Globaler Kampf gegen die IS-Terrormiliz

BERLIN – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Botschafter John B. Emerson, die er am 2. Mai 2016 beim jährlichen Symposium des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) zum Thema „Der Islamische Staat – eine weltweite Bedrohung“ in Berlin gehalten hat.

Es gilt das gesprochene Wort

Dr. Maaßen, vielen Dank für die Einladung zu dieser außerordentlich wichtigen Konferenz. Die Welt steht vor ganz realen Gefahren: von geostrategischen Herausforderungen und wirtschaftlicher Instabilität über Terrorismus und der Ausbreitung von Krankheiten bis hin zum Klimawandel und nachhaltiger Entwicklung. Darunter ist, wie Präsident Obama vergangene Woche in Hannover sagte, die IS-Terrormiliz natürlich die unmittelbarste Bedrohung für die Bürgerinnen und Bürger in unseren Ländern. Aus diesem Grund möchte ich gleich zu Beginn meiner Rede darauf zu sprechen kommen.

Die brutale Herrschaft der IS-Terrormiliz stellt für die Zivilbevölkerung eine enorme Gefahr dar. Es ist erschreckend, die extreme Brutalität dieser Terroristen zu sehen, die Unschuldige abschlachten, kreuzigen und köpfen und Gefangene opfern, Frauen versklaven und Kinder vergewaltigen. Allein in den vergangenen sechs Monaten haben wir – in Paris, Brüssel, Lahore und andernorts – erlebt, wie groß die Bedrohung für die Menschen auf aller Welt ist. Continue reading

Ein geeintes Europa ist eine Notwendigkeit für uns alle

HANNOVER – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede, die US-Präsident Barack Obama am 25. April 2016 auf der Hannover Messe gehalten hat.

Vielen herzlichen Dank. Danke. Guten Tag! Es ist schön, Sie alle hier zu sehen, und ich möchte zuerst einmal Bundeskanzlerin Merkel dafür danken, dass sie hier ist. Im Namen der amerikanischen Bevölkerung danke ich Angela dafür, dass sie unser Bündnis unterstützt. In unser aller Namen möchte ich Ihnen für Ihr Engagement für Freiheit, Gleichheit und Menschenrechte danken, das Ausdruck Ihres inspirierenden Lebens ist. Ich bin davon überzeugt, dass Sie uns gezeigt haben, wie man mit ruhiger Hand regiert – wie nennen Sie das? Die Merkel-Raute. In den vergangenen sieben Jahren konnte ich mich auf Ihre Freundschaft, Ihren Rat und Ihr sicheres moralisches Empfinden verlassen. Daher schätzen wir Ihre Bundeskanzlerin, Angela Merkel, sehr.

Mitglieder des Bundestages, Ministerpräsident Weil, Bürgermeister Schostok, verehrte Gäste, Bürgerinnen und Bürger Deutschlands, ich freue mich ganz besonders, hier die jungen Menschen aus Deutschland und ganz Europa zu sehen. Es sind auch einige stolze Amerikaner hier.

Ich muss gestehen, dass die Deutschen inzwischen einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben. Als ich noch Präsidentschaftskandidat war, haben Sie mich bei einer kleinen Kundgebung in Berlin willkommen geheißen, bei der ich darüber sprach, welcher Wandel möglich ist, wenn die Welt geeint zusammensteht. Als Präsident haben Sie mich, Michelle und unsere Töchter sehr herzlich empfangen. Sie haben mir in Krün hervorragendes Bier und Weißwurst angeboten. Jetzt heißen Sie unsere Delegation hier in Hannover willkommen.

Ich bedaure nur, dass ich noch nie zum Oktoberfest in Deutschland war. Ich muss also noch einmal herkommen. Und ich vermute, dass das noch mehr Spaß macht, wenn man nicht Präsident ist. Ich werde den Zeitpunkt mit Bedacht aussuchen.

Wie immer überbringe ich auch heute die Freundschaft der Amerikanerinnen und Amerikaner. Wir zählen die Deutschen und all unsere europäischen Verbündeten zu unseren engsten Freunden weltweit, denn wir teilen so viele Erfahrungen und haben so viele gemeinsame Werte. Wir sind der Auffassung, Nationen und Völker sollten in Sicherheit und Frieden leben. Wir glauben daran, dass es möglich ist, Chancen nicht nur für einige wenige, sondern für alle Menschen zu schaffen. Ich bin stolz darauf, als erster US-Präsident der nach Europa kommt, sagen zu können, dass Gesundheitsfürsorge in den Vereinigten Staaten nicht länger ein Privileg, sondern das Recht aller ist. Auch das haben wir gemeinsam. Continue reading

Eröffnung der Hannover Messe 2016

HANNOVER – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede, die US-Präsident Barack Obama zur Eröffnung der Hannover Messe am 24. April 2016 im Kongresszentrum gehalten hat. Die Vereinigten Staaten sind in diesem Jahr das offizielle Partnerland der Hannover Messe.

Vielen herzlichen Dank. Hallo allerseits! Guten Abend. Ich danke Bundeskanzlerin Merkel, die eine großartige Partnerin und Freundin ist, für die Einladung hier nach Hannover. Es ist großartig, mit Ihnen die weltweit führende Industriemesse für die Technologien zu besuchen, die die Weltwirtschaft antreiben.

Ich freue mich, dass die Vereinigten Staaten dieses Jahr – zum ersten Mal – das offizielle Partnerland der Messe sind. Es ist eine Ehre, der erste US-Präsident zu sein, der die Hannover Messe besucht. Es ist mir außerdem ein Vergnügen, zur Feier des 500. Jahrestags des Reinheitsgebots hier zu sein. Vielleicht feiere ich mit.

Gemeinsam mit mir sind heute Wirtschaftsministerin Penny Pritzker und mehr als 350 amerikanische Unternehmen hier, darunter mehr als 200 mittelständische Unternehmen und Dutzende Wirtschaftsförderungsorganisationen aus Bundesstaaten, Städten und Kommunen in den Vereinigten Staaten. Und ich bin hier, wir sind hier, weil wir bereit sind, noch mehr Handel mit Deutschland, mit Europa und der Welt zu treiben. Continue reading

Gemeinsame Pressekonferenz von US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Merkel

SCHLOSS HERRENHAUSEN – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Eingangserklärung von US-Präsident Barack Obama bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem bilateralen Gespräch in Hannover vom 24. April 2016. Den Link zur vollständigen Pressekonferenz mit den Fragen der Journalisten in englischer Sprache finden Sie am Ende dieser Übersetzung.

Frau Bundeskanzlerin, vielen Dank für die herzliche Begrüßung. Es ist wunderbar, wieder hier in Deutschland zu sein. Soweit ich weiß, bin ich der erste US-Präsident, der Hannover besucht. Die herrliche Umgebung spiegelt die Geschichte und Schönheit dieser Stadt wider.

Es ist immer eine große Freude, mich mit Angela zu treffen, die eine Freundin und Partnerin ist. Die Sichtweise der Bundeskanzlerin und ihre Art zu denken war mir bei einer ganzen Reihe globaler Themen im Laufe meiner Amtszeit immer sehr wichtig. Sie waren während meiner gesamten Präsidentschaft eine verlässliche Partnerin – länger als jeder andere Staats- oder Regierungschef – und ich weiß Ihr Urteilsvermögen sehr zu schätzen. Ich danke Ihnen für Ihr Bekenntnis zu unserem Bündnis und zu den Werten und Menschenrechten, für die wir stehen. Auch für unsere persönliche Freundschaft bin ich dankbar. Continue reading

US-Wirtschaftsministerin Penny Pritzker besucht Hannover Messe 2016 und besichtigt Hamburger Hafen

CommerceWASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des US-Wirtschaftsministeriums zum Besuch von US-Wirtschaftsministerin Penny Sue Pritzker in Deutschland vom 23. April 2016.

Wirtschaftsministerin Penny Pritzker leitet die Delegation des US-Wirtschaftsministeriums, der unter anderem der stellvertretende Wirtschaftsminister Bruce Andrews sowie Vertreter der International Trade Administration und der Minority Business Development Agency angehören.

US-Wirtschaftsministerin Penny Pritzker reist nach Deutschland, um vom 24. – 27. April 2016 die weltweit größte Industriemesse in Hannover zu besuchen. Präsident Obama leitet die Delegation der Vereinigten Staaten. Der Besuch bietet die Gelegenheit, die enge Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland zu würdigen, technische Neuerungen auf beiden Seiten des Atlantiks herauszustellen und Fragen zu erörtern, die für die Vereinigten Staaten, Deutschland und die Europäische Union von besonderer Bedeutung sind.

Die Vereinigten Staaten sind zum ersten Mal seit Gründung der Messe 1947 das offizielle Partnerland, und Präsident Obama ist der erste amtierende US-Präsident, der die Messe besucht. Wirtschaftsministerin Pritzker wird sich mit Bundeskanzlerin Merkel treffen und Kontakt zu den Unternehmen und Organisationen aufnehmen, die der größten US-Delegation angehören, die je die Hannover Messe besucht hat. Die Ministerin wird an folgenden Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden teilnehmen: Continue reading

Zum Tod von Hans-Dietrich Genscher

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Erklärung der Leiterin des Büros für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im US-Außenministerium, Elizabeth Trudeau, zum Tod des ehemaligen deutschen Außenministers Hans-Dietrich Genscher vom 1. April 2016.

Die Vereinigten Staaten trauern heute mit der Welt um einen großen Staatsmann, den ehemaligen deutschen Vizekanzler und Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Unsere tiefe Anteilnahme gilt seiner Frau Barbara, seiner Tochter Martina, seinen Angehörigen und Freunden sowie den deutschen Bürgerinnen und Bürgern.

Während seiner achtzehnjährigen Amtszeit als Außenminister setzte sich Hans-Dietrich Genscher unermüdlich für die friedliche Wiedervereinigung seines Landes ein. Seine Rede auf dem Balkon der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag, mit der er sich im September 1989 an die Tausenden Menschen wandte, die aus Ostdeutschland in den Westen geflohen waren, ist ein Augenblick, der unvergessen bleiben wird. Es war der Höhepunkt seiner jahrelangen Arbeit, Kontakte auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs aufzubauen, um Zusammenarbeit und bessere Beziehungen zu ermöglichen und für die grundlegenden Rechte derer zu kämpfen, die unter der Bürde des Kommunismus lebten.

Hans-Dietrich Genscher war auch in der Europäischen Union von zentraler Bedeutung; er trug dazu bei, die europäischen Volkswirtschaften in einem Binnenmarkt zu vereinen. In Regierungen von beiden Seiten des politischen Spektrums arbeitete er auf eine bessere Zukunft für alle Deutschen und die Welt im Allgemeinen hin.

Sein Engagement im Dienste der Öffentlichkeit, sein Bekenntnis zu Frieden und Demokratie und sein Mut, für seine Überzeugungen auch einzutreten, veränderten den Lauf der Geschichte. Sein Vermächtnis führt uns allen die Macht offener Diplomatie vor Augen, die Welt sicherer zu machen.

Originaltext: On the Passing of Hans-Dietrich Genscher

Zum Tod von Guido Westerwelle

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Erklärung von US-Außenminister John Kerry zum Tod von Guido Westerwelle vom 18. März 2016.

Teresa und ich waren sehr betroffen, vom Tod des ehemaligen deutschen Außenministers und Vizekanzlers Guido Westerwelle zu hören. Mein tiefes Beileid gilt seinem Ehemann, Michael Mronz, seiner gesamten Familie, seinen Freunden und der deutschen Bevölkerung. Continue reading

Deutsch-amerikanische Wirtschaftsbeziehungen sind stabil und dynamisch

TTIP-Banner-Draft1COTTBUS – (AD) – Am 7. März hielt US-Botschafter John B. Emerson anlässlich seines Besuchs in Cottbus eine Rede vor der IHK, in der er die Vorteile der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft für den Mittelstand unterstrich. Er betonte außerdem die herausragenden deutsch-amerikanischen Beziehungen und die Bedeutung Deutschlands als verlässlicher Partner der Vereinigten Staaten.

 Es gilt das gesprochene Wort

Staatssekretär Fischer, Bürgermeister Kelch,

Herr Kopf, Herr Krüger, sehr geehrte Mitglieder der IHK Cottbus, es ist mir eine Freude, Sie heute hier in Cottbus zu treffen.

Ich reise immer gerne durch Brandenburg. In der Vergangenheit hat die Botschaft mit der Stadtbibliothek, der Brandenburgischen Technischen Universität und dem Staatstheater zusammengearbeitet. Potsdam besuche ich regelmäßig. Im Herbst haben unsere Zwillingstöchter auf einem Biobauernhof im Westen Brandenburgs gearbeitet. Und voriges Jahr haben sie ihren Abschluss an der Berlin Brandenburg International School gemacht. Aber in Cottbus bin ich zum ersten Mal.

Unsere Wirtschaftskontakte hier in diesem Bundesland sind für die deutsch-amerikanische Partnerschaft zweifelsohne von großer Bedeutung. Continue reading

Die Vereinigten Staaten können auf Deutschland zählen

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Eingangserklärung von US-Außenminister John Kerry, die er zu Beginn einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier am 29. Februar 2016 in Washington abgab. Den Link zum Originaltext der Presseerklärung beider Außenminister in voller Länge mit den Fragen der Journalisten finden Sie am Ende dieser Übersetzung.

Einen schönen guten Abend. Frank-Walter und ich wollten das Schaltjahr nutzen und uns an diesem zusätzlichen Tag im Februar noch einmal treffen. Man kann ja nicht gerade sagen, dass wir Fremde wären. Wir haben in Wien, Lausanne, Montreux, Genf und auch dieses Jahr schon in München sehr viel Zeit miteinander verbracht, wir haben viel zusammen gearbeitet und über die entscheidenden Fragen in Europa und weltweit sowie über die Gefahr des gewaltsamen Extremismus gesprochen.

All die Arbeit, die wir gemeinsam bewältigt haben, spricht, Frank-Walter, für die außerordentlichen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland. Zudem haben wir natürlich ein volles und komplexes Programm. Heute Abend haben wir die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Essen. Vor einigen Wochen in München konnten wir spätabends noch zusammensitzen, und Frank-Walter ist immer ein überaus großzügiger Gastgeber, daher nutzen wir die Gelegenheit heute Abend, seine Gastfreundschaft zu erwidern. Ich bin sicher, dass wir neben den ernsten Themen auch zusammen lachen und uns ein bisschen entspannen können.

Tatsache ist, wir sehen uns in Europa, dem Nahen Osten und auf der gesamten Welt heute zeitgleich mehr großen Herausforderungen gegenüber als zu jeder anderen Zeit in der jüngsten Geschichte. Wir werden heute Abend selbstverständlich über Syrien sprechen. Bei diesem Thema haben wir sehr eng zusammengearbeitet, und der in Wien am 11. Februar eingeleitete diplomatische Prozess hat es uns ermöglicht, in zwei Bereichen voranzukommen: Erstens konnten wir einigen Gemeinden, die seit Jahren unter Belagerung stehen, zum ersten Mal – in einigen Fällen seit Jahren – dringend benötigte humanitäre Hilfe liefern. Dadurch konnte für 116.000 Menschen unmittelbare Hilfe geleistet werden, soweit wir das bereits absehen können, und die Vereinten Nationen hoffen, diese Woche weitere 150.000 und bis Ende März 1,7 Millionen Menschen zu erreichen, also noch im nächsten Monat 1,7 Millionen Menschen, wenn wir den Prozess fortführen können. Continue reading

Interkultureller Empfang zu Ehren von Dr. Martin Luther King

interfaith6_750BERLIN – (AD) – Am 14. Januar 2016 würdigte US-Botschafter John B. Emerson bei einem interkulturellen Empfang in der Residenz mit 190 Gästen Leben und Werk von Dr. Martin Luther King jr.

Seine Rede veröffentlichen wir nachfolgend im Wortlaut.

Danke, Anne (Frau Byrne) und Kelvin (Herr Sholar). Ich heiße Sie, auch im Namen meiner Frau Kimberly und unserer Töchter, herzlich willkommen hier bei uns und danke den Vertretern der Religionen, der Zivilgesellschaft und der Regierung, dass Sie heute Abend gekommen sind, um mit uns ein wenig verfrüht den Martin Luther King Day zu feiern. Wir haben nun zum dritten Mal zu dieser Veranstaltung eingeladen und freuen uns immer über die Energie, die sie alle mitbringen. Apropos Energie – die Studenten des Berliner Campus der Stanford University sind heute Abend ebenfalls hier.

Das Thema Integration, das in Deutschland zurzeit in aller Munde ist, ist für das Leben und Vermächtnis von Dr. Martin Luther King jr. von zentraler Bedeutung. Kimberly und ich sowie unsere Kollegen an der Botschaft haben mit vielen von Ihnen faszinierende und interessante Gespräche über die Arbeit geführt, die in diesem Bereich geleistet wird – von staatlicher Seite, von glaubensorientierten Organisationen und von Nichtregierungsorganisationen. Wir danken Ihnen für Ihre Offenheit und auch für die Gastfreundschaft, die uns oft zuteil wurde. Continue reading