Gipfel zur nuklearen Sicherheit

US-Präsident Barack Obama während des Nuclear Security Summit.

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die abschließende Rede von US-Präsident Barack Obama beim Gipfel zur nuklearen Sicherheit am 1. April 2012 in Seoul.

 

Sehr geehrter Herr Präsident,

ich werde mich kurz halten. Ich möchte Sie noch einmal zu der hervorragenden Arbeit beglückwünschen, die Sie und Ihre Mitarbeiter bei der Organisation dieses Gipfeltreffens geleistet haben.

Als wir den Gipfel in Washington ins Leben riefen, war nicht ganz klar, wie produktiv und kooperativ diese Bemühungen sein würden. Der Test bestand offensichtlich darin, ob es konkrete Ergebnisse geben würde, und ob die Teilnehmer des ersten Gipfels nicht nur mit Worten, sondern mit Taten nach Korea kommen würden.

Ich möchte nur zum Ausdruck bringen, wie unglaublich stolz ich auf alle Politiker bin, die an dem Gipfel teilgenommen haben, ebenso wie auf ihre Mitarbeiter, die sich während der vergangenen zwei Jahre auf verschiedene Art und Weise dafür eingesetzt haben, die Welt sicherer zu machen.

Die Staats- und Regierungschefs möchte ich wissen lassen, dass mir bewusst ist, wie schwierig es für alle ist, zu diesen Gipfeln zu reisen. Wir alle müssen zusätzlich zu der Arbeit, die wir in unseren Ländern zu erledigen haben, schon zu viele Gipfeltreffen besuchen.

Ich möchte aber darauf hinweisen, dass dieser relativ geringe zeitliche Aufwand es unseren Mitarbeitern erlaubt, im Vorfeld der Gipfel so viel Arbeit zu leisten.

Ich freue mich also darauf, in die Niederlande zu reisen, aber ich möchte alle Anwesenden dazu ermutigen, dies weiter mit großer Ernsthaftigkeit anzugehen. Ich glaube nämlich, dass wir das Ziel erreichen werden, das wir uns vor zwei Jahren gesetzt haben: Dass wir innerhalb von vier Jahren im Bereich nukleare Sicherheit einen großen Schritt nach vorne machen.

Ich habe mich mit dem italienischen Ministerpräsidenten Monti über die Tatsache ausgetauscht, dass einige dieser Veränderungen, einige Initiativen, die wir alle ergriffen haben, uns nur als kleiner Schritt erscheinen. Aber zusammen machen sie eine große Veränderung aus. Die Risiken, die wir angehen, liegen im Vergleich zu einigen anderen täglichen Herausforderungen in weiter Entfernung.

In der Wirtschaft gibt es den Terminus des „schwarzen Schwans“, der ein Ereignis bezeichnet, das nicht sehr oft vorkommt, das aber zu einem sehr großen Problem wird, wenn es eintritt. Und wie John Key sagte, ist dies eines dieser Ereignisse: WENN – Gott bewahre! – eine unserer Städte irgendwo auf der Welt von nuklearem Terrorismus betroffen wäre, würde dies unser Leben auf unvorstellbare Art und Weise ändern.

Ich möchte also alle dazu ermutigen, weiterzumachen, da wir meiner Meinung nach in zwei Jahren zurückblicken können und die Risiken erheblich reduziert haben werden. Mit relativ geringem Aufwand können wir langfristig davon profitieren. Das gleiche kann ich auch allen herausragenden Mitarbeitern sagen, die so hervorragende Arbeit geleistet haben.

Herr Präsident, ich danke Ihnen nochmals für die Führungsrolle, die Sie bei dieser Konferenz übernommen haben.

Originaltext: President Obama’s Final Intervention at the end of the Seoul Nuclear Security Summit

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