Weniger Abnehmer für iranisches Rohöl

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir eine Erklärung von US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton zu Sanktionen gegen Iran vom 20. März 2012.

 

Ich freue mich, ankündigen zu können, dass eine Gruppe von elf Ländern den Umfang ihrer Rohölkäufe aus Iran deutlich reduziert hat. Diese Länder sind Belgien, die Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Japan, die Niederlande, Polen, Spanien und das Vereinigte Königreich. Ich werde daher dem Kongress berichten, dass die Sanktionen laut Absatz 1245 des National Defense Authorization Act for 2012 (NDAA) für einen verlängerungsfähigen Zeitraum von 180 Tagen nicht für die in diesen Ländern angesiedelten Finanzinstitute gelten.

 

Die Maßnahmen, die diese Länder ergriffen haben, waren nicht einfach. Sie mussten ihren Energiebedarf in einer für die Weltwirtschaft schwierigen Zeit überdenken und umgehend mit der Suche nach Alternativen zu iranischem Öl beginnen, das für viele zur Deckung ihres Energiebedarfs unerlässlich geworden war. Das Verbot aller neuen Käufe iranischen Rohöls durch Länder der Europäischen Union seit dem 23. Januar sowie das Auslaufen bestehender Verträge am 1. Juli zeigt ihre Solidarität und ihren Willen, Iran für die Nichteinhaltung seiner internationalen Verpflichtungen zur Verantwortung zu ziehen. Die umfangreichen Reduzierungen Japans bei den Rohölkäufen verdient angesichts der großen Herausforderungen des Landes, unter anderem im Bereich Energie während des letzten Jahres, besondere Erwähnung. Wir danken diesen Ländern für ihr Handeln und fordern andere Nationen, die ebenfalls iranisches Öl importieren, dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen.

 

Lediglich zwei Monate nach Verabschiedung des National Defense Authorization Act for 2012 haben wir Fortschritte bei der Reduzierung der iranischen Ölexportmärkte gemacht und die iranische Zentralbank vom internationalen Finanzsystem isoliert. Die Vereinigten Staaten führen eine beispiellose internationale Koalition von Partnern an, die großen Druck auf das iranische Regime ausübt, damit es seinen Kurs ändert. Diplomatie, gepaart mit starkem Druck, kann die langfristige Lösung hervorbringen, die wir erreichen möchten. Wir werden weiterhin mit unseren internationalen Partnern zusammenarbeiten, um den Druck auf Iran zu erhöhen, damit das Land seinen internationalen Verpflichtungen nachkommt.

 

Originaltext: Statement on Significant Reductions of Iranian Crude Oil Purchases

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