehende wirtschaftliche und menschliche Fortschritt werden auf der ganzen Welt begehrt.

Wie in den dunklen Tagen der Vergangenheit, als unsere Nationen vor Herausforderungen standen, unterschätzen unsere Feinde die Entschlossenheit der Menschen, frei zu bleiben und die Freiheit zu verteidigen. Die Vereinigten Staaten und die Nationen Europas können auf die starke Unterstützung und die Anteilnahme von Nationen überall auf der Welt zählen.

Sicher, die Demonstration von Gewalt letzte Woche war unglaublich in ihrer Stärke, Präzision und ihren Auswirkungen. Aber es war ein schrecklicher Augenblick unserer Zeit. Wenn sie zusammenarbeiten, haben unsere Nationen die Fähigkeit, Leistungen zu erbringen, die zeitlos sind.

Deshalb werden wir uns von diesen Ereignissen nicht einschüchtern lassen. Wir werden uns nicht ablenken oder in unseren Fortschritten behindern lassen. Und im Hinblick darauf haben wir eine Chance zu einem Treffen im November. Wir können in Doha demonstrieren, dass wir – unabhängig von den Meinungsverschiedenheiten, die von Ländern mit nationalen Eigeninteressen zu erwarten sind – zusammenkommen und für die besten Interessen aller Parteien arbeiten.

Wir müssen weiterhin hart auf eine Welt hinarbeiten, die mit Freiheit handelt, eine Welt, in der Wohlstand durch die Macht der Märkte geschaffen wird, eine Welt, in der offener Handel zu wirtschaftlichen und juristischen Reformen führt, eine Welt der Zusammenarbeit, die Wohlstand und gleichzeitig den Umweltschutz fördert sowie die Lebensqualität für alle verbessert.

Es gibt für uns heute einen weiteren wichtigen Gesichtspunkt. Angesichts der uns überschattenden Bedrohungen der letzten Woche wird die Bedrohung einer weltweiten Rezession sehr real. Unsere Feinde hätten nichts lieber, als dass diese Bedrohung Wirklichkeit wird. Ihre Handlungen zielten zweifellos darauf ab, Instabilität in unseren Wirtschaftsstrukturen zu verursachen. Nun, das können und werden wir nicht zulassen.

Die Feiglinge, die unsere Nation vorige Woche angegriffen haben, wissen sehr wenig über den Motor unseres Erfolgs. Ein Redakteur des Wall Street Journal formulierte es folgendermaßen: “Die Terroristen mögen geglaubt haben, sie verüben einen Anschlag auf das Welthandels- und Finanzzentrum. Tatsächlich aber spiegelt dies ihre Fehleinschätzung dessen wider, was den Reichtum des Westens ausmacht. Denn das Marktzentrum liegt irgendwo in der Äther, oder vielmehr, im freien Geist der Menschen, die ihre eigenen Entscheidungen treffen und Berechnungen anstellen.

Und jetzt müssen wir uns – mehr als je zuvor – mit diesen freien Geistern auf Wachstumsstrategien konzentrieren. Der sicherste Weg zu einem stabileren wirtschaftlichen Umfeld für alle Nationen ist größere Offenheit für den Weltmarkt. Eine auf den Kernprinzipien der WTO – Transparenz, Berechenbarkeit, Nichtdiskriminierung – beruhende globale Handelsordnung stellt gleiche Ausgangschancen für alle sicher und gibt allen Ländern, besonders den Entwicklungsländern, größere Chancen, ihr Einkommen zu steigern und ihren Lebensstandard zu verbessern.

Man sagt, der Terrorismus kann überall und jederzeit zuschlagen, und wir müssen auf der Hut und wachsam sein. Nun, ich sage, dass Freiheit und Demokratie überall gedeihen können, und dass offene Handelswege uns Erstschlagfähigkeiten bieten.

Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, dass es bei der Globalisierung um menschliche Freiheit geht – gesellschaftliche, politische und intellektuelle Freiheit. Das zukünftige Wachstum und der zukünftige Wohlstand aller Nationen hängt davon ab, wie wir uns entwickeln und auf ausländischen Märkten konkurrieren. Je freier der Welthandel fließt, desto stärker sind die Gezeiten des menschlichen Fortschritts und des Friedens unter den Nationen.

Meines Erachtens hat diese Generation führender Politiker sowohl den Mut als auch die Entschlossenheit, die Macht freier Menschen und des freien Handels auf der Welt freizusetzen. Die Zeit für Freihandel liegt vor uns. Wir müssen weiterhin offene Märkte anstreben und Chancen schaffen. Und wir müssen unseren Gegnern wiederum zeigen, dass man uns nicht einschüchtern kann, dass man uns nicht von unserem Weg abbringen kann.

Wir müssen sicherstellen, dass Einzelne ein persönliches Interesse am Beschluss von wirtschaftspolitischen Maßnahmen haben und von ihrem Erfolg profitieren. Denn nur, wenn man entdecken und schaffen kann, nur wenn rigide Kontrollen durch die Regierung abgeschafft werden, bleiben Gesellschaften dynamisch, progressiv und tatsächlich frei.

Lassen Sie uns also wieder zusammenkommen, wie wir es in der Vergangenheit immer getan haben, und allen, die uns herausfordern wollen, zeigen, dasss wir ihre Herausforderung nicht nur bewältigen, sondern dass wir obsiegen werden. Wir werden obsiegen, da der menschliche Geist nicht ausgelöscht werden kann. Freiheit und Demokratie kann man Männern und Frauen auf der ganzen Welt, die ein besseres Leben für ihre Familien, Gemeinden und Nationen anstreben, nicht verwehren.

Nein, meine Freunde, unsere Gegner haben nicht aus der Geschichte gelernt. Wenn das der Fall wäre, hätten sie uns nie angegriffen. Das war ein schwerer Fehler, denn es bringt uns alle enger zusammen und macht uns stärker.

Präsident Kennedy stellte einmal die Frage: “Wenn der Hohe Gerichtshof der Geschichte an einem zukünftigen Zeitpunkt über uns zu Gericht sitzt und dokumentiert, ob wir in unserer kurzen Amtszeit unsere Pflichten gegenüber dem Staat erfüllt haben, wird unser Erfolg oder Misserfolg- welches Amt wir auch innehatten – an unserer Antwort auf vier Fragen gemessen werden: Waren wir wirklich mutige Männer, waren wir wirklich urteilsfähige Männer, waren wir wirklich integre Männer, und waren wir wirklich pflichtbewusste Männer?”

Wenn wir nun voranschreiten, sollten wir entschlossen sein, aufzustehen und auf jede dieser Fragen mit “Ja” zu antworten.

Vielen Dank.

Originaltext: Commerce’s Bodman at Transatlantic Seminar on U.S.-EU Relations

Terrorismus mit Handel begegnen

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Namensartikel des Handelsbeauftragten Robert B. Zoellick, der erstmals in der Washington Post vom 20. September 2001 erschien.

Amerika ist mit einer Böswilligkeit angegriffen worden, die auf unsere Panik, unseren Rückzug und unseren Verzicht auf die globale Führungsrolle abzielt. Diese schwere Probe für den Lebensnerv einer Generation ist mehr als ein Angriff auf Gebäude und unschuldige Menschen – es ist ein Schlag gegen die Freiheit selbst. Die von unserem Feind gewählten Ziele – das Weiße Haus, das Pentagon und das Wold Trade Center – tragen der Tatsache Rechnung, dass die Macht und die Symbolkraft Amerikas von seiner politischen, militärischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ausgehen. Unsere Gegenoffensive muss die amerikanische Führungsrolle an allen diesen Fronten fördern.

Unsere Nation ist in Schock, Trauer und Trotz zusammengerückt. Jetzt müssen wir die Werte in den Vordergrund rücken, die uns von unseren Gegnern abheben: Offenheit, friedlicher Austausch, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Mitgefühl und Toleranz. Wirtschaftliche Stärke – im In- und Ausland – ist die Grundlage nicht nur der militärischen, sondern der gesamten Macht Amerikas. Frühere Feinde lernten, dass die Vereinigten Staaten das Arsenal der Demokratie sind; die Feinde von heute werden lernen, dass die Vereinigten Staaten ein wirtschaftlicher Motor für Freiheit, Chancen und Entwicklung sind. Zu diesem Zweck ist die amerikanische Führungsrolle bei der Förderung des internationalen Wirtschafts- und Handelssystems unerlässlich. Beim Handel geht es um mehr als wirtschaftliche Effizienz. Er fördert die Werte, die diesem andauernden Kampf zugrunde liegen.

Schon in der Vergangenheit waren sich Amerikaner der Rolle wirtschaftlicher Ideen bei der Überwindung internationaler Widrigkeiten bewusst. Der Kongress gewährte Franklin D. Roosevelt die Befugnis, freien Handel als Heilmittel gegen den Protektionismus der Weltwirtschaftskrise einzusetzen. Harry Truman erhielt die Handelsvollmacht, um beim Wiederaufbau einer zerstörten Welt behilflich zu sein. Im gesamten Verlauf des Kalten Kriegs verlieh der Kongress den Präsidenten die Handelsvollmacht zur Öffnung von Märkten sowie zur Förderung des Privatunternehmertums und der Freiheit auf der ganzen Welt – als Ergänzung der amerikanischen Bündnisse und zur Stärkung unserer Nation.

Der Kongress muss jetzt der Welt ein unmissverständliches Signal senden, dass die Vereinigten Staaten sich der globalen Führungsrolle der Offenheit verpflichten und sich bewusst sind, dass das Stehvermögen unserer neuen Koalition von Wirtschaftswachstum und Hoffnung abhängt. Insbesondere muss der Kongress die Maßnahmen des amerikanischen Freihandelsabkommens mit Jordanien vervollständigen – unsere erste Vereinbarung dieser Art mit der arabischen Welt. Er muss letzte Hand an unser Handelsabkommen mit Vietnam legen, einem ehemaligen Gegner, der sich bewusst ist, dass seine Zukunft von den Märkten und nicht vom Marxismus abhängt. Der Kongress sollte auch erneut das entscheidende Gesetz über Handelspräferenzen für die Demokratien der Andenregion bewilligen, die gegen Bedrohungen von innen kämpfen, sowie für andere Entwicklungsländer, die sich beim Kampf gegen diejenigen, die zerstören können, aber nicht aufbauen, auf offene Märkte verlassen. Und vor allem muss der Kongress die Handelsvollmacht der Vereinigten Staaten bewilligen, so dass sie Abkommen schließen können, die die Sache der Offenheit, der Entwicklung und des Wachstums fördern. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass die Vereinigten Staaten die Erneuerung ihrer Handelsvollmacht genau zu dem Zeitpunkt verstreichen ließen, als die alte Welt bipolarer Blöcke in die Geschichte einging und sich die neue Welt der Globalisierung nach vorne katapultierte.

Präsident Bush stellte die amerikanische Führungsrolle im Handel wieder her, indem er Maßnahmen an mehreren Fronten ergriff: global, regional und mit einzelnen Ländern. Nach den Angriffen der letzten Woche haben wir unser Engagement bekräftigt. Die Vereinigten Staaten arbeiten auf neue Verhandlungen zur Öffnung der Märkte beim Treffen der Welthandelsorganisation im November hin. In den letzten Tagen haben wir Schritte unternommen, um China und Taiwan in diesem Jahr in die WTO aufzunehmen. Gestern traf sich Präsident Bush mit dem indonesischen Präsidenten Megawati Sukarnoputri, um unsere Unterstützung für den Erfolg der Demokratie im größten muslimischen Land zu betonen. Nächste Woche werde ich nach Moskau fahren, um auf den Beitritt Russlands zur WTO hinzuarbeiten. In Kürze werde ich mich mit den afrikanischen Handelsministern treffen, um im Rahmen des Gesetzes über Wachstum und Chancen in Afrika neue Netzwerke aufzubauen. Wir drängen auf Verhandlungen über eine Freihandelszone mit allen 34 Demokratien des gesamtamerikanischen Kontinents. Wir streben den Abschluss der Freihandelsabkommen mit Chile und Singapur an. Der neue amerikanische Aktivismus für den Handel hat uns anderen näher gebracht, so dass wir den Freihandel so verfolgen können, dass eine neue Art von Bündnis für Offenheit und Fairness gefördert wird.

Die Vereinigten Staaten sind untrennbar mit der Weltwirtschaft verbunden. Der Handel mit und die Einkünfte aus internationalen Investitionen machen heute ein Drittel der Wirtschaftsleistung unseres Landes aus. Exporte machen 25 Prozent der Bruttobarverkäufe der Landwirtschaft und Viehzucht in den Vereinigten Staaten aus – die Gesamtsumme wird für nächstes Jahr auf 57 Milliarden Dollar geschätzt. Der Arbeitsplatz jedes fünften Arbeitnehmers in der Fertigungsindustrie in den Vereinigten Staaten ist exportabhängig. Und die Gewinne aus unseren letzten wichtigen Handelsabkommen – dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen und der Uruguay-Runde – betragen für eine amerikanische Durchschnittsfamilie von vier Personen zwischen 1.300 und 2.000 Dollar im Jahr.

Die Vereinigten Staaten können keine effektive Führungsrolle übernehmen, wenn sie auf den internationalen Märkten abrutschen. Dennoch sind die Vereinigten Staaten nur Vertragspartei von zwei der mehr als 130 Freihandelsabkommen weltweit; die Vereinigten Staaten gehören nur einem der 30 Freihandelsabkommen der westlichen Hemisphäre an. Wenn man das auf Produkte und Länder hochrechnet, steigen die Kosten eines Handelsrückstands für die Stärke Amerikas – und für die Arbeitnehmer, Landwirte und Familien – exponentiell.

Durch die amerikanische Führungsrolle im Handel kann eine Koalition der Länder gebildet werden, die die Freiheit in allen ihren Aspekten in Ehren halten. Offene Märkte sind für Entwicklungsländer von entscheidender Bedeutung, da viele von ihnen instabile Demokratien sind, die zur Überwindung von Armut und zur Schaffung von Chancen von der internationalen Wirtschaft abhängig sind. Wir benötigen Antworten für diejenigen, die um wirtschaftliche Hoffnung bitten, um inneren Bedrohungen für unsere gemeinsamen Werte zu begegnen. Um die Beziehung zwischen Handelsabkommen und anderen internationalen Zielen anzusprechen, schlug der Präsident vor, mit einem Instrumentarium kooperativer politischer Maßnahmen auf Offenheit und Wachstum in den Entwicklungsländern aufzubauen. Es gibt kein “Allheilmittel” für Umwelt, Beschäftigung, Gesundheit und andere Herausforderungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass andere Länder mit uns bei der Verbesserung lokaler Standards zusammenarbeiten, ist größer, wenn unsere Vorgehensweise eine positive und keine einschüchternde ist. Wie der ehemalige Präsident von Mexiko, Ernesto Zedillo sagte, scheinen einige angebliche Freunde der Unterdrückten “merkwürdig entschlossen, die Entwicklungsländer von der Entwicklung abzuhalten”. Sicherlich sollten wir ihnen die Vorteile des Handels nicht vorenthalten, bis wir einen nationalen Konsens über die globale Anwendung der Sozialpolitik erzielt haben.

Wir müssen unserer globalen Führungsrolle eine neue Zielrichtung und dauerhafte Entschlossenheit geben. Der Kongress hat, in Zusammenarbeit mit der Bush-Administration, die Chance zur Gestaltung der Geschichte, indem der die amerikanische Flagge der wirtschaftlichen Führungskraft hisst. Die Terroristen haben das World Trade Center absichtlich als ihr Ziel ausgewählt. Ihr Anschlag hat die Türme zum Einsturz gebracht, er kann und wird jedoch nicht die Grundlagen des Welthandels und der Freiheit erschüttern.

Originaltext: USTR Zoellick on Countering Terrorism with Trade

Bush kündigt Beginn eines “Kriegs gegen den Terror” an

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Präsident George W. Bush vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses und dem amerikanischen Volk vom 20. September 2001.

Sehr geehrter Mr. Speaker, Herr Vorsitzender pro tempore, Mitglieder des Kongresses, meine lieben amerikanischen Mitbürger:

Im normalen Verlauf der Dinge kommen Präsidenten in dieses Haus, um über die Lage der Nation zu berichten. Heute Abend ist ein solcher Bericht nicht nötig. Die Lage der Nation wurde bereits vom amerikanischen Volk beschrieben.

Wir haben sie im Mut von Passagieren gesehen, die sich auf Terroristen stürzten, um anderen am Boden das Leben zu retten – Passagiere wie ein außergewöhnlicher Mann namens Todd Beamer. Bitte heißen Sie hier heute Abend mit mir gemeinsam seine Frau, Lisa Beamer, willkommen.

Wir haben die Lage der Nation im Durchhaltevermögen unserer Bergungsarbeiter gesehen, die über ihre Erschöpfungsgrenze hinaus schufteten. Wir haben gesehen, wie Flaggen gehisst, Kerzen angezündet, Blut gespendet und gebetet wurde – auf Englisch, Hebräisch und Arabisch. Wir haben das Mitgefühl eines liebevollen und hilfsbereiten Volks gesehen, das den Schmerz von Fremden zu seinem eigenen machte.

Liebe Mitbürger, in den letzten neun Tagen hat die gesamte Welt mit eigenen Augen die Lage unserer Nation gesehen – und sie ist gut.

Heute Abend sind wir ein Land, das sich der Gefahr bewusst geworden und aufgerufen ist, die Freiheit zu verteidigen. Unser Schmerz wurde zu Wut, und Wut zu Entschlossenheit. Ob wir unsere Feinde zur Rechenschaft ziehen oder unsere Feinde ihrer gerechten Bestrafung zuführen, der Gerechtigkeit wird Genüge getan werden.

Ich danke dem Kongress für seine Führungsstärke in einer so wichtigen Zeit. Ganz Amerika war bewegt, als man am Abend der Tragödie Republikaner und Demokraten gemeinsam auf den Stufen dieses Kapitols stehen und “God Bless America” singen sah. Und Sie taten mehr als singen, Sie handelten, indem sie 40 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau Ihrer Gemeinden und für die Bedürfnisse des Militärs bewilligten.

Speaker Hastert und Minderheitenführer Gephardt – Mehrheitsführer Daschle und Senator Lott – ich danke Ihnen für Ihre Freundschaft und Führungsstärke sowie Ihren Dienst für unser Land.

Und im Namen des amerikanischen Volks danke ich der Welt für alle Unterstützungsbekundungen. Amerika wird nie vergessen, wie unsere Nationalhymne im Buckingham Palace, auf den Straßen von Paris und am Brandenburger Tor in Berlin gespielt wurde. Wir werden nicht vergessen, wie sich südkoreanische Kinder vor unserer Botschaft in Seoul zum Beten versammelten und wir werden das Mitgefühl nicht vergessen, das uns in einer Moschee in Kairo ausgesprochen wurde. Wir werden nie die Schweigeminuten und Tage der Trauer in Australien, Afrika und Lateinamerika vergessen.

Auch werden wir die Bürger aus achtzig anderen Nationen nicht vergessen, die mit unseren eigenen Bürgern starben. Dutzende von Pakistanern. Mehr als 130 Israelis. Mehr als 250 Staatsangehörige Indiens. Männer und Frauen aus El Salvador, Iran, Mexiko und Japan. Und Hunderte britische Staatsbürger. Amerika hat keinen treueren Freund als Großbritannien. Wir sind wieder einmal durch eine große Sache verbunden. Der britische Premierminister hat einen Ozean überquert, um zu zeigen, dass er mit den Zielen Amerikas übereinstimmt. Heute Abend heißen wir Tony Blair willkommen.

Am 11. September haben Feinde der Freiheit eine kriegerische Handlung gegen unser Land begangen. Die Amerikaner haben Kriege erlebt – aber in den letzten 136 Jahren waren dies Kriege auf fremdem Boden, mit Ausnahme eines Sonntags im Jahre 1941. Amerikaner haben in Kriegen Verluste erlitten – aber nicht im Zentrum einer großen Stadt an einem friedlichen Morgen. Die Amerikaner haben Überraschungsangriffe erlebt – aber nie zuvor Angriffe auf Tausende Zivilisten. Alles das wurde uns an einem einzigen Tag angetan – und die Nacht brach über eine andere Welt herein, eine Welt, in der die Freiheit selbst Angriffen ausgesetzt ist.

Die Amerikaner haben heute Abend viele Fragen. Die Amerikaner fragen: Wer hat unser Land angegriffen?

Die von uns gesammelten Beweise weisen alle auf eine Reihe lose verbundener Terrororganisationen hin, die als Al-Quaida bekannt sind. Es sind die gleichen Mörder, die wegen der Bombenanschläge auf die amerikanischen Botschaften in Tansania und Kenia angeklagt wurden und für den Bombenangriff auf die U.S.S. Cole verantwortlich sind.

Die Al-Quaida ist für den Terror, was die Mafia für das Verbrechen ist. Aber ihr Ziel ist nicht, Profit zu machen; ihr Ziel ist es, die Welt neu zu erschaffen – und Menschen überall ihre radikalen Überzeugungen aufzuzwängen.

Die Terroristen praktizieren eine Randform des islamischen Extremismus, die von muslimischen Gelehrten und der großen Mehrheit der muslimischen Kleriker abgelehnt wird – eine Randbewegung, die die friedlichen Lehren des Islams pervertiert. Die Terroristen haben Weisung, Christen und Juden zu töten, alle Amerikaner zu töten und keine Unterscheidung zu treffen zwischen Militär und Zivilisten, einschließlich Frauen und Kindern.

Diese Gruppe und ihr Anführer – eine Person namens Osama bin Laden – werden mit vielen anderen Organisationen in verschiedenen Ländern in Verbindung gebracht, einschließlich des Ägyptisch-Islamischen Dschihad und der Islamischen Bewegung Usbekistans.

Es gibt Tausende dieser Terroristen in mehr als 60 Ländern. Sie werden in ihren eigenen Ländern und ihrer Umgebung rekrutiert und in Lager wie beispielsweise in Afghanistan gebracht, wo sie in der Taktik des Terrors ausgebildet werden. Sie werden in ihre Heimatländer zurückgeschickt oder in Verstecke in Ländern auf der ganzen Welt, wo sie Übel und Zerstörung planen.

Die Führung von Al-Quaida hat großen Einfluss in Afghanistan und unterstützt das Taliban-Regime bei der Kontrolle des Großteils des Landes. In Afghanistan sehen wir Al-Quaidas Vision der Welt.

Den Menschen in Afghanistan wurde Gewalt angetan – viele hungern und viele sind geflohen. Frauen dürfen keine Schule besuchen. Man kann für den Besitz eines Fernsehers ins Gefängnis kommen. Religion kann nur unter dem Diktat der Führung ausgeübt werden. Ein Mann kann in Afghanistan verhaftet werden, weil sein Bart nicht lang genug ist.

Die Vereinigten Staaten respektieren die Menschen in Afghanistan – schließlich sind wir zurzeit die größte Quelle für humanitäre Hilfe für das Land – aber wir verurteilen das Taliban-Regime. Es unterdrückt nicht nur sein eigenes Volk, es bedroht Menschen überall, indem es Terroristen unterstützt, versorgt, und sie beliefert. Durch Beihilfe zum Mord begeht das Taliban-Regime Mord. Und heute Abend fordern die Vereinigten Staaten von Amerika Folgendes von den Taliban:

Liefern Sie den Vereinigten Staaten alle führenden Mitglieder der Al-Quaida aus, die sich in Ihrem Land verstecken.

Lassen Sie alle ausländischen Staatsbürger frei – einschließlich der amerikanischen Staatsbürger – die sie zu Unrecht verhaftet haben, und schützen Sie ausländische Journalisten, Diplomaten und Hilfsarbeiter in Ihrem Land.

Schließen Sie sofort und dauerhaft jedes terroristische Trainingslager in Afghanistan und liefern Sie jeden Terroristen sowie jede Person, die dem Unterbau der Terrorgruppen angehört, an die zuständigen Behörden aus.

Ermöglichen Sie den Vereinigten Staaten uneingeschränkten Zugang zu den Trainingslagern der Terroristen, so dass wir sicherstellen können, dass sie nicht weiter operieren.

Über diese Forderung kann nicht verhandelt oder diskutiert werden. Die Taliban müssen handeln, und sie müssen sofort handeln. Sie werden die Terroristen aushändigen oder sie wird das gleiche Schicksal wie die Terroristen ereilen.

Ich möchte mich heute Abend auch direkt an die Muslime aller Welt wenden: Wir respektieren Ihren Glauben. Er wird von vielen Millionen Amerikanern in Freiheit ausgeübt sowie von vielen weiteren Millionen in Ländern, die Amerika zu seinen Freunden zählen darf. Die Lehren des Islam sind gut und friedvoll, und diejenigen, die Böses im Namen Allahs begehen, schänden den Namen Allahs. Die Terroristen sind Verräter ihres eigenen Glaubens, die im Grunde den Islam selbst zur Geisel machen. Feind Amerikas sind nicht unsere vielen muslimischen Freunde, und es sind nicht unsere vielen arabischen Freunde. Unser Feind ist ein radikales Netzwerk von Terroristen sowie jedes Land, das diese Terroristen unterstützt.

Unser Krieg gegen den Terrorismus beginnt mit der Al-Quaida, aber er wird dort nicht enden. Er wird nicht eher zu Ende sein bis jede weltweit tätige terroristische Gruppe gefunden, am weiteren Vorgehen gehindert und besiegt worden ist.

Die Amerikaner fragen: Warum hassen sie uns?

Sie hassen, was wir hier in eben diesem Hause sehen können – eine demokratisch gewählte Regierung. Ihre Führung ist eine selbst ernannte Führung. Sie hassen unsere Freiheiten – unsere Religionsfreiheit, unser Recht auf freie Meinungsäußerung, unser freies Wahlrecht und Versammlungsrecht und die Freiheit, kontroverse Meinungen zu vertreten.

Sie wollen die gegenwärtigen Regierungen in vielen muslimischen Staaten wie Ägypten, Saudi-Arabien und Jordanien stürzen. Sie wollen Israel aus dem Nahen Osten vertreiben. Sie wollen Christen und Juden aus weiten Teilen Asiens und Afrikas vertreiben.

Diese Terroristen töten nicht nur, um Menschenleben auszulöschen, sondern um eine ganze Lebensweise zu sabotieren. Mit jeder Gräueltat hoffen sie, in Amerika Furcht zu schüren, wollen, dass Amerika sich aus der Welt zurückzieht und seine Freunde im Stich lässt. Sie stellen sich gegen uns, weil wir ihnen im Weg stehen.

Wir lassen uns nicht von ihrer angeblichen Frömmigkeit täuschen. Wir hatten schon vorher mit solchen Leuten zu tun. Sie sind die Erben aller mörderischen Ideologien des 20. Jahrhunderts. Indem sie Menschenleben für ihre radikalen Visionen opfern – und dabei alle Werte mit Ausnahme des Willens zur Macht aufgeben – folgen Sie dem Weg des Faschismus, des Nationalsozialismus und des Totalitarismus. Und sie werden diesem Weg bis zum Ende folgen: dem anonymen Grab der Geschichte für ausgemusterte Lügen.

Die Amerikaner fragen: Wie werden wir diesen Krieg führen und gewinnen? Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen – alle Mittel der Diplomatie, alle nachrichtendienstlichen Mittel, alle polizeilichen Instrumente, alle Möglichkeiten der finanziellen Einflussnahme und alle erforderlichen Waffen des Krieges, um das Netzwerk des weltweiten Terrors zu zerschlagen und zu besiegen.

Dieser Krieg wird nicht so sein wie der Krieg gegen den Irak vor 10 Jahren, mit seiner gezielten Befreiung eines Gebietes und seinem schnellen Ende. Er wird nicht so aussehen wie der Luftkrieg im Kosovo vor zwei Jahren, wo keine Bodentruppen eingesetzt wurden und nicht ein einziger Amerikaner im Kampf fiel.

Unsere Antwort umfasst weit mehr als unmittelbare Vergeltung und einzelne militärische Schläge. Die Amerikaner sollten sich nicht auf eine Schlacht, sondern auf einen lang andauernden Feldzug einstellen, wie wir ihn bislang noch nicht erlebt haben. Dazu können bedeutende militärische Schläge gehören, die im Fernsehen zu sehen sein werden, und verdeckte Operationen, die selbst bei Erfolg geheim bleiben werden. Wir werden die Finanzquellen der Terroristen austrocknen, sie gegeneinander ausspielen, sie von Ort zu Ort jagen, bis es keinen Ort der Zuflucht oder der Ruhe mehr für sie gibt. Und wir werden Staaten verfolgen, die Ihnen Hilfe oder Unterschlupf gewähren. Jede Nation in jeder Region muss nun eine Entscheidung treffen. Entweder sind sie auf unserer Seite oder auf der Seite der Terroristen. Von diesem Tag an wird jeder Staat, der weiterhin Terroristen unterstützt oder ihnen Unterschlupf gewährt, von den USA als feindliches Regime betrachtet.

Unsere Nation hat erkannt: Wir sind nicht vor einem Angriff gefeit. Wir werden Verteidigungsmaßnahmen ergreifen, um Amerikaner zu schützen.

Heute sind Dutzende von Bundesministerien und Bundesbehörden sowie Regierungen der Bundesstaaten und Kommunalverwaltungen für die innere Sicherheit verantwortlich. Wir müssen diese Anstrengungen auf höchster Ebene koordinieren. Deshalb kündige ich heute die Schaffung einer Einrichtung auf Kabinettsebene an, die mir gegenüber direkt verantwortlich ist – das Amt für Innere Sicherheit.

Diese Maßnahmen sind sehr wichtig. Aber der einzige Weg, Terrorismus als Bedrohung unserer Lebensweise zu bekämpfen ist, ihn zu stoppen, zu vernichten und auszumerzen, wo immer er entsteht.

An diesen Anstrengungen werden viele beteiligt sein, von FBI-Agenten über die Nachrichtendienste bis hin zu den Reservisten, die wir einberufen haben. Sie alle verdienen unseren Dank und unsere Gebete sind mit ihnen. Und heute Abend möchte ich, nur einige Meilen vom beschädigten Pentagon entfernt, eine Botschaft an unser Militär richten: Seid bereit. Ich habe die Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt, und das hat seinen Grund. Die Stunde wird kommen, in der Amerika handelt, und Ihr werdet uns stolz machen.

Dies ist nicht nur ein Kampf Amerikas. Und es geht hier nicht nur um die Freiheit Amerikas. Dies ist der Kampf der gesamten Welt. Dies ist der Kampf der gesamten Zivilisation. Es ist der Kampf aller, die an Fortschritt und Pluralismus, Toleranz und Freiheit glauben.

Wir fordern alle Nationen auf, an unserer Seite zu stehen. Wir werden um Hilfe von Polizeikräften, Nachrichtendiensten und Banksystemen auf der ganzen Welt bitten und wir werden diese Hilfe benötigen. Die Vereinigten Staaten sind dankbar, dass viele Staaten und viele internationale Organisationen bereits reagiert haben – mit Anteilnahme und mit Unterstützung. Länder in Lateinamerika, Asien, Afrika, und Europa bis hin zu Ländern der islamischen Welt. Vielleicht spiegelt der NATO-Vertrag am deutlichsten die Haltung der Welt wider: Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle.

Die zivilisierte Welt stellt sich an die Seite Amerikas. Ihnen ist klar, dass ihre eigenen Städte, ihre eigenen Bürger als nächste betroffen sein könnten, wenn Terror unbestraft bleibt. Terror, der unbeantwortet bleibt, kann nicht nur Gebäude zum Einsturz bringen, sondern auch die Stabilität rechtmäßiger Regierungen bedrohen.

Und wir werden dies nicht zulassen. Die Amerikaner fragen: Was wird von uns erwartet?

Ich bitte Sie, Ihr Leben zu leben und Ihre Kinder in den Arm zu nehmen. Ich weiß, dass viele Bürger sich heute Nacht fürchten. Ich bitte Sie, ruhig und entschlossen zu sein, auch angesichts der andauernden Bedrohung.

Ich fordere Sie auf, die Werte Amerikas aufrechtzuerhalten und sich daran zu erinnern, warum so viele hierher gekommen sind. Wir befinden uns in einem Kampf um unsere Prinzipien, und unsere Hauptverantwortung ist es, diese Prinzipien zu leben. Niemand sollte wegen seiner ethnischen Herkunft oder seines religiösen Glaubens unfair behandelt oder mit unfreundlichen Worten bedacht werden.

Ich fordere Sie auf, die Opfer dieser Tragödie auch weiterhin mit Ihren Hilfsleistungen zu unterstützen. Alle, die Hilfe leisten möchten, können sich an eine zentrale Informationsbörse wenden, libertyunites.org, um die Namen von Gruppen zu finden, die direkte Hilfe in New York, Pennsylvania und Virginia leisten.

Die Tausenden FBI-Agenten, die im Rahmen dieser Untersuchung tätig sind, benötigen vielleicht Ihre Unterstützung, und ich bitte Sie, diese zu geben.

Ich bitte Sie um Geduld bei den Verspätungen und Unannehmlichkeiten, die mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen einhergehen können, und um Geduld in einem Kampf, der lange dauern wird.

Ich bitte Sie, sich auch weiterhin an der amerikanischen Wirtschaft zu beteiligen und ihr zu vertrauen. Terroristen haben ein Symbol amerikanischen Wohlstands angegriffen. Sie haben seine Quelle nicht berührt. Amerika ist erfolgreich wegen der harten Arbeit, der Kreativität und dem Unternehmergeist seiner Menschen. Dies waren die wahren Stärken unserer Wirtschaft vor dem 11. September, und dies sind unsere Stärken heute.

Abschließend bitte ich Sie darum, auch weiterhin für die Opfer des Terrors zu beten, für ihre Familien, für die Menschen in Uniform und für unser großartiges Land. Gebete haben uns in unserem Leid getröstet, und sie werden uns auf dem Weg, der vor uns liegt, stärken.

Heute Abend danke ich meinen amerikanischen Mitbürgern für das, was sie bereits getan haben, und das, was sie tun werden. Und ich danke Ihnen, den Damen und Herren im Kongress, den Repräsentanten des amerikanischen Volks, für das, was Sie bereits getan haben, und das, was wir zusammen tun werden.

Heute Abend sehen wir uns neuen und unerwarteten nationalen Herausforderungen gegenüber. Wir werden zusammenkommen, um die Flugsicherheit zu verbessern, die Anzahl der bewaffneten Flugbegleiter auf Inlandsflügen dramatisch zu erhöhen und neue Maßnahmen gegen Flugzeugentführungen zu ergreifen. Wir werden zusammenkommen, um Stabilität sicherzustellen und unsere Fluggesellschaften in dieser Notlage mit direkter Unterstützung in Betrieb zu halten.

Wir werden zusammenkommen, um den Polizeiorganen die notwendigen Mittel für die Bekämpfung des Terrors in der Heimat an die Hand zu geben. Wir werden zusammenkommen mit dem Ziel, unsere nachrichtendienstlichen Fähigkeiten zu stärken, um die Pläne der Terroristen schon vor ihrer Ausführung zu kennen und sie zu finden, bevor sie angreifen können.

Wir werden zusammenkommen, um aktive Maßnahmen zu ergreifen, die die amerikanische Wirtschaft stärken und den Menschen die Rückkehr an ihre Arbeit ermöglichen.

Heute Abend begrüßen wir zwei politische Führer, die den außergewöhnlichen Geist aller New Yorker verkörpern: Gouverneur George Pataki und Bürgermeister Rudy Giuliani. Als Symbol amerikanischer Entschlossenheit wird meine Regierung mit dem Kongress und diesen beiden führenden Politikern zusammenarbeiten, um der Welt zu zeigen, dass wir New York City wieder aufbauen werden.

Nach allem, was gerade passiert ist – all den verlorenen Leben, all den Möglichkeiten und Hoffnungen, die mit ihnen gestorben sind – ist es nur natürlich zu fragen, ob Amerikas Zukunft von Furcht bestimmt sein wird. Einige Stimmen sprechen von einem Zeitalter des Terrors. Ich weiß, dass Kämpfe und Gefahren vor uns liegen. Aber dieses Land wird unsere Gegenwart bestimmen und nicht von ihr bestimmt werden. So lange die Vereinigten Staaten von Amerika entschlossen und stark sind, wird dies kein Zeitalter des Terrors werden. Dies wird ein Zeitalter der Freiheit, hier und auf der ganzen Welt.

Uns ist großer Schaden zugefügt worden. Wir haben einen großen Verlust erlitten. Und in unserer Trauer und Wut haben wir unseren Auftrag und unsere Bewährungsprobe gefunden. Freiheit und Furcht führen Krieg. Die Verbreitung der menschlichen Freiheit – die große Errungenschaft unserer Zeit und die große Hoffnung jeder Ära – hängt jetzt von uns ab. Unsere Nation – diese Generation – wird unsere Menschen und unsere Zukunft von einer dunklen Bedrohung durch Gewalt befreien. Wir werden durch unsere Bemühungen und unseren Mut die Welt für diese Sache zusammenbringen. Wir werden nicht ruhen, wir werden nicht straucheln, wir werden nicht versagen.

Ich hoffe, dass sich das Leben in den nächsten Monaten und Jahren wieder der Normalität annähern wird. Wir werden zu unseren Leben und zur Routine zurückkehren, und das ist gut. Selbst Trauer wird im Lauf der Zeit und durch Gnade weniger. Aber unsere Entschlossenheit darf nicht enden. Jeder von uns wird sich daran erinnern, was an diesem Tag geschah und wem es zustieß. Wir werden den Moment erinnern, in dem uns die Nachricht erreichte wo wir waren and was wir taten. Einige werden sich an ein Bild des Feuers erinnern, andere an eine Geschichte der Rettung. Einige werden Erinnerungen an ein Gesicht und an eine für immer verlorene Stimme mit sich tragen.

Und ich werde dies bei mir tragen. Es ist die Polizeimarke eines Mannes mit dem Namen George Howard, der beim Versuch, anderen zu helfen, im World Trade Center starb. Ich habe sie von seiner Mutter, Arlene, bekommen, als stolzes Andenken an ihren Sohn. Dies ist mein Andenken an Leben, die zu Ende gingen, und an eine Aufgabe, die nicht zu Ende geht.

Ich werde diese Wunde unseres Landes nicht vergessen und diejenigen, die sie ihm zugefügt haben. Ich werde nicht weichen – ich werde nicht ruhen – ich werde diesen Kampf für die Freiheit und Sicherheit des amerikanischen Volkes nicht aufgeben.

Der Verlauf dieses Konflikts ist ungewiss, aber sein Ergebnis ist sicher. Freiheit und Furcht, Gerechtigkeit und Grausamkeit liegen schon immer im Kampf, und wir wissen, dass Gott nicht neutral zwischen ihnen steht.

Meine Mitbürger, wir werden Gewalt mit geduldiger Gerechtigkeit begegnen – sicher im Bewusstsein, dass unsere Sache gerecht ist, und zuversichtlich im Hinblick auf die Siege, die kommen werden. In allen Dingen, die vor uns liegen, hoffen wir darauf, dass Gott uns Weisheit gibt und die Vereinigten Staaten von Amerika schützt.

Vielen Dank.

Originaltext: Bush Announces Start of a “War on Terror”

Die Hilfe für Verletzte und die Familien der Opfer bringt das Beste in Amerika hervor

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Präsident George W. Bush vor Vertretern karitativer Einrichtungen im Rose Garden des Weißen Hauses vom 18. September 2001.

Bitte setzen Sie sich. Willkommen. Vorige Woche ist Amerika großes Leid widerfahren. Tausende unserer Bürger sind ums Leben gekommen. Tausende wurden verletzt. Aber Tausende unserer Bürger haben sich der Lage gewachsen gezeigt und geholfen.

Die letzte Woche war eine wirklich schreckliche Woche für Amerika. Aber durch unsere Tränen und Trauer haben wir auch das Beste an Amerika gesehen. Wir haben gesehen, wie sich ein großartiges Land aufgeschwungen hat zu helfen.

Mehrere 10 Millionen Dollar, Tausende von Stunden und tonnenweise Lebensmittel und Kleider wurden gespendet, um zu helfen, zerstörte Leben wieder aufzubauen. Die Liebe der Amerikaner für ihr Land wurde durch die Kanäle der großen wohltätigen Organisationen geleitet. Als Präsident dieses großartigen Landes hat mich nichts mit mehr Stolz erfüllt.

In der Woche seit den Angriffen wurde die erste Phase im Krieg gegen den Terrorismus durch unser Mitgefühl und unsere großzügigen Bürger geführt. Sie haben die Heimatfront aufrecht erhalten und gestärkt. Heute bin ich hier gemeinsam mit Vertretern von wohltätigen Organisationen, die Hilfe für die Bürger von New York City, Virginia und Pennsylvania geleistet haben. Es sind Vertreter der Feuerwehr, der Polizei, und von Unternehmen, die in ganz Amerika geholfen haben, hier.

Viele gute Bürger sind hier, Vertreter der großen nationalen Wohlfahrtsorganisationen wie des Amerikanischen Roten Kreuzes, der Heilsarmee und von United Way. Es sind Menschen hier im Rose Garden dieser Nation, die Vertreter von gemeindegestützten und glaubensorientierten Programmen sind, von Feuerwehr- und Polizeiverbänden sowie von örtlichen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen. Ob groß oder klein, diese wichtigen karitativen Bestrebungen retten Leben und, was ebenso wichtig ist, geben wieder Hoffnung.

Mit mir gemeinsam hier ist auch Libby Pataki, die bessere Hälfte des Gouverneurs von New York. Tony Carbonetti, der Stabschef von Rudy Guiliani, sowie meine Freunde, Gouverneur Jim Gilmore und Tom Ridge sind hier. Die Gouverneure und ihre Ehefrauen sowie der Bürgermeister von New York haben beeindruckende Führungsstärke bewiesen – beeindruckende Führungsstärke – angesichts der Herausforderungen, mit denen ihre Städte und Staaten konfrontiert wurden.

Sie haben öffentliche Einrichtungen in volle Bereitschaft versetzt, um den Opfern und ihren Familien sofortige Unterstützung zukommen zu lassen; und unsere Nation ist allen, die geholfen haben, zutiefst dankbar. Sie haben die Männer und Frauen der Nationalgarde aufgefordert, Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten. Und wir danken auch denjenigen, die diese Uniform tragen. Sie haben mutige Bergungsarbeiter in New York und Nordvirginia angeleitet und unterstützt, deren Tapferkeit sich tief in unser nationales Bewusstsein eingeprägt hat.

Es war mir eine Ehre, zwischen den Bergungsarbeitern stehen zu dürfen. Ich blickte in ihre Augen und sah eine Entschlossenheit, die alle Amerikaner stolz machen würde. Trotz ihrer Erschöpfung, trotz der Tatsache, dass sie bis zur totalen Ermüdung gearbeitet hatten, wollten sie weiterkämpfen für ihre in den Trümmern verschütteten Brüder und Schwestern.

Bürgermeister Giuliani und Pataki haben New York durch diese sehr schwierigen Tagen geführt, und sie haben es mit Stil, Mut und Auszeichnung getan. Wir schulden ihnen Dankbarkeit. Der Bürgermeister, die Gouverneure und alle New Yorker haben der Welt, die zuschaute, um zu sehen, wie unsere Nation reagieren würde, die besten amerikanischen Werte gezeigt.

Die Welt beobachtet das großartige Land namens Amerika und sagt: Was werden sie tun? Was werden die Amerikaner tun? Und was sie sahen, war das Beste an Amerika. Sie haben Führungsstärke gesehen, sie haben Mut gesehen, und, was ebenso wichtig ist, sie haben Mitgefühl gesehen.

Gestern Abend begann Rosh Hashana. In der jüdischen Lehre ist dieser heilige Tag der Jahrestag der Erschaffung der Welt. Es ist eine Zeit der Erneuerung und der Hoffnung, und Menschen jeden Glaubens in ganz Amerika nehmen diesen Geist der Erneuerung und Hoffnung an.

Fonds in New York und Washington stellen Lebensmittel, Kleidung und finanzielle Hilfe für Ehemänner, Frauen, Söhne und Töchter zur Verfügung, die enorm leiden. Bürger in der Nähe des Ground Zero in New York stellten den müden und hungrigen Bergungsarbeitern Sandwiches, Getränke und saubere Kleider zur Verfügung.

Und gemäß einer der größten Traditionen Amerikas sammelten eine Hand voll Unternehmer aus Springfield, Virginia, 600 Dollar durch den Verkauf von Limonade und übergaben sie dem Roten Kreuz.

Diese Großzügigkeit und Freundlichkeit verbreitet sich in ganz Amerika. Es verbleiben Herausforderungen für diejenigen, die heute leiden – täuschen Sie sich nicht. Uns steht viel Arbeit als Nation bevor. Und diese guten Taten, diese guten, karitativen, mitfühlenden Bemühungen benötigen die volle Unterstützung der Amerikaner überall.

Menschen aus dem ganzen Land fragen, wie sie helfen können. Was können sie tun, um Hoffnung zu spenden? Was können sie tun, um behilflich zu sein, die Wunden zu heilen, indem sie ihren Mitbürgern helfen? Nun, es gibt viele Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten. Die örtlichen Geschäfte und Unternehmen in ganz Amerika sammeln Geld, um es an die zuständigen Hilfsorganisationen zu überweisen. Die nationalen Medienorganisationen helfen bei der Sammlung. Internetportale bieten eine interessante Möglichkeit für Menschen, einen Beitrag zu leisten und ihre Hilfe anzubieten.

Viele der Wohlfahrtsorganisationen selbst begrüßen Spenden über Websites. Deshalb rufe ich meine amerikanischen Mitbürger auf, weiterhin über Websites zu spenden. Wenn Sie helfen möchten, rufen Sie eine der großen Wohlfahrtsorganisationen in Amerika an und leisten Sie Ihren Beitrag.

Bisher kann ich stolz berichten, dass die Amerikaner über die Websites unserer karitativen Einrichtungen in nur sieben kurzen Tagen 55 Millionen Dollar gespendet haben. Einige der führenden Hightechunternehmen, AOL/Time Warner und Microsoft, Amazon, Ebay, Cisco Systems und Yahoo haben sich in einer privaten Initiative zusammengetan, um Onlinespenden anzuregen, so dass wir die Mittel an unsere hilfsbedürftigen Mitbürger weiterleiten können.

Sie haben die “American Liberty Partnership” gegründet. Die Einrichtung hat eine Website unter “LIBERTYUNITES.ORG”. Dort können Amerikaner herausfinden, wie sie helfen können. Wenn ein besorgter Amerikaner einem Nachbarn in Not helfen möchte, auch wenn der Nachbar vielleicht nicht direkt nebenan wohnt, kann er unter “LIBERTYUNITES.ORG” herausfinden, wie er helfen kann. Und ich möchte meine amerikanischen Mitbürger auffordern, das zu tun.

Amerikaner können hier nicht nur online spenden, sie erfahren auch, wohin man Lebensmittel schickt, wo man Blut spendet, wo man Kleidung abgibt. Sie können herausfinden, wie sie am besten ihre Zeit spenden.

Sie müssen sich allerdings vor Augen führen, dass viele unserer karitativen Einrichtungen zurzeit durch die öffentliche Resonanz überfordert sind. Diese Art von Problem mögen wir in Amerika. Aber dass die Portale vielleicht überlastet und die Telefonleitungen besetzt sind, ist keine Entschuldigung, sich als Amerikaner nicht weiter dafür einzusetzen, seinen Nachbarn zu helfen.

Und deshalb bitte ich meine amerikanischen Mitbürger, Geduld mit diesen Wohlfahrtsorganisationen zu haben, die Ihre Hilfe benötigen, es weiter zu versuchen und nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren. Und das Ziel ist, den Terrorismus an allen Fronten zu bekämpfen. Wir werden uns nicht terrorisieren und unsere Herzen hart werden lassen.

Keiner kann dieses Land bedrohen. Sie mögen vielleicht Bombenanschläge auf Gebäude verüben können und natürlich unser Leben durcheinander bringen. Aber wir sind eine zu große Nation, als dass wir es den Übeltätern erlauben können, unsere Seele und unseren Geist zu treffen.

Heute möchte ich ein Bote der Seele und des Geistes Amerikas sein, indem ich Beispiele wirklicher Menschen gebe, die etwas bewirkt haben, die leiden und Schmerzen ertragen. Dies ist ein großartiges Land. Es ist ein großartiges Land, weil seine Bürger so anständig, stark und mitfühlend sind.

Möge Gott uns segnen.

Originaltext: Bush Praises Work of Charities in Support of Attack Victims

Bush: Das Gesicht des Terrors ist nicht das wahre Gesicht des Islam

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Präsident George W. Bush im Islamic Center in Washington vom 17. September 2001.

Vielen Dank für Ihre Gastfreundschaft. Wir hatten gerade eine breitgefächerte Diskussion über das aktuelle Thema. Wie die Menschen hier war das amerikanische Volk entsetzt und empört über die Angriffe vom letzten Dienstag. Dasselbe gilt für Muslime auf der ganzen Welt. Amerikaner und muslimische Freunde und Bürger, steuerzahlende Bürger und Muslime in Nationen überall auf der Welt waren entsetzt und konnten nicht glauben, was sie auf den Fernsehschirmen sahen.

Diese Akte der Gewalt gegen Unschuldige verletzen die fundamentalen Grundsätze des islamischen Glaubens. Und es ist wichtig, dass meine amerikanischen Mitbürger das verstehen.

Die Übersetzung ist nicht so vielsagend wie das arabische Original, aber lassen Sie mich aus dem Koran zitieren: Auf lange Sicht wird das übermäßige Böse das Ende derer sein, die Böses tun. Dafür wiesen sie die Zeichen von Allah zurück und gaben sie der Lächerlichkeit preis.

Das Gesicht des Terrors ist nicht das wahre Gesicht des Islam. Darum geht es nicht beim Islam. Der Islam ist Frieden. Diese Terroristen stehen nicht für den Frieden. Sie stehen für das Böse und für Krieg.

Wenn wir an den Islam denken, denken wir an einen Glauben, der Milliarden Menschen auf der ganzen Welt Trost spendet. Milliarden Menschen finden Trost, Gelassenheit und Frieden. Und das hat aus jeder Rasse Brüder und Schwestern gemacht – aus jeder Rasse.

Die Vereinigten Staaten haben Millionen von Muslimen unter ihren Einwohnern, und die Muslime leisten einen unglaublich wertvollen Beitrag zu unserem Land. Die Muslime sind Ärzte, Rechtsanwälte, Juraprofessoren, Angehörige des Militärs, Unternehmer, Geschäftsleute, Mütter und Väter. Und sie müssen mit Respekt behandelt werden. Trotz unserer Wut und unserer Emotionen müssen unsere amerikanischen Mitbürger sich gegenseitig mit Respekt behandeln.

Frauen, die in diesem Land ihrem Kopf bedecken, müssen sich wohl fühlen, wenn sie nach draußen gehen. Mütter, die sich verschleiern, dürfen in Amerika nicht eingeschüchtert werden. Das ist nicht das Amerika, das ich kenne. Das ist nicht das Amerika, das ich schätze. Mir wurde gesagt, dass einige Angst haben, vor die Tür zu gehen; einige wollen nicht für ihre Familien einkaufen gehen; einige möchte nicht ihren täglichen Geschäften nachgehen, weil sie wegen ihrer Verschleierung Angst vor Einschüchterung haben. Das sollte und das wird in Amerika nicht geduldet werden.

Diejenigen, die meinen, sie könnten unsere Mitbürger einschüchtern und ihre Wut an ihnen auslassen, stehen nicht für das Beste Amerikas, sie stehen für das Schlimmste der Menschheit und sie sollten sich für diese Verhaltensweise schämen.

Dies ist ein großartiges Land. Es ist ein großartiges Land, weil wir die gleichen Werte der Achtung und Würde und der Wertschätzung des Menschen teilen. Und es ist mir eine Ehre, mich mit Politikern zu treffen, die genau das gleiche fühlen. Sie sind empört und traurig. Sie lieben Amerika ebenso sehr wie ich.

Ich möchte Ihnen allen danken, dass Sie mir die Gelegenheit gegeben haben, hierher zu kommen. Möge Gott uns alle schützen.

Originaltext: Bush Remarks at Islamic Center of Washington, D.C.

Trauerkundgebung am Brandenburger Tor

BERLIN – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Botschafter Daniel R. Coats anlässlich der Trauerkundgebung am Brandenburger Tor am 14. September 2001.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrter Bundeskanzler Schröder, verehrte Parteivorsitzende, liebe Freunde der Vereinigten Staaten von Amerika, meine Damen und Herren.

Die schrecklichen Bilder der barbarischen Anschläge vom letzten Dienstag sind unauslöschlich in unser gemeinsames Bewusstsein und unsere gemeinsame Erinnerung eingebrannt, und nichts kann sie je wieder löschen. Aber in den letzten Tagen haben sich neben den Schreckensbildern in den Herzen der Amerikaner ganz andere Bilder eingeprägt.

Die Bilder von Bundespräsident Rau, Bundeskanzler Schröder, Außenminister Fischer, der Vorsitzenden aller politischen Parteien und vieler anderer prominenter Deutscher, die den Vereinigten Staaten von Amerika ihren festen und unerschütterlichen Beistand anboten. Die Bilder von Scharen von Deutschen in den Straßen um unsere Botschaft, unsere Konsulate und Amerika Häuser, die Blumen niederlegen, Beileidsschreiben überbringen oder einfach still dort stehen, um unseren Schmerz und unsere Trauer mit uns zu teilen. Die Bilder von Deutschen, die ihre Kirchen füllen, um für die Opfer unter Amerikanern und Deutschen zu beten. Und das Bild von Tausenden von Ihnen, die Sie heute hierher gekommen sind, zu diesem Symbol der Einheit und Freiheit, um durch Ihre Anwesenheit Ihre Solidarität mit Amerika zum Ausdruck zu bringen.

In tragischen und schwierigen Stunden wie diesen erkennt man die wahre Bedeutung von Freundschaft. Ich habe die Tiefe und Aufrichtigkeit Ihrer Trauer in den Tränen in Ihren Augen gesehen, ich habe sie in dem Zittern in Ihren Stimmen gehört. Und ich kann sagen, dass Deutschland in den letzten Tagen wieder einmal gezeigt hat, dass sich Amerika keinen zuverlässigeren Freund wünschen könnte. Im Namen aller Amerikaner danke ich Ihnen aus tiefstem Herzen für Ihr Mitgefühl und Ihre Unterstützung. Amerika wird dies nie vergessen.

Liebe Berliner, liebe Deutsche, liebe Freunde:

Ein halbes Jahrhundert lang haben wir immer wieder zusammengestanden, um diese Stadt, unsere Freiheit und unsere Zivilisation gegen Angriffe zu verteidigen. Als die Mauer, die diese Stadt teilte, schließlich fiel, und Berlin und Deutschland wiedervereinigt waren, hofften und glaubten viele von uns, dass wir derartige Herausforderungen endlich hinter uns gelassen hatten.

Nun stehen wir vor einem neuen und schicksalsträchtigen Kampf: Einem Kampf mit einer neuen Art von Feind, der fast unsichtbar ist, der unsere Zivilisation hasst – Ihre Zivilisation und meine Zivilisation – sie so sehr hasst, dass er bereit ist, selbst zu sterben, um sie zu zerstören.

Der Kampf gegen diesen Feind wird nicht von kurzer Dauer sein, er wird nicht leicht sein, und er wird nicht schmerzlos sein. Dieser Kampf wird uns allen Mut, Geduld und Stärke abverlangen. Aber dies sind Eigenschaften, die Sie in den letzten 50 Jahren im Übermaß gezeigt haben, und ich bin fest davon überzeugt, wenn wir wieder Schulter an Schulter stehen, um unsere gemeinsamen Werte und unsere gemeinsame Zivilisation zu verteidigen, werden wir auch in diesem Kampf obsiegen.

Vielen Dank.

Möge Gott uns alle segnen.

Originaltext: Brandenburg Gate Remarks