USAID: Mehr Ressourcen für die Unterstützung von Frauen

Nancy Lindborg, stellvertretende Beauftragte für Demokratie, Konflikte und humanitäre Hilfe bei USAID

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Kathryn McConnell vom Büro für internationale Informationsprogramme des US-Außenministeriums vom 12. März.

Weltweit werden laut Aussage einer hochrangigen Beamtin des US-Amts für internationale Entwicklung (USAID) mehr Ressourcen denn je in den Schutz und die Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen investiert.

Mit der Bewilligung dieser Ressourcen ging auch die Verabschiedung von mehr Gesetzen und Verordnungen zum Schutz von Frauen einher, erklärte Nancy Lindborg, stellvertretende Beauftragte für Demokratie, Konflikte und humanitäre Hilfe bei USAID.

“„Es steht inzwischen außer Frage, dass die Förderung von Frauen, das Bewusstsein für Geschlechterfragen und eine integrativere Herangehensweise nicht nur für die Wahrung der grundlegenden Menschenrechte entscheidend sind, sondern auch für unsere Entwicklungsziele insgesamt …. und für mehr Frieden und Sicherheit weltweit“, sagte Lindborg am 2. März vor der Stanford Association for International Development in Stanford (Kalifornien).

Sie fügte hinzu, dass „USAID Frauen, Mädchen und Gleichberechtigung stärker in den Mittelpunkt der Entwicklungsbestrebungen gerückt hat“. Sie stellte einige dieser Bestrebungen vor.

Das US-Programm Feed the Future verfolgt jetzt die Wirkung seiner Maßnahmen auf Frauen und Mädchen in Zielländern anhand des Women’s Empowerment in Agriculture Index, der gemeinsam mit der Oxford University und dem Internationalen Forschungsinstitut für Agrar- und Ernährungspolitik mit Sitz in Washington entwickelt wurde. Der Index, den es seit Februar 2012 gibt, ist das erste Instrument mit dem gemessen werden kann, inwieweit Frauen an der landwirtschaftlichen Erzeugung teilhaben und um zu kontrollieren, wie das Familieneinkommen verwendet wird und ob Frauen Führungspositionen in ihren Gemeinden übernehmen. Die Federführung bei Feed the Future hat USAID.

Feed the Future wurde 2009 von Präsident Obama ins Leben gerufen, nachdem die führenden Mitglieder der G8 zugesagt hatten, mehr in Bestrebungen vor Ort zu investieren, um langfristige Lösungen für chronische Lebensmittelunsicherheit und Unterernährung zu finden.

Lindborg erläuterte, dass USAID Frauen in der Landwirtschaft mit Programmen unterstütze, im Rahmen derer Frauen

Die Vereinigten Staaten setzen sich weltweit für die Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen ein.

Eigentumsrechte eingeräumt werden, in kleine Bewässerungssysteme investiert wird und Schulungen für den Anbau verschiedener Nutzpflanzen angeboten werden. Frauen, die von dieser Unterstützung profitieren konnten, „unterstützen ihre Familien mit Würde, schicken ihre Kinder in die Schule und stellen sogar zusätzliche Arbeitskräfte ein“, erklärte sie.

Lindborg hob danach den Global Women’s Leadership Fund von USAID hervor, der mit Nichtregierungsorganisationen gegründet wurde und Frauen hilft, Einfluss auf politische Übergänge in Entwicklungsländern und nach Konflikten zu nehmen und an Friedensverhandlungen, Friedensschaffung und Geberkonferenzen teilzunehmen.

Im Jemen, so Lindborg, unterstütze USAID Befürworter einer Frauenquote von 30 Prozent im Parlament. Das Thema wird während des bevorstehenden Nationalen Dialogs zum Entwurf einer neuen Verfassung und zur Vorbereitung der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen erörtert.

Lindborg sagte, USAID habe die internationale Öffentlichkeit aufgerufen, Lösungen für die entwicklungspolitischen Herausforderungen aufzuzeigen, die Frauen und Mädchen betreffen. Eine Gelegenheit für Studierende und Wissenschaftler ist beispielsweise die Counter-Trafficking in Persons Campus Challenge, die es seit Ende 2012 gibt.

Ein weiterer Wettbewerb vom Dezember 2012 ist die mit 45 Millionen US-Dollar dotierte Grand Challenge to Make All Voices Count, mit der Menschen, die oft von Entscheidungsfindungsprozessen ausgeschlossen sind, daran beteiligt werden sollen, Lösungen für ihre Gemeinden zu finden.

„Demokratie und Entwicklung erfordern im Grunde die vollständige Inklusion aller Gruppen“, meint Lindborg.

Originaltext: More Resources Going to Support Women, USAID Official Says

 

Frauen bereiten den Weg für zukünftige Generationen

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Rachel Kastenberg und Justin Sosne vom Büro für internationale Informationsprogramme des US-Außenministeriums. Rachel Kastenberg ist hochrangige Beraterin für die Initiative globale Partnerschaften des Außenministers und Justin Sosne ist hochrangiger Berater im Büro des Außenministers für globale Frauenfragen.

Für die meisten Menschen in den Vereinigten Staaten ist es selbstverständlich, spätabends das Licht anzuschalten, um noch zu arbeiten, oder zu kochen, ohne gefährlichen Rauch einzuatmen. Dennoch sind diese alltäglichen Dinge immer noch unerreichbar für die schätzungsweise 1,3 Milliarden Menschen auf der Welt, die ohne Strom auskommen müssen, und die etwa 2,7 Milliarden, die keine sauberen Kochgeräte haben. 95 Prozent dieser Menschen leben entweder im Afrika südlich der Sahara oder in Asien

Es ist wichtig, während des Women’s History Month darauf hinzuweisen, dass Frauen bei der Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit Klimawandel und Energie eine zentrale Rolle spielen. In Gemeinden weltweit, die nicht ans Stromnetz angeschlossen sind, sind Frauen die Hauptnutzer sauberer, sanfter Technologien wie Solarleuchten und saubere Kochstellen. Sie stehen bei der Förderung der Akzeptanz von Technologie an erster Stelle. Insbesondere in entlegenen, ländlichen Gebieten, sind Frauen und Frauengruppen ein größtenteils noch ungenutztes Verteilernetzwerk, das dazu beitragen kann, die letzte Lücke in der Versorgungskette zu schließen und Produkte oder Dienstleistungen zu den Endverbrauchern zu bringen. Aus diesem Grund sind Frauen in einer besonders geeigneten Position für den Verkauf und die Verbreitung sanfter, sauberer Technologie.

Die unmittelbare Integration von Frauen in die Wertschöpfungskette für den Energiezugang ist nicht nur entscheidend, um mehr Menschen den Zugang zu Energie zu ermöglichen, sondern auch für das Wirtschaftswachstum. Investitionen in Frauen wirken sich auch auf zukünftige Generationen aus. Forschungsergebnisse privater Unternehmen, der Vereinten Nationen, der Weltbank und anderer Institutionen zeigen, dass Frauen mit ihrem Einkommen einen Multiplikatoreffekt in ihren Gemeinden auslösen, da sie einen unverhältnismäßig großen Teil ihres Erwerbseinkommens für das Wohlergehen ihrer Familie und ihrer Kinder ausgeben. Forschungsergebnisse zeigen auch, dass kleine und wachsende Firmen im Besitz von Frauen eine entscheidende Triebkraft für Wirtschaftswachstum sind und weiter sein werden.

Um Unternehmerinnen und einen besseren Zugang zu Energie für alle zu fördern, haben sich das Büro des Sondergesandten für Klimawandel und das Büro für globale Frauenfragen im US-Außenministerium mit dem US-Amt für internationale Entwicklung (U.S. Agency for International Development – USAID), der MacArthur-Stiftung, dem Wangari-Maathai-Institut für Frieden und Umweltstudien, CARE International, Solar Sister, dem Globalen Bündnis für saubere Kochstellen und Swayam Shikshan Prayog (SSP) zusammengetan. Gemeinsam haben sie eine spannende, neue öffentlich-private Partnerschaft namens wPOWER (Partnership on Women’s Entrepreneurship in Renewables) ins Leben gerufen.

Mit diesen Bestrebungen sollen in Indien, Nigeria und Ostafrika aktuell mehr als 7.000 Unternehmerinnen im Bereich saubere Energie gefördert werden, damit sie kleine Unternehmen für sanfte Technologie gründen, darunter beispielsweise Solarleuchten und saubere Kochstellen. Zu den Zielen von wPOWER gehören:

  • Der Aufbau von Märkten für saubere Technologien: Aufbau und Stärkung von Märkten für sanfte, saubere Technologie, indem Frauen wirtschaftliche Chancen erhalten und die Kapazitäten für den Zugang zu Energie ausgebaut werden.
  • Die Freisetzung des Potenzials von Frauen, den Klimawandel zu bekämpfen und den Zugang zu Energie zu erweitern: Die Unterstützung innovativer Verbreitungsmodelle, die Frauen unmittelbar in die Wertschöpfungskette für den Energiezugang einbinden, insbesondere indem ihnen unternehmerische Chancen in Bezug auf die Verbindung vom Produkt zum Endverbraucher für Technologien eröffnet werden, wie Solarlampen und saubere Kochstellen.
  • Aufklärung: Die Öffentlichkeit über die entscheidende Rolle von Frauen bei der Förderung sauberer Energie und der Bekämpfung des Klimawandels aufklären.
  • Datenmaterial sammeln: Verbesserung der Erfassung von Daten über die wirtschaftlichen und umweltpolitischen Vorteile der Integration von Frauen in die Wertschöpfungskette für den Energiezugang.

Durch unsere gemeinsamen Bemühungen werden wir marginalisierte Frauen und Gemeinden dabei unterstützen, mehr Zugang zu Energie zu schaffen und gleichzeitig lokale Märkte aufbauen, zum Wirtschaftswachstum beitragen und den Lebensunterhalt verbessern. Die Investition in Unternehmerinnen im Bereich saubere Energie wird in den kommenden Jahren starke Renditen bringen.

Originaltext: Women Light the Way for Future Generations

 

US-Gesetz gegen Gewalt an Frauen soll Kinderheirat weltweit abschaffen

Präsident Obama unterzeichnete vor einer begeisterten Zuhörerschaft das Gesetz gegen Gewalt an Frauen im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Washington.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Charlene Porter, Autorin im Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium, vom 11. März 2013.

 

Ein US-Gesetz, das am 7. März unterzeichnet wurde, erneuert und stärkt ein fast 20 Jahre altes Gesetz, das verfasst wurde, um auf Gewalt an Frauen zu reagieren und sie zu verhindern. Allerdings richtet sich die Fassung des Gesetzes aus dem Jahr 2013 nicht nur die US-Bevölkerung, sondern an Menschen überall. Damit soll die Verheiratung von Kindern unter 18 verhindert werden.

Die neuen Bestimmungen des US-Gesetzes gegen Gewalt an Frauen (Violence Against Women Act – VAWA) weisen den US-Außenminister an, einen Plan zur Verhinderung von Kinderheirat zu entwickeln und umzusetzen, um Mädchen, die dem Risiko einer Kinderheirat ausgesetzt sind, zu stärken, und Länder in den Blickpunkt zu rücken, wo Kinderheiraten bekanntermaßen stark verbreitet sind.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) schätzt, dass in den kommenden Jahren mehr als 140 Millionen Mädchen zu Kinderbräuten werden. Pro Jahr werden 14 Millionen Kinder verheiratet. Das entspricht im Schnitt 39.000 Kinderheiraten pro Tag.

Internationale Studien zum Thema zeigen, dass die Kinderheirat die gesamte Zukunft einer Frau, ihre Gesundheit und ihr Potenzial beeinträchtigt. Eine frühe Heirat setzt der Schulbildung von Mädchen in der Regel ein Ende, schränkt ihre Chancen auf eine berufliche Ausbildung ein, erhöht ihr Risiko, Opfer von Gewalt zu werden und setzt sie einer Schwangerschaft aus, bevor sie reif dafür sind.

Senator Richard Durbin aus Illinois war maßgeblich an den Initiativen gegen Kinderheirat im Rahmen des VAWA beteiligt.

Die Kinderheirat liegt „einigen der drängendsten Probleme im Bereich Entwicklung zugrunde, wie beispielsweise HIV/AIDS, Kindersterblichkeit und elende Armut“, sagte Durbin in einer Stellungnahme, die von seinem Büro in Washington veröffentlicht wurde. Die Aufnahme von Kinderheirat in das VAWA lenkt die Aufmerksamkeit öffentlicher und internationaler Partner auf das Thema.

„Die Abschaffung der Kinderheirat auf der ganzen Welt ist Teil der politischen Ziele der US-Regierung. Diese wichtigen Schritte werden das Leben von Millionen Menschen ändern, die an den vergessenen Orten dieser Welt leben“, so Durbin.

Die Förderung von Frauen und Mädchen ist in zentrales Element der US-Außenpolitik unter Präsident Obama. Der/die Sonderbotschafter(in) für globale Frauenfragen spielt innerhalb des US-Außenministeriums eine führende Rolle dabei, das Thema im Rahmen außenpolitischer Foren voranzubringen.

Der Abgeordnete Aaron Schock aus Illinois unterstützte Durbin bei der Verstärkung der Bemühungen der Vereinigten Staaten zur Bekämpfung von Kinderheirat, die er eine „Tragödie epischen Ausmaßes“ nennt, die sich in einigen Ländern der Welt ereignet.

Schock hatte sich mit einer internationalen Hilfsorganisation auf eine Reise begeben, um mehr über dieses Thema zu erfahren. „Ich habe selbst gesehen, wie eine Kinderheirat junge Mädchen körperlich und emotional zu Grunde richtet und ihre Zukunft zunichte macht“, sagte Schock in einer gemeinsamen Stellungnahme mit einer anderen amerikanischen Gegnerin der Verheiratung von Kindern, der Abgeordneten Betty McCollum.

Die Gruppe Girl Up, die von der in den Vereinigten Staaten ansässigen United Nations Foundation finanziert wird, begrüßt ebenfalls die Aufnahme internationaler Bestimmungen in das VAWA und sieht dies teilweise als ihren Verdienst an. Zehntausende Mädchen aus den Vereinigten Staaten zeigten den US-Gesetzgebern mithilfe der Organisation, dass sie gegen Kinderheirat sind, und setzen somit ein klares Zeichen für die Stärke der Stimme der Jugend, sagte die Leiterin von Girl Up, Melissa Hillebrenner.

„Es ist ein wunderbarer Sieg für Mädchen, aber lediglich der Beginn des Kampfes gegen Kinderheirat“, sagte Hillebrenner. „Es bedarf der gemeinsamen Fürsprache von Aktivisten an der Basis, [Nichtregierungsorganisationen], den [Vereinten Nationen] und Befürwortern wie Senator Durbin und den Abgeordneten McCollum und Schock, um die Kinderheirat endgültig abzuschaffen und Mädchen die Chance zu geben, ihr volles Potenzial zu entfalten.“

Auch UNICEF setzt sich für ein Ende der Kinderheirat ein und weiß, dass diese Praxis Jahrhunderte alt und eng mit komplexen Themen wie Gleichberechtigung, Traditionen und Armut verbunden ist. UNICEF berichtete in seiner jüngsten Pressemitteilung, dass einige Eltern der Heirat einer jungen Tochter allein deswegen zustimmen, um die Kosten der Familie zu verringern, oder weil die Familie des Bräutigams eine attraktive Mitgift bietet. In einigen Kulturen herrscht der Glaube vor, dass die Verheiratung eines jungen Mädchens Glück bringt oder sie vor sexuellen Übergriffen schützt.

UNICEF beschreibt in seiner Pressemitteilung die Bemühungen zur Abschaffung der Kinderheirat in Malawi, einem Land, in dem mindestens die Hälfte aller jungen Frauen unter 18 Jahren verheiratet wird. Ein Ziel besteht laut Gesundheitsministerin Catherine Gotani darin, dass Mädchen ihre Ausbildung weiterführen und weitere Fähigkeiten entwickeln können. Allerdings sei es auch von Bedeutung, die Zahl der Schwangerschaften bei Teenagern und Todesfälle bei Müttern zu reduzieren.

„Indem wir die Kinderheirat abschaffen, können wir bis zu 30 Prozent der Todesfälle bei Müttern verhindern und außerdem die Neugeborenensterblichkeitsrate reduzieren“, sagte Gotani in der Mitteilung von UNICEF.

Malawi bietet früh freien Zugang zu Ausbildungsmöglichkeiten und arbeitet mit Dorfältesten zusammen, um die Bedeutung von Bildung und Arbeit bei den Gesetzgebern hervorzuheben, damit das gesetzliche Mindestalter für eine Eheschließung angehoben wird.

 

Originaltext: U.S. Anti-Violence Law Aims to End Child Marriage Worldwide

Women of Courage: Viele Möglichkeiten gegen Ungerechtigkeit vorzugehen

First Lady Michelle Obama während ihrer Rede bei der Verleihung der International Women of Courage Awards.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Jane Morse, Autorin im Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium, vom 8. März 2013.

 

Sie kommen von überall her und nutzen zahlreiche Waffen im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen, unter anderem Blogs, Lyrik, Journalismus und auch das Gesetz. In ihrem Kampf für soziale Gerechtigkeit erdulden sie Inhaftierung, Schläge, Morddrohungen und Verbannung.

Und sie überstehen all dies. Sie sind die Preisträgerinnen der International Women of Courage Awards, die am Weltfrauentag, dem 8. März, im Rahmen einer besonderen Zeremonie im US-Außenministerium von First Lady Michelle Obama und US-Außenminister John Kerry verliehen wurden.

„Mit jedem Akt des Widerstands und der Stärke haben sie Millionen andere dazu inspiriert, ihnen zur Seite zu stehen“, sagte Obama über die Preisträgerinnen. Die Auszeichnungen forderten jeden dazu auf, sich „für Gerechtigkeit einzusetzen“ und „unsere Welt zu verbessern“, so die First Lady.

Kerry sagte, Frauenrechte sollten gleichermaßen ein Anliegen von Männern und Frauen sein, da politische Stabilität, Frieden und Wohlstand verlangen, dass die Menschenrechte aller gefördert werden. Er fügte hinzu, dass die Förderung der Rechte von Frauen und Mädchen „im Mittelpunkt der Außenpolitik der Vereinigten Staaten“ stünde. Er kündigte an, dass sich das US-Außenministerium für mehr Startkapital einsetzen würde, damit erfolgreiche Initiativen zur Unterstützung von Frauen und Mädchen ins Leben gerufen oder erweitert werden können.

Seit der ersten Preisverleihung im Jahr 2007 sind jedes Jahr Frauen aus der ganzen Welt mit dem International Women of Courage Award des US-Außenministeriums ausgezeichnet worden, die außergewöhnlichen Mut und herausragende Führungsstärke bei der Förderung der Frauenrechte und der Stärkung der Rolle der Frau gezeigt haben. Bisher haben 66 Frauen aus 44 Ländern den Preis erhalten.

Dies sind die Preisträgerinnen des Jahres 2013:

-       Malalai Bahaduri, Unterleutnant der Afghan National Interdiction Unit (Afghanistan).

-       Julieta Castellanos, Rektorin der National Autonomous University of Honduras (Honduras).

-       Dr. Josephine Obiajulu Odumakin, Präsidentin von Campaign for Democracy (Nigeria).

-       Elena Milashina, Journalistin, Menschrechtsaktivistin (Russland).

-       Fartuun Adan, Geschäftsführerin des Elman Peace and Human Rights Centre (Somalia).

-       Tsering Woeser (Wei Se), tibetanische Autorin, Dichterin und Bloggerin (China).

-       Razan Zeitunah, Anwältin für Menschenrechte und Gründerin des Local Coordination Committee (Syrien).

-       Ta Phong Tan, Bloggerin (Vietnam).

-       Nirbhaya, „Fearless”, Aktivistin für Gerechtigkeit (Indien).

Die Biografien der Preisträgerinnen finden Sie auf der Website des US-Außenministeriums.

Die Preisträgerinnen, die in die Vereinigten Staaten reisen konnten, begannen ihren Aufenthalt am 4. März in Pittsburgh, wo sie an einer Veranstaltung der Chatham University teilnahmen und mit Vertretern von Organisationen wie der Women and Girls Foundation und Gwen’s Girls zusammenkamen. In Washington trafen sie sich mit Mitarbeitern des Weißen Hauses, des Außenministeriums, des Kongresses und mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen.

Nach der Zeremonie werden die Preisträgerinnen getrennt in unterschiedliche Städte im ganzen Land reisen, um im Rahmen des International Visitor Leadership Program mit Amerikanerinnen und Amerikanern zusammenzukommen. Sie werden Indianapolis, Portland, San Francisco und Tampa besuchen. Die Frauen werden in San Diego wieder zusammentreffen, um über ihren Besuch zu sprechen und Vorgehensweisen zu erörtern, um das Leben von Mädchen und Frauen weltweit zu verbessern.

 

Originaltext: Women of Courage Demonstrate Many Ways to Fight Injustice

Internationaler Frauentag

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Presseerklärung von US-Außenminister John Kerry zum Weltfrauentag vom 7. März 2013.

 

Am 8. März würdigen die Vereinigten Staaten gemeinsam mit den Menschen überall auf der Welt Frauen und ihren Beitrag zum Aufbau einer friedlicheren, gerechteren und wohlhabenderen Welt. Das US-Außenministerium, das von starken, klugen und bemerkenswert fähigen Diplomatinnen wie Madeleine Albright, Condoleezza Rice und meiner Vorgängerin Hillary Rodham Clinton geführt wurde, ist ein nachhaltiges Beispiel für die großen Veränderungen, die entschlossene Frauen in einer modernen Welt im Namen der Vereinigten Staaten erreichen und bewahren können.

 

Der großartigen und internationalen Erfolgsgeschichte von den zahlreichen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fortschritten der vergangenen Jahrzehnte, die ohne die Führungsstärke und den Mut starker Frauen niemals möglich gewesen wären, wird häufig nicht genug Beachtung geschenkt. Alleine im vergangenen Jahr haben wir erlebt, wie in Malawi und Südkorea zum ersten Mal Frauen ins Präsidentenamt aufgestiegen sind und wie in den Vereinigten Staaten zum ersten Mal 20 Frauen in den US-Senat gewählt wurden. Dieser Meilenstein war für mich besonders bedeutungsvoll, weil ich, als jemand, der 1985 in Anwesenheit seiner beiden Töchter im Teenager-Alter den Amtseid im US‑Senat abgelegt hat, damals von der Tatsache überrascht war, doppelt so viele Töchter zu haben wie es Frauen im Senat gab. Durch diese 20 Senatorinnen ist der Senat heute stärker und klüger und spiegelt unsere Überzeugung wider, dass unser Land stärker ist, wenn unsere politische Führung die Bevölkerung reflektiert. Ich bin stolz darauf, jeden Tag von der Klugheit und dem Beispiel meiner Frau Teresa profitieren zu können, die in Mosambik geboren wurde, gegen die Apartheid demonstrierte, fünf Sprachen spricht und für den UN-Treuhandrat tätig war. Ich bin dankbar für das, was ich von meiner Schwester gelernt habe, die den Großteil ihrer beruflichen Laufbahn bei den Vereinten Nationen und erst kürzlich bei einer UN-Mission gearbeitet hat, sowie von einer anderen Schwester, die über Jahrzehnte Mädchen im Ausland unterrichtet hat.

 

Sei es dadurch, dass sie neue Chancen auf Bildung und Unternehmertum in Afghanistan eröffnen und ergreifen, sich für demokratische Reformen in Burma einsetzen oder die Menschenrechte im Nahen Osten und Nordafrika stärken – überall auf der Welt erheben mehr Frauen ihre Stimme, helfen ihren Kommunen und Ländern sich weiterzuentwickeln und ebnen den Weg für zukünftige Generationen, damit diese ein besseres Leben führen können.

 

Trotz der erheblichen Fortschritte, die Mädchen und Frauen erzielt haben, bleiben noch viele Herausforderungen und Hindernisse bestehen. An zu vielen Orten werden Frauen weiterhin von Wahlen und politischen Ämtern, von Grundbesitz und Kreditmärkten ausgeschlossen. An zu vielen Orten wird Mädchen noch immer der Besuch einer Schule verwehrt oder zu einer frühen Heirat gezwungen werden. Zu viele Frauen sind zum Schweigen verdammt, werden missbraucht oder Opfer von Gewalt, nur weil sie Frauen sind. Viele riskieren beim Streben nach Gerechtigkeit ihr Leben. Ihr Mut muss uns dazu inspirieren, uns weiterhin für eine Welt einzusetzen, in der jede Frau frei von Gewalt leben und ihr vollständiges Potenzial entfalten kann.

 

Vor einigen Jahrzehnten, bevor ich geboren wurde, war meine Mutter als freiwillige Krankenschwester für das Rote Kreuz in Europa tätig. Als die Nazis einmarschierten, floh sie auf einem Fahrrad, bis sie schließlich Lissabon erreichte, von wo aus sie nach Boston zurückkehrte. Auf dem Höhepunkt des Krieges und inmitten der Trennung von ihrer Familie schrieb sie meinem Vater einen Brief, den meine Geschwister und ich bis heute in Ehren halten. Dieser Brief enthält einen einfachen, aber tiefgründigen Gedanken: „Für jeden gibt es eine Aufgabe.“ Der Internationale Frauentag erinnert uns alle daran, dass es auch heute noch „für jeden eine Aufgabe gibt“, die Herausforderung, das Erreichte zu bewahren, unsere Ärmel hochzukrempeln und die vor uns liegende Arbeit anzupacken und die Gesundheit, Bildung und Menschenrechte von Mädchen und Frauen zu schützen. Die Vereinigten Staaten sind weiterhin der Zusammenarbeit mit Partnern auf der ganzen Welt verpflichtet um sicherzustellen, dass dieser wichtige Prozess fortgesetzt wird.

 

Originaltext: International Women’s Day

 

Warum Frauen wichtig für die US-Außenpolitik sind

US-Außenminister John Kerry.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir den Namensartikel von US-Außenminister John F. Kerry zum Weltfrauentag am 8. März 2013.

In meiner ersten Woche als US-Außenminister hatte ich die Ehre, eine Gruppe mutiger Frauen aus Burma kennenzulernen. Zwei von ihnen waren ehemalige politische Gefangene, und obwohl sie alle in ihrem Leben unglaubliches Leid erfahren hatten, setzt sich jede einzelne von ihnen für eine bessere Zukunft ein: für schulische und berufliche Bildung für Mädchen, für die Vermittlung von Arbeitslosen und die Förderung von mehr Teilhabe an der Zivilgesellschaft. Ich bin mir sicher, dass sie weiterhin eine treibende Kraft für den Wandel sein werden, indem sie sich in den kommenden Jahren für Fortschritte in ihren Gemeinden und ihrem Land einsetzen werden.

Begebenheiten wie diese führen uns vor Augen, warum es so wichtig ist, dass die Vereinigten Staaten weiterhin mit Regierungen, Organisationen und Einzelpersonen überall auf der Welt zusammenarbeiten, um die Rechte von Mädchen und Frauen zu schützen und zu stärken. Schließlich können die drängendsten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Probleme der Welt – wie in unserem eigenen Land auch – nicht ohne die vollständige Teilhabe von Frauen gelöst werden.

Dem Weltwirtschaftsforum zufolge sind diejenigen Länder, in denen Frauen und Männer annähernd gleiche Rechte haben, wirtschaftlich wettbewerbsfähiger als jene, in denen Mädchen und Frauen aufgrund mangelnder Gleichberechtigung kaum oder keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung, öffentlichen Ämtern, Wirtschaft und Handel haben. So schätzt auch die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), dass die Zahl derer, die weltweit unterernährt sind, um 100 bis 150 Millionen verringert werden könnte, wenn Landwirtinnen den gleichen Zugang zu Saatgut, Düngemitteln und Technologie erhielten wie ihre männlichen Kollegen.

In zu vielen Gesellschaften und Familien haben Mädchen und Frauen noch immer einen zu geringen Stellenwert; ihnen wird die Chance auf Bildung verwehrt, und sie werden gezwungen, schon im Kindesalter zu heiraten. Geschlechtsspezifische Gewalt hat bereits zu viele Menschenleben gefordert oder für immer beeinträchtigt. Als Vater zweier Töchter kann ich mir den Schmerz der Eltern von Nirbhaya kaum vorstellen. Die 23-jährige Medizinstudentin wurde in einem Bus in Neu Delhi ermordet, nur, weil sie eine Frau war. Auch die Qualen der Eltern von Malala Yousafzai sind unvorstellbar. Das Mädchen aus Pakistan wurde, nur, weil es zur Schule gehen wollte, ebenfalls in einem Bus von Extremisten angeschossen. Malalas unerschütterlicher Einsatz für ihr Anliegen hat mich allerdings inspiriert, ebenso wie Nirbhayas Entschlossenheit, ihre Angreifer vor Gericht zu bringen, während sie um ihr Leben kämpfte. Auch ihre Väter inspirieren mich, weil sie den Mut aufbringen, sich für ihre Töchter und Frauen überall auf der Welt einzusetzen.

Kein Land kann Fortschritte machen, wenn die Hälfte seiner Bevölkerung ausgeschlossen wird. Aus diesem Grund sind die Vereinigten Staaten davon überzeugt, dass die Gleichstellung der Geschlechter entscheidend für unser gemeinsames Streben nach Wohlstand, Stabilität und Frieden ist, und dass die weltweiten Investitionen in Mädchen und Frauen von großer Bedeutung für unsere Außenpolitik sind.

Wir investieren in die Ausbildung und in Mentorenprogramme für Unternehmerinnen, sodass sie nicht nur ihren eigenen Familien helfen, sondern auch zum Wachstum der Volkswirtschaft ihrer Länder beitragen können. Wir investieren in die Bildung von Mädchen, damit sie einer frühen Zwangsheirat entgehen, den Teufelskreis der Armut durchbrechen und sich schließlich zu führenden Mitgliedern ihrer Gemeinden und zu engagierten Bürgerinnen entwickeln können. Die Verbesserung der Bildungschancen von Mädchen und Frauen sowie des Zugangs zu Ressourcen führt auch zur Verbesserung der Gesundheit und Bildung der nächsten Generation.

Wir arbeiten mit Partnern überall auf der Welt zusammen, um die Gesundheit von Müttern zu verbessern, Landwirtinnen zu stärken und geschlechtsspezifische Gewalt zu verhindern und gegen sie anzugehen, da jede Gesellschaft davon profitiert, wenn Frauen in Sicherheit leben, gesund sind und ihre Arbeitskraft, ihre Führungsqualitäten und ihre Kreativität in die Weltwirtschaft einbringen können. Überall setzen sich US-Diplomaten für die umfassende Einbindung von Frauen in Friedensverhandlungen und sicherheitspolitische Bestrebungen ein, denn die Berücksichtigung der Erfahrungen, Belange und Kenntnisse von Frauen kann zukünftige Konflikte verhindern und zu dauerhafterem Frieden führen.

Der heutige Weltfrauentag ist ein Tag zum Feiern. Außerdem müssen wir uns an diesem Tag alle erneut dafür engagieren, der mangelnden Gleichberechtigung, die überall auf der Welt Fortschritte verhindert, ein Ende zu setzen. Wir können und müssen uns dafür einsetzen, damit unsere Töchter ohne Angst mit dem Bus zur Schule fahren können, damit unsere Schwestern ihr unglaubliches Potenzial und alle Mädchen und Frauen ihr Talent entfalten können.

 

Originaltext: Why women are central to U.S. foreign policy

Women’s History Month 2013

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Proklamation von US-Präsident Barack Obama zum Women’s History Month 2013 vom 1. März 2013.

Seit mehr als 200 Jahren wächst unsere Nation in der einfachen Überzeugung, dass wir alle gleich geschaffen sind. Diese Überzeugung unterscheidet die Vereinigten Staaten von allen anderen Orten der Welt und macht sie zu einem Land, in dem man unabhängig davon, woher man kommt oder wie man aussieht so weit kommen kann, wie es die eigenen Fähigkeiten zulassen.

Während des Women’s History Month erinnern wir an diejenigen, die gekämpft haben, damit nicht nur ihre Söhne, sondern auch ihre Töchter diese Freiheit für sich beanspruchen können. Diese vom Wahlrecht ausgeschlossenen Frauen setzten sich dafür ein, die Lücke zu schließen, die in den Vereinigten Staaten zwischen Anspruch und Wirklichkeit bestand. Sie handelten in der Überzeugung, dass unsere Union jedem Bürger, der darauf Anspruch erhebt, echte Gleichheit gewähren kann.

Jedes Jahr trafen sich diese Visionärinnen, um zu marschieren und zu mobilisieren und zu demonstrieren, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Sie machten aus einem Treffen in Seneca Falls eine Bewegung, die in jeder Gemeinde Widerhall fand, und stellten sich gegen unsere höchsten Institutionen.

Nach Jahrzehnten langsamer, stetiger und außergewöhnlicher Fortschritte wurde die Gleichberechtigung von Frauen gesetzlich verankert. Damit erhielten Generationen von Mädchen eine Zukunft, die ihrem Potenzial gerecht wurde.

Dieses Vermächtnis des Wandels ist in unserem Leben allgegenwärtig. Frauen machen fast die Hälfte der Arbeitnehmerschaft und mehr als die Hälfte der Collegeabsolventen in unserem Land aus. Aber auch heute noch schultern zu viele Frauen die Last der Diskriminierung. Sie werden für ihre Arbeit schlechter bezahlt, leisten höhere Krankenversicherungsbeiträge oder haben zu wenig Möglichkeiten, sich aus familiären Gründen beurlauben zu lassen. Diese Dinge betreffen uns alle, und wenn wir sie nicht angehen, werden sie den Fortschritt in unserem Land hemmen.

Deshalb hat meine Regierung die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen vom ersten Tag an zur Priorität erhoben – von der Unterzeichnung des Lilly-Ledbetter-Gesetzes über gerechte Entlohnung (Lilly Ledbetter Fair Pay Act ) bis hin zur Sicherstellung, dass Frauen unter den Spitzenwissenschaftlern und –ingenieuren besser vertreten sind. Deshalb haben wir im Rahmen des Gesetzes über bezahlbare Gesundheitsfürsorge (Affordable Care Act) stärkere Schutz- und Präventionsmaßnahmen für Frauen eingeführt. Deshalb haben wir uns für mehr Flexibilität am Arbeitsplatz, besseren Zugang zu Kapital und Ausbildungsmaßnahmen für Unternehmen im Besitz von Frauen sowie gleichen Lohn für gleiche Arbeit stark gemacht. Deshalb haben wir Maßnahmen ergriffen, um Gewalt an Frauen im In- und Ausland zu bekämpfen und es Frauen auf der ganzen Welt zu ermöglichen, ihre politischen und wirtschaftlichen Chancen vollständig auszuschöpfen.

Es wird nicht einfach sein, diese Herausforderungen zu bewältigen. Aber unsere Geschichte zeigt, dass es kein Hindernis gibt, das wir nicht überwinden können, wenn wir Entschlossenheit und Einfallsreichtum mit unseren grundlegenden Überzeugungen verbinden. Wir können unserem Gründungscredo treu bleiben, dass in den Vereinigten Staaten alles für alle möglich sein sollte.  Diese Einstellung brachte unsere Mütter und Großmütter dazu, für eine Welt zu kämpfen, in der ihre Töchter nicht an Grenzen stoßen, die sie von ihren Träumen fernhalten könnten. Heute, da wir uns den bestimmenden Themen unserer Zeit stellen, blicken die Vereinigten Staaten auf die nächste Generation derer, die mobilisieren und marschieren und die Richtung vorgeben.

AUF GRUND DESSEN ERKLÄRE ICH, BARACK OBAMA, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, kraft des mir durch die Verfassung und die Gesetze der Vereinigten Staaten verliehenen Amtes, hiermit den Monat März des Jahres 2013 zum Women’s History Month. Ich rufe alle Amerikaner dazu auf, diesen Monat und den Internationalen Frauentag am 8. März 2013 mit entsprechenden Programmen, Feiern und Veranstaltungen zu begehen. Außerdem lade ich alle Amerikaner dazu ein, die Website www.WomensHistoryMonth.gov zu besuchen, um mehr über die Generationen von Frauen zu erfahren, die unsere Geschichte geprägt haben.

ZU URKUND DESSEN setze ich an diesem achtundzwanzigsten Tag des Februar im Jahre des Herrn zweitausenddreizehn und im zweihundertsiebenunddreißigsten Jahr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten meine Unterschrift unter dieses Dokument.

BARACK OBAMA

Originaltext: Women’s History Month 2013: Proclamation

Sexueller Gewalt ein Ende setzen

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Jane Morse, Autorin im Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium, vom 15. Februar 2013.

 

Die ehemalige US-Sonderbotschafterin für globale Frauenfragen, Melanne Verveer

Sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen – in Zeiten des Friedens und des Konflikts – wird nicht enden, ehe sich weit verbreitete Ansichten über Frauen ändern und Gesetze gegen Gewalt um- und durchgesetzt werden, sagte Melanne Verveer, die bis vor kurzem Sonderbotschafterin für Frauenfragen im US-Außenministerium war.

Laut Verveer sei es bei den Bemühungen gegen Gewalt an Frauen besonders wichtig, Mentalitäten und soziale Normen zu ändern. „Frauen werden oft nicht geachtet; das muss sich ändern“, sagte sie am 14. Februar in Washington während einer Podiumsdiskussion beim The Missing Peace Symposium 2013, das vom US-Institut für Frieden (U.S. Institute of PeaceUSIP), einer unabhängigen, überparteilichen Organisation zum Konfliktmanagement des US-Kongresses, veranstaltet wurde.

Diejenigen, die sexuelle Gewalt verüben, müssen laut Verveer verfolgt werden, sonst signalisiere man der Gesellschaft, dass dieses Verhalten gebilligt werde. „Nichts ist deutlicher als wenn man den Preis für etwas bezahlt, das man getan hat“, sagte sie.

Verveer war eine der Hauptrednerinnen des dreitägigen Symposiums, bei dem sich Akademiker, Politiker, multilaterale Organisationen, Regierungsvertreter und Aktivisten über die Ursachen, das Ausmaß und die Muster sexueller Gewalt austauschten.

 

„Sexuelle Gewalt steht nicht nur mit Frieden und Sicherheit, sondern, wie wir wissen, auch mit der öffentlichen Gesundheit, der Wirtschaft, sozialen Themen und der Integration in Zusammenhang. Ob es um Vergewaltigung als Kriegsstrategie oder die Zunahme von häuslicher Gewalt in einer Gesellschaft geht, die einen Konflikt überstanden hat – diese Gewalt ist inakzeptabel. Sie stellt eine Verletzung der Menschenwürde dar.“

 

Sie erwähnte eine Reihe politischer Maßnahmen und Initiativen, die die US-Regierung ins Leben gerufen hat, um auf geschlechtsspezifische Gewalt zu reagieren und sie zu verhindern. Im Dezember 2011 hat Präsident Obama beispielsweise den ersten Nationalen Aktionsplan zu Frauen, Frieden und Sicherheit (United States National Action Plan on Women, Peace, and Security) ins Leben gerufen, der einen umfassenden Fahrplan vorsieht, mit dem Bemühungen der US-Regierung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an der Schaffung und Erhaltung von Frieden und zum Schutz von Frauen, Männern, Jungen und Mädchen von geschlechtsspezifischer Gewalt beschleunigt und institutionalisiert werden sollen.

Im April hat die US-Regierung eine umfassende Strategie angekündigt, in deren Rahmen die Bürger geschützt, die Täter zur Rechenschaft gezogen und Gleichgesinnte unterstützt werden sollen. Im August hat die Regierung Obama zum ersten Mal eine US-Strategie zur globalen Verhinderung und Reaktion auf sexuelle Gewalt (U.S. Strategy to Prevent and Respond to Gender-Based Violence Globally) herausgegeben, in die die Bereiche Justiz, Gesetzgebung, Sicherheit, Gesundheit, Bildung, Wirtschaft, soziale Dienstleistungen und humanitäre Entwicklung einbezogen wurden.

Die UN-Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für sexuelle Gewalt in Konflikten, Zainab Hawa Bangura

Von den Vereinten Nationen veröffentlichte Resolutionen „heben die Bedeutung von sexueller Gewalt als für den Schutz der Bürger wesentliches Thema hervor“, so Verveer. Sie fügte hinzu: „Nur, wenn Gesetze umgesetzt und Straftäter zur Verantwortung gezogen werden, werden wir einen Abschreckungseffekt dieser Gewalt erleben, insbesondere während und nach akuten Konflikten. Wir müssen erkennen, dass Straflosigkeit die Beilegung von Konflikten und den Aufbau einer friedlichen Gesellschaft untergräbt.“

Die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates haben laut Zainab Hawa Bangura, der Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs für sexuelle Gewalt in Konflikten, „den völkerrechtlichen Rahmen geboten, damit wir die Ursachen für sexuelle Gewalt in Konflikten bekämpfen können, und sie sind eine klare Botschaft an Regierungen, die die oberste moralische und rechtliche Verpflichtung haben, ihre Bürger zu beschützen und dieses Verbrechen zu verhindern.“

In ihrer Rede vor dem Symposium sagte Bangura, die UN-Resolutionen wiesen auch darauf hin, „dass die Tage gezählt sind, in denen Übergriffe auf Frauen in Konflikten als nicht zu verhindernde und bedauerliche Nebenhandlung des Krieges galten. Jetzt ist ganz klar: Wer diese Straftat begeht, wird von uns befragt, strafrechtlich verfolgt und bestraft. Man kann sich nicht mehr verstecken, und wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, die Täter zu finden und ihren Taten ein Ende zu setzen – auch durch das Verhängen von Reiseverboten, das Einfrieren von Vermögen und andere Sanktionen.“

„Wir versuchen außerdem, wirksamere Sanktionen für diejenigen zu entwickeln, die nicht reisen und nicht über international angelegtes Vermögen verfügen“, sagte sie.

Bengura betonte, dass Führungsstärke und Verantwortungsbewusstsein innerhalb der einzelnen Länder vonnöten sei. „Lösungen können nicht von außen aufgezwungen werden“, sagte sie. „Mehr als alles andere wird ein Wandel im Denken aller benötigt – von Politikern über Aktivisten zu Journalisten und Bürgern. Alle Bereiche der Gesellschaft müssen die verhängnisvollen Auswirkungen dieser Geißel erkennen und entschlossen sein, dies zu beenden.“

Sexueller Gewalt an Frauen, insbesondere in Konflikten, ein Ende zu setzen, werde nicht einfach sein, gab Bangura zu, aber sie sagte auch: „Ich bin davon überzeugt, dass sexuelle Gewalt kein bedauerlicher Kollateralschaden ist, sondern ein Verbrechen, das durch Bildung, Stärkung der Rechte von Frauen, Gleichberechtigung, Justiz und Sicherheit ausgemerzt werden kann. „Wir verfügen über die nötigen Instrumente. Jetzt müssen wir den Willen aufbringen, sexueller Gewalt in Konflikten ein Ende zu setzen.“

Mehr zum Thema Gewalt an Frauen finden Sie auf dem Blog des US-Außenministeriums und in dem Text Eine Milliarde erhebt sich.

 

Originaltext: Changing Mindsets Is Needed to End Sexual Violence

 

Internationaler Tag: Nulltoleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Artikel von Melanne Verveer, Sonderbotschafterin für weltweite Frauenfragen des US-Außenministeriums, der am 7. Februar 2013 auf dem offiziellen Blog des US-Außenministeriums, DipNote, erschien.

Am 6. Februar 2013 wurde zum zehnten Mal der Internationaler Tag: Nulltoleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung begangen. Ich hatte das Privileg, im Außenministerium eine Diskussionsrunde zu diesem Thema zu leiten, um die weltweite Aufmerksamkeit auf diese schädliche Tradition zu lenken, durch die das Leben, die Würde und das Wohlbefinden von Frauen und Mädchen in viel zu vielen Orten auf der ganzen Welt gefährdet werden.

Engagierte Aktivistinnen und Führungspersönlichkeiten wie Amina Salum Ali, Botschafterin der Afrikanischen Union in den Vereinigten Staaten, Dr. Nawal Nour, Amerikanerin sudanesischer Abstammung vom Brigham and Women’s Hospital in Boston, Bacary Tamba von Tostan, einer Nichtregierungsorganisation (NRO) im Senegal, und Jessie Hexpoor von Hivos, einer NRO aus den Niederlanden, waren unter den Diskussionsteilnehmern. Jede von ihnen leistet einen großen Beitrag zur Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung und sie zeigen, warum eine umfassende und von der Gemeinde vor Ort betriebene Herangehensweise unerlässlich ist, um nachhaltigen Fortschritt zu erreichen. Diese Veranstaltung brachte Aktivisten anderer NRO, des diplomatischen Corps und Politiker der US-Regierung zusammen, um Möglichkeiten zur Zusammenarbeit unterschiedlicher Interessensgruppen zu finden, um die weibliche Genitalverstümmelung zu beenden. Dank moderner Technik konnten 1.648 Teilnehmer aus 30 Ländern online an einer interaktiven virtuellen Diskussion teilnehmen.

Weibliche Genitalverstümmelung, eine Praktik, bei der die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane vollständig oder teilweise entfernt werden, wird oft von nicht ausgebildeten Personen ohne Betäubung durchgeführt. Als Instrumente werden abgebrochene Glassplitter, Deckel von Blechdosen, Scheren oder nicht sterile Rasierklingen benutzt. Abgesehen von großen Schmerzen und starker Traumatisierung bergen die schlimmsten Formen der Genitalverstümmelung auch ernsthafte kurz- und langfristige gesundheitliche Risiken wie Blutungen, Infektionen und ein erhöhtes Risiko einer HIV-Übertragung in sich. So werden Mädchen der Gefahr einer Kinderheirat und einer frühen Schwangerschaft ausgesetzt und bei Frauen kann eine Schwangerschaft sogar zum Tod führen. Eine der Diskussionsteilnehmerinnen fasste dies zusammen: Durch diese Praxis werden „Frauen zu Grunde gerichtet“.

Weltweit haben sich schätzungsweise 100 bis 140 Millionen Frauen einer Genitalverstümmelung unterziehen müssen. Dort, wo diese Praktik am häufigsten durchgeführt wird, ist Genitalverstümmelung als Ritual des Übergangs in das Erwachsenenleben akzeptiert und nicht als die schädliche Tradition und Menschenrechtsverletzung angesehen, die sie eigentlich ist. Andernorts ist dies ein Tabuthema, das verdrängt wird, und die Frauen und Mädchen, die sich dieser Prozedur unterziehen müssen, leiden still für sich. Diese Praktik wird zwar meist mit den Staaten südlich der Sahara in Verbindung gebracht, wird aber auch in anderen Teilen der Welt durchgeführt, wie beispielsweise im Nahen Osten oder in Diasporagemeinden in Europa und den Vereinigten Staaten.

Im Rahmen der Diskussionsrunde haben wir daran erinnert, wie die First Ladies vier afrikanischer Länder zu den ersten gehörten, die das Thema Genitalverstümmelung auf die weltweite Agenda setzten. Zehn Jahre später verabschiedeten die Vereinten Nationen im Dezember 2012 eine Resolution, die die Mitgliedsstaaten dazu aufrief, ihre Bemühungen für die Beendigung dieser Praktik in ihren Ländern zu intensivieren. Wir haben beachtliche Fortschritte gemacht. Aber obwohl Resolutionen sicherlich bedeutend und erforderlich sind, wie die Diskussionsteilnehmer betonten, sind es die Bemühungen an der Basis, die den Weg dahin ebnen, dass sozial fest verankerte Normen abgeschafft und Gemeinden dazu in die Lage versetzt werden, diese Praktik abzuschaffen. Dazu gehört die Aufklärung von Männern, Jungen, Dorfältesten und religiösen Vertretern über die schwerwiegenden gesundheitlichen Konsequenzen der Genitalverstümmelung und die Gründe dafür, warum dies nicht nur für Frauen und Mädchen schädlich ist, sondern für die Familien, Gemeinden und ganze Länder.

Länder, die große Fortschritte in Richtung einer Abschaffung dieser Prozedur erzielt haben, wie beispielsweise der Senegal oder Burkina Faso, dienen hauptsächlich aufgrund der Führungsstärke lokaler Gemeinden als Vorbilder, die tief verwurzelte Denkweisen, Normen und Praktiken ablehnen, die die Genitalverstümmelung fördern. Es war ermutigend, von den von Tostan entwickelten Programmen zu hören, die die gesamte Gemeinde einbeziehen, um die geltenden Normen so zu ändern, dass die Gesundheit von Frauen und Mädchen geschützt wird. Programme wie diese sollten überall durchgeführt werden. Zu den Bemühungen, das Thema Genitalverstümmelung auch innerhalb von Diasporagemeinden anzusprechen, gehört eine aktive Zusammenarbeit mit Immigrantenfamilien und deren Aufklärung über Gesetze gegen diese Praktik sowie über die schwerwiegenden Konsequenzen für die Gesundheit und das Leben ihrer Töchter. Eine der positivsten Entwicklungen hier in den Vereinigten Staaten ist das Gesetz zum Schutz von Mädchen (Girls Protection Act). Das Gesetz, das vor einem Monat verabschiedet wurde, verbietet es Familien, ihre Kinder ins Ausland zu schicken, um sie im jeweiligen Ursprungsland einer Genitalverstümmelung zu unterziehen.

Während der vergangenen zehn Jahre haben wir zwar Fortschritte bei der Abschaffung der Genitalverstümmelung gemacht, aber am zehnten Jahrestag des Null-Toleranz-Tags werden wir dennoch daran erinnert, dass noch viel Arbeit für uns zu tun bleibt. Indem wir zusammenarbeiten, den politischen Willen und das aktuelle Engagement nutzen, können wir eine Welt schaffen, in der keine Frau und kein Mädchen diese schreckliche Prozedur erleiden muss. Vielmehr werden sie die Möglichkeit haben, ihr gesamtes Potenzial frei zu entfalten.

 

Originaltext: International Day of Zero Tolerance to FGM: Working Together To End a Devastating Practice

Rekordzahl von Frauen im 113. US-Kongress

Nach ihrer offiziellen Vereidigung machte Senatorin Kirsten Gillibrand ihrem Sohn Henry mit einer nachgestellten Zeremonie eine Freude, bei der Vizepräsident Biden mitwirkte.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text von Jane Morse, Autorin im Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium, vom 7. Januar 2013.

 

Eine Rekordzahl von Frauen – 101 in beiden Kammern – wurde in den neuen US-Kongress gewählt. Sie sagen, ihr kooperativeres Vorgehen werde sich bemerkbar machen.

„Ich denke, Frauen bringen eine etwas andere Sicht auf die Dinge mit“, sagte die demokratische Abgeordnete Tammy Duckworth aus Illinois der New York Times. Der demokratischen Abgeordneten Tulsi Gabbard aus Hawaii zufolge werden die Frauen im Kongress unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit „viel häufiger parteiübergreifend arbeiten. Wir sind weitaus pragmatischer, aber jede von uns hat ihre eigene Geschichte.“

„Ich denke, bei allem Respekt für unsere männlichen Kollegen, dass Frauen sehr viel kooperativer vorgehen“, sagte die republikanische Senatorin Susan Collins aus Maine gegenüber Diane Sawyer von ABC News.

„Ich lehne den Gedanken ab, dass es „Frauenthemen“ gibt, sagte Collins. „Denn jedes Thema, ob Krieg, Steuern oder Bildung, betrifft Frauen in diesem Land. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass Frauen in allen Ausschüssen sitzen und dort auch den Vorsitz haben.“

Bei der ersten Zusammenkunft des 113. Kongresses am 3. Januar wurden 20 Frauen für ihr Amt im Senat und 81 Frauen für ihr Amt im Repräsentantenhaus vereidigt.

„Ich kann Ihnen eines sagen: Wir wollen es anpacken“, sagte die demokratische Senatorin Barbara Mikulski aus Maryland nach der Vereidigung über die weiblichen Senatoren der Republikaner und Demokraten. „Wir sind bereit, eine starke Kraft in der amerikanischen Politik zu sein.“

Mikulski ist die erste weibliche Vorsitzende des einflussreichen Haushaltsausschusses des Senats. Sie ist außerdem die dienstälteste Senatorin und dienstälteste Frau in der Geschichte des US-Kongresses. Sie wurde 1976 zum ersten Mal in den Kongress gewählt.

US-Senatoren werden für sechs Jahre gewählt, die Abgeordneten im Repräsentantenhaus für zwei Jahre. Jeder Staat hat zwei Senatoren. Die Zahl der Abgeordneten im Repräsentantenhaus wird anhand der Einwohnerzahl der Bundesstaaten ermittelt.

Ein Staat – New Hampshire – hat eine ausschließlich aus Frauen bestehende Delegation in den Kongress entsandt. Kaliforniern und der Staat Washington werden jeweils von zwei Frauen im Senat vertreten. In Nebraska wurde mit der Republikanerin Deb Fischer zum ersten Mal eine Senatorin gewählt.

„Das war eine historische Wahl“, sagte Fischer. „Aber was wirklich Spaß gemacht hat, waren die Mütter und Väter, die während des Wahlkampfs mit ihren Töchtern zu mir kamen und fragten: ‚Können wir ein Foto mit Ihnen machen?‘“

Der 113. Kongress ist auch der vielfältigste Kongress in der Geschichte des Landes. In ihm sind 31 Amerikaner lateinamerikanischer Abstammung, 12 Amerikaner asiatischer Herkunft und sieben Mitglieder vertreten, die sich offen zu ihrer Homosexualität oder Bisexualität bekennen.

Gabbard und die demokratische Abgeordnete Tammy Duckworth aus Illinois sind die ersten Veteraninnen im Kongress. Sie haben im Irakkrieg gekämpft.

Auch die religiöse Vielfalt im US-Kongress hat zugenommen. Die demokratische Senatorin Mazie Hirono aus Hawaii ist die erste Buddhistin im Senat und Gabbard ist die erste Kongressabgeordnete, die dem Hinduismus angehört.

Obwohl die Vereidigungszeremonie für die weiblichen Kongressabgeordneten ein freudiger Anlass war, sagte die demokratische Senatorin Claire McCaskill aus Missouri, die ihre zweite Amtszeit beginnt, gegenüber der New York Times: „Ich glaube, dass wir erst zufrieden sein sollten, wenn wir im Senat prozentual ebenso viele Frauen haben wie in der Bevölkerung. Es liegt also noch einen langer Weg vor uns.“

Dennoch gewinnen die Frauen im Senat inzwischen an Dienstjahren und übernehmen wichtige Aufgaben in Ausschüssen.

Die demokratische Senatorin Patty Murray aus Washington wird dem Haushaltsausschuss des Senats vorsitzen. Die demokratische Senatorin Maria Cantwell aus Washington wurde für eine dritte Amtszeit gewählt und übernimmt den Vorsitz des Ausschusses für Angelegenheiten amerikanischer Ureinwohner des Senats. Cantwell sitzt zudem im Finanz-, Handels- und Energieausschuss sowie im Ausschuss für natürliche Ressourcen. Die republikanische Abgeordnete des Repräsentantenhauses Jaime Herrera Beutler aus Washington ist Mitglied im Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses. Fischer aus Nebraska wird im Verteidigungsausschuss, im Ausschuss für Umwelt und öffentliche Bauvorhaben, im Ausschuss für Angelegenheiten amerikanischer Ureinwohner, im Ausschuss für kleine Unternehmen sowie im Handelsausschuss sitzen.

 

Originaltext: Record Number of Women in 113th U.S. Congress