Memorial Day

ARLINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Präsident George W. Bush auf der Gedenkfeier zum Memorial Day auf dem Arlington National Cemetary am 26. Mai 2008.

Vielen Dank. Herr Minister, vielen Dank für Ihre netten Worte. Sehr geehrte Kabinettsmitglieder, Regierungsmitglieder, Admiral Mullen, Mitglieder des US-Kongresses, Senator Warner, Kongressabgeordneter Skelton, sehr verehrte Militärangehörige, Veteranen, verehrte Gäste, verehrte Familienangehörige der Gefallenen: Laura und ich fühlen uns geehrt, den Memorial Day mit Ihnen zu verbringen. Vielen Dank für Ihr Kommen.

Vor einigen Monaten habe ich einen Kranz auf das Grab von drei mutigen Amerikanern gelegt, die im Dienst für unser Land ihr Leben ließen. Die Namen der so Geehrten kennt nur der Schöpfer, der sie aus den Qualen des Kriegs erlöste – aber ihren Heldenmut kennen wir alle. Es ist derselbe Heldenmut, der die schneidende Kälte im Valley Forge überstand. Es ist derselbe Heldenmut, der die stolze Flagge einer großen Nation auf einem Berggipfel auf Iwo Jima hisste. Es ist derselbe Heldenmut, der furchtlos das feindliche Feuer von den Bergen Afghanistans bis zur Wüste im Irak durchbrach. Es ist der Heldenmut, der den Streitkräften der Vereinigten Staaten von Amerika während ihrer Geschichte schon immer eigen war.

Heute kommen wir zusammen, um jene zu ehren, die alles gegeben haben, um unsere Art zu leben zu sichern. Die Frauen und Männer, die wir hier ehren, dienten der Freiheit. Sie brachten Opfer für die Freiheit. Und in zahllosen mutigen Taten starben sie für die Freiheit. Aus fernen Ländern wurden sie an Friedhöfe wie diesen zurückgebracht, wo gebrochene Herzen ihre gebrochenen Körper empfingen. Sie fanden unter weißen Grabsteinen in dem Land Frieden, für dessen Verteidigung sie kämpften.

Es ist eine ernste Erinnerung an die Kosten der Freiheit, dass die Anzahl der Grabsteine an einem Ort wie diesem jeden Memorial Day steigt. In einer Welt, in der die Freiheit ständig angegriffen und unsere Sicherheit bedroht wird, werden die Freuden der Freiheit oft durch die Opfer derer erworben, die einer Sache dienen, die größer ist als sie selbst. Heute trauern wir um jene und gedenken jenen, die in Ausübung ihrer Pflicht ihr Leben gelassen haben. Heute tragen wir vor allem jene in unserem Herzen, die im vergangenen Jahr gefallen sind.

Wir erinnern uns an Army Specialist Ronald Tucker aus Fountain (Colorado). Als junger Mann war Ronnie für sein ansteckendes Lachen und seinen Sinn für Humor bekannt. Als er der Armee der Vereinigten Staaten beitrat, kam eine erwachsenere Seite in ihm zum Vorschein. Ronnie wurde von einem unbeschwerten Teenager zu einem treu dienenden Soldaten und pflichtbewussten Sohn, der seine Mutter jeden Tag von seinem Posten im Irak anrief. Bei der Ausübung seiner letzen Pflicht vor weniger als einem Monat arbeitete er mit anderen Angehörigen seiner Einheit daran, ein Fußballfeld für irakische Kinder zu bauen. Als er zurück zu seiner Basis fuhr, nahm ihm eine feindliche Bombe das Leben. Heute trauert unsere Nation um den Verlust von Ronnie Tucker.

Wir gedenken zweier See-Luft-Land-Kräfte der Marine – Nathan Hardy aus Durham (New Hampshire) und Michael Koch vom State College in Pennsylvania. Nate und Mike waren Partner auf dem Schlachtfeld und enge Freunde in der Kaserne. Mehrere gemeinsame Einsätze schafften eine einzigartige Verbundenheit zwischen ihnen, die dadurch entsteht, dass man dem anderen sein Leben anvertraut. Sie hatten sogar eine gemeinsame Tradition, wenn sie in die Schlacht zogen. Oft zogen sie mit amerikanischen Flaggen, die sie unter ihrer Uniform an die Brust drückten, in die Schlacht. Nate und Mike praktizierten dieses Ritual zum letzten Mal am 4. Februar – sie ließen beide ihr Leben im Irak, als sie dort in einen Hinterhalt von Terroristen gerieten. Diese beiden Freunde verbrachten die letzten Augenblicke ihres Lebens miteinander, während sie taten, was sie am liebsten taten – sie verteidigten die Vereinigten Staaten von Amerika. Heute finden Nathan Hardy und Mike Koch die letzte Ruhe nebeneinander hier auf dem Friedhof von Arlington.

Die Frauen und Männer der amerikanischen Streitkräfte vollbringen jeden einzelnen Tag Heldentaten. Wie das Land, dem sie dienen, rühmen sie sich nicht der Zerstörung durch den Krieg. Sie schrecken aber auch nicht vor dem Kampf zurück, wenn Freiheit und Gerechtigkeit bedroht sind. Ronald Tucker, Nathan Hardy und Mike Koch zeigen deutlich, dass sie nicht zögern, auch nicht im Angesicht der Gefahr.

So würdigen wir heute hier in Washington und im ganzen Land all diejenigen, die gefallen sind – eine Würdigung, die nie der Schuld entsprechen kann, die wir ihnen gegenüber haben. Wir werden ihr Andenken für alle Zeit ehren. Wir werden für alle Zeit nach ihren Kameraden, den Kriegsgefangenen und Vermissten suchen. Und wir versprechen feierlich, nicht nachzulassen, die Sicherheit unserer Bürger zu garantieren und den Frieden zu sichern, für den sie gekämpft haben.

Im Boden Arlingtons und der anderer nationaler Friedhöfe ruhen diejenigen, die die Freiheit verteidigten. Er ist von ihrem Heldenmut erfüllt. Er wird mit den stummen Tränen der Mütter und Väter, der Ehemänner und -frauen, der Söhne und Töchter, die sie hinterlassen haben, getränkt. Heute beten wir um den Segen Gottes für alle Trauernden und bitten den Allmächtigen, sie heute und jeden Tag zu trösten und zu stärken.

An diesem Memorial Day stehe ich vor Ihnen als Oberbefehlshaber und versuche, Ihnen zu sagen, wie stolz ich auf das Opfer und den Dienst dieser Frauen und Männer bin, die unsere Uniform tragen. Sie sind eine großartige Truppe, und die Vereinigten Staaten können sich glücklich schätzen, solche Bürger zu haben.

Ich fühle mich zutiefst bewegt von dem großen Opfer derjenigen, die es damit einer freien Zivilisation ermöglichen, zu überleben und zu gedeihen. Nun obliegt es uns, ihr Vermächtnis zu bewahren und den Mut und die Charakterstärke zu beweisen, ihrem Beispiel zu folgen – und Amerika als größte Nation der Erde und als die letzte beste Hoffnung für die Menschheit zu bewahren.

Möge Gott Sie segnen, und möge Gott Amerika segnen.

Originaltext: President Bush Attends Arlington National Cemetery Memorial Day Commemoration

US-Unternehmen nutzen umweltfreundliche Technologien

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir den Artikel “US-Unternehmen nutzen umweltfreundliche Technologien” aus dem elektronischen Journal “The Greening of U.S. Corporations”, herausgegeben vom Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium im März 2008.

Seit es Unternehmen gibt, die Waren produzieren, haben sie auch nach Wegen gesucht, die Kosten zu verringern. Unternehmen erkennen langsam, dass technologische Fortschritte dazu beitragen, dass umweltfreundliche Entscheidungen zu größeren Gewinnen führen.

Paul Nastu ist Herausgeber und Chef vom Dienst bei Environmental Leader, einer Online-Zeitung, die sich selbst als “tägliches Umweltbriefing für die Chefetage” sieht.

Bei der Energieeffizienz ging es zunächst einmal um Gewinnmaximierung und erst später um die Rettung des Planeten. Laut der jüngsten Daten des Amerikanischen Rates für eine energieeffiziente Volkswirtschaft (American Council for an Energy-Efficient Economy) benötigt man heute nicht einmal 50 % der Energie, die 1970 erforderlich war, um einen Dollar Wirtschaftsleistung zu generieren. In den vergangenen 20 Jahren hat die Stahlproduktion eine energetische Effizienzsteigerung von 167 Prozent erlebt. Die Energieeffizienz von Computersystemen hat sich um unglaubliche 2,8 Millionen Prozent erhöht.

Mit anderen Worten, Unternehmen haben, seit sie Waren produzieren, immer auch nach Wegen gesucht, um die Kosten zu senken.

Natürlich haben sich die Zeiten geändert. Für US-Unternehmen gibt es neue Anreize, auf Energieeffizienz zu achten oder umweltfreundliche Entscheidungen zu treffen. Wissenschaftler auf aller Welt haben erklärt, dass die weltweite Erderwärmung sehr wahrscheinlich auf den Menschen zurückzuführen ist, und dass das Klima der Erde sowie die Ökosysteme bereits von den Treibhausgasen beeinträchtigt werden.

Ferner hat sich anscheinend die öffentliche Meinung geändert, und die Menschen fordern die Unternehmen dazu auf, etwas zu ändern. Einige Verbraucher sind sogar bereit, mehr für Produkte zu zahlen, wenn die Herstellung durch die Unternehmen umweltfreundlicher ist. Laut Forrester Research sind 12 Prozent der erwachsenen Amerikaner – ca. 25 Millionen Menschen – bereit, mehr für Elektronikartikel zu bezahlen, die weniger Energie verbrauchen oder von einem Unternehmen stammen, das sich umweltfreundlich verhält.

Umweltfreundliches Bauen

Die Unternehmen nehmen das Thema umweltfreundliches Bauen ernst, und natürlich auch die anschließenden Einsparungen beim Energie- und Ressourcenverbrauch sowie den Kosten. Neue Technologien sowie die wachsende Bedeutung des Zertifizierungsprogramms Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) des Amerikanischen Rates für umweltfreundliches Bauen (U.S. Green Building Council – USGBC) sowie neue Effizienzkodices tragen zur Unterstützung durch die Unternehmen bei.

Die Einsparungen der Unternehmen können groß sein. Die Unternehmensgruppe Citigroup, die weltweit über ein Grundstücks- und Immobilienportfolio in einer Größenordnung von 8,5 Millionen Quadratmetern verfügt, hat Energiesparmaßnahmen ergriffen, wie das Abstellen von Rolltreppen in Gebäudevorhallen und den Umbau von Bankfilialen, um mehr natürliches Licht hinein zu lassen. Außerdem wurden verstärkt wieder verwertete Materialien verwendet. Das Unternehmen sagt, es könne durch die Energiesparmaßnahmen in den Büros bis zu 1 Dollar pro 0,09 Quadratmeter bzw. insgesamt fast 100 Millionen Dollar pro Jahr sparen.

Diese potenziellen Einsparungen führen dazu, dass Einzelhändler wie Wal-Mart, Target, Starbucks, Best Buy, Lowe’s und REI Prototypen für umweltfreundliche Geschäfte bauen. Die Firma Best Buy sagt, dass sie zukünftig nur noch umweltfreundliche Geschäfte bauen würde, die durch das LEED-Programm vom Amerikanischen Rat für umweltfreundliches Bauen zertifiziert wurden.

Die Firma Office Depot, die Büroeinrichtung vertreibt, sagt, dass sie eine 10-prozentige Verringerung der CO2-Emissionen aus in nordamerikanischen Einzelhandelsgeschäften, Warenlagern und Büros verbrauchtem Erdgas und Strom erreicht hat, indem die Büros mit energieeffizienten Technologien ausgestattet wurden.

Umweltfreundliche Energie

Technologische Fortschritte führen auch dazu, dass US-Unternehmen bei ihrem Verbrauch den Anteil alternativer Energieformen erhöhen. Anreize der Regierung führen auch dazu, dass alternative Energieformen, wie beispielsweise Solar- oder Windenergie, wirtschaftlich sinnvoll werden.

Google plant Investitionen in Höhe von Hunderten Millionen Dollar in Projekte für erneuerbare Energien. Das Ziel der Initiative RE<C (die Abkürzung steht für Erneuerbare Energien Preiswerter Als Kohle – Renewable Energy Cheaper Than Coal) des Internetriesen ist es, Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen, der preiswerter ist als Strom, der mit Kohle produziert wird. Google wird sich anfänglich auf moderne solarthermische Energie, Windenergie sowie erweiterte geothermische Systeme und andere potenziell bahnbrechende Technologien konzentrieren.

Die Unternehmen finden außerdem weniger kostenintensive Wege zur Nutzung umweltfreundlicher Energie. Kettle Foods, ein Kartoffelchip- und Snackhersteller, hat 18 Windturbinen auf dem Dach seiner neuen Produktionsstätte in Beloit (Wisconsin) errichtet. Die Turbinen sollen jedes Jahr schätzungsweise 28.000 Kilowattstunden Strom produzieren. Das reicht aus, um 56.000 Tüten Kartoffelchips herzustellen.

Die Firma Applied Materials, ein Nanotechnologiehersteller, installiert auf den Dächern sowie Parkplätzen ihres Forschungscampus in Sunnyvale (Kalifornien) Panele zur Produktion von Solarstrom in einem Umfang von mehr als 1,9 Megawatt. Sobald dieses System im Jahr 2008 fertig gestellt ist, wird es mehr als 2.330 Megawattstunden jährlich produzieren. Das reicht aus, um 1.400 Häuser mit Strom zu versorgen.

West Virginia Alloys, der größte Siliziumhersteller in den Vereinigten Staaten, hat Recycled Energy Development beauftragt, ein Stromerzeugungssystem zu bauen, das heiße Gase nutzt, die in den Siliziumbrennöfen entstehen, um Dampf herzustellen, der Generatoren antreibt.

In seiner Fabrik in Casa Grande (Arizona) wird der Snackhersteller Frito-Lay Methangas verwenden, um den Dampfkessel der Anlage zu betreiben. Darüber hinaus wird das Unternehmen mindestens 20 Hektar Solarkonzentratoren sowie Biomassegeneratoren aufstellen.

Umweltfreundliche Geschäftstätigkeit

Um zu verstehen, wie ernst es den Unternehmen mit der Reduzierung des für ihre Geschäftstätigkeit erforderlichen Energieverbrauchs ist, muss man sich nur die Firma General Electric Company ansehen. GE hat sich dazu verpflichtet, bis 2010 1,5 Milliarden Dollar jährlich in Forschung und Entwicklung für das Projekt Ecomagination zu investieren. In den Bereich ‘Investitionen in Forschung und Entwicklung’, einem von vier Ecomagination-Projekten von GE, die 2005 angekündigt wurden, wurden seit Beginn des Programms mehr als 2,5 Milliarden Dollar investiert. Im Mai 2007 ließ GE verlautbaren, dass es seinen Umsatz bei umweltfreundlichen Produkten in den zwei vorangegangenen Jahren auf 12 Milliarden Dollar verdoppeln konnte.

Wal-Mart misst den Energieverbrauch in der Produktion durch die gesamte Lieferkette hindurch, einschließlich beim Einkauf, der Herstellung und im Vertriebsprozess. Der Einzelhändler startete mit einer Gruppe von Zulieferern einen Testlauf, um nach neuen Wegen zu suchen, die gesamte Lieferkette energieeffizienter zu machen.

SC Johnson, ein führender Hersteller von Reinigungsprodukten, schloss kürzlich ein Transportlogistikprojekt ab, durch das 1.882 Tonnen Treibhausgase über einen Zeitraum von 12 Monaten, 2.098 LKW sowie etwa 636.000 Liter Kraftstoff und ca. 1,6 Millionen Dollar eingespart werden konnten.

Was erwartet uns noch?

Unternehmen erkennen langsam, dass umweltfreundliche Entscheidungen zu erhöhten Gewinnen führen können. Einige Branchenkenner glauben, dass ein plötzlicher Rückgang bei den Energiekosten nicht unbedingt das Ende für den Einsatz umweltfreundlicher Technologien bedeuten muss, wie in den Siebzigerjahren, als sich US-Unternehmen nur oberflächlich damit beschäftigten. Während die Vereinigten Staaten einer Art Reduktions- und Handelssystem (ein System, das wirtschaftliche Anreize zur Verringerung der Verschmutzung bietet) näher kommen, wird die Übernahme umweltfreundlicher Technologien durch Unternehmen sicherlich steigen.

Die in diesem Artikel vertretene Meinung spiegelt nicht unbedingt die Ansichten oder Politik der US-Regierung wider.

Originaltext: U.S. Companies Embrace Green Technology