urbantalks – Green Policies and Growth
Umweltschutz? In den USA? Wo viele Deutsche mit Skepsis den Kopf schütteln, passiert in der Realität sehr viel. Vor allem für große Städte und Metropolregionen sind eine saubere Umwelt und eine nachhaltige Entwickung wichtige Faktoren der Lebensqualität. Um ihre Erfolge zu präsentieren und mit Vertretern Hamburgs und anderer Städte Erfahrungen auszutauschen, kommt im April eine Delegation aus sechs amerikanischen Städten nach Hamburg. Wir stellen die Städte und ihre Projekte vor.

Bereits Schüler werden über die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit und Energiesparen geschult. (Foto: City of Baltimore)
Baltimore, Maryland
Neben der umweltgerechten Entwicklung des Hafens von Baltimore gehören Projekte gemeinsam mit den Menschen zu den wichtigsten Maßnahmen der Stadt. 179 “Energy captains” besuchten innerhalb von 2 Jahren über 1400 Haushalte, um mit den Leuten darüber zu sprechen, wie sie Energie sparen oder Abfall vermeiden können. Und auch in 49 Schulen gibt es Projekte, durch die bereits die Sinne der Schüler für diese wichtige Problematik geschärft werden. Mehr dazu im Stadtportrait “urbantalks Baltimore”.

Local Foods - auf dem lokalen Anbau von Obst und Gemüse liegt Clevelands Fokus im Jahr 2012 (Foto: AP Photo/The Plain Dealer, Chuck Crow)
Cleveland, Ohio
Die Stadt am Erie-See war seit jeher eine von Industrie geprägte Metropole. Aus dieser Geschichte heraus entwickelte sich in den vergangenen Jahren ein herausragendes Modell der Zusammenarbeit zwischen der Stadt, der Bevölkerung und ansässigen Unternehmen. Gemeinsam haben sie zahlreiche Projekte in die Tat umgesetzt: die Vermeidung und Verwertung von Abfall, Nutzung erneuerbarer Energien, regionale Nahrungsmittel, Abwasser-Management und die Verbesserung der Energieeffizienz für Privat- und Geschäftshäuser. Hier geht es zum Stadtportait “urbantalks Cleveland”.

Eine Aufforderung für Veränderung - aus verlassenen Fabrikgebäuden soll in Dubuque ein neues Zentrum entstehen (Foto: City of Dubuque)
Dubuque, Iowa
Anfang der 1980er Jahre gehörte Dubuque zu den Städten, denen keine Zukunft gehörte. Eine Arbeitslosigkeit von 23%, leerstehende Fabriken und die Menschen verließen die Stadt. Doch heute sieht alles anders aus: Dubuque ist ein Musterbeispiel, wie eine Stadt die Kehrtwende schaffen kann. Arbeitslosigkeit unter 5%, Menschen ziehen zurück in die Stadt und IBM hat Dubuque ausgesucht, Partner in IBMs Projekt “Smarter Cities” zu sein. Mehr über dieses und andere Projekte lesen Sie auf “urbantalks Dubuque”.

1 Megawatt Leistung bringt die Solaranlage auf dem Dach des Kreuzfahrtterminals (Foto: Port of Los Angeles)
Los Angeles, Kalifornien
Der Hafen von Los Angeles ist gemeinsam mit dem Hafen von Long Beach das größte Tor der USA in den pazifischen Raum. Durch klar vorgegebene Regeln seitens der Stadt und der Hafengesellschaft, entwickelt sich der Hafen zu einem sauberen Ort. So wurde zum Beispiel Lastwagen verboten, den Hafen zu befahren, wenn sie nicht den Emissionstandards genügten, was die Luftverschmutzung durch Trucks um 80% senkte. Und auch bei der Energiegewinnung ist der Hafen federführend. Auf dem Dach des Kreuzfahrtterminals wurde 2010 eine 1 Megawatt-Solaranlage installiert. Weitere Details finden Sie auf unserer Seite “urbantalks Los Angeles”.

Das neue "Public Safety Building" wird unter Strich mehr Energie produzieren als es verbrauchen wird (Foto: City of Salt Lake City)
Salt Lake City, Utah
Der Ausrichter der olympische Winterspiele 2002 hat eine klare Vision: In einer atemberaubenden Umgebung wächst die Stadt zu einer Metropole, die den Anspruch erhebt, die “grünste” Stadt der USA zu werden. Projekte wie eine neue Straßenbahnlinie, eine verbesserte Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer und eine Reduzierung des Abfalls auf Null sind die Schwerpunkte dieser Vision. Mehr dazu im Stadtportait “urbantalks Salt Lake City”.
St. Paul, Minnesota
Energie gewinnen und Energie sparen – das sind zwei der Hauptthemen, die sich die Stadt St. Paul auf die Fahnen geschrieben hat. Auf neun Gebäuden hat die Stadtverwaltung große Solaranlagen installiert und in Pilotprojekten tradionelle Straßenbeleuchtungen durch effiziente LED-Leuchten ersetzt. Mit sauberer Energie wird auch eines der großen Projekte im Nahverkehr betrieben werden: eine 11-Meilen-Straßenbahn-Strecke, die das Zentrum von St. Paul mit der Zwillingsstadt Minneapolis verbinden wird. Weitere Infos dazu gibt es im Stadtportait “urbantalks St. Paul”.





