Unabhängigkeitstag

WASHINGTON – (AD) -  Nachfolgend veröffentlichen wir die Ansprache von Präsident Barack Obama bei der Feier des Unabhängigkeitstages im Weißen Haus vom 4. Juli 2011.

Hallo allerseits! Ich wünsche Ihnen einen schönen 4. Juli! Im Namen der gesamten Familie Obama heiße ich Sie hier im Weißen Haus willkommen.

Menschen in kleinen und großen Städten in ganz Amerika versammeln sich jetzt in ihren Gärten, hissen Flaggen, heizen Grills an und genießen die Zeit, die sie mit Familie und Freunden verbringen. Das ist eine Tradition, die wir auch hier im Weißen Haus aufrechterhalten wollen – obwohl wir hier natürlich ein paar mehr Leute eingeladen haben. Ich kann mir niemanden vorstellen, mit dem ich lieber feiern würde als mit Ihnen allen – den Frauen und Männern unseres Militärs und unseren außergewöhnlichen Militärfamilien.

Lassen Sie also mal sehen, wer alles hier ist. Soweit ich weiß, sind Vertreter des Heeres hier. Und die Marine? Luftwaffe! Marineinfanteristen! Und auch Mitglieder der Küstenwache.  

Bei allem, was Sie jeden Tag für Ihr Land tun, wollten wir Ihnen die Gelegenheit geben, die Uniform auszuziehen, ein bisschen zu entspannen und Spaß zu haben.

Aber es ist natürlich auch ein Tag, an dem wir über die Bedeutung der Vereinigten Staaten nachdenken. In vielerlei Hinsicht wäre die kleine Gruppen von Patrioten, die ihre Namen unter die Unabhängigkeitserklärung setzte und für die Freiheit ihr Leben in Gefahr brachte, überrascht, all diese Jahre später ihr Vermächtnis zu sehen: Ein Land, das Revolutionen im Handel angeführt hat, das einen Mann auf den Mond geschickt hat, das Armut gelindert und Kranke geheilt hat, ein Land, das für Demokratie gekämpft und der ganzen Welt Hoffnung gegeben hat.

All dies konnte nur aufgrund der tiefen Überzeugung unserer Gründerväter geschehen, dass Demokratie und Menschenrechte ganz normalen Menschen die Möglichkeit bieten, eine Nation aufzubauen, die gerechter und freier ist und in der es mehr Gleichberechtigung gibt. Sie alle sind Erben dieses Vermächtnisses. Sie sind die aktuellen Helden in einer langen Reihe von Helden, die unserem Land ehrenvoll gedient haben und unglaubliche Opfer zum Schutz der Freiheiten gebracht haben, die wir alle genießen. 

Einige dieser Helden sind heute hier. Wie der Oberfeldwebel des Heeres Justin Gang.  Wo ist Justin? Genau da. Bei einer Patrouille im Irak wurde seine Fahrzeugkolonne von einem improvisierten Sprengsatz getroffen, als sie unter feindlichen Beschuss gerieten. Sogar nachdem er selbst von einem Splitter getroffen worden war, half er, den Tatort zu sichern und seine verwundeten Kameraden in Sicherheit zu bringen. Heute würdigen wir diesen außergewöhnlichen Mut.  

Obi Nwagwu aus Nigeria wurde amerikanischer Staatsbürger und meldete sich freiwillig für das Militär unseres Landes, um im Marinekrankenhaus zu arbeiten. Als Orthopädietechniker hilft er unseren verwundeten Soldaten, ihre Kraft wiederzuerlangen und ihr Leben zu Hause wieder aufzunehmen. Heute würdigen wir dieses unglaubliche Pflichtbewusstsein, Obi. 

Hauptfeldwebel der Luftwaffe Heather Adkins.

Ist das Heathers Mann dort oben? Ich möchte niemanden in Schwierigkeiten bringen. Sei es als Partner des irakischen Militärs oder wenn sie sicherstellt, dass unsere Soldaten an einigen der schwierigsten Orte der Welt eine Unterkunft haben – sie weiß, wie man Dinge erledigt. Heute würdigen wir ihre unermüdliche Arbeit.  

Stabsunteroffizier des Marine Corps Keith Kesterson. Unter Beschuss des Feindes rettete er einen Kameraden aus einem brennenden Fahrzeug. Nachdem er die Ausrüstung des Marineinfanteristen entwirrt hatte, löschte er die Flammen und brachte ihn in Sicherheit. Heute würdigen wir diese unerschütterliche Loyalität.  

Oberfähnrich der Küstenwache Marlene Riklon – wo ist Marlene? Dort drüben. Kommen Sie hier her. Weniger als 24 Stunden nach dem katastrophalen Erdbeben in Haiti war sie vor Ort um Hilfe zu koordinieren und inmitten des Chaos Leben zu retten. Heute würdigen wir ihr unglaubliches Pflichtgefühl.  

Diese amerikanischen Patrioten – alle heute hier vertretenen Einzelstreitkräfte, Sie alle, die Sie heute hier sind – Sie sind der Grund, warum die Vereinigten Staaten und ihre Streitkräfte die größte Kraft für Frieden und Sicherheit sind und bleiben, die es auf der Welt je gab. Heute stehen Sie an der Seite all derjenigen auf der ganzen Welt, die nach den gleichen Freiheiten streben, die wir heute hier feiern.

Abschließend möchte Ihnen also danken: Sie haben alles getan, was wir von Ihnen verlangen konnten. Ihre Familien haben Ihnen mit Stärke und Zuwendung zur Seite gestanden. Amerika ist stolz auf Sie. Solange ich das Privileg habe, Ihr Oberbefehlshaber zu sein, werde ich sicherstellen, dass Sie die Unterstützung bekommen, die Sie im Einsatz brauchen; ich werde sicherstellen, dass Sie die Betreuung bekommen, die Sie brauchen, wenn Sie nach Hause kommen. Mithilfe von Michelle und Dr. Jill Biden werden wir sicherstellen, dass sich die Vereinigten Staaten um ihre Familien kümmern und die außerordentlichen Opfer anerkennen, die sie bringen.

Weil Sie dienen, wurde dieser Tag möglich. Deshalb ist es meines Erachtens nur angemessen, dass wir Ihnen die Gelegenheit geben, auch gemeinsam zu feiern.

Möge Gott Sie segnen. Möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen. Ich wünsche Ihnen allen einen schönen 4. Juli! Danke. 

Originaltext: Remarks by the President at White House Independence Day Celebration