Präsident Bush spricht in South Carolina über den Krieg gegen den Terror

CHARLESTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die unwesentlich gekürzte Rede von US-Präsident George W. Bush auf dem Luftwaffenstützpunkt Charleston vom 24. Juli 2007.

Nahezu sechs Jahre nach den Anschlägen vom 11. September sind die Vereinigten Staaten noch immer eine Nation im Krieg. Das Terrornetzwerk, das uns an diesem Tag angriff, ist fest entschlossen, unser Land erneut zu treffen, und wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um es aufzuhalten. Eine wichtige Lektion aus dem 11. September ist die Erkenntnis, dass die beste Möglichkeit, die Vereinigten Staaten zu schützen, darin besteht, in der Offensive zu bleiben und die Terroristen im Ausland zu bekämpfen, so dass wir uns ihnen nicht hier in unserem Land entgegenstellen müssen. Das ist genau das, was unsere Frauen und Männer in Uniform überall auf der Welt tun.

Die Hauptbühne in diesem globalen Krieg ist der Irak. Unsere Truppen dienen in diesem Land mutig. Sie stellen sich rücksichtslosen Feinden entgegen, und im Irak ist kein Feind rücksichtsloser als die Al Kaida. Sie schickt Selbstmordattentäter in geschäftige Märkte, sie köpft unschuldige Gefangene und ermordet amerikanische Soldaten. Die Anhänger der Al Kaida wollen die Demokratie im Irak zum Fall bringen, so dass sie das Land als Zufluchtsort für Terroristen nutzen können, von dem aus sie unser Land angreifen können. Unsere Truppen stehen den fast 12 Millionen Irakern zur Seite, die für eine friedliche Zukunft gestimmt haben, und sie verteidigen damit die Sicherheit des Iraks und die Sicherheit der amerikanischen Bürger.

In Washington findet eine Diskussion über den Irak statt, und es spricht nichts gegen eine konstruktive Diskussion. Die Rolle der Al Kaida im Irak wird auch debattiert. Einige sagen, der Irak sei nicht Teil des umfassenderen Kriegs gegen den Terror. Sie beschweren sich, wenn ich sage, dass die Terroristen der Al Kaida, gegen die wir im Irak kämpfen, zu demselben Feind gehören, der uns am 11. September 2001 angriff. Sie bringen vor, dass die Organisation Al Kaida im Irak ein irakisches Phänomen sei, dass sie unabhängig von Osama bin Laden tätig und nicht daran interessiert sei, die Vereinigten Staaten anzugreifen.

Das wäre neu für Osama bin Laden. Er hat verkündet: Der “dritte Weltkrieg tobt im Irak”. Osama bin Laden sagt: “Der Krieg wird von euch oder von uns gewonnen. Wenn wir gewinnen, bedeutet das eure ewige Niederlage und Schande.” Ich sage, im Irak wird es eine große Niederlage geben, und es wird die Niederlage der Al Kaida sein.

Heute möchte ich auf die Argumente derer eingehen, die sagen, dass die Al Kaida und die Al Kaida im Irak unterschiedliche Organisationen sind. Ich werde erklären, warum sie beide Teil desselben Netzwerks sind – und warum sie eine Gefahr für unser Land darstellen.

Es bietet sich an, mit einigen grundlegenden Tatsachen zu beginnen. Die Al Kaida im Irak wurde von einem jordanischen Terroristen gegründet, nicht von einem Iraker. Sein Name war Abu Musab al Sarkawi. Vor dem 11. September leitete er ein Terrorcamp in Afghanistan. Er war damals noch kein Mitglied der Al Kaida, aber unsere Nachrichtendienste haben festgestellt, dass er schon lange Kontakte mit Anführern der Al Kaida unterhielt, und dass er sich mit Osama bin Laden und seinem höchsten Stellvertreter Zawahiri getroffen hatte.

2001 zerstörten die Koalitionsstreitkräfte Sarkawis Trainingslager in Afghanistan und er floh in den Irak, wo er lange vor Ankunft der Koalitionsstreitkräfte mit verbündeten Terroristen Organisationsstrukturen aufbaute. Inmitten der Gewalt und Instabilität, die auf Saddam Husseins Sturz folgte, war Sarkawi in der Lage, die Größe, den Einflussbereich und die todbringende Gewalt seiner Operationen dramatisch zu auszubauen. 2004 traten Sarkawi und seine Terrorgruppe formell der Al Kaida bei, schworen Osama bin Laden die Treue und versprachen, “seine Aufträge im Dschihad” zu befolgen.

Kurz darauf erklärte bin Laden öffentlich, dass Sarkawi der „Prinz der Al Kaida im Irak“ sei und wies Terroristen im Irak an, „ihm zuzuhören und zu folgen“. Es ist schwierig, zu argumentieren, dass die Al Kaida im Irak von der Al Kaida bin Ladens getrennt ist, wenn der Al-Kaida-Anführer im Irak Osama bin Laden die Treue geschworen hat.

Laut unserer Nachrichtendienste verschaffte der Zusammenschluss Sarkawi-bin Laden der Al Kaida im Irak “Prestige bei potenziellen Rekruten und Finanziers”. Der Zusammenschluss ermöglichte der Führung der Al Kaida auch, und ich möchte zitieren, “eine Ausgangsbasis im Irak, um ihre geografische Präsenz auszuweiten… um externe Operationen zu planen… und die zentrale Struktur des Dschihads im Irak als Werbung für direkte finanzielle Unterstützung an anderen Orten zu nutzen”. Der Zusammenschluss zwischen der Al Kaida und ihrer Zweigorganisation ist ein Bündnis der Mörder – und aus diesem Grund ist das beste Militär der Welt auf ihren Fersen.

Sarkawi wurde im Juni 2006 von den US-Streitkräften getötet. Ein weiterer Ausländer nahm seinen Platz ein – ein Ägypter namens Abu Ayyub al-Masri. Seine Verbindungen zur obersten Führungsebene der Al Kaida gehen tief und bestehen seit langer Zeit. Er arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren mit Zawahiri zusammen. Vor dem 11. September 2001 hielt er sich in Al-Kaida-Kreisen in Afghanistan auf, wo er Unterricht darin gab, andere mit der radikalen Ideologie der Al Kaida zu indoktrinieren.

Nach der Übernahme der irakischen Al-Kaida-Operationen im vergangenen Jahr durch Abu Ayyub sandte ihm Osama bin Laden den Terroristenführer Abd al-Hadi zur Unterstützung. Nach den Informationen unserer Nachrichtendienste ist dieser Mann ein ranghoher Berater von bin Laden und sein ehemaliger oberster Befehlshaber in Afghanistan. Abd al-Hadi schaffte es nie in den Irak. Er wurde gefangen genommen und vor kurzem an den US-Stützpunkt in Guantanamo überführt. Die Tatsache, dass bin Laden riskierte, einen seiner besten Befehlshaber in den Irak zu schicken, zeigt die Bedeutung, die ein Erfolg der irakischen Operationen der Al Kaida für ihn hat.

Laut unserer Nachrichtendienste sind viele der Anführer der Al Kaida im Irak Terroristen aus dem Ausland. Unter ihnen ist ein Syrer, der der Emir der Al Kaida im Irak ist, ein Saudi-Arabier, der der irakischen Al Kaida als oberster spiritueller und rechtlicher Berater dient, ein Ägypter, der während der Neunzigerjahre in Afghanistan kämpfte und sich mit Osama bin Laden getroffen hat sowie ein Tunesier, von dem wir glauben, dass er eine wichtige Rolle bei der Koordinierung von Kämpfern im Ausland spielt. Vergangenen Monat haben wir einen wichtigen Unterstützer der Al Kaida namens Mehmet Yilmaz getötet, der für die Al Kaida in Afghanistan gekämpft hat und sich mit dem Chefplaner des 11. Septembers, Khalid Scheich Mohammed und anderen Al-Kaida-Anführern getroffen hat.

Vor einigen Wochen haben wir einen ranghohen Anführer der Al Kaida im Irak festgenommen, ein Mann mit dem Namen Mashadani. Dieser Terrorist ist Iraker. Er war sogar der ranghöchste Iraker innerhalb der Organisation. Er hat uns Folgendes erzählt: Die ausländischen Anführer der Al Kaida im Irak geben sich unglaubliche Mühe, den Eindruck zu erwecken, die Al Kaida im Irak sei eine von Irakern geleitete Operation. Er sagte, die Al Kaida habe sogar eine fiktive Galionsfigur erschaffen, die sie Omar al-Baghdadi nennen. Dies hat zum Sinn, die irakischen Kämpfer glauben zu lassen, sie befolgten die Befehle eines Irakers anstatt eines Ausländers. In Gefangenschaft gab Mashadani jedoch zu, dass al-Baghdadi nur ein Schauspieler ist. Er bestätigte unsere nachrichtendienstlichen Erkenntnisse, dass die oberste Führungsebene der Al Kaida im Irak aus Ausländern besteht, und dass ausländische Anführer die meisten operativen Entscheidungen treffen, nicht Iraker.

Ausländische Terroristen sind auch für die meisten der Selbstmordattentate im Irak verantwortlich. Unser Militär schätzt, dass zwischen 80 und 90 Prozent der Selbstmordattentate im Irak von im Ausland geborenen Al-Kaida-Terroristen durchgeführt werden. Es stimmt, dass die Masse der Kämpfer der Al Kaida im Irak sowie einige ihrer Anführer Iraker sind. Aber sich ausschließlich auf diese Tatsache zu konzentrieren, würde bedeuten, die grundlegendere Wahrheit zu ignorieren: Die Al Kaida im Irak ist eine von ausländischen Terroristen gegründete Gruppe, die hauptsächlich von ausländischen Terroristen angeführt wird und einem ausländischen Terroristenanführer zur Treue verpflichtet ist – Osama bin Laden. Sie wissen, dass sie zur Al Kaida gehören. Die Iraker wissen, dass sie zur Al Kaida gehören. Überall in der muslimischen Welt wissen die Menschen, dass sie zur Al Kaida gehören. Und es gibt einen guten Grund, warum sie im Irak Al Kaida genannt werden: Weil sie die Al Kaida im Irak sind.

Einige behaupten auch, die Al Kaida im Irak sei eine eigene Organisation, weil die zentrale Führung der Al Kaida keine vollständige operative Kontrolle über sie hat. Dieses Argument offenbart einen Mangel an Verständnis. Das globale Terrornetzwerk der Al Kaida funktioniert folgendermaßen. Die Al Kaida und ihre Zweigorganisationen bilden ein loses Netzwerk von Terrorgruppen, geeint durch eine gemeinsame Ideologie und gemeinsame Ziele, die auf unterschiedliche Art und Weise mit der obersten Führungsebene der Al Kaida zusammenarbeiten. In einigen Fällen haben sich die Gruppen der Al Kaida formell angeschlossen und leisten einen sogenannten “bayaat” – einen Treueeid gegenüber Osama bin Laden. In anderen Fällen sind die Organisationen der Al Kaida nicht formell angeschlossen, aber arbeiten eng mit den Al-Kaida-Anführern zusammen, um Anschläge auszuarbeiten und ihre gemeinsame Ideologie voranzutreiben. In noch anderen Fällen gibt es kleine Terrorzellen die weder der Al Kaida, noch anderen größeren Terrorgruppen angehören, aber in Kontakt mit den Anführern der Al Kaida stehen und sich von ihrer Ideologie des Angriffs inspirieren lassen.

Unsere Nachrichtendienste ordnen die Al Kaida in die erste dieser Kategorien ein. Sie ist ein vollständiges Mitglied des Al-Kaida-Terrornetzwerks. Die Führung der Al Kaida bietet ihren im Irak operierenden Gefolgsleuten strategische Unterstützung. Dennoch gab es Meinungsverschiedenheiten – wesentliche Meinungsverschiedenheiten – innerhalb der Führung, zwischen Osama bin Laden und den Anführern im Irak, einschließlich der Kritik Zawahiris an den unbarmherzigen Angriffen Sarkawis auf Schiiten. Aber unsere Nachrichtendienste berichten, dass sich die ranghohen Anführer der Al Kaida den Entscheidungen der Befehlshaber im Irak meist fügen, wenn es um Einsätze im Land geht, da Entfernung und Sicherheitsbelange der täglichen Befehlsgewalt entgegenstehen.

Unsere Nachrichtendienste kommen zu dem Schluss, dass: “die Al Kaida und ihr regionaler Ableger im Irak eine übergreifende Gesamtstrategie” haben. Außerdem sagen sie, dass die Führung der Al Kaida und die Gefolgsleute im Irak “die Al Kaida im Irak als Teil der dezentralen Befehlsstruktur der Al Kaida sehen, nicht als separate Gruppe”.

Letztendlich bedeutet das Folgendes: Die Al Kaida im Irak wird von einer ausländischen, Osama bin Laden treu ergebenen Führung geleitet. Wie bin Laden sind sie kaltblütige Mörder, die Unschuldige töten, um ihre politischen Ziele zu erreichen. Trotz aller Beweise werden Ihnen einige sagen, dass die Al Kaida im Irak gar nicht wirklich die Al Kaida ist – und damit auch keine wirkliche Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt. Das wäre ja als sähe man einem Mann zu, der maskiert und bewaffnet in eine Bank geht, und sich dann sagt, er wolle wahrscheinlich nur einen Scheck einlösen.

Sie fragen sich vielleicht, warum in Washington einige auf diesem Unterschied bezüglich des Feindes im Irak beharren. Sie tun es, weil sie wissen, wenn man die Amerikaner davon überzeugen kann, dass wir im Irak nicht gegen bin Ladens Al Kaida kämpfen, der Kampf dort als Ablenkung vom wirklichen Krieg gegen den Terror dargestellt werden kann. Wenn wir dort nicht gegen bin Ladens Al Kaida kämpfen, können sie argumentieren, dass sich unser Land aus dem Irak zurückziehen kann, ohne damit unsere Bestrebungen im Krieg gegen den Terror zu untergraben. Ihr Problem sind die Fakten. Wir bekämpfen im Irak bin Ladens Al Kaida. Der Irak ist für den Krieg gegen den Terror von zentraler Bedeutung, und gegen diesen Feind können die Vereinigten Staaten nicht weniger als den vollständigen Sieg akzeptieren.

Es gibt andere, die die Rolle der Al Kaida im Irak erkennen, aber sagen, sie werde überbewertet. Die Al Kaida ist eine von mehreren dschihadistisch agierenden Gruppen von Sunniten. Unsere Nachrichtendienste sind allerdings aus verschiedenen Gründen der Meinung, dass die Al Kaida die gefährlichste dieser Gruppen ist. Erstens ist die Al Kaida mehr als jede andere Gruppe für spektakuläre Angriffe mit hohen Opferzahlen verantwortlich, wie man sie im Fernsehen sieht.

Zweitens sind diese Angriffe der Al Kaida darauf ausgerichtet, religiöse Unruhen zu schüren, indem die Schiiten mit der Absicht angegriffen werden, Gegenschläge zu provozieren, die wiederum die Sunniten dazu inspirieren sollen, sich der Al Kaida anzuschließen.

Drittens ist die Al Kaida die einzige dschihadistische Gruppe im Irak mit dem erklärten Ziel, das Land zu einer Basis für Angriffe außerhalb des Iraks zu machen. Die Al Kaida im Irak entsandte zum Beispiel Terroristen, die einen Bombenangriff auf eine Hochzeitsgesellschaft in Jordanien verübten. In einem anderen Fall entsandten Sie Terroristen nach Jordanien um zu versuchen, einen Raketenangriff auf amerikanische Marineschiffe im Roten Meer zu verüben.

Für diejenigen, die sich fragen, ob es der Kampf im Irak wert ist, ist jedoch die wichtigste Botschaft, dass die Al Kaida im Irak das gleiche Ziel wie Osama bin Laden verfolgt, aus dem Irak eine Basis für ein radikales islamisches Reich zu machen und ihn als Ausgangspunkt für Angriffe auf die Vereinigten Staaten zu nutzen. Deshalb berichten unsere Nachrichtendienste: “im Vergleich zu [anderen führenden dschihadistisch agierenden Gruppen von Sunniten] sticht die Al Kaida aufgrund ihres Extremismus, ihrer beispiellosen operationellen Stärke, ihrer ausländischen Führung und ihrer Entschlossenheit hervor, den Gotteskrieg über die Grenzen des Irak hinauszutragen”.

Unser oberster Befehlshaber im Irak, General David Petraeus, erklärte die Al Kaida zum “Staatsfeind Nummer eins” im Irak. Liebe Mitbürger, diese Menschen haben dem Mann Treue geschworen, der den Tod von fast 3.000 Menschen auf unserem Boden angeordnet hat. Die Al Kaida ist der Staatsfeind Nummer eins der Iraker; die Al Kaida ist der Staatsfeind Nummer eins der Amerikaner. Deshalb, für die Sicherheit unseres Landes, werden wir sie weiter jagen, wir werden ihnen sichere Zufluchtsorte verwehren, und wir werden sie dort besiegen, wo sie sich uns entgegenstellen.

Einige sagen, dass es die Al Kaida im Irak vor der Invasion der Vereinigten Staaten nicht gab und argumentieren, dass es ein von uns selbst erzeugtes Problem sei. Dieses Argument beruht auf der fehlerhaften Logik, dass Terrorismus durch amerikanische Handlungen verursacht wird. Der Irak ist nicht der Grund dafür, dass die Terroristen sich mit uns im Krieg befinden. Wir waren 1993 nicht im Irak, als Terroristen Bombenanschläge auf das World Trade Center verübten. Wir waren nicht im Irak, als Terroristen unsere Botschaften in Kenia und Tansania angriffen. Wir waren nicht im Irak, als sie im Jahr 2000 die USS Cole angriffen. Und wir waren am 11. September 2001 nicht im Irak.

Unsere Maßnahmen zur Absetzung von Saddam Hussein haben die terroristische Gewalt nicht ausgelöst – und der Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Irak würde sie nicht beenden. Die Terroristen der Al Kaida, die sich jetzt im Irak in die Luft sprengen, sind Extremisten, die sich der Berufung verschrieben haben, Unschuldige zu töten. Sie sind Teil eines Netzwerks, das Männer, Frauen und Kinder in London und Madrid getötet und muslimische Mitbürger in Istanbul und Casablanca, in Riad, Jakarta und andernorts auf der Welt brutal ermordet hat. Wenn wir diese Extremisten der Al Kaida im Irak nicht bekämpften und zerstörten, würden sie kein produktives und wohltätiges Leben führen. Die meisten würden versuchen, Amerikaner und Zivilisten andernorts zu töten – in Afghanistan und anderen Hauptstädten im Ausland oder auf den Straßen unserer eigenen Städte.

Die Al Kaida ist im Irak – und dafür gibt es einen Grund. Würden wir die Zukunft des Irak der Al Kaida überlassen, wäre das eine Katastrophe für unser Land. Wir kennen ihre Absichten. Denken Sie nur an die Erklärung des obersten Befehlshabers der Al Kaida im Irak, er werde nicht ruhen, bis er die Hauptstadt unseres Landes angegriffen hat. Wenn wir den Irak Männern wie ihm überließen, würden wir ihnen einen Standort überlassen, von dem aus sie frei wären, neue Anschläge auf unser Land zu verüben. Außerdem würde die Al Kaida als das Terrornetzwerk an Prestige bei den Extremisten in der muslimischen Welt gewinnen, das die Vereinigten Staaten zur Aufgabe und zum Rückzug gezwungen hat.

Wenn wir dies zuließen, würden die religiösen Unruhen im Irak drastisch zunehmen, was zu weitaus mehr Opfern führen könnte. Kämpfe könnten die gesamte Region ins Chaos stürzen, und wir könnten uns bald einem Nahen Osten gegenübersehen, der von islamischen Extremisten dominiert wird, die den Besitz von Atomwaffen anstreben und ihre Kontrolle über das Öl zur wirtschaftlichen Erpressung oder für die Finanzierung neuer Angriffe auf unser Land ausnutzen würden.

Wir haben bereits gesehen, wie die Al Kaida einen gescheiterten Staat tausende von Kilometern von unseren Küsten entfernt genutzt hat, um Zerstörung in unsere Straßen und Städte zu bringen – und wir dürfen nicht erlauben, dass sie dies noch einmal tut. Wie schwierig der Kampf im Irak auch sein mag, wir müssen ihn gewinnen. Und wir können ihn gewinnen.

Vor weniger als einem Jahr war die Provinz Anbar eine Basis für die Al Kaida im Irak und wurde von vielen bereits als verloren abgeschrieben. Seitdem haben sich die amerikanischen und irakischen Streitkräfte mit sunnitischen Scheichs zusammengetan, die sich gegen die Al Kaida wenden. Hunderte wurden getötet oder gefasst. Die Terroristen wurden aus den meisten dicht bevölkerten Zentren vertrieben. Unsere Truppen versuchen nun, den in der Provinz Anbar erzielten Erfolg in anderen Teilen des Landes zu wiederholen. Unsere mutigen Frauen und Männer gehen Risiken ein, sie zeigen Mut, und wir machen Fortschritte.

Für die Sicherheit unserer Bürger und den Frieden auf der Welt müssen wir General Petraeus und seinen Truppen die Zeit und die Ressourcen an die Hand geben, die sie benötigen, um die Al Kaida im Irak zu besiegen.

Vielen Dank, dass ich heute hier sein durfte. Ich habe den Zusammenhang zwischen der Al Kaida und ihrem Ableger im Irak erklärt. Ich habe nachrichtendienstliche Erkenntnisse vorgelegt, die diese Verbindung klar darlegen. Fakt ist, dass Terroristen der Al Kaida am 11. September Amerikaner getötet haben; sie bekämpfen uns im Irak und auf der ganzen Welt, und sie planen auch hier im Inland wieder Amerikaner zu töten. Diejenigen, die den Abzug unserer Truppen aus dem Irak rechtfertigen, indem sie die von der Al Kaida im Irak ausgehende Bedrohung und ihre Verbindung zu Osama bin Laden leugnen, ignorieren die eindeutigen Folgen eines solchen Abzugs. Wenn wir ihrem Rat folgten, wäre das für die Welt gefährlich und für Amerika desaströs. Wir werden die Al Kaida im Irak besiegen.

Bei diesem Unterfangen zählen wir auf die mutigen Frauen und Männer hier in diesem Raum. Jede Frau und jeder Mann, der auf diesem Stützpunkt oder andernorts auf der Welt dient, spielt eine maßgebliche Rolle im Krieg gegen den Terror. Mit Ihrer selbstlosen Einstellung und Ihrem Pflichtbewusstsein werden wir uns dieser tödlichen Bedrohung für unser Land stellen – und wir werden obsiegen.

Ich vertraue auf unser Land, und ich glaube an unsere Sache, weil ich die Charakterstärke der Frauen und Männer kenne, die heute vor mir stehen. Ich möchte Ihnen für Ihren Patriotismus und Ihren Mut danken. Sie leben Ihr Motto: “eine Familie, eine Mission, ein Kampf”. Vielen Dank für alles, was Sie tun. Möge Gott Ihre Familien segnen. Gott segne Amerika.

Originaldokument: President Bush Discusses War on Terror in South Carolina

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