Ziviles Engagement in Afghanistan und Pakistan

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Erklärung von US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton zur Veröffentlichung des Statusberichts über ziviles Engagement in Afghanistan und Pakistan vom 4. November 2011.

Die erhöhte Präsenz von zivilen Einsatzkräften in Afghanistan und Pakistan, die Präsident Obama 2009 parallel zur Truppenaufstockung in Afghanistan anordnete, hat uns geholfen, unseren Zielen – dem Sieg über Al Kaida, der Unterbrechung der Dynamik der Taliban in wichtigen Regionen und der Förderung von Wirtschaft und Zivilgesellschaft in beiden Ländern – näher zu kommen.  Mit dem gestaffelten Abzug der US-Truppen aus Afghanistan als Teil des umfassenderen Übergangsplans gewinnen unsere zivilen Initiativen sowohl in Afghanistan als auch in Pakistan immer mehr an Bedeutung.

Dieser Bericht liefert einen genauen Überblick über die zivilen Bestrebungen, zeigt wichtige Herausforderungen und Fortschritte auf und beschreibt die zukünftige Vorgehensweise. Er ordnet die Arbeit unserer Diplomaten, Entwicklungsexperten und anderer ziviler Spezialisten in den Rahmen unserer Strategie „kämpfen, reden, aufbauen“ ein. Wir werden den Kampf fortführen und mit der Koalition und den afghanischen Streitkräften den Druck auf die Taliban, das Hakkani-Netzwerk und andere Aufständische erhöhen. Wir werden den Friedensprozess weiter unterstützen, der von Afghanistan angeführt wird und sich innerhalb unserer „roten Linien“ bewegt. Das wird nicht leicht sein, aber eine Versöhnung ist immer noch möglich und zudem die beste Hoffnung auf Frieden und Stabilität in Afghanistan und der Region. Wir werden in Afghanistan, Pakistan und in der gesamten Region weiter Kapazitäten und Chancen schaffen, da dauerhafte Stabilität und Sicherheit mehr wirtschaftlichen Chancen mit sich bringen. 

In Afghanistan bedeutet „aufbauen“, die Afghanen im Hinblick auf 2014 dabei zu unterstützen, die Grundlage für nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu schaffen und von kurzfristigen Stabilisierungsprojekten zu langfristigen Entwicklungsprogrammen überzugehen. In Pakistan bedeutet es, die durch das Kerry-Lugar-Berman-Gesetz zur Verfügung stehenden Ressourcen für die Bewältigung der ernsten wirtschaftlichen Herausforderungen einzusetzen, die die Stabilität Pakistans bedrohen. In der Region insgesamt bedeutet es, eine umfassendere, längerfristige Vision für die regionale wirtschaftliche Integration zu verfolgen – eine neue Seidenstraße – für den Abbau von Handelshemmnissen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und mehr politische Stabilität.

Unsere zivilen Bemühungen waren nie darauf ausgelegt, alle Entwicklungsprobleme in Afghanistan zu lösen oder die pakistanische Wirtschaft vollständig umzustrukturieren. Sie zielen jedoch darauf ab, Afghanen und Pakistanern die Möglichkeit zu geben, die Zukunft ihrer Länder mitzugestalten und damit die Anreize für Aufstände zu verringern. Diese Strategie beruht auf Erfahrungen, die wir auf der ganzen Welt immer wieder gemacht haben – dauerhafte Stabilität und Sicherheit gehen mit wirtschaftlichen Chancen einher. Menschen brauchen eine realistische Hoffnung auf ein besseres Leben und einen Arbeitsplatz, damit sie ihre Familien ernähren können. Die Strategie würdigt die entscheidende Rolle der Frauen und der Zivilgesellschaft beim Aufbau stabilerer und wohlhabenderer Länder und dabei, dauerhaften Frieden und Versöhnung zu erreichen. Zudem stellt sie Rechenschaftspflicht und Transparenz ins Zentrum aller unserer Bestrebungen.

Wie unsere Befehlshaber vor Ort bestätigen werden, ist es von grundlegender Bedeutung für unsere umfassendere Strategie, dass die zivile Unterstützung sowohl in Afghanistan als auch in Pakistan fortgesetzt wird. Sich jetzt aus diesem Bereich zurückzuziehen, würde die militärischen und politischen Bestrebungen sowie die nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten unterminieren.

Wir wissen, dass harte Zeiten bevorstehen, aber wir sind überzeugt, dass diese Strategie – kämpfen, reden, aufbauen – den besten Weg nach vorne bietet. Dabei werden die Unterstützung und der Rat des US-Kongresses entscheidend sein. Ich freue mich auf eine enge Zusammenarbeit mit beiden Kammern und Parteien um zu gewährleisten, dass unsere Diplomaten und Entwicklungsexperten die Ressourcen und die Unterstützung bekommen, die sie für die Förderung unserer Ziele in Afghanistan und Pakistan und unserer nationalen Sicherheit auf der ganzen Welt benötigen.

 

Hillary Rodham Clinton Außenministerin
November 2011

 

Originaltext: Release of the Status Report: Afghanistan and Pakistan Civilian Engagement

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