WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede des Staatsekretärs für politische Angelegenheiten im US-Außenministerium, R. Nicholas Burns, anlässlich der Zeremonie zum 15. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung in den National Archives vom 3. Oktober 2005.
Guten Morgen. Ich möchte zunächst Professor Allen Weinstein und den Mitarbeitern der National Archives für diese Veranstaltung zu Ehren eines historischen und bedeutenden Anlasses – dem 15. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung – danken. Im Namen von Präsident Bush und Außenministerin Rice überbringe ich meine herzlichsten Glückwünsche an Botschafter Ischinger und das deutsche Volk. Außerdem möchte ich Ministerpräsident Beck aus Rheinland-Pfalz begrüßen.
WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Namensartikel von Nicholas Burns, Staatssekretär für politische Angelegenheiten im US-Außenministerium, der zunächst in der Washington Post vom 10. Juli 2005 erschien.
In diesem Monat ist es genau zehn Jahre her, dass Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen in Bosnien von bosnischen Serben an Brücken gekettet und verspottet wurden und nichts zur Verteidigung der hilflosen Bevölkerung tun konnten. Die gesamte internationale Gemeinschaft wurde als Geisel gehalten und war unfähig, den Willen aufzubringen, das Blutbad zu beenden. Die Region befand sich in einem Konflikt katastrophalen Ausmaßes. Hunderttausende unschuldige Menschen waren getötet worden. Als Jugoslawien zerfiel, wurden Millionen von Menschen vertrieben. Die Situation auf dem Balkan war damals unsere oberste außenpolitische Priorität, genau wie es der Krieg gegen den Terror heute ist. Und das aus einem ähnlichen Grund: unsere Verpflichtung, grausame Menschenrechtsverletzungen zu beenden, der Tyrannei die Stirn zu bieten und die unserer Demokratie zugrunde liegenden Werte zu verteidigen.





