Unabhängigkeitstag – Hamburger und Tacos

Kunden beim Kauf von Feuerwerk für den Unabhängigkeitstag

Kunden beim Kauf von Feuerwerk für den Unabhängigkeitstag

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir anlässlich des amerikanischen Unabhängigkeitstages am 4. Juli einen Beitrag von Ruxandra Guidi für das Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium.

Monterey Park liegt nur 15 Kilometer östlich der sonnenverwöhnten Innenstadt von Los Angeles, aber dort herrscht eine Vorstadtatmosphäre, die sich deutlich von der Geschäftigkeit im Innenstadtbereich abhebt. Continue reading

Thanksgiving 2013

Präsident ObamaWASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Proklamation von US-Präsident Barack Obama vom 26. November zu Thanksgiving 2013.

An Thanksgiving haben wir alle die Gelegenheit, uns vor Augen zu führen, wie viel Gutes es in unserem Leben gibt: die Freiheiten, die wir genießen, die Zeit, die wir mit unseren Lieben verbringen, die tapferen Frauen und Männer, die unser Land im In- und Ausland verteidigen. Diese Tradition erinnert uns daran, dass wir unabhängig von unserer Herkunft oder unseren Überzeugungen, unabhängig davon, wer wir sind oder wen wir lieben, zuallererst Amerikanerinnen und Amerikaner sind.

Unsere jährliche Feier hat ihre Wurzeln in jahrhundertalten kolonialen Traditionen. Wenn wir uns am Tisch zusammensetzen, folgen wir dem Beispiel der Pilger und Wampanoags, die vor fast 400 Jahren die Früchte einer ertragreichen Ernte teilten. Wenn wir Dank sagen, tun wir es denjenigen gleich, die einen Tag dem Gebet widmen. Und wenn wir gemeinsam mit Freunden und Nachbarn etwas tun, um Leid zu lindern und das Zusammengehörigkeitsgefühl in unseren Gemeinden zu stärken, dann tun wir das zu Ehren von Präsident Abraham Lincoln, der seine Mitbürger aufrief, „inbrünstig das Eingreifen durch die Hand des Allmächtigen zu erbitten, um die Wunden der Nation zu heilen und sie sobald wie möglich im Sinne der Ziele Gottes wiederherzustellen, damit wir Frieden, Harmonie, Ruhe und Einheit genießen können.“

Unser Land war schon immer die Heimat von Amerikanerinnen und Amerikanern, die wissen, wie wichtig es ist, etwas zurückzugeben. Heute würdigen wir alle, die weit entfernt von Zuhause unserem Land dienen. Wir danken auch den Ersthelfern und dem medizinischen Personal, die an diesem Feiertag arbeiten müssen, damit wir versorgt sind, und wir erkennen die Bemühungen der Freiwilligen an, die diesen Tag denjenigen widmen, denen es weniger gut geht.

Vertiefen wir an diesem Thanksgiving die Beziehung zu unseren Angehörigen. Bringen wir anderen Dankbarkeit und Mitgefühl entgegen. Wir sollten uns gegenseitig helfen und im Geiste dieser alten Tradition anerkennen, dass wir eine Nation unter Gott sind und entweder gemeinsam erfolgreich sein oder gemeinsam scheitern werden.

AUF GRUND DESSEN ERKLÄRE ICH, BARACK OBAMA, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, kraft des mir durch die Verfassung und die Gesetze der Vereinigten Staaten verliehenen Amtes, hiermit Donnerstag, den 28. November 2013 zum nationalen Feiertag Thanksgiving. Ich ermuntere alle Menschen in den Vereinigten Staaten zusammenzukommen, ob zu Hause, in Gotteshäusern, Gemeindezentren oder anderen Treffpunkten für Freunde und Nachbarn, und für all das zu danken, was uns im vergangenen Jahr zuteil wurde, unserer Anerkennung für all diejenigen Ausdruck zu verleihen, deren Leben unser eigenes bereichert und unsere reichen Gaben mit anderen zu teilen.

ZU URKUND DESSEN setze ich an diesem sechsundzwanzigsten Tag des Novembers im Jahre des Herrn zweitausendunddreizehn und im zweihundertachtunddreißigsten Jahr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten meine Unterschrift unter dieses Dokument.

BARACK OBAMA

Originaltext: President Obama’s Proclamation for Thanksgiving Day 2013

 

Tag des Gedenkens an Präsident John F. Kennedy

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Proklamation von US-Präsident Barack Obama zum Tag des Gedenkens an John F. Kennedy.

Vor einem halben Jahrhundert trauerte Amerika über den Verlust eines außergewöhnlichen Staatsdieners. Mit seinen weitreichenden Visionen und seinem beflügelnden, aber zugleich pragmatischen Idealismus, ermunterte Präsident John F. Kennedy eine ganze Generation, eine dienende Haltung einzunehmen und Größe zu zeigen. Heute gedenken wir seiner und würdigen die dauerhaften Spuren, die er in der Geschichte unseres Landes hinterlassen hat.

Während seiner dreijährigen Amtszeit meisterte John F. Kennedy einige der bedrohlichsten Prüfungen des Kalten Krieges und führte Amerika an den Ausgangspunkt eines segensreichen neuen Zeitalters. Sein Verhalten während der Kubakrise ist nach wie vor ein gutes Beispiel dafür, wie amerikanische Diplomatie in ihren Sternstunden aussehen kann. Im geteilten Berlin hielt er eine mitreißende Rede für die Freiheit, die noch lange nachklingen sollte, und gleichzeitig war er sich bewusst, dass wir auch hier bei uns den Menschenrechten noch stärker Geltung verschaffen müssen. Im letzten Jahr seiner Amtszeit legte er ein Gesetz zu den Bürgerrechten vor, in dem ein Ende der Rassentrennung in Amerika gefordert wurde. Er erkannte auch, dass Frauen das elementare Recht haben, ein Einkommen zu erzielen, das ihren Beiträgen gerecht wird, und so unterzeichnete er den Equal Pay Act.

Dem Leben von Präsident Kennedy wurde auf tragische Weise ein zu frühes Ende gesetzt, doch seine Vision lebt in den Generationen weiter, die er inspiriert hat – Freiwillige, die sich in abgelegenen Teile der Welt als Botschafter des Friedens einsetzen, Naturwissenschaftler und Ingenieure, die sich im Angesicht kaum zu überwindender Hürden nach neuen Erkenntnissen ausstrecken und innovative Geister, die ihren Blick auf die neuen Grenzen unserer Zeit richten. Lassen Sie uns sein Vermächtnis am heutigen Tag und auch in den nachfolgenden Jahrzehnten weiterführen. Lassen Sie uns den Prüfungen der heutigen Zeit begegnen, indem wir auf den Geist zurückgreifen, den er verkörperte – diese furchtlosen, unverwüstlichen, ureigensten amerikanischen Wesenszüge, die unsere Nation immer wieder dazu gebracht haben, scheinbar unüberwindbare Hürden doch zu überwinden, unser Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und die Welt besser zu machen.

AUF GRUND DESSEN ERKLÄRE ICH, BARACK OBAMA, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, kraft des mir durch die Verfassung und die Gesetze der Vereinigten Staaten verliehenen Amtes, hiermit den 22. November 2013 zum Tag des Gedenkens an Präsident John F. Kennedy. Ich rufe alle Amerikaner auf, sein Leben und Vermächtnis mit dafür geeigneten Veranstaltungen, Zeremonien und Aktivitäten zu würdigen. Ich rufe auch die Gouverneure der Vereinigten Staaten und des Commonwealth of Puerto Rico, ebenso wie die zuständigen Vertreter aller Regierungsbereiche auf, anzuordnen, am Tag des Gedenkens für Präsident John F. Kennedy auf Halbmast zu flaggen. Ich ermutige alle Landsleute an diesem Tag an ihren Häusern und Geschäften ebenfalls die Fahnen auf Halbmast zu hängen.

ZU URKUND DESSEN setze ich an diesem einundzwanzigsten Tag des Novembers im Jahre des Herrn zweitausendunddreizehn und im zweihundertachtunddreißigsten Jahr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten meine Unterschrift unter dieses Dokument.

BARACK OBAMA

Originaltext: Obama Proclamation on Day of Remembrance for President Kennedy

Thanksgiving: Unzählige kulinarische Traditionen

 

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir eine Broschüre des Büros für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium vom 16. August 2013.

 

Im Herbst 1621 kamen die englischen Siedler, die ein Jahr zuvor in Plymouth Rock im heutigen Massachusetts angekommen waren, mit den Wampanoag-Indianern zusammen, um die erste erfolgreiche Ernte der Siedler zu feiern. Die dreitägige Feier war eine Mischung aus Bräuchen der amerikanischen Ureinwohner und der englischen Puritaner, die das Essen mit dem Ausdruck von Dankbarkeit und Freundschaft verband.

 

Historiker gehen davon aus, dass sich beide Gruppen von dem ernährten, was in Nordamerika heimisch war, beispielsweise Truthahn, Ente, Wildbret, Hummer, Krebse, Beeren, Gartenkürbis und Moschuskürbis. Auch wenn sich das moderne amerikanische Thanksgiving-Menü etwas von dieser ursprünglichen Nahrung unterscheidet, hat sich am Wesen des Feiertages nichts geändert: Es geht darum, sich für das, was man hat, zu bedanken und es mit anderen zu teilen.

 

Moderne Auslegung

Auch heute dreht sich beim Thanksgiving-Essen noch immer alles um Nahrungsmittel, die in Nordamerika heimisch sind. Der Truthahn – ob über Nacht in Salzlake eingelegt, mit Butter im Ofen gebacken oder frittiert – steht dabei im Mittelpunkt. Tatsächlich essen an Thanksgiving so viele Amerikaner Truthahn, dass der Feiertag auch häufig als „Truthahn-Tag“ bezeichnet wird. Zu den Beilagen gehören typischerweise die Brotfüllung, Cranberry-Sauce und Kartoffelbrei sowie Kürbiskuchen als Nachtisch.

 

Regionale Unterschiede

Während die typische Thanksgiving-Mahlzeit aus verbreiteten Nahrungsmitteln wie Truthahn und Cranberry-Sauce besteht, hängt deren Zubereitung sehr vom jeweiligen Koch ab. Unterschiedliche Familientraditionen, die jeweilige ethnische Herkunft und regionale Aromen machen jede Thanksgiving-Mahlzeit einzigartig.

 

Im Nordosten der Vereinigten Staaten kann zu einem ein Thanksgiving-Essen beispielsweise ein Truthahn gehören, der mit Vermonter Ahornsirup glasiert und mit einer mit Walnüssen, Rosmarin und Thymian verfeinerten Brotfüllung versehen wurde. Ein Thanksgiving in Baltimore wäre ohne Sauerkraut als Beilage undenkbar – eine Reminiszenz an die deutschen Wurzeln der Stadt.

 

Die Köche im Südosten der Vereinigten Staaten haben Variationen hervorgebracht, die sich auch außerhalb der Region wachsender Beliebtheit erfreuen. Südöstliche Erfindungen wie eine Maisbrotfüllung mit Austern und kandierten Süßkartoffeln mit gerösteten Marshmallows werden auf Esstischen überall in den Vereinigten Staaten serviert. Die Desserts hingegen unterscheiden sich stärker. Während man in Florida Limettenkuchen isst, bevorzugen die Menschen in Georgia Pekannusskuchen und in North Carolina Süßkartoffelkuchen.

 

Die Speisekarte im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten spiegelt die Stellung der Region im Herzen Amerikas wider. So kann es in Minnesota eine Wildreisfüllung geben, in Illinois eine Kasserolle mit grünen Bohnen und in Michigan Cranberry-Sauce mit Kirschen. In Indiana besteht der Nachtisch vielleicht aus Kakipudding, einem gedämpften Pudding ähnlich dem englischen Plumpudding, der aus der regionalen Kakifrucht gemacht wird.

 

Inspiriert von den Traditionen der amerikanischen Ureinwohner, der Mexikaner und der Spanier kann ein Thanksgiving-Menü im Südwesten der Vereinigten Staaten sehr pikant gewürzt sein. Köche im Südwesten servieren den Truthahn gerne in einer Ancho-Chilipaste mit Kreuzkümmel. Die Füllung besteht aus Maisbrot mit grünem Chili und Sahne-Süßkartoffeln mit Chipotle-Chilischoten. Kürbisflan ersetzt dort vielleicht den Kürbiskuchen als bevorzugtes Thanksgiving-Dessert.

 

Der amerikanische Westen, eine Region, die für ihre vielen Erzeugnisse bekannt ist, hat ein neues Thanksgiving-Aroma kreiert. Die Köche in Kalifornien würzen den Truthahn mit Knoblauch, Salbei und Thymian und verfeinern die Sauerteigfüllung mit Waldpilzen. Ihre Kollegen in Washington ersetzen die Kartoffeln gelegentlich durch gestampften Yams und fügen noch Haselnuss der Füllung hinzu.

 

Von Ahornsirup über Kastanien bis Knoblauch und Haselnuss spiegeln die regionalen Variationen der modernen Thanksgiving-Küche nicht nur die einzigartige Geschichte jedes einzelnen Kochs wider, sondern auch den Facettenreichtum der Vereinigten Staaten. Was nach diesem Feiertag aus den Resten gezaubert wird, ist nun wieder eine ganz andere Frage – auf die es sehr viele Antworten gibt.

 

Originaltext: Thanksgiving: A Cornucopia of Culinary Traditions

 

Thanksgiving: Dank für die reichhaltigen Gaben

Thanksgiving dinner (Foto: AP)WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir zwei Texte des Büros für internationale Informationsprogramme zum Feiertag Thanksgiving vom 18. und 19. November 2013.

Thanksgiving entstand in den Vereinigten Staaten als Brauch, mit dem man für die Ernte des Jahres dankte, und auch heute noch stehen die Speisen auf dem Esstisch im Mittelpunkt der Feier. Oft wird mit den Vorbereitungen für das Essen schon bei Tagesanbruch begonnen, und viele Familien nehmen die Hauptmahlzeit an diesem Tag mittags oder am frühen Nachmittag ein. Das lässt den Familienmitgliedern nicht nur viel Zeit, um das Essen zu genießen, sondern geht auch auf die Zeit zurück, in der es noch kein elektrisches Licht gab und die Hauptmahlzeit mittags eingenommen wurde.

Zu einem typischen Thanksgiving-Essen gehören traditionelle Gerichte wie Truthahn, eine Füllung, Kartoffelbrei und Cranberrysoße, aber wie diese typischen Gerichte zubereitet werden, hängt sehr davon ab, wer kocht. Unterschiedliche Familientraditionen, die ethnische Herkunft und regionale Gewürze machen jedes Thanksgiving-Dinner zu etwas Besonderem. Dazu gehören auch vegetarische Variationen, bei denen der Geschmack von Truthahn entweder imitiert oder dieses Hauptgericht durch ein anders ersetzt wird.

Dieses Jahr haben jüdische Amerikaner die einzigartige Chance, ihr kulturelles Erbe in den Feiertag einzubringen, denn er fällt 2013 mit dem ersten Tag von Hanukkah zusammen. Dieser Zufall wurde „Thanksgivukkah” getauft. Das letzte Mal fielen die beiden Feiertage 1888 auf denselben Tag. Zu Thanksgivukkah könnten Gerichte wie gebratene Pute in Pastrami mit in Meerettich eingelegten Zwiebeln und zum Nachtisch Kürbis-Sufganiyot (eine Art Donuts) gereicht werden.

Originaltext: Thanksgiving: Giving Thanks for America’s Bounty

 

 

Familie beim Thanksgiving-Dinner (Foto: AP)Thanksgiving – Amerikaner unterwegs

Die Tradition, an Thanksgiving auch mit weit entfernt lebenden Familienmitgliedern und Freunden zum Essen zusammenzukommen, hat diesen Feiertag zu einem der Hauptreisetage in den Vereinigten Staaten gemacht.

Für 2013 werden in den 12 Reisetagen rund um Thanksgiving – von Freitag, den 22. November bis Dienstag, den 3. Dezember – etwas 25 Millionen Fluggäste erwartet. Dem Wirtschaftsverband Airlines for America zufolge wird der Höhepunkt der Reisetätigkeit mit schätzungsweise 2,56 Millionen Fluggästen aller Voraussicht nach am Sonntag, den 1. Dezember erreicht werden.

Dem US-Verkehrsministerium zufolge werden 2013 an diesen Tagen durchschnittlich 54 Prozent mehr Strecken über 80 Kilometer zurückgelegt als sonst, und etwa 91 Prozent der Reisenden werden mit dem Auto unterwegs sein, die meisten an Thanksgiving selbst.

Die durchschnittlich an Thanksgiving im Auto zurückgelegte Strecke beträgt 344 Kilometer.

Für die meisten Amerikaner ist es die Reise wert, wenn man dafür die Feiertage mit der Familie verbringen kann.

Originaltext: Thanksgiving – Amerikaner unterwegs

 

Veterans Day 2013

Präsident ObamaWASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Proklamation von US-Präsident Barack Obama zum Tag der Veteranen 2013.

 Am Veterans Day halten die Vereinigten Staaten inne, um alle Angehörigen ihrer Streitkräfte zu würdigen, die je eine Uniform getragen haben. Jedes Mal, wenn unser Land angegriffen wurde, haben sie es verteidigt. Jedes Mal, wenn unsere Freiheiten angegriffen wurden, haben sie entschlossen reagiert. Ihr Mut und die Opfer, die sie gebracht haben, haben es unserer Republik im Laufe der Jahre ermöglicht, erfolgreich zu wachsen. Heute spricht diese Nation, deren Einheit die Patrioten bewahrt haben, ihnen dafür Anerkennung und Dankbarkeit aus.

 Wenn wir unsere Veteranen würdigen, sind wir uns sehr wohl bewusst, dass keine Zeremonie oder Parade unsere Schuld ihnen gegenüber vollständig aufwiegen kann. Wir wissen, dass unsere Schuld noch lange nach Ende der Schlacht besteht, und wir machen es uns zur Aufgabe, ihnen den gebührenden Respekt zu zollen und die Fürsorge zukommen zu lassen, die sie sich verdient haben. Wenn die Veteranen der Vereinigten Staaten heimkehren, dienen sie unserem Land auf andere Art und Weise. Sie bringen ihre enormen Fähigkeiten in ihren Gemeinden und auf dem Arbeitsmarkt ein – Führungsqualitäten, die sie erworben haben, als sie Einheiten durch unvorstellbare Gefahren führten, die Fähigkeit, moderne Technologien anzuwenden und sich an unberechenbare Situationen anzupassen. Diese Frauen und Männer sollten die Chance erhalten, ihren Beitrag zu unserem Wirtschaftsleben zu leisten, sowohl, weil ihre Fähigkeiten eingesetzt werden sollten, als auch, weil niemand, der für unser Land gekämpft hat, je um einen Arbeitsplatz kämpfen müssen sollte.

 Dieses Jahr begehen wir den 60. Jahrestag des Waffenstillstands nach dem Koreakrieg. Wir sind entschlossen, in den Vereinigten Staaten keinen Krieg zu vergessen und keinen Veteranen zu übersehen. Wir wollen uns immer unserer Verwundeten, unserer Vermissten, unserer Gefallenen und ihrer Familien erinnern. Während wir unseren Abzug aus Afghanistan weiter verantwortungsbewusst durchführen, wollen wir die heimkehrenden Heldinnen und Helden mit der Unterstützung und den Möglichkeiten begrüßen, die sie verdienen.

 Unter den schwierigsten Umständen und in den gefährlichsten Teilen der Welt haben die amerikanischen Veteraninnen und Veteranen ehrenvoll gedient. Sie haben Mut gezeigt, Opfer gebracht und Pflichtgefühl unserem Land und einander gegenüber bewiesen, und sie verkörpern das amerikanische Wesen von seiner besten Seite. Am Veterans Day und an jedem anderen Tag würdigen wir ihre unermessliche Leistung, lassen uns von ihrem Vorbild inspirieren und erneuern unser Engagement, ihnen die volle Unterstützung einer dankbaren Nation zukommen zu lassen.

 Mit Respekt vor und in Anerkennung der Leistung unserer Soldatinnen und Soldaten für die Sache des Friedens und der Freiheit auf der Welt, hat der Kongress bestimmt (5 U.S.C. 6103(a)), dass der 11. November jedes Jahres zum gesetzlichen Feiertag erklärt wird, an dem wir die Veteranen unseres Landes würdigen.

 DAHER ERKLÄRE ICH, BARACK OBAMA, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, hiermit den Montag, 11. November 2013, zum Veterans Day. Ich ermutige alle meine Landsleute, die Tapferkeit und die Opfer unserer Veteranen auf angemessene Weise in öffentlichen Zeremonien und privaten Gebeten zu würdigen. Ich rufe die Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, der Bundesstaaten und der Kommunen auf, die Flagge der Vereinigten Staaten zu hissen und an den patriotischen Aktivitäten bei sich vor Ort teilzunehmen. Ich rufe alle Amerikanerinnen und Amerikaner, einschließlich der zivilgesellschaftlichen Organisationen, der Gotteshäuser, Schulen und Gemeinden auf, diesen Tag mit Gedenkfeiern und Programmen zu begehen.

 ZU URKUND DESSEN setze ich an diesem fünften Tag des Novembers im Jahre des Herrn zweitausendunddreizehn und im zweihundertachtunddreißigsten Jahr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten meine Unterschrift unter dieses Dokument.

 BARACK OBAMA
Originaltext: VETERANS DAY, 2013

 

Obama zu Syrien

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Präsident Barack Obama zur Situation in Syrien vom 10. September 2013.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute Abend möchte ich mit Ihnen über Syrien sprechen: darüber, warum es wichtig ist und welchen Weg wir nun einschlagen.

 

In den vergangenen zwei Jahren ist das, was als friedlicher Protest gegen das repressive Regime von Baschar al-Assad begann, zu einem brutalen Bürgerkrieg geworden. Über 100.000 Menschen wurden getötet. Millionen von Menschen sind aus dem Land geflüchtet. In dieser Zeit haben die Vereinigten Staaten von Amerika mit Verbündeten zusammengearbeitet, um humanitäre Hilfe zu leisten, die moderate Opposition zu unterstützen und eine politische Einigung zu erreichen. Den Rufen nach einer militärischen Lösung habe ich jedoch widerstanden, weil wir den Bürgerkrieg eines anderen Landes nicht durch Gewalt beilegen können, insbesondere nach zehn Jahren Krieg im Irak und in Afghanistan.

 

Die Situation hat sich jedoch drastisch verändert, als Assads Regierung am 21. August über Tausend Menschen, darunter Hunderte von Kindern, mit Giftgas ermordete. Die Bilder von diesem Massaker sind widerlich. Männer, Frauen und Kinder liegen aufgereiht, getötet durch Giftgas. Anderen tritt Schaum aus dem Mund, sie ringen um Luft. Ein Vater drückt seine toten Kinder an sich und fleht sie an aufzustehen und zu laufen. An diesem furchtbaren Abend wurden der Welt grauenhaft detailliert die schrecklichen Eigenschaften von Chemiewaffen vor Augen geführt und gezeigt, warum die Mehrheit der Menschheit sie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verstoß gegen internationales Kriegsrecht ächtet.

 

Das war nicht immer so. Im Ersten Weltkrieg waren amerikanische GIs unter den vielen Tausenden, die in den Schützengräben Europas durch Giftgas ums Leben kamen. Im Zweiten Weltkrieg bedienten sich die Nationalsozialisten des Gases für die Grauen des Holocaust. Weil diese Waffen in großem Ausmaß töten können und nicht zwischen Soldat und Säugling unterscheiden, hat die Welt ein Jahrhundert lang daran gearbeitet, sie zu verbieten. 1997 stimmte der Senat der Vereinigten Staaten mit überwältigender Mehrheit für ein internationales Übereinkommen, das den Einsatz chemischer Waffen verbietet. Diesem Übereinkommen gehören mittlerweile 189 Regierungen an, die 98 Prozent der Menschheit vertreten.

 

Am 21. August wurde gegen diese Grundregeln und gegen unser Verständnis von einer gemeinsamen Menschlichkeit verstoßen. Niemand bestreitet, dass in Syrien Chemiewaffen eingesetzt wurden. Die Welt hat Tausende von Videos und Handyaufnahmen gesehen und Berichte in sozialen Medien von den Anschlägen gelesen, und humanitäre Hilfsorganisationen haben von überfüllten Krankenhäusern erzählt, in denen zahlreiche Menschen mit Giftgassymptomen lagen.

 

Zudem wissen wir, dass das Assad-Regime dafür verantwortlich war. Wir wissen, dass Assads Chemiewaffenexperten in den Tagen vor dem 21. August in der Nähe eines Gebiets, wo sie das Giftgas Sarin herstellen, einen Angriff vorbereitet haben. Sie haben Gasmasken an ihre Soldaten ausgeteilt. Dann schossen sie Raketen aus einem vom Regime kontrollierten Gebiet in die elf Bezirke, die das Regime von Oppositionskräften säubern wollte. Kurz nachdem diese Raketen landeten, breitete sich das Gas aus, und in die Krankenhäuser wurden Sterbende und Verwundete eingeliefert. Wir wissen, dass hochrangige Personen in Assads Militärmaschinerie die Folgen des Angriffs überprüft haben und das Regime in den folgenden Tagen die Bombardierung der gleichen Viertel intensivierte. Wir haben außerdem Blut- und Haarproben von Menschen untersucht, die sich in dem Gebiet befanden, und positive Resultate für Sarin erhalten.

 

Wenn Diktatoren Gräueltaten verüben, sind sie davon abhängig, dass die Welt wegschaut, bis diese furchtbaren Bilder in der Erinnerung verblassen. Aber diese Dinge sind geschehen. Die Fakten können nicht geleugnet werden. Die Frage lautet jetzt, was die Vereinigten Staaten von Amerika und die internationale Gemeinschaft bereit sind, dagegen zu unternehmen. Was diesen Menschen geschehen ist – diesen Kindern – ist nicht nur ein Verstoß gegen das Völkerrecht, sondern auch eine Gefahr für unsere Sicherheit.

 

Lassen Sie mich das erklären. Wenn wir nicht handeln, wird das Assad-Regime keinen Grund sehen, auf den Einsatz von Chemiewaffen zu verzichten. Wenn das Verbot dieser Waffen unterlaufen wird, werden andere Tyrannen keinen Grund haben zu zögern, bevor sie sich Giftgas beschaffen und einsetzen. Mit der Zeit müssten unsere Truppen wieder mit chemischer Kriegsführung auf dem Schlachtfeld rechnen. Für Terrororganisationen wäre es leichter, sich diese Waffen zu beschaffen und sie zum Angriff auf Zivilisten einzusetzen.

 

Wenn sich die Kämpfe über die syrischen Grenzen hinaus ausbreiteten, könnten diese Waffen Verbündete wie die Türkei, Jordanien und Israel bedrohen. Wenn wir uns nicht gegen den Einsatz von Chemiewaffen stellen, würde dies das Verbot anderer Massenvernichtungswaffen schwächen und den Verbündeten Assads ermutigen: Der Iran muss sich entscheiden, ob er das Völkerrecht ignoriert, indem er eine Atomwaffe baut, oder ob er einen friedlicheren Weg einschlägt.

 

Eine solche Welt sollten wir nicht hinnehmen. Das steht auf dem Spiel. Deshalb habe ich nach sorgfältiger Abwägung entschieden, dass es den nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten entspricht, auf den Einsatz von Chemiewaffen durch das Assad-Regime mit einem gezielten Militärschlag zu reagieren. Ziel dieses Militärschlags wäre es, Assad davon abzuhalten, Chemieaffen einzusetzen, die Fähigkeit seines Regimes zu schwächen, sie zu nutzen, und der Welt klarzumachen, dass wir ihren Einsatz nicht dulden werden.

 

Das ist meine Bewertung als Oberbefehlshaber. Allerdings bin ich auch der Präsident einer der ältesten konstitutionellen Demokratien der Welt. Obwohl ich also die Befugnis habe, Militärschläge anzuordnen, war es meines Erachtens richtig, diese Debatte in Ermangelung einer unmittelbar drohenden Gefahr für unsere Sicherheit im Kongress zu führen. Meiner Ansicht nach ist unsere Demokratie stärker, wenn der Präsident mit der Unterstützung des Kongresses handelt. Und ich glaube, dass die Vereinigten Staaten im Ausland effektiver handeln können, wenn wir zusammenstehen.

 

Dies gilt insbesondere nach einem Jahrzehnt, in dem die Befugnis, über Kriege zu entscheiden, zunehmend in der Hand des Präsidenten lag, und unseren Truppen immer größere Lasten trugen, während die Volksvertreter bei den wichtigen Entscheidungen über den Einsatz von Gewalt an den Rand gedrängt wurden.

 

Ich weiß, dass der Gedanke an ein militärisches Vorgehen, so begrenzt es auch sein mag, nach dem schrecklichen Tribut, den Irak und Afghanistan gefordert haben, nicht sonderlich beliebt sein wird. Schließlich habe ich viereinhalb Jahre daran gearbeitet, Kriege zu beenden, nicht, sie zu anzufangen. Unsere Truppen stehen nicht mehr im Irak. Unsere Truppen kehren aus Afghanistan zurück. Ich weiß, dass die Amerikaner wollen, dass wir alle in Washington – und insbesondere ich – uns auf die Aufgabe konzentrieren, unser Land hier Zuhause aufzubauen, indem wir den Menschen Arbeitsplätze und unseren Kindern Bildung vermitteln und unsere Mittelschicht fördern.

 

Kein Wunder also, dass Sie schwierige Fragen stellen. Ich möchte gerne einige der wichtigsten Fragen beantworten, die ich von Mitgliedern des Kongresses gehört und in Briefen, die Sie mir geschickt haben, gelesen habe.

 

Zunächst haben mich viele von Ihnen gefragt, ob wir damit nicht in einen weiteren Krieg hineinschlittern könnten. Ein Mann schrieb mir, dass wir „uns noch von unserer Intervention im Irak erholen“. Ein Veteran drückte sich unmissverständlicher aus: „Unser Land hat den Krieg satt.“

 

Meine Antwort ist ganz einfach: Ich werde keine amerikanischen Bodentruppen nach Syrien entsenden. Ich werde keine Maßnahmen mit offenem Ende verfolgen, wie in Irak oder Afghanistan. Ich werde keinen Luftfeldzug über länger Zeit verfolgen, wie in Libyen oder im Kosovo. Es würde sich um einen gezielten Militärschlag mit klarem Ziel handeln: vom Einsatz chemischer Waffen abzuschrecken und Assads Fähigkeiten zu schwächen.

 

Andere haben gefragt, ob wir überhaupt handeln sollten, wenn wir Assad nicht ausschalten. Wie einige Mitglieder des Kongresses gesagt haben, ist es wenig sinnvoll, in Syrien einen „nadelstichartigen“ Militärschlag durchzuführen.

 

Eines möchte ich ganz deutlich sagen: Die Vereinigten Staaten versetzen keine Nadelstiche. Auch ein begrenzter Angriff wird Assad eine Botschaft vermitteln, die kein anderes Land vermitteln kann. Ich denke nicht, dass wir einen weiteren Diktator mit Gewalt entfernen sollten. Wir haben im Irak die Erfahrung gemacht, dass man uns für alles, was folgt, verantwortlich macht. Ein gezielter Schlag kann Assad, oder jeden anderen Diktator, jedoch dazu bringen, den Einsatz von Chemiewaffen noch einmal zu überdenken.

 

Bei anderen Fragen ging es um die Gefahr von Vergeltungsmaßnahmen. Wir tun keine Bedrohung als unwesentlich ab, aber das Regime Assad verfügt nicht über die Fähigkeit, unsere Streitkräfte ernsthaft zu bedrohen. Jede andere Vergeltungsmaßnahme ist vergleichbar mit den Bedrohungen, denen wir uns jeden Tag gegenübersehen. Weder Assad noch seine Verbündeten haben ein Interesse an einer Eskalation, die zum Ende seiner Herrschaft führen würde. Und unser Verbündeter Israel ist selbst stark genug um sich zu verteidigen und kann sich auf die unerschütterliche Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika verlassen.

 

Viele von Ihnen haben eine weiterreichende Frage gestellt: Warum sollten wir uns an einem Ort einmischen, der so kompliziert ist und wo – wie eine mir Person schrieb – „diejenigen, die nach Assad kommen, womöglich Feinde der Menschenrechte sind?“

 

Es stimmt, dass einige der Assad-Gegner Extremisten sind. Aber Al Kaida wird in einem chaotischeren Syrien nur noch weiter gestärkt, wenn die Menschen dort erkennen, dass die Welt nichts tut, um unschuldige Zivilisten vor dem Gastod zu retten. Die Mehrheit der Syrer und die syrische Opposition, mit der wir arbeiten, wollen einfach nur in Frieden, Würde und Freiheit leben. Am Tag nach einem Militärschlag würden wir deshalb unser Bemühungen um eine politische Lösung verdoppeln, die diejenigen stärkt, die die Gewalt der Tyrannei und des Extremismus ablehnen.

 

Und schließlich haben viele von Ihnen gefragt: Warum überlassen wir dies nicht anderen Ländern oder suchen nach Lösungen ohne den Einsatz von Gewalt? Mehrere Menschen schrieben mir: „Wir sollten nicht die Weltpolizei spielen.“

 

Das stimmt, und ich bevorzuge friedliche Lösungen zutiefst. In den vergangenen zwei Jahren hat meine Regierung es mit Diplomatie und Sanktionen versucht, mit Warnungen und Verhandlungen, aber das Regime Assad hat trotzdem Chemiewaffen eingesetzt.

 

In den letzten beiden Tagen gab es allerdings einige ermutigende Zeichen. Zum Teil aufgrund der glaubhaften Drohung mit einem US-Militärschlag sowie konstruktiver Gespräche, die ich mit Präsident Putin geführt habe, hat die russische Regierung sich bereit erklärt, gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft Assad zu drängen, seine Chemiewaffen aufzugeben. Das Assad-Regime hat jetzt zugegeben, dass es im Besitz dieser Waffen ist, und sogar erklärt, dem Chemiewaffenübereinkommen beizutreten, das ihren Einsatz verbietet.

 

Es ist zu früh, um etwas über den Erfolg dieses Angebots zu sagen, und jede Einigung muss sicherstellen, dass das Assad-Regime seine Verpflichtungen einhält. Aber diese Initiative hat das Potenzial, die Bedrohung durch Chemiewaffen ohne den Einsatz von Gewalt zu beseitigen, insbesondere weil Russland einer der stärksten Verbündeten Assads ist.

 

Ich habe deshalb die Kongressführer gebeten, die Abstimmung über die Genehmigung des Einsatzes von Gewalt zu verschieben, während wir diesen diplomatischen Weg verfolgen. Ich werde Außenminister John Kerry am Donnerstag zu einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen schicken und meine eigenen Gespräche mit Präsident Putin fortsetzen. Ich habe mit den Regierungschefs von zwei unserer engsten Verbündeten gesprochen, Frankreich und Großbritannien, und wir werden gemeinsam in Abstimmung mit Russland und China daran arbeiten, im VN-Sicherheitsrat eine Resolution vorzulegen, die Assad auffordert, seine Chemiewaffen aufzugeben und sie unter internationaler Kontrolle zu zerstören. Wir werden den VN-Inspektoren außerdem die Möglichkeit geben, ihre Erkenntnisse über die Ereignisse am 21. August darzulegen. Zudem werden wir von Europa bis Amerika, von Asien bis zum Nahen Osten, weiter um die Unterstützung von Verbündeten werben, die sich einig sind, dass gehandelt werden muss.

 

Inzwischen habe ich unsere Streitkräfte angewiesen, das aktuelle Einsatzkonzept beizubehalten und den Druck auf Assad aufrechtzuerhalten und bereitzustehen, falls die Diplomatie scheitert. Heute Abend möchte ich unseren Streitkräften und den Familienangehörigen für ihre unglaubliche Stärke und für ihre Opfer danken.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, seit fast siebzig Jahren sind die Vereinigten Staaten der Anker der globalen Sicherheit. Das beinhaltetet mehr als den Abschluss internationaler Abkommen – es beinhaltetet auch deren Durchsetzung. Die Last der Führungsrolle ist oft schwer, aber die Welt ist ein besserer Ort, weil wir diese Last auf uns genommen haben.

 

Deshalb bitte ich meine Freunde zu meiner Rechten, ihr Bekenntnis zur militärischen Macht der Vereinigten Staaten mit dem Nichthandeln in Einklang zu bringen, da es sich doch um eine so offensichtlich gerechte Sache handelt. Meine Freunde zu meiner Linken bitte ich, ihren Glauben an die Freiheit und Würde aller Menschen mit den Bildern von Kindern in Einklang zu bringen, die sich vor Schmerz winden und schließlich still auf einem kalten Krankenhausboden liegen. Denn manchmal reichen Resolutionen und Verurteilungserklärungen einfach nicht aus.

 

In der Tat möchte ich jedes Mitglied des Kongresses und Sie alle, die heute Abend Zuhause zusehen, bitten, sich die Videos dieser Angriffe anzusehen und sich dann zu fragen: In welcher Welt werden wir leben, wenn die Vereinigten Staaten von Amerika sehen, wie ein Diktator mit dem Einsatz von Giftgas schamlos gegen das Völkerrecht verstößt und dann einfach wegschauen?

 

Franklin Roosevelt sagte einmal: „Unsere nationale Entschlossenheit, uns aus fremden Kriegen und Verwicklungen im Ausland herauszuhalten, hindert uns nicht daran, große Besorgnis zu empfinden, wenn Ideale und Prinzipien herausgefordert werden, die uns am Herzen liegen.“ Unsere Ideale und Prinzipien wie auch unsere nationale Sicherheit stehen in Syrien auf dem Spiel, ebenso wie unsere Führungsrolle in einer Welt, auf der wir sicherstellen wollen, dass die schlimmsten Waffen nie eingesetzt werden.

 

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nicht die Weltpolizei. Schreckliche Dinge geschehen auf der ganzen Welt, und es überschreitet unsere Möglichkeiten, jedes Unrecht zu richten. Wenn wir aber, mit bescheidenem Einsatz und Risiko, Kinder vor dem Tod durch Giftgas retten können und unsere Kinder damit langfristig sicherer sind, dann sollten wir meines Erachtens handeln. Das unterscheidet die Vereinigten Staaten von anderen. Das macht uns außergewöhnlich. Demütig, aber entschlossen, sollten wir diese entscheidende Wahrheit nie aus den Augen verlieren.

 

Vielen Dank. Möge Gott Sie segnen. Und möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.

 

Originaltext: Remarks by the President in Address to the Nation on Syria

 

Unabhängigkeitstag

Die Color Guard des United States Marine Corps marschiert zur Presentation of the Colors anlässlich des US-Nationalfeiertages ein.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die am 4. Juli ergangene Proklamation von Präsident Barack Obama zum Unabhängigkeitstag 2013.

Am Unabhängigkeitstag gedenken wir einer kleinen, mutigen Gruppe von Patrioten. Sie hat durch die Unterzeichnung einer Erklärung eine Revolution ausgelöst und uns die Freiheit gebracht. Die Patrioten des Jahres 1776 glaubten an eine Demokratie, die sie noch nicht kannten. Sie haben nicht gekämpft, um die Tyrannei eines Königs durch Privilegien für einige Wenige oder durch die Herrschaft eines Mobs zu ersetzen. Sie gaben uns eine Regierung des Volkes, vom Volk und für das Volk, und jede Generation wurde damit betraut, unser Gründungscredo zu bewahren.

237 Jahre später sind ihre Worte noch genauso mutig und revolutionär wie damals, als sie zum ersten Mal niedergeschrieben wurden: „Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich geschaffen worden sind; dass sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind, zu denen Leben, Freiheit und Streben nach Glück gehören.“

Aber auch wenn diese Wahrheiten selbstverständlich sind, lehrt uns die Geschichte, dass sie kein Automatismus sind. Seit mehr als zwei Jahrhunderten befindet sich unsere Nation auf einer noch andauernden Reise mit dem Ziel, den Worten unserer Gründerväter auch in der Realität unserer Zeit Bedeutung zu verleihen. Durch das durch Peitschenhiebe und Schwerter vergossene Blut haben wir gelernt, dass keine Union, die auf den Prinzipien von Freiheit und Gleichheit gegründet wurde, überleben kann, wenn eine Hälfte der Bevölkerung als Sklaven gehalten wird und die andere frei ist. Wir haben erkannt, dass eine moderne Volkswirtschaft Eisenbahnen und Autobahnen benötigt, um Handel und Reisen zu beschleunigen. Wir haben erkannt, dass Bildung für eine freie Gesellschaft unerlässlich ist, und dass ein freier Markt nur gedeiht, wenn es Regeln gibt, die gerechtes Handeln garantieren. Wir haben erkannt, dass sich eine große Nation um ihre schwächeren Mitbürger kümmern und ihre Bürgerinnen und Bürger vor den schlimmsten Gefahren und Unglücksfällen des Lebens schützen muss.

Wenn unsere Art zu leben herausgefordert und auf die Probe gestellt wurde, haben mutige Mitglieder unserer Streitkräfte sich freiwillig gemeldet, um unsere Überzeugungen im In- und Ausland zu verteidigen. Von den Minutemen, die für eine Nation gekämpft haben, die lediglich ihrer Vorstellung existierte, bis zu den stolzen Frauen und Männer in Uniform, die heute ihren Dienst leisten, haben die Angehörigen unserer Streitkräfte das große Experiment ermöglicht, das die Vereinigten Staaten sind. Heute erinnern wir auch an die unglaublichen Opfer, die sie gebracht haben, und wir gedenken derer, die bis zum Tode ihre Pflicht erfüllt haben, damit wir in Freiheit leben können.

An diesem Tag feiern wir unser Gründungscredo, dass es nicht die Farbe unserer Haut, die Grundlagen unseres Glaubens oder die Herkunft unserer Namen sind, die diese Nation zusammenhalten. Was uns zu Amerikanern macht, ist unsere Loyalität gegenüber einer Idee, die zum ersten Mal in einem schmucklosen Saal in Philadelphia formuliert wurde – dass wir alle gleich geschaffen sind. Dies ist auch heute noch die Vorstellung, die uns leitet, die uns aufruft, das kostbare Licht der Freiheit in eine unsichere Zukunft zu tragen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und einen fröhlichen 4. Juli. Gott segne und schütze all jene, die ihren Dienst für ihr Land tun und Gott segne die Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Barack Obama

Fotogalerie über Martin Luther King jr.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir anlässlich des US-Feiertags Martin Luther King Day am 21. Januar 2013 eine noch immer aktuelle Fotogalerie über den amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King jr., die im März 2011 vom Büro für internationale Informationsprogramme herausgegeben wurde.

 

Einführung: Zu Ehren von Martin Luther King jr.

Martin Luther King jr. widmete sein Leben dem gewaltlosen Kampf für Gleichberechtigung in den Vereinigten Staaten. Am 17. Januar 2011 begingen wir zum 25. Mal den Martin Luther King Day, einen bundesweiten Feiertag zu Ehren des Vermächtnisses von King, an dem die Bürger dazu aufgerufen sind, sich durch Freiwilligenarbeit in ihren Gemeinden zu engagieren. Dieser Tag wird am dritten Montag im Januar begangen.

 

 

 

 

 

 

1. Beginn einer Reise

King wurde am 15. Januar 1929 in eine traditionsreiche baptistische Pfarrersfamilie geboren. Er wuchs in Atlanta auf, als die Jim-Crow-Gesetze galten, durch die Rassentrennung und Diskriminierung für die Afroamerikaner in den Südstaaten zu einer alltäglichen Realität wurden.

King besuchte das Morehouse College in Atlanta, wo er die Religion als treibende Kraft für sozialen Wandel kennenlernte. Er wurde an der School of Theology der Boston University promoviert, bevor er in die Südstaaten zurückkehrte, wo er an der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery (Alabama) als Pastor tätig war.

Der Geburtsort Kings in Atlanta ist mittlerweile als National Historical Site des National Park Service registriert.

 

 

 

 

2. Die Bürgerrechtsbewegung in den Fünfzigerjahren

King unterstützte den Montgomery Bus Boycot, eine einjährige Kampagne, die mit der Verhaftung der Schneiderin Rosa Parks begann, die ihren Sitzplatz im Bus nicht für einen weißen Passagier aufgeben wollte. Nachdem der Oberste Gerichtshof die Gesetze zur Rassentrennung in Bussen 1956 kippte, gründete King mit anderen Bürgerrechtlern die Southern Christian Leadership Conference und förderte gewaltfreie Aktionen im Einsatz für die Bürgerrechte in den Südstaaten. Die Lehren Mahatma Gandhis beeinflussten ihn sehr und er reiste 1959 nach Indien.

 

 

 

 

 

 

3. Symbolfigur der Sechzigerjahre

In Atlanta arbeitete King als Hilfspfarrer in der Ebenezer Baptist Church seines Vaters. Er setzte sein rhetorisches Geschick weiterhin ein, um auf ein Ende der Rassentrennung und mangelnden Gleichheit vor dem Gesetz zu drängen. Während der Sechzigerjahre wurde er während friedlicher Proteste in Alabama, Florida und Georgia festgenommen. King führte unter anderem den etwa 86 Kilometer langen Marsch von Selma nach Montgomery für gleiches Wahlrecht an (s. Foto).

Während seiner Haft 1963 verfasste King den Letter from Birmingham City Jail, in dem er die moralischen und philosophischen Grundlagen der Bürgerrechtsbewegung darlegte. Im August dieses Jahres hielt er an der National Mall in Washington vor mehr als 200.000 Menschen seine berühmte „Ich-habe-einen-Traum“-Rede.

 

 

 

 

 

4. Errungenschaften der Bürgerrechtsbewegung

1964 unterzeichnete Präsident Lyndon Johnson das historische Bürgerrechtsgesetz (Civil Rights Act), durch das Diskriminierung am Arbeitsplatz, an öffentlichen Orten und in anderen Lebensbereichen verboten wurde. King war bei der Unterzeichnung des Gesetzes anwesend (s. Foto). Er setzte sich weiterhin für ein Gesetz ein, mit dem garantiert wurde, dass Afroamerikanern das Wahlrecht nicht durch diskriminierende Praktiken wie Lesetests verwehrt werden konnte. 1965 unterzeichnete Johnson das Wahlrechtsgesetz (Voting Rights Act). Für seine Bemühungen erhielt King 1964 den Friedensnobelpreis, den er im Namen aller Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung entgegennahm.

 

 

 

 

 

5. Nach dem Attentat

Am 4. April 1968 wurde King auf dem Balkon seines Hotelzimmers in Memphis (Tennessee) ermordet. Bei seiner Beisetzung schritten Tausende von Trauernden hinter dem von Maultieren gezogenen Wagen mit seinem Sarg durch Atlanta.

 

In einem posthum veröffentlichten Essay mit dem Titel „A Testament of Hope“ drängte King Afroamerikaner ihr Engagement für Gewaltfreiheit fortzusetzen, warnte aber auch, dass „Gerechtigkeit für Schwarze nicht ohne radikale Veränderungen in den Strukturen unserer Gesellschaft erreicht werden kann“. Zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen haben den gewaltfreien Wandel aufgegriffen und Kings Vermächtnis in den Vereinigten Staaten und überall auf der Welt fortgesetzt.

 

 

 

 

6. Kings Vermächtnis: Gewaltfreier Protest

In einer Radioansprache von 1959 während seines Besuchs in Indien, sagte King: „Heute haben wir nicht länger die Wahl zwischen Gewalt und Gewaltfreiheit – es gibt nur gewaltlos oder existenzlos.“ Seine Philosophie wurde von Gandhis gewaltfreiem Kampf für die Beendigung der britischen Herrschaft in Indien inspiriert. King wiederum hat unzählige Andere zum Wandel in ihrer Gesellschaft mit dem Mittel der Gewaltfreiheit inspiriert – von der Solidarnosc gegen die sowjetische Besatzung in Polen bis zu Nelson Mandelas Kampf für ein Ende der Apartheid in Südafrika.

 

 

 

 

 

 

7. Kings Vermächtnis: Der Kampf gegen Vorurteile

Während des Marschs auf Washington 1963 erklärte King, dass alle Menschen nicht „nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter“ beurteilt werden sollten. Das King Center in Atlanta ist ein lebendes Denkmal für Kings Vision von einer freien und gleichen Welt, die sich der Schaffung von Chancen, dem Kampf gegen Rassismus und dem Ende aller Formen von Diskriminierung verschrieben hat.

 

 

 

 

 

 

 

8. Kings Vermächtnis: Das Streben nach sozialer Gerechtigkeit

Das Martin Luther King Jr. Research and Education Institute an der Stanford University beheimatet das King Papers Project, eine umfassende Sammlung aller Reden, Korrespondenz und anderer Texte von King, um sein lebenslanges Engagement für den Aufbau einer „liebevollen Gemeinschaft“ für zukünftige Generationen zu erhalten. Das Institut ist auch an der Liberation Curriculum Initiative und der Gandhi-King Community beteiligt, die Kings Leben und Ideen nutzen, um Sozialaktivisten überall auf der Welt einzubinden, die sich für die Förderung von Menschenrechten und Gerechtigkeit mit gewaltfreien Mitteln einsetzen.

 

 

 

 

 

 

9. Kings Vermächtnis: Sich für andere einsetzen

Martin Luther King Day wurde 1994 zum National Day of Service erklärt. Die Amerikaner werden dazu aufgefordert, zu Ehren von Kings Engagement zur Verbesserung der Lebensbedingungen anderer den Tag „aktiv und nicht passiv“ zu verbringen. Präsident Obama fördert Freiwilligenarbeit und die Unterstützung anderer als einen wichtigen Weg, anderen zu helfen, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen.

 

 

 

 

 

 

 

10. Den Traum weiterleben

Die Einweihung eines nationalen Denkmals für King wurde für August 2011 auf der National Mall in Washington angekündigt. In der Nähe des Lincoln Memorial, wo King 1963 die „Ich-habe-einen-Traum“-Rede hielt, wird das MLK Memorial Tausende Besucher dazu einladen, über das Leben und Erbe Kings und seine Bedeutung für die kommenden Jahre nachzudenken.

 

 

 

 

 

Originaltext: The Life and Legacy of Martin Luther King Jr.

Weihnachtstraditionen in den Vereinigten Staaten

Präsident Calvin Coolidge entzündete die Lichter am ersten National Christmas Tree im Jahr 1923. Der Baum ist in der Ellipse aufgestellt, dem 21 Hektar großen Park südlich des Weißen Hauses.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Michael Friedman vom Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium vom 12. Dezember 2011.

 

Weihnachten wird von den meisten Christen am 25. Dezember gefeiert und erinnert an die Geburt von Jesus von Nazareth. In den Vereinigten Staaten haben sich, wie in vielen anderen Ländern der Welt, eigene Weihnachtstraditionen und -bräuche entwickelt. Diese haben sich im Laufe der Zeit stark verändert. Heute verbinden die meisten Amerikaner religiöse und weltliche Bräuche mit ihren eigenen Familientraditionen.

 

ENTSTEHUNG DES AMERIKANISCHEN WEIHNACHTSFESTS

Die ersten Puritaner in Neuengland lehnten ausschweifende Weihnachtsfeierlichkeiten ab. 1659 wurde das Feiern des Weihnachtsfestes von den Kolonisten in Massachusetts kurzzeitig verboten, und Weihnachten blieb in großen Teilen Neuenglands und Pennsylvanias ein normaler Arbeitstag. In anderen Teilen des britisch geprägten Nordamerikas wurde jedoch begeistert gefeiert. Die Menschen zogen verkleidet von Tür zu Tür und erhielten als kleine Geschenke etwas zu essen und zu trinken.

 

Das moderne, kommerziellere Weihnachten entstand im 19. Jahrhundert, als die Menschen begannen, Geschenke für kleine Kinder zu kaufen. Der saisonale „Weihnachtseinkauf“ bekam eine wirtschaftliche Bedeutung.

 

Andere Weihnachtstraditionen begannen ebenfalls im 19. Jahrhundert. Santa Claus geht auf den holländischen Sinterklaas und den deutschen Sankt Nikolaus zurück und etablierte sich durch Darstellungen wie das Gedicht A Visit from Saint Nicholas von Clement Clarke aus dem Jahr 1823 und ein Porträt des Illustrators Thomas Nast, das 1863 in Harper’s Weekly erschien, als fröhlicher Verteiler von Geschenken in einem von Rentieren gezogenen Schlitten.

 

Viele Häuser werden zu Weihnachten mit Lichterketten und Dekoration geschmückt wie dieses Haus in Baxter Springs (Kansas).

Weihnachtsbäume gehen scheinbar auf den im 16. Jahrhundert in Deutschland lebenden Kleriker Martin Luther zurück. Der Legende zufolge brachte Luther seinen Kindern eines Weihnachtsabends eine Tanne, um sie an das Wunder der göttlichen Schöpfung zu erinnern. Der Brauch verbreitete sich im 19. Jahrhundert bis nach Großbritannien und in die Vereinigten Staaten. Heute kaufen oder schlagen viele Amerikaner selbst einen immergrünen Baum oder stellen einen Baum aus Aluminium oder Kunststoff auf. Der Weihnachtsbaum wird mit Lichtern und Ornamenten geschmückt. In vielen Familien liegen die Geschenke am Morgen des 25. Dezembers unter dem Baum, die von den einzelnen Familienmitgliedern – oder, wie kleine Kinder glauben, vom Weihnachtsmann – dort abgelegt wurden.

 

ZEITGENÖSSISCHE BRÄUCHE

Da Weihnachten für Einzelhändler eine existenzsichernde Bedeutung angenommen hat, ist die Weihnachtszeit zu einer eigenständigen Festzeit geworden. Der Tag nach Thanksgiving wird auch „Black Friday“ genannt. Durch diesen wichtigen Einkaufstag gelangen einige Unternehmen in die Gewinnzone, bzw. in die „schwarzen Zahlen“ und kann bei den jährlichen Gewinnen eine wichtige Rolle spielen.

 

Aber in dieser erweiterten Weihnachtszeit – von Thanksgiving bis Weihnachten – geht es um viel mehr als das Einkaufen. Für viele Amerikaner ist sie eine Zeit des Mitgefühls und Anlass für wohltätige und freiwillige Arbeit. In gewissem Sinne machen andere, nicht christliche Feiertage, die ungefähr zur selben Zeit des Jahres begangen werden – darunter wohl am bekanntesten das afrikanisch-amerikanische Kwanzaa und das jüdische Hanukkah –, das Jahresende zu einer „feierlichen Jahreszeit“.

 

Im Fernsehen werden häufig Weihnachtsfilme gezeigt, wie beispielsweise „It’s a Wonderful Life“ aus dem Jahr 1946 oder der Zeichentrickfilm „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“. Immer mehr Radiosender passen ihre Programme an die Jahreszeit an, um in den vier bis sechs Wochen vor dem 25. Dezember – manchmal sogar ausschließlich – weihnachtliche Musik zu spielen.

 

Die ursprüngliche religiöse Bedeutung ist jedoch weiterhin für viele Menschen das wichtigste Element. In den Kirchen werden an Heiligabend Gottesdienste bei Kerzenschein oder Mitternachtsmetten abgehalten. In vielen Gottesdiensten gibt es Lesungen oder Krippenspiele über die Geburt Christi.

Wie auch zahlreiche andere Aspekte des kulturellen Lebens in den Vereinigten Staaten spiegelt das Weihnachtsfest die Werte der freien und vielfältigen Bevölkerung des Landes wider.

 

Originaltext: The Christmas Tradition in America