Vollversammlung der G8

US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton während des Treffens mit den Vertretern der G8-Staaten.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton bei der Vollversammlung der G8 am 11. April 2012.

Ich heiße Sie erneut im historischen Blair House in Washington willkommen. Ich freue mich sehr darüber, persönlich über die zahlreichen globalen Themen diskutieren zu können, die von den G8-Staaten gemeinsame Führungsstärke erfordern. Die Ereignisse des vergangenen Jahres, sogar die der vergangenen Woche, zeigen erneut, wie sehr umfassende internationale Zusammenarbeit benötigt wird. Die G8 sind dafür ein wichtiges Forum.

Wir sind besorgt angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien, und angesichts der Probleme, denen sich der Sondergesandte Kofi Annan bei seinen Bemühungen gegenübersieht, einen Waffenstillstand und ein Ende der Gewalt zu erreichen. Wir sind hier sehr wachsam. Dieses Thema wird auch heute Nachmittag auf unserer Tagesordnung stehen. Wir werden nach Wegen suchen, wie wir gemeinsam eine friedliche Lösung für die derzeitige Lage finden und einen politischen Übergang zum Wohl der syrischen Bevölkerung erreichen können.

Wir freuen uns zudem auf die nächsten Gespräche der Sechser-Gruppe in der Türkei. Diese Gespräche bieten Iran die Möglichkeit, die Bedenken der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich des iranischen Atomprogramms ernsthaft anzusprechen. Wir glauben außerdem, dass es noch Raum für diplomatisches Handeln gibt, aber es ist an der Zeit, dass die Iraner am Verhandlungstisch zusammenkommen, um ein Umfeld zu schaffen, in dem durch einen nachhaltigen Prozess konkrete Ergebnisse erzielt werden können.

Noch weiter östlich bereitet Nordkorea den Start einer Langstreckenrakete über dem Ostteil des Chinesischen Meers vor. Dies geschieht nur wenige Wochen nachdem Nordkorea einem Moratorium über Raketentests zugestimmt hat. Dies stellt einen mehrfachen Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates dar. Ich denke, wir sind alle sehr an Stabilität auf der koreanischen Halbinsel interessiert, und werden uns darüber austauschen, wie wir dies am besten erreichen können.

Heute haben sich bereits unsere Kollegen aus dem Quartett zusammengefunden, um die Lage im Nahen Osten zu bewerten. Dazu gehören die Vereinten Nationen, vertreten durch Generalsekretär Ban Ki-moon, die Europäische Union, vertreten durch die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik Catherine Ashton, die Russische Föderation, vertreten durch Außenminister Sergej Lawrow, und die Vereinigten Staaten, vertreten durch unsere Sondergesandten und mich. Der jordanische Außenminister Nasser Judeh berichtete von den jüngsten Bemühungen seines Landes. Das Quartett sicherte seine Unterstützung für die positiven Bemühungen Jordaniens zu. Wir verpflichten uns auch weiterhin den Zielen, die wir im September in New York umrissen haben. Wir stimmen darin überein, dass kontinuierliche internationale Finanzhilfen für die Palästinensische Autonomiebehörde von Bedeutung sind, wozu auch die 1,1 Milliarde US-Dollar an Notfallhilfe zählen.

Wir haben schließlich auch begonnen, einige länderübergreifende Themen anzusprechen – Terrorismus, Piraterie, Nahrungsmittelsicherheit –, die so viele Millionen Menschen auf der Welt betreffen. Wir werden unseren gemeinsamen Rahmen zur Unterstützung demokratischen Wandels und zur Förderung nachhaltigen und alle einschließenden Wirtschaftswachstums durch die Deauville-Partnerschaft im Nahen Osten und Nordafrika diskutieren.

Es gibt also zahlreiche Themen zu besprechen. Wir haben in Vorbereitung auf das Treffen der Staats- und Regierungschefs in Camp David kommenden Monat einen vollen Zeitplan. Noch einmal: Herzlich Willkommen, liebe Kollegen. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit. Vielen Dank.

 

Originaltext: Remarks at the G8 Plenary Session

 

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