Klimawandelbericht fordert unverzügliches, offensives Handeln

Bepflanzung auf dem Dach eines Hochhauses (Energieministerium).

Grüne Dächer, wie auf diesem Gebäude in Chicago, verringern den „Wärmeeinsel-Effekt“ in Städten und können den Energieverbrauch senken.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text des Büros für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium vom 15. April 2014 über den Bericht eines internationalen Wissenschaftlerteams zum Klimawandel. Continue reading

Die Bekämpfung des Klimawandes: ein Hauptanliegen der Vereinigten Staaten

downloadWASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text des Büros für öffentliche Angelegenheiten im US-Außenministerium zum Klimawandel als Priorität der US-Außenpolitik.

„Bei den Herausforderungen des Klimawandels geht es um Chancen, Sicherheit und langfristig sogar um unser Überleben.“ – US-Außenminister John Kerry

 

Der Klimawandel ist eine unserer dringlichsten, komplexesten und weitreichendsten Herausforderungen. Er bietet jedoch auch die Chance, die amerikanische und die globale Sicherheit zu stärken und Wirtschaftswachstum zu fördern.

UMGEHENDES HANDELN IST NOTWENDIG

Der Klimawandel stellt eine vielfältige Bedrohung für die amerikanische und weltweite Sicherheit dar. Es ist wahrscheinlich, dass wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten durch den Klimawandel weiter zunehmen, und dass es vermehrt zu Konkurrenz und Konflikten um landwirtschaftliche Flächen, Meere und Wasser kommen wird. Der Klimawandel kann dazu führen, dass viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen; darunter diejenigen, die wirtschaftlich von der Landwirtschaft, dem Meer und Wasser abhängig sind.

Aus fundierten naturwissenschaftlichen und volkswirtschaftlichen Analysen geht hervor, dass wir den Klimawandel bekämpfen müssen. Der Weltklimarat (IPCC) hat klare und überzeugende wissenschaftliche Beweise für die Existenz des Phänomens Klimawandel sowie dessen Verursachung durch den Menschen vorgelegt. Gletscher schmelzen, Hitzewellen treten häufiger auf und halten länger an, und der Meeresspiegel steigt schneller an als prognostiziert. Der Klimawandel bietet allerdings auch die Chance, neue Technologien zu entwickeln, das Wachstum unserer Volkswirtschaften zu fördern und lokale Gemeinschaften zu stärken. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir diese weltweite Herausforderung bewältigen und Kommunen sauberer und gesünder machen.

DIE PRIORITÄTEN DES PRÄSIDENTEN

Angesichts der Chancen und Risiken des Klimawandels kündigte US-Präsident Obama im Juni 2013 einen Klimaaktionsplan mit drei Hauptmaßnahmen an:

-          Reduzierung der CO2-Emissionen in den Vereinigten Staaten: Die Vereinigten Staaten haben strenge, langfristig angelegte Standards für die Emissionen von Kraftfahrzeugen umgesetzt, die Energieeffizienz von Gebäuden und Haushaltsgeräten gesteigert, die Stromerzeugung mit Windkraft- und Solaranlagen verdoppelt und Standards entwickelt, um die CO2-Emissionen von Kraftwerken zu reduzieren

-          Vorbereitung der Vereinigten Staaten auf die Auswirkungen des Klimawandels

-          Koordinierung der internationalen Initiativen zur Bekämpfung des Klimawandels

Der Aktionsplan beruht auf einem innenpolitischen Positionspapier des US-Präsidenten zu globalen Entwicklungsfragen aus dem Jahr 2010, welches die Initiative gegen den globalen Klimawandel (GCCI) zu einer entwicklungspolitischen Initiative des Präsidenten aufwertet. Die GCCI integriert Klimafragen in die US-Entwicklungspolitik und fördert weltweit praktische Lösungen vor Ort – so wird Entwicklungsländern geholfen, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich besser an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.

INTERNATIONALE FÜHRUNGSROLLE

Als langjähriger führender Experte im Bereich des Klimaschutzes misst US-Außenminister Kerry dem weltweiten Klimawandel höchste außenpolitische Bedeutung bei. Dies umfasst folgende Zielsetzungen des Außenministeriums:

-          Abschluss eines neuen internationalen Klimaabkommens – Auf der Grundlage der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen bis 2015 ein neues, ehrgeiziges Klimaabkommen aushandeln, das für alle Länder gilt und das 2020 in Kraft tritt;

-          Umsetzung der GCCI – Es wird ein pragmatischer, ressortübergreifender Ansatz erarbeitet, um den Übergang hin zu einer CO2-armen, klimafreundlichen Zukunft zu beschleunigen. Das bedeutet, 1. weltweit saubere Möglichkeiten der Energieerzeugung zu fördern, 2. Emissionen aus der Bodennutzung zu verringern, zu stoppen und umzukehren und 3. die schwächsten Länder bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen;

-          Förderung multilateralen und bilateralen Engagements Unterstützung der Bestrebungen des Forums der großen Volkswirtschaften für Energie und Klima (MEF), des Clean Energy Ministerial, des Montreal-Protokolls, der Koalition für Klima und saubere Luft zum Abbau kurzlebiger Klimaschadstoffe sowie bilateraler Bemühungen in Zusammenarbeit mit über 50 Partnerländern;

-          Mobilisierung finanzieller Ressourcen – Es wird alles unternommen, um Geldmittel in Höhe mehrerer Milliarden Dollar verfügbar zu machen und einzusetzen, damit unsere Energiesysteme umgewandelt und Böden nachhaltig genutzt werden können. Darüber hinaus arbeiten wir darauf hin, Subventionen für fossile Brennstoffe zu verringern und die öffentliche Förderung CO2-intensiver Energieerzeugungsmethoden und Infrastruktur einzuschränken

-          Einbettung von Klimaschutzzielen in andere Prioritäten – Eine bessere Integration von Klimazielen in sich überschneidende politische Herausforderungen: Gleichstellung von Frauen, Verstädterung, Konflikte und Sicherheit sowie unsere eigenen Verwaltungs- und Betriebsabläufe.

Originaltext: Addressing Climate Change: A Top U.S. Priority

 

Bekämpfung des illegalen Handels: Achtung und Schutz von Wildtieren

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text des Büros für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium zur Bekämpfung der Wilderei vom 10. Februar 2014.

Internationaler Handel mit Wildtieren

Der illegale Handel mit bedrohten und gefährdeten Arten ist ein Multimilliarden-Dollar-Geschäft, und die zunehmende Nachfrage nach Produkten, die von afrikanischen und südasiatischen Landtieren wie Elefanten, Nashörnern und Tigern stammen, bedrohen den Frieden und die Sicherheit in beiden Regionen.

Die verringerte Artenvielfalt hat Auswirkungen auf die Süßwasserversorgung und die Nahrungsmittelherstellung, und die Dörfer in der Region werden ihrer wirtschaftlichen Ressourcen beraubt. In Entwicklungsländern sind die Familien auf dem Land oft wirtschaftlich von den dort heimischen Tieren und Pflanzen abhängig. Einkünfte aus dem Tourismus können beispielsweise verloren gehen, wenn es die einmaligen, für Besucher attraktiven Tierarten in den Entwicklungsländern nicht mehr gibt.

Die hohe Nachfrage sowie die Schwierigkeiten bei der Durchsetzung von Gesetzen ziehen länderübergreifende kriminelle Netzwerke an, die auch an Geldwäsche, Waffen- und Drogenhandel beteiligt sind. Hohe Preise für Wildtierprodukte sind ein Nährboden für Korruption und bedrohen die Rechtsstaatlichkeit und die wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsländern.

Es ist zwar nicht möglich, die Tierpopulationen eindeutig zu verfolgen, aber die illegalen Tötungen haben inzwischen kritische Ausmaße erreicht. Es gibt weltweit nur noch etwa 28.000 Nashörner; Mitte des 20. Jahrhunderts waren es noch 600.000. In Südafrika, wo die meisten Nashörner leben, wird alle neun Stunden ein Nashorn wegen seines Horns getötet. In Afrika gibt es zwischen 470.000 und 690.000 Elefanten, etwa ein Drittel des Bestands von vor einigen Jahrzehnten. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2013 35.000 afrikanische Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet wurden. (Für Südasien gibt es hierfür keine zuverlässigen Zahlen.) Es werden weniger Tiger getötet, allerdings ist der Erhalt der Art trotzdem gefährdet. Heute leben noch rund 3.200 Tiger in freier Wildbahn, lediglich drei Prozent des Bestands von vor 100 Jahren. Tiger gibt es heute in weniger als sieben Prozent ihres ursprüngliche Verbreitungsgebietes.

Die Wildhüter vor Ort und die Strafverfolgungsbehörden können gegen Wilderer, die mit AK-47-Gewehren und Granatwerfern bewaffnet sind, oder gegen Netzwerke, die Regierungsvertreter korrumpieren, um die gewilderten Tiere leichter über die Grenze zu schaffen, häufig nichts ausrichten. Die Behörden warnen davor, dass die Einkünfte aus der Wilderei in einigen Ländern wahrscheinlich für den Kauf von Waffen und Munition verwendet werden und somit zur Verschärfung regionaler Konflikte beitragen.

Der illegale Wildtierhandel kann auch eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. Bis zu 75 Prozent der Krankheiten wie SARS, Vogelgrippe oder der Ebola-Virus, mit denen sich Menschen infizieren können, können von Tieren auf den Menschen übertragen werden. Da beim illegalen Handel mit Tieren oder Tierteilen Gesundheitskontrollen umgangen werden. besteht Vertretern des Büros für Meere, internationale Umwelt- und Wissenschaftsfragen im US-Außenministerium zufolge eine größere Ansteckungsgefahr für den Menschen.

„Einfach nein sagen”

Den Behörden zufolge ist die starke Nachfrage nach bestimmten Wildtierprodukten die Hauptmotivation für den illegalen Handel. Daher richten sich viele Aufklärungskampagnen zu diesem Thema direkt an die Verbraucher. Die FREELAND-Stiftung beispielsweise, betreibt mit Mitteln des US-Amts für internationale Entwicklung (U.S. Agency for International Development – USAID) Aufklärung mithilfe von Videos, Postern, Reklametafeln, Websites und einer mobilen Informationseinheit in den Teilen der Welt, in denen die Nachfrage nach Produkten, die von bedrohten Arten stammen, besonders hoch ist.

Wirtschaftliche Anreize, kulturelle oder religiöse Praktiken und auch ganz einfach mangelndes Bewusstsein bei den Verbrauchern tragen zu der hohen Nachfrage bei. Es ist nicht leicht, traditionelle Praktiken zu verändern und dem gesellschaftlichen Druck standzu halten, aber es hätte verheerende Auswirkungen, dabei zu scheitern.

Elfenbein wird für Schmuck, Ornamente und religiöse Schnitzereien verwendet und preislich als Luxusartikel eingestuft. Dass immer mehr Nashörner getötet werden, wird zum Teil auf die unbelegte Behauptung zurückgeführt, dass das Horn ein Heilmittel für Krebs, Impotenz und – neben anderen Krankheiten – auch für den gemeinen Kater ist. Tiger sind zu Dekorationszwecken, zum Beispiel als Wandbehänge und Teppiche, als Souvenirs und Kuriositäten und als traditionelle Medizin gefragt und werden deshalb gejagt.

Im Jahr 2011 wurden schätzungsweise 72 Tonnen Elfenbein im Wert von 62 Millionen US-Dollar aus Afrika nach Ostasien verbracht, was 7.000 Elefanten entspricht. Der Preis für Nashornpulver liegt bei 60.000 US-Dollar pro Kilo, und ein wilder Tiger bringt etwa 50.000 US-Dollar ein.

Die Wilderei ist für das organisierte Verbrechen attraktiv, weil sie hohe Gewinne verspricht und ein geringes Risiko der Strafverfolgung birgt. Bei der internationalen Verschiffung zögern die Täter nicht, Gewalt anzudrohen oder anzuwenden, wenn man sich ihnen in den Weg stellt. Trotz der Koordinierung internationaler Bestrebungen zur Unterbindung des illegalen Wildtierhandels besteht die Bedrohung weiterhin, weil die Nachfrage seitens der Verbraucher hoch ist und sich damit Geld verdienen lässt.

Welche Maßnahmen werden ergriffen, um den illegalen Handel mit Wildtieren zu unterbinden?

Viele Regierungen, zwischenstaatliche Gremien, Strafverfolgungsbehörden und Nichtregierungsorganisationen, die sich für den Erhalt der Arten einsetzen, versuchen, den illegalen Wildtierhandel zu unterbinden. Mehr als 170 Staaten halten sich an die Bestimmungen des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora – CITES), dessen Standards sicherstellen sollen, dass der internationale Wildtierhandel nicht das Überleben von bestimmten Wildtier- oder Pflanzenarten gefährdet. Die Vereinigten Staaten gehörten 1973 zu den ersten 21 Unterzeichnerstaaten.

2005 rief das US-Außenministerium die Koalition zur Bekämpfung des illegalen Wildtierhandels (Coalition Against Wildlife Trafficking) ins Leben, um die Bestrebungen zur Bekämpfung des Wildtierhandels der amerikanischen und internationalen Regierungsbehörden sowie internationaler Organisationen und Nichtregierungsorganisationen sowie des Privatsektors zu koordinieren. Im Rahmen der Strategie werden vier Hauptziele verfolgt:

  • Die Verbesserung der Möglichkeiten zur Durchsetzung von Gesetzen
  • Die Verringerung der Nachfrage durch die Verbraucher
  • Die Verschärfung der Strafen für Artenschutzvergehen
  • Die Mobilisierung des politischen Willens in Herkunfts- und Nachfrageländern

Das Hauptaugenmerk wurde hierbei auf den Aufbau eines globalen Systems regionaler Netzwerke gegen Wilderei gelegt, zu dem unter anderem das Association of Southeast Asian Nations Wildlife Enforcement Network in Thailand und das South Asia Wildlife Enforcement Network in Nepal gehören. Im April 2012 einigten sich mehrere zentralafrikanische Länder darauf, ein Netzwerk gegen Artenschutzvergehen zu gründen.

Die Netzwerke arbeiten über das Internationale Konsortium für die Bekämpfung von Artenschutzvergehen (International Consortium on Combating Wildlife Crime) eng mit den Strafverfolgungsbehörden und großen Organisationen für den Erhalt der Artenvielfalt zusammen, darunter die Internationale Union für die Erhaltung der Natur und der natürlichen Hilfsquellen (International Union for Conservation of Nature), Wildlife Conservation Society, der World Wildlife Fund, TRAFFIC International, der Internationale Tierschutz-Fonds (International Fund for Animal Welfare), Conservation International, die African Wildlife-Stiftung, WildAid und die FREELAND-Stiftung.

Zwar tun sich die Regierungen und NROs mit den politischen und wirtschaftlichen Fragen sowie dem Artenschutz schwer, sie sind sich jedoch darüber einig, dass die effektivste Art und Weise, den Wildtierhandel einzudämmen, die Verringerung der Nachfrage nach Produkten bedrohter Arten ist.

Die Daten in dieser Broschüre stammen von der US-Regierung, UN-Organisationen und der Koalition zur Bekämpfung des illegalen Wildtierhandels.

US-Veterinär rettet Elefanten in Kamerun

Mike Loomis reist seit 16 Jahren jedes Jahr wieder in die Wildnis Kameruns, weil er Elefanten liebt und sie retten will. „Ich setze mich leidenschaftlich für den Schutz von Elefanten ein“, erklärt der tierärztliche Leiter des North Carolina Zoological Park, „und ich bin begeistert von Kamerun und den Menschen dort. Ich arbeite gerne in der Wildnis. Körperlich ist das anstrengend, aber das ist es allemal wert.“

Zu seiner Arbeit im Zoo von North Carolina gehört auch der Unterricht in Tierheilkunde am College für Tiermedizin der North Carolina State University sowie die Koordinierung eines Projekts zum Schutz von Elefanten in Kamerun.

Schätzungsweise 1.000 bis 5.000 Afrikanische Elefanten gibt es in Kamerun noch. Die Elefantenpopulationen wurden von Wilderern auf der Suche nach Elfenbeinstoßzähnen und Menschen, die sich in den Lebensräumen der Elefanten ausbreiten, dezimiert. Um die Elefanten zu retten, verbringen Loomis und ein Team, zu dem auch offizielle Vertreter Kameruns und Wildtierexperten gehören, jedes Jahr zwei Monate damit, Elefanten zu suchen und mit Peilsendern auszustatten.

„Wenn wir die Bewegungsmuster der Elefanten kennen, können wir erahnen, wann sie die geschützten Gebiete verlassen und wohin sie von dort gehen“, erklärte Loomis.

Originaltext: Combating Wildlife Trafficking: Respect and Protect

 

Dem Klimawandel Einhalt gebieten

Kerry (am Podium) zeigt auf ein Bild, das auf einen Bildschirm zu seiner Rechten projiziert wird.

Etwas gegen den Klimawandel zu tun wird weitaus weniger kosten als nichts zu tun, sagte Kerry.

US-Außenminister John Kerry sagte einem indonesischen Publikum, dass der Klimawandel eine reale Gefahr sei und die Kosten des Nichtstuns die Ausgaben für Investitionen in Lösungen bei Weitem übersteigen würden.

Kerry zufolge ist der Klimawandel ebenso eine Bedrohung der globalen Sicherheit und des Wohlstands wie Terrorismus, Epidemien, Armut und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Umwelt und das menschliche Leben nähmen mit atemberaubender Geschwindigkeit zu und es gebe nur eine geringe Chance, dass dies aufhöre oder sich verlangsame, wenn man nichts unternehme.

Obwohl die Wissenschaft seit 25 Jahren davor warne und immer wieder dazu aufgerufen werde, dieser Bedrohung etwas Wirkungsvolles entgegenzusetzen, seien die Staaten nicht in der Lage gewesen, mit der nötigen Dringlichkeit effektiv darauf zu reagieren, sagte Kerry am 16. Februar in einer Rede vor Studenten, Vertretern der Zivilgesellschaft und der Regierung im America Center in Jakarta.

„Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind eindeutig, und wer sich weigert, daran zu glauben, steckt nur den Kopf in den Sand“, sagte Kerry. „Die Kosten des Nichtstuns, also von Überschwemmungen, Dürren, Hungersnöten und der Gesundheitsfürsorge sind weitaus höher als die Kosten für Maßnahmen gegen diese Probleme.“

Kerry nannte eine Reihe wetterbedingter Katastrophen in Ostasien und im Pazifikraum – Überschwemmungen und Taifune –, die die Wirtschaft, die Landwirtschaft, die Fischerei und das tägliche Leben beeinträchtigt haben. Umweltwissenschaftler haben davor gewarnt, dass diese durch den Klimawandel verursachten Veränderungen Dürren, Flächenbrände, steigende Meeresspiegel, schmelzende Polkappen, das Aussterben von Tieren und andere extreme Auswirkungen zur Folge haben können.

In zahlreichen Forschungsarbeiten aus über einem Vierteljahrhundert werden Kohlendioxidemissionen und andere Treibhausgase als Ursache dafür genannt, dass die Atmosphäre die Hitze der Sonne speichert und so eine Veränderung des Klimas bewirkt. Kerry erläuterte, dass Energiequellen wie Öl und Kohle, auf die man sich seit Jahrzehnten als Kraftstoff für Fahrzeuge und zur Versorgung von Wohnungen verlasse, zum Großteil für die Entstehung dieser Treibhausgase verantwortlich seien.

Zudem nehme die Erdatmosphäre auch durch Emissionen, die durch Entwaldung und Landwirtschaft entstünden, große Mengen an Kohlendioxid auf, fügte Kerry hinzu. „Wenn wir den gleichen Weg weiterverfolgen, auf dem wir uns heute befinden, dann wird sich die Welt, wie wir sie kennen, dramatisch zum Schlechten verändern“, erklärte er.

Kerry sagte, die globale Gemeinschaft habe noch Zeit, die Treibhausgasemissionen maßgeblich zu reduzieren und damit die schlimmsten Konsequenzen des Klimawandels zu verhindern. Die Lösung liege in einer neuen globalen Energiepolitik, bei der man weniger fossile Brennstoffe und stattdessen sauberere, umweltfreundlichere Technologien und Energiequellen nutze, sagte er.

Kerry erklärte, dass die Vereinigten Staaten durch Präsident Obamas Climate Action Plan auf gutem Wege seien, bis 2020 die internationalen Verpflichtungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu erfüllen. Die Vereinigten Staaten nähmen sich in diesem Zusammenhang ihre größten Verschmutzungsquellen – den Verkehr und die Stromerzeugung vor, – die mehr als 60 Prozent der gefährlichen Treibhausgasemissionen verursachten.

Dazu kämen noch die neuen Standards für die Verdoppelung der Kraftstoffeffizienz der Fahrzeuge auf amerikanischen Straßen, fügte er hinzu. Die Vereinigten Staaten haben auch Regelungen vorgeschlagen, die die Kohlendioxidemissionen aus neuen Kraftwerken verringern würden. Ähnliche Vorschläge werden auch für die Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes der bestehenden Kraftwerke erarbeitet.

Kerry erwähnte auch die US-Unterstützung für internationale Partner wie Indonesien, wo die Millennium Challenge Corporation das mit 332 Millionen US-Dollar dotierte Programm für Grünen Wohlstand (Green Prosperity Program) ins Leben gerufen hat, um gegen Entwaldung vorzugehen und Innovationen im Bereich saubere Energie im ganzen Land zu unterstützen.

Die Vereinigten Staaten und China gaben am 15. Februar eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie sich darauf einigten, Verpflichtungen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen umzusetzen, den Schadstoffausstoß von Fahrzeugen zu reduzieren, die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern und weitere Maßnahmen durchzuführen. 2013 gründeten die Vereinigten Staaten und China eine gemeinsame Arbeitsgruppe zum Klimawandel (U.S.-China Climate Change Working Group), in deren Rahmen sie Strategien und Methoden entwickeln, um etwas gegen die größten Verursacher von Treibhausgasen zu unternehmen.

Originaltext: In Indonesia, Kerry Urges Global Action to Halt Climate Change

 

Saubere Energietechnologien in den Vereinigten Staaten auf dem Vormarsch

 

Eine Windmühle vor den Windturbinen der Smoky Hill Windfarm bei Ellsworth (Kansas) im Februar 2013

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text des Büros für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium über die positive Entwicklung „sauberer“ Energietechnologien in den Vereinigten Staaten vom 7. Januar 2014.

In den vergangenen fünf Jahren haben amerikanische Erfinder und Investoren mit Unterstützung der Regierung Obama bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung und dem Einsatz sauberer Entergietechnologien gemacht.

Die Produktion von Strom aus Solar- und Windenergie hat sich in den Vereinigten Staaten verdoppelt, und die Verschmutzung durch Kohlendioxid war 2012 so niedrig wie seit beinahe 20 Jahren nicht mehr; das geht aus einer Presseerklärung des US-Energieministeriums vom 6. Januar hervor. Der Pressemeldung zufolge sinken die Kosten für saubere Energietechnologien weiter, während mithilfe dieser Technologien gleichzeitig mehr Energie produziert wird als je zuvor.

„Mehr saubere Energie. Größere Energiesicherheit. Weniger Verschmutzung durch Kohlendioxidemissionen. Das sind die Fakten“, so Dan Utech, Präsident Obamas oberster Berater für Klima- und Energiefragen.

Windenergie

Im Jahr 2012 wurde die Windkraft für die Stromerzeugung am stärksten ausgebaut: 43 Prozent aller neuen Anlagen wurden dem US-Energieministerium zufolge in diesem Bereich gebaut. Insgesamt haben die Vereinigten Staaten etwa 60 Gigawatt Leistung aus Windkraft erzeugt – genügend, um 15 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Dieses Mehr an verfügbarer Windenergie hat die Produktion in diesem Sektor in den Vereinigten Staaten angekurbelt. Nach Angaben der amerikanischen Vereinigung für Windenergie waren 2012 rund 80.000 Arbeiter in diesem Bereich beschäftigt.

Durch die finanzielle Unterstützung der US-Regierung hat sich dem Energieministerium zufolge die Herstellung von Wind- und Solarenergie mehr als verdoppelt, während die Kosten für Solar- und Windkraft maßgeblich gesunken sind.

Solarenergie

Seit 2008 sind die Preise für Solarpanele um 75 Prozent gesunken, während die Zahl der installierten Panele um 13 Prozent gestiegen ist. Mithilfe der US-Regierung wurden einige der größten Solarprojekte weltweit auf den Weg gebracht.

Für Projekte aus dem Bereich erneuerbare Energien gab es zuvor kaum Genehmigungen, seit 2009 ist die Zahl der genehmigten Solar-, Windkraft- und Geothermie-Versorgungsprojekte auf öffentlichem Land jedoch auf beinahe 50 angestiegen; dies beinhaltet auch die dazugehörigen Übertragungskorridore und die Infrastruktur, die diese mit den bestehenden Stromnetzen verbindet. Wenn diese Projekte fertiggestellt sind, werden sie insgesamt mehr als 13.300 Megawatt produzieren – genug, um 4,6 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen.

Bessere Fahrzeuge

Dank Investitionen der US-Regierung und bestehender Standards zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs haben die Vereinigten Staaten bereits eine kraftstoffsparendere Fahrzeugflotte als früher, die dem US-Energieministerium zufolge noch sparsamer werden wird. Mit den neuen, von der Regierung Obama vorgeschlagenen Standards zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs würde sich die durchschnittliche Kraftstoffeffizienz von Autos und Lastwagen nahezu verdoppeln und bis 2025 eine durchschnittliche Leistung von annähernd 4,28 Liter pro 100 Kilometer erreichen.

Der Pressemeldung zufolge rollen – auch dank dieser Standards – schon heute sparsamere Autos und Lastwagen vom Band. Wenn die Standards 2025 vollständig greifen, werden dadurch die US-amerikanischen Ölimporte um 2,2 Millionen Barrel pro Tag und die Verschmutzung durch Kohlendioxid um 6 Milliarden Tonnen abnehmen, was in etwa so viel ist, wie alle Emissionen der Vereinigten Staaten im Jahr 2013 zusammengenommen.

Abgesehen von der verbesserten Treibstoffeffizienz werden solche modernen Fahrzeuge dem Energieministerium zufolge immer beliebter. So haben die Amerikaner in den ersten 11 Monaten des Jahres 2013 mehr als 87.000 Elektrofahrzeuge gekauft, das sind beinahe doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, und es waren erstmals mehr als 100.000 dieser Fahrzeuge auf amerikanischen Straßen unterwegs.

Der Markt für Elektrofahrzeuge ist sehr viel schneller gewachsen als der Markt für Hybridfahrzeuge, so das Energieministerium; die Preise fallen weiterhin und es öffnen sich neue Exportmärkte. So seien die Kosten für die Batterien von Elektrofahrzeugen, die die Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen ausmachen, um 50 Prozent gefallen.

Originaltext: http://iipdigital.usembassy.gov/st/english/article/2014/01/20140107290073.html#axzz2pnnah0oA

 

Temporegler: Immer mehr Amerikaner fahren nicht gleich los

Fahrräder auf dem Gehweg aufgereiht

Eine Filiale des Bike-Sharing-Anbieters DecoBike in Miami Beach (Florida)

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text aus dem elektronischen Journal EJ | USA: Goal! Food. Fitness. Fandom. zum Thema Fahrrad oder Auto in den Vereinigten Staaten vom 30. September 2013. Die elektronischen Journale werden vom Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium herausgegeben.

Die Amerikanische Popkultur ist voll von romantischen Anspielungen auf Autos. Sie werden in Liedern und Filmen zu Kultobjekten stilisiert, in denen junge Menschen begierig darauf warten, dieses Symbol des Erwachsenseins, der Freiheit und der Coolness besitzen zu dürfen. Für immer mehr Teenager und junge Erwachsene hat das Auto heute allerdings ein anderes Image – geprägt durch die hohen Anschaffungskosten, den langen Lernprozess, bis man fahren kann, und die Tatsache, dass es für ihr gesellschaftliches Leben einfach nicht so wichtig ist.

Hat die Autokultur bei den Jugendlichen in Amerika ausgedient? Einige jüngere Studien scheinen dies zu belegen. Teenager und junge Menschen in den Zwanzigern warten immer länger, bis sie den Führerschein machen, sie kaufen weniger Autos, und wenn sie fahren, legen sie weniger Kilometer zurück.

Und was ist mit dem Coolness-Faktor? Damit ist es auch nicht mehr so weit her. Das Spielzeug der Wahl ist heute vielmehr das neueste Smartphone.

„Es hat da ein kultureller Wandel stattgefunden“, sagt Tony Dutzik, Analyst bei der Frontier Group mit Sitz in Boston. In früheren Generation „war die Autokultur ein bestimmender Faktor. Der gesellschaftliche Status eines jungen Menschen wurde teilweise dadurch bestimmt, welche Art Auto man fuhr. Die persönliche Freiheit wurde von der Möglichkeit zu reisen bestimmt. Vieles davon findet die heutige Generation weniger wichtig.“

Der AAA-Stiftung für Verkehrssicherheit zufolge macht lediglich die Hälfte der Teenager den Führerschein, bevor sie 18 werden. Vor einigen Jahrzehnten waren es noch an die 70 Prozent.

Junge Erwachsene ziehen zunehmend in städtische Gebiete, wo es einfacher ist, ohne Auto auszukommen.

„Es findet heutzutage aus wirtschaftlichen, gesundheitlichen oder umweltpolitischen Gründen mehr Akzeptanz, Fahrrad zu fahren, zu laufen oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen“, erklärt Brandon Schoettle, Forscher an der University of Michigan.

Colby Reese aus Miami Beach (Florida) war 15 Jahre alt, als er sein erstes Auto bekam – „es war das erste, für das ich Geld ausgeben wollte“. Er wusch es jeden Tag, obwohl er noch nicht alt genug war um zu fahren. Heute ist der 36-jährige Reese Senior Marketing Director bei DecoBike, einer Firma, die in Florida und New York Bike-Sharing anbietet. Im Rahmen dieser Angebote kann man Fahrräder an einem Ort ausleihen und woanders wieder abstellen.

In Kalifornien, wo es zahlreiche Angebote für Bike-Sharing gibt, sind viele Menschen der Auffassung, dass sie das Auto nicht mehr benötigen, um in Kontakt zu bleiben, sagte Dave Snyder, Leiter der California Bicycle Coalition. „Die Menschen sehnen sich danach, in Kontakt zu treten, und da es immer mehr Möglichkeiten gibt, über Smartphones, das Internet und Twitter Kontakt zu halten, muss man nicht mehr ins Auto steigen, um sich mit Freunden zu treffen“, erläuterte er.

Eine Studie der Firma Gartner belegt das. Die Firma, die zum Thema Technologie forscht, kommt zu dem Schluss, das 46 Prozent der 18- bis 24-Jährigen einen Internetanschluss dem eigenen Auto vorziehen würden.

22 Prozent der jungen Erwachsenen in den Zwanzigern antworteten „nie“ auf die Frage des Bundesstaats Michigan: „Wann werden Sie den Führerschein machen?”

Bike-Sharing immer beliebter

Bike-Sharing-Angebote gibt es in mehr als 500 Städten in 49 Ländern. Sie verfügen zusammen über eine Flotte von 500.000 Fahrrädern.

In China gibt es 79 Bike-Sharing-Anbieter. Mit 351.070 Fahrrädern liegt das Land damit weltweit vorn.

Originaltext: Cruise Control More Americans Are Waiting to Drive

 

Globaler Klimawandel erhöht Quecksilberkonzentration in der Umwelt

Washington – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Charlene Porter aus dem elektronischen Journal EJ/USA über die wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich der durch den Menschen verursachten Ablagerung von Quecksilber in der Umwelt vom 30. September 2013.

 

 

Neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge könnte der weltweite Klimawandel eine steigende Konzentration von Quecksilber in der Umwelt zur Folge haben.

Dieser weiteren negativen Entwicklung neben dem Temperaturanstieg sind Forscher auf die Spur gekommen. 

Quecksilber ist ein Element, das in Erzlagerstätten auf der ganzen Welt nachgewiesen werden kann und hochgiftig für alle Lebensformen ist. Es kommt natürlich vor, wird aber auch durch den Abbau von Gold und die Verbrennung von Kohle freigesetzt und an die Umwelt abgegeben. Diese Emissionen landen letztendlich im Meer und im Erdboden, von wo aus sie in die Nahrungskette übergehen können.

Einem wissenschaftlichen Artikel von Forschern des U. S. Geological Survey (USGS) und der Harvard-Universität zufolge ist zu erwarten, dass sich verschiedene Faktoren des Klimawandels auf die weltweite Quecksilberkonzentration auswirken werden.

„Studien wie diese helfen uns, die Wirkung verschiedener Einflüsse auf die Umwelt zu verstehen“, erklärt Suzette Kimball, Leiterin des USGS. „Wir beginnen gerade erst zu verstehen, welche unterschiedlichen Folgen der Klimawandel hat und wie unterschiedliche Umweltaspekte zusammenhängen.“

Den meisten Vorhersagen über den Klimawandel zufolge wird es mehr Stürme geben, was wiederum zu verstärkter Bodenerosion führen wird; dadurch wird im Boden gespeichertes Quecksilber an Bäche, Flüsse und noch darüber hinaus abgegeben werden, so eine Presseerklärung des USGS zu diesem Artikel.

Häufigere und heftigere Waldbrände sind eine weitere zu erwartende Folge des Klimawandels. Auch dadurch wird im Boden abgelagertes Quecksilber wahrscheinlich freigesetzt und weitergegeben.

Die Forschungsarbeit untersucht „die Schnittfläche des komplexen Verhaltens von Quecksilber in der Umwelt und der unzähligen Aspekte des Klimawandels“, so USGS-Forscher David Krabbenhoft, leitender Autor des Artikels, der im Magazin Science erschien. „Obwohl Quecksilber in den letzten Jahrzehnten immer mehr erforscht wurde, bleibt es eine große Herausforderung für die Wissenschaft, Ressourcenverwaltern und Entscheidungsträgern zuverlässige Informationen zu solchen komplexen Themen zu vermitteln.“

Das „komplexe Verhalten“ von Menschen ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor bei der Berechnung zukünftiger Quecksilber-Emissionen. Aktuell werden vom Menschen jährlich etwa 2.000 Tonnen Quecksilber freigesetzt, aber es gibt zahlreiche Initiativen aus unterschiedlichen Bereichen, die das Ziel haben, diesen Ausstoß zu verringern.

Die US-Umweltschutzbehörde beispielsweise hat am 20. September strengere Richtlinien für den Emissionsausstoß von noch zu bauenden Kohlekraftwerken angekündigt. Diese Kraftwerke gehören in den Vereinigten Staaten zu den gravierendsten Verursachern und den größten Quellen von Treibhausgasen, die zum Klimawandel beitragen. Die neuen Standards würden sicherstellen, dass die Kraftwerke der Zukunft mit sauberen, emissionsarmen Technologien gebaut werden.

Das Forschungsteam von USGS und Harvard hat berechnet, dass die Freisetzung von Quecksilber durch den Menschen bis 2050 um 800 Tonnen jährlich sinken könnte, wenn die heute vorgeschlagenen, strengen Regelungen in Kraft träten. Wenn nichts unternommen wird und die Emissionen weiter so steigen wie bisher, rechnen die Forscher damit, dass der Ausstoß von Quecksilber bis zum Jahr 2050 auf 3.400 Tonnen jährlich ansteigen wird.

Bodenproben haben ergeben, dass durch menschliche Aktivitäten schon lange Quecksilber freigesetzt wird. Seit der industriellen Revolution, während der etwa 130 Jahre, in denen Kohle verbrannt wurde, haben Bodenaufzeichnungen einen drei- bis fünffachen Anstieg der Quecksilberablagerungen in der Atmosphäre ergeben. Aus der Presseerklärung des USGS geht hervor, dass die Quecksilberablagerungen im Boden seit der griechischen Antike und dem alten Rom um das Sieben- bis Zehnfache zugenommen haben.

Aufgrund des in den letzten Jahren gestiegenen Goldpreises entwickelt sich der Abbau des kostbaren Metalls langsam zur Hauptursache der durch Menschen verursachten Quecksilberemissionen. Quecksilber löst das Gold vom Stein; die dafür angewendeten Fördermethoden setzen Bergarbeiter und Umwelt oft giftigen Mengen des Elements aus, so der USGS.

Die internationale Gemeinschaft machte im Januar 2013 einen ersten Schritt zur Begrenzung von Quecksilberemissionen, als mehr als 140 Staaten die Minamata-Quecksilberkonvention annahmen. Dieser Vertrag soll bei einer diplomatischen Konferenz in Japan im Oktober unterzeichnet werden. Die Verhandlungen zum Vertrag begannen im Jahr 2010.

Originaltext: Global Climate Change May Add to Mercury in Environment

Weniger Treibhausgasemissionen, mehr Wirtschaftswachstum

Im Vordergrund ein toter Baum- im Hintergrund Berge (Foto: AP)

Schmelzende Gletscher, sich verändernde Vegetationsmuster und trockenere Landschaften gehören zu den Anzeichen des Klimawandels, die in der Sierra Nevada (Kalifornien) festgestellt werden.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Charlene Porter zum Thema US-Treibhausgasemissionen und Wirtschaftswachstum, der am 26. September 2013 vom Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium veröffentlicht wurde.

In den kommenden Jahren wird die US-Wirtschaft weiter wachsen, während die CO²-Emissionen dem Climate Action Report 2014 zufolge, der vom US-Außenministerium am 26. September in seiner vorläufigen Fassung veröffentlicht wurde, sinken.

Das rückläufige Wirtschaftswachstum, das die Volkswirtschaft seit 2008 beeinträchtigt, ist nur ein Faktor, der der in den vergangenen Jahren zur Reduktion Treibhausgasemissionen  beigetragen hat, aber es gibt noch weitere Faktoren, die einen Einfluss auf diese Entwicklung haben.

„Investitionen in erneuerbare Energien haben zum schnelleren Wachstum von Wind- und Solarenergie sowie Geothermie im Energiemix beigetragen“, so der vorläufige Bericht. Ein zweiter wesentlicher Faktor sind neue Bohrmethoden, die eine kostengünstigere Exploration von Erdgasvorkommen ermöglichen, was wiederum einen Rückgang bei der treibhausgasintensiveren Kohle bewirkt.

Seit Beginn der Amtszeit von Präsident Obama im Jahre 2009 wurden die Treibhausgasemissionen durch Maßnahmen der Regierung weiter gesenkt, so der Bericht. Neben umfassenderen Energieeffizienzmaßnahmen für amerikanische Haushalte und Unternehmen wird die Verabschiedung strengerer Kraftstoffverbrauchstandards für PKW und LKW genannt.

Für die Jahre 1990 bis 2011 verzeichnet der Bericht einen durchschnittlichen Anstieg an CO²-Emissionen von 0,5 Prozent pro Jahr. Im gleichen Zeitraum wuchs die Wirtschaft um mehr als 65 Prozent und die Bevölkerung um 25 Prozent. Ebenfalls in diesem Zeitraum sanken die Emissionen eines weiteren, schädlichen Treibhausgases – Methan – um 8 Prozent.

Die Absorption von CO²-Emissionen aus der Land- und Forstwirtschaft – ein als Sequestrierung oder Abscheidung bekanntes Verfahren – stieg in demselben 21-Jahreszeitraum um 14 Prozent, wodurch ein erheblicher Anteil CO² nicht in die Atmosphäre gelangte. Internationale Wissenschaftskreise sind sich einig, dass die von Menschen verursachten Emissionen den Planeten umgeben und die Wärme stauen. Diese Entwicklung wird voraussichtlich zu einem steigenden Meeresspiegel, schwereren Unwettern und insgesamt extremeren Wetterereignissen wie Dürre und Überschwemmungen führen.

Das US-Außenministerium veröffentlicht den Bericht und entspricht damit seinem Status als Signatarstaat des UN-Rahmenabkommens zum Klimawandel. Dieses internationale Abkommen verlangt von den Mitgliedsländern, dass sie alle vier Jahre einen Rechenschaftsbericht vorlegen, in dem sie auch die zu erwartenden Treibhausgasemissionen auf der Grundlage der jeweils gültigen Politik vorhersagen.

Basierend auf den voraussichtlichen Entwicklungen auf dem Gebiet der effizienteren Technologien, dem Brennstoffwechsel und anderen politischen Maßnahmen werden die „gesamten Brutto-Treibhausgasemissionen voraussichtlich bis 2030 unter dem Niveau von 2005 bleiben“. Angesichts der Möglichkeiten für eine schnellere Entwicklung von Technologien oder weitere Reduktionsprogramme legt dieser Bericht nahe, dass das Emissionsniveau sogar unterhalb dieser Vorhersagen bleiben könnte.

Die zukünftigen Vorhersagen beinhalten die erwarteten Ergebnisse der 100 unmittelbaren politischen Grundsätze und Maßnahmen, die die US-Regierung verfolgt, um die Treibhausgasemissionen zu senken. So werden beispielsweise die strengeren Kraftstoffverbrauchsstandards für PKW sicherlich eine größere Wirkung auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen haben.

Präsident Obama kündigte im Juni 2013 einen neuen Climate Action Plan an. Der Plan sieht weitere Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen vor und strebt für 2020 ein Niveau an, das 17 Prozent unter dem von 2005 liegt.

In seiner Ankündigung äußerte Obama die Hoffnung, dass der Plan andere Länder zu ähnlichen Maßnahmen motiviere, „indem Entwicklungsländer ermutigt werden, sauberere Energiequellen zu nutzen und internationale Partner in diesen Kampf eingebunden werden – denn auch, wenn wir wirtschaftliche miteinander im Wettbewerb stehen, so teilen wir uns doch denselben Planeten. Daher müssen wir auch alle gemeinsam die Verantwortung für seine Zukunft übernehmen.“

Darüber hinaus haben auch viele US-Bundesstaaten und Kommunen, die für ihren eigenen Zuständigkeitsbereich und den Betrieb ihrer eigenen Infrastruktur verantwortlich sind, Anreize und Ziele für saubere Energien gesetzt. Diese Maßnahmen beinhalten freiwillige Emissionsziele, grüne Gebäudestandards und weitere Praktiken zugunsten der Treibstoffeffizienz in Regierungsgebäuden und -fahrzeugen.

Der Bericht wird zu einer Zeit veröffentlicht, in der sich die Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über Klimaänderungen, ein maßgebliches Gremium aus 2.000 Wissenschaftlern, auf die Veröffentlichung seiner jüngsten Beobachtungen über den Klimawandel vorbereitet. Man geht davon aus, dass der Bericht neue Schätzungen zu schwankenden Temperaturen, schmelzenden Gletschern, steigenden Meeresspiegeln und anderen Anzeichen des Klimawandels enthalten wird.

Der Bericht 2014 steht auf der Website des US-Außenministeriums zur Verfügung. Er wurde als Entwurf veröffentlicht und steht der Öffentlichkeit für Anmerkungen zur Verfügung.

Originaltext: U.S. Greenhouse Gas Emissions Down, Economy Up, Report Shows

 

Wildereikrise: Maßnahmen zum Schutz des Breitmaulnashorns

Das Südliche Breitmaulnashorn ist die letzte, nicht unter dem Schutz des Gesetzes über bedrohte Arten (Endangerd Species Act - ESA) stehende Nashornart.

 

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Artikel des Büros für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium über Wilderei vom 12. September 2013.

Als Reaktion auf die anhaltende Wildereikrise, die zu einer erheblichen Verringerung der Nashornpopulationen weltweit führt, hat der U.S. Fish and Wildlife Service (USFWS) im Rahmen des Gesetzes über bedrohte Arten sofortige Maßnahmen zum Schutz des Südlichen Breitmaulnashorns ergriffen.

Das ESA bietet ein wichtiges Sicherheitsnetz für Fischarten sowie wild lebende Tiere und Pflanzen und hat bereits die Ausrottung Hunderter bedrohter Arten verhindert sowie die Wiederansiedlung vieler anderer gefördert.

Durch die Ausdehnung des ESA-Schutzes auf das Breitmaulnashorn – die letzte verbleibende ungeschützte Nashornart – schließt der USFWS eine Lücke, die von skrupellosen Wilderern und Wildtier-Schmugglern ausgenutzt wird, die die globale Nachfrage nach dem Horn des Nashorns zu Geld machen wollen.

Die am 9. September von Innenministerin Sally Jewell im Forum des Weißen Hauses für den Kampf gegen den Handel mit wild lebenden Tieren und Pflanzen (White House Forum to Combat Wildlife Trafficking) angekündigten Maßnahmen werden das Südliche Breitmaulnashorn als bedrohte Art im Rahmen der „Ähnlichkeitsregel“ des ESA schützen. Darüber hinaus werden internationale Strafverfolgungsbemühungen im Kampf gegen Wilderei und gegen den Handel mit dem Horn des Nashorns unterstützt. Vor seiner abschließenden Entscheidung wird der USFWS die Öffentlichkeit 30 Tage anhören; die Schutzmaßnahmen im Rahmen des ESA treten aber mit sofortiger Wirkung in Kraft, so die Behörde.

„Als Umschlagplatz und Zielort illegaler Produkte aus dem Horn des Nashorns spielen die Vereinigten Staaten eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Wilderei und dem Handel mit wild lebenden Tieren und Pflanzen. Neben der Ausdehnung des Schutzes auf das südliche Breitmaulnashorn sondieren wir darüber hinausgehende rechtliche Bestimmungen und politische Optionen, um unsere Fähigkeiten bei der Ermittlung gegen und Strafverfolgung von Wilderern und Wildtier-Schmugglern zu verbessern”, so Dan Ashe, USFWS-Direktor, in einem Beitag auf der Website der Behörde. „Wir blicken auf eine lange Tradition im Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel zurück und setzen uns für die Zusammenarbeit mit internationalen Strafverfolgungsbehörden ein, um gegenwärtige und zukünftige Probleme anzugehen.“

Die Nashornwilderei hat der Behörde zufolge ein Rekordniveau erreicht. Allein in Südafrika seien im Jahr 2012 669 Nashörner und in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits 446 Nashörner getötet worden. Diese „beispiellose Tötungsorgie“ werde durch die steigende Nachfrage nach Horn geschürt, das nach überlieferten Heilmethoden in dem unbegründeten Glauben zermahlen und konsumiert werde, dass es Krankheiten heilen könne. Der Hauptbestandteil des Horns ist Keratin – die gleiche Substanz, die man in Fingernägeln findet – und wissenschaftliche Tests haben wiederholt gezeigt, dass es keinerlei medizinischen Wert hat.  Das Horn von Nashörnern wird auch verwendet, um zeremonielle Gefäße für Trankopfer und andere Schnitzereien herzustellen.

Vier der fünf heute wild lebenden Nashornarten – das Spitzmaulnashorn, das Panzernashorn, das Sumatranashorn und das Java-Nashorn – werden im Rahmen des ESA vollständig als bedrohte Art geschützt. Das Breitmaulnashorn ist das fünfte und deckt zwei Unterarten ab: das Südliche und das Nördliche Breitmaulnashorn. 1970 lebte das Südliche Breitmaulnashorn nur noch in Südafrika; seither wurde es in Botswana, Namibia, Swasiland und Simbabwe – seinen ursprünglichen Verbreitungsgebieten wieder ausgewildert. Das Nördliche Breitmaulnashorn, das zuletzt in freier Wildbahn im Osten der Demokratischen Republik Kongo gesehen wurde, wird ebenfalls als bedrohte Art geschützt; es ist frei lebend womöglich bereits ausgestorben. Sein Verwandter, das Südliche Breitmaulnashorn, das in noch wesentlich höhere Anzahl vorkommt, musste der USFWS zufolge bisher noch nicht geschützt werden.

Der USFWS zufolge wäre die Unterscheidung zwischen dem Horn und den Hornprodukten des Südlichen Breitmaulnashorns und der bedrohten Java-, Sumatra-, Panzer- und Spitzmaulnashörner sowie dem Nördlichen Breitmaulnashorn ohne zerstörende Gentests schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Diese Schwierigkeit hat es den Wildtier-Schmugglern ermöglicht, das Horn der bedrohten Nashornarten falsch als Horn des Breitmaulnashorns auszuzeichnen, um so die Verkaufs- und Transportbeschränkungen zu umgehen.

Im Rahmen des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen (CITES) unterliegt das Südliche Breitmaulnashorn Ein- und Ausfuhrbeschränkungen, und diese neue Maßnahme verbietet den Verkauf oder das Anbieten zum Verkauf dieser Art oder von Teilen dieser Art oder von aus ihr hergestellten Produkten im zwischenstaatlichen Handel; damit deckt sich die Regelung mit der für alle anderen Nashornarten. Die angedrohte Klassifizierung wird an den aktuellen Genehmigungsanforderungen für Sportjäger bezüglich Trophäen des Südlichen Breitmaulnashorns nichts ändern.

Die USFWS setzt sich mit einer Vielzahl vorn Partnern und der Öffentlichkeit aktiv für einen besseren und innovativeren Weg zum Erhalt und der Wiederansiedlung bedrohter Arten ein.

Lesen Sie hiermehr über das Gesetz über bedrohte Arten.

Weitere Informationen über USFWS Endangered Species Program’s Branch of Foreign Species finden Sie auf der Website des USFWS.

Originaltext: Poaching Crisis Prompts Action to Protect Southern White Rhino

 

Umweltschutz schafft Wirtschaftswachstum

Gina McCarthy fordert von der Wirtschaft, beim Klimawandel Chancen für Innovation zu ergreifen.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text über Umweltschutz und Arbeitsplätze von Charlene Porter, Autorin im Büro für internationale Informationsprogramme, der am 1. August 2013 veröffentlicht wurde.

 

Jahrzehnte landesweiter Erfahrungen machen deutlich: Umweltschutz ist gut für die Volkswirtschaft und schafft Arbeitsplätze. Die neue hochrangige US-Umweltbeauftragte sagt, diese Fakten sollten die nationale, Jahrzehnte anhaltende Debatte über eine „falsche Alternative“ beenden: die Behauptung, dass Umweltschutz das Wirtschaftswachstum behindert.

In ihrer ersten großen Rede seit ihrer Amtseinführung sagte Gina McCarthy, Beauftragte der US-Umweltbehörde (Environmental Protection Agency (EPA) Administrator), dass viele Ansätze, die in der Vergangenheit umgesetzt worden seien, das Land sauberer und erfolgreicher gemacht hätten.

„Wir müssen heute eine Wahrheit akzeptieren: Die Reduktion der CO2-Emissionen beflügelt wirtschaftliche Innovationen, schafft neue Arbeitsplätze und stärkt die Volkswirtschaft insgesamt“, so McCarthy in ihrer Rede an der Harvard University in Massachusetts.

Sie erwähnte die strengeren Standards für Treibstoffeinsparungen für die Automobilhersteller, die die Regierung Obama 2011 einführte. Autobauer reagierten mit einer höheren Kraftstoffeffizienz und einer Verringerung der CO2-Emissionen bei Neuwagen. Das Ergebnis war laut McCarthy ein für die Verbraucher attraktiveres Produkt sowie ein Anstieg der Verkaufszahlen bei amerikanischen Fahrzeugen.

Laut McCarthy stand die Automobilindustrie vor vier Jahren am „Rande eines Zusammenbruchs“, aber jetzt sage das unabhängige Forschungsinstitut Center for Automotive Research der Branche für 2013 die Schaffung von 35.000 Arbeitsplätzen voraus. Zudem solle sich der Sektor laut Wall Street Journal „mit über 1 Mio. Pkw und Kleinlastern, die in US-Werken hergestellt und exportiert werden, zu einem ‚Exportmotor‘ entwickeln“.

 

Die strengeren Fahrzeugstandards gehören zu den zentralen Maßnahmen der Regierung Obama zur Senkung der Treibhausgasemissionen und Bekämpfung des Klimawandels. In den vergangenen Jahren habe die EPA ebenfalls Maßnahmen zur Verringerung der Umweltverschmutzung durch Quecksilber, Feinstaub sowie Ruß-, Schwefeldioxid- und andere toxische Emissionen ergriffen. McCarthy nannte dies eine der „produktivsten Phasen in der [40-jährigen] Geschichte der Behörde“.

 

Diese Maßnahmen sind Teil der im Juni von der Regierung angekündigten Klimastrategie, mit der die anspruchsvollsten Maßnahmen zur Bekämpfung der Erderwärmung, die von den Wissenschaftlern weltweit mit überwältigender Mehrheit bestätigt wurde, ergriffen werden.

 

McCarthy bot ihre volle Unterstützung für das Vorhaben der Regierung Obama an, dass jeder versuchen sollte, die Zahl heimischer Energiequellen bei gleichzeitiger Verringerung der Emissionen zu erhöhen.

 

„So würden wir die Gesundheit unserer Kinder schützen und den Klimawandel verlangsamen – und zukünftigen Generationen eine sauberere, stabilere Umwelt hinterlassen“, so McCarthy.

 

2009 ernannte Präsident Obama McCarthy zur stellvertretenden Beauftragten für die EPA-Abteilung Luft und Strahlung. Nachdem sie sich Jahrzehnte auf lokaler und bundesstaatlicher Ebene mit den gleichen Themen auseinandergesetzt hatte, kam sie zum Bereich Umweltgesetzgebung auf Bundesebene. Als ehemalige Leiterin des Connecticut Department of Environmental Protection begrüßt McCarthy die Vorreiterrolle einiger US-Bundesstaaten bei der Erhöhung der Energieeffizienz, der Verringerung der Treibhausgasemissionen und der Schaffung neuer Chancen für Wirtschaftswachstum.

 

Mehr als die Hälfte der Bundesstaaten hätten sich ihre eigen Ziele im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien gesetzt, so die Umweltbeauftragte. „Mehr als 1.000 Bürgermeister im ganzen Land haben Vereinbarungen zur Senkung der CO2-Emissionen in ihren Städten unterzeichnet.“

 

Trotz der langanhaltenden politischen Debatte darüber, ob Umweltkontrollen die Wirtschaft und das Wirtschaftswachstum bremsen, zitiert McCarthy Statistiken, aus den Anfangsjahren der Regulierungsbehörde EPA, die zeigen, dass beide Ziele gleichzeitig erreicht werden können.

 

Seit Gründung der EPA 1970 sind die Emissionen normaler Schadstoffe um 70 Prozent seit 1970 gesunken. Das Wachstum der Volkswirtschaft übertraf im gleichen Zeitraum 200 Prozent. Eine stetig wachsende Bevölkerung legte in diesen Jahrzehnten immer mehr Kilometer im Pkw zurück, so McCarthy. „Die unerwünschten Dinge konnten gesenkt werden, während die guten Dinge anstiegen.“

 

Weitere Analysen haben gezeigt, dass sauberere Luft aufgrund strikterer Regelungen Hunderttausende vorzeitige Todesfälle verhindern und Millionen Menschen vor Atemwegserkrankungen schützen kann.

 

Während die Umweltpolitik auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene für diese gesundheitlichen Verbesserungen entscheidend war, rief McCarthy zu einem breiteren Bündnis zwischen Wirtschaftsvertretern, Kommunalpolitikern, Aktivisten, Forschern und Wissenschaftlern auf, um die Herausforderung des 21. Jahrhunderts, den Klimawandel, anzugehen und dem Land zu helfen, eine sauberere und erfolgreichere Zukunft zu gestalten.

 

Die Reduzierung der Emissionen aus kohlenstoffbasierten Kraftstoffen und aus Strom produzierenden Kraftwerken ist ein Eckpfeiler der Strategie, die Präsident Obama im Juni angekündigt hat. Der Plan sieht für die Vereinigten Staaten eine Führungsrolle vor, um anderen Ländern zu helfen, die bereits mit negativen Konsequenzen des Klimawandels konfrontiert sind.

 

Originaltext: Environmental Care Creates Economic Growth