
US-Präsident Barack Obama beim G 20-Gipfel in Cannes Anfang November 2011.
CANNES – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Beitrag aus dem offiziellen Blog des US-Außenministeriums, DipNote, vom 4. November. Vom 3. Bis 4. November besuchte US-Präsident Barack Obama den G20-Gipfel in Cannes, um dort an dem Treffen der 20 wichtigsten Volkswirtschaften der Welt teilzunehmen. Nach dem Gipfel hielt er während einer Presskonferenz eine kurze Ansprache. Im Folgenden veröffentlichen wir Auszüge aus seiner Rede.
Der Präsident sagte: „In den vergangenen zwei Jahren haben die Mitglieder der G20-Gruppe intensiv daran gearbeitet, die Weltwirtschaft zu retten, eine weitere Rezession abzuwenden und den Weg der Erholung zu ebnen. Aber wir sind ohne jegliche Illusion nach Cannes gekommen. Die Erholung ist verhalten. Seit unserem letzten Zusammentreffen in Seoul haben wir erneut Erschütterungen erlebt – Unterbrechungen in der Ölversorgung, das tragische Erdbeben in Japan und die Finanzkrise in Europa.
Die entwickelten Volkswirtschaften, auch die Vereinigten Staaten, sind folglich im Wachstum begriffen und schaffen Arbeitsplätze – allerdings bei weitem nicht schnell genug. Das Wachstum in den Schwellenländern hat sich verlangsamt. Die Nachfrage geht weltweit zurück. Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind arbeitslos oder unterbeschäftigt. Kurz gesagt, die Welt sieht sich Herauforderungen gegenüber, die für die Erholung der Wirtschaft große Risiken darstellen.
Die zentrale Frage vor Cannes lautete also: Können die größten Volkswirtschaften der Welt diese Herausforderung auch direkt mit dem Bewusstsein angehen, dass sie nicht über Nacht gelöst werden können und dennoch Fortschritte machen? Nach zwei Tagen intensiver Diskussionen kann ich nun sagen, dass wir zusammen große Fortschritte erzielt haben, um die Erholung unserer Volkswirtschaften zu konsolidieren.“
Präsident Obama fuhr fort: „Wir alle haben großes Interesse an Europas Erfolg, und wir alle werden davon betroffen sein, wenn Europa nicht wächst, auch die Vereinigten Staaten, die Europa als ihren wichtigsten Handelspartner betrachten. Wenn Europa nicht wächst, wird es für uns immer schwieriger, das zu tun, was wir für die Amerikanerinnen und Amerikaner tun müssen: Arbeitsplätze schaffen, den Mittelstand unterstützen und unseren Haushalt in Ordnung bringen. Deswegen habe ich deutlich gemacht, dass die Vereinigten Staaten auch weiterhin ihren Teil dazu beitragen werden, die Partner in Europa bei der Bekämpfung der Krise zu unterstützen.
Wir haben uns darauf geeinigt, uns mit Hilfe eines Aktionsplanes auf Arbeitsplätze und Wachstum zu konzentrieren, und jede Nation wird ihren Teil dazu beitragen. In den Vereinigten Staaten sind wir uns darüber im Klaren, dass das Wichtigste, das wir nun für weltweites Wachstum tun können, ein schnelles Wachstum unserer eigenen Volkswirtschaft ist. Wir setzen uns derzeit für das Gesetz für Arbeitsplätze (American Jobs Act) ein, mit dem Arbeitsplätze geschaffen werden und durch das wir gleichzeitig unserer Verantwortung nachkommen können, das Defizit in den kommenden Jahren zu reduzieren […].“
Bei dem Gipfel wurden unter anderem ein Aktionsplan, eine Erklärung und ein Kommuniqué verabschiedet. Das Weiße Haus hat zudem einige Übersichten zu Wachstum und Beschäftigung, allgemeinen globalen Herausforderungen, zur US-Finanzreform und die G-20 Leaders’ Agenda herausgegeben.
Den vollständigen englischen Text der Ansprache finden Sie hier.
Originaltext: President Obama at the G-20 Summit








