Wir befinden uns in einem Krieg, den wir gewinnen werden

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von US-Präsident George W. Bush vor den Mitarbeitern des FBI in der Zentrale in Washington vom 25. September 2001.

Vielen Dank. Danke. Es ist mir eine Ehre, hier zu sein, um Ihnen allen für ihre harte Arbeit zu danken. Ich weiß, viele hier beim FBI machen eine Menge Überstunden. Viele sehen ihre Familie seltener als ihnen lieb ist. Aber meine Anwesenheit hier sollte Ihnen zeigen, dass ich mir des bedeutenden Beitrags bewusst bin, den Sie leisten, und dass das FBI und die wunderbaren Männer und Frauen, die hier arbeiten, ein unglaublich wichtiger Teil der Armee sind, die den Krieg gegen den Terrorismus gewinnen wird.

Sie haben einige sehr gute Generäle hier, angefangen bei General Ashcroft, der als Justizminister der Vereinigten Staaten sehr gute Arbeit leistet. Als ich den Mann aussuchte, habe ich dem Land gesagt, man müsse sich keine Sorgen darüber machen, wo er steht oder welche Werte er für seine Arbeit mitbringt. Ich bin stolz auf seine Arbeit, und ich bin auch Larry sehr dankbar, dass er von Atlanta (Georgia) gekommen ist, um unserem Land zu dienen.

Wie Sie wissen, habe ich einen wichtigen Mann als Leiter des FBI ausgesucht. Ich habe einen guten, soliden Amerikaner gewählt. Einen Mann, der bereits unter Beschuss gearbeitet hat, und der auch jetzt nicht zurückschreckt, wenn er unter Beschuss gerät. Es handelt sich um Bob Mueller. Vielen Dank für Ihre herausragende Arbeit.

Erstens – wie ich gegenüber vielen Ihrer Kollegen erwähnte – sehen wir uns mit einer anderen Art von Krieg konfrontiert, als ihn unser Land gewohnt ist – vor zwei Wochen wurde Amerika mit einem kriegerischen Akt der Krieg erklärt. Niemand hätte sich im Traum vorstellen können, dass es kommen würde, wie es gekommen ist. Und natürlich hat das unsere Nation schockiert.

Wir hatten hier im Land Zeit, darüber nachzudenken, und wir sind wütend. Aber wir haben auch eine klare Vision dessen, was das Land tun muss. Dies ist eine Nation, die zusammengekommen ist, um ihre Freiheit und ihre Lebensweise zu verteidigen.

Ich sehe die Dinge folgendermaßen:

Die Menschen, die diese Anschläge gegen Amerika verübt haben und möglicherweise weitere Anschläge planen, sind böse Menschen. Sie stehen weder für eine Ideologie noch für eine legitime politische Gruppe von Menschen. Sie sind ganz einfach böse. Das Böse ist alles, woran sie denken können. Und als eine Nation guter Menschen werden wir auf sie Jagd machen, und wir werden sie finden, und wir werden sie ihrer gerechten Strafe zuführen.

Wir sind keine Nation, die auf Rache aus ist, aber wir wollen Gerechtigkeit. Es ist mir egal, wie lange es dauern wird, den Terrorismus auszumerzen, wir werden es schaffen. Wir werden keine Zeit und Mühen scheuen und die nötigen Ressourcen einsetzen, und nicht nur, um diejenigen – diese Übeltäter – zu finden, die Amerika das am 11. September angetan haben. Dies ist ein größer angelegter Feldzug gegen jeden, der die Freiheit hasst, jeden, der es nicht erträgt, wofür Amerika, seine Bündnispartner und Freunde stehen.

Deshalb bin ich hier beim FBI, um Ihnen für Ihre Arbeit zu danken. Der Großteil Ihrer Arbeit besteht darin, uns zu helfen, den Krieg hier im Inland zu gewinnen. Der Großteil Ihrer Arbeit besteht darin zu verhindern, dass noch etwas geschieht. Ich weiß, dass Hunderte FBI-Beamte und andere Mitarbeiter des FBI sehr viele Überstunden machen, um das zu tun. Ich habe die Lagezentren gesehen, in denen Informationen gesammelt, analysiert und weitergegeben werden.

Ich habe die Kontrollpulte gesehen, an denen Mitarbeiter Überstunden machen, um alle im ganzen Land gesammelten Informationen ausführlich zu katalogisieren. Ich weiß, dass über 4.000 Mitarbeiter des FBI nicht nur daran arbeiten, Beweise für die Anschläge vom 11. September zu sammeln, sondern dass sie jedes bisschen Information untersuchen, dass in unserem ganzen Land gefunden wird, die Informationen analysieren und unsere großartige Nation darauf vorbereiten, jede Maßnahme zu sabotieren, die vielleicht geplant wird.

Es gibt einige andere Dinge, die wir in unserem Land tun können, und unser Kongress muss mit uns zusammenarbeiten. Ich habe heute Morgen mit führenden Politikern der Republikaner und Demokraten gefrühstückt, und ich sage Ihnen, die Stimmung im Kapitol ist gut für Amerika. Es ist eine Stimmung der Einigkeit.

Ich möchte den Vorsitzenden beider Parteien sowie beiden Kammern für ihre Bereitschaft danken, jedem zuzuhören, der eine gute Idee hat, wie man die Aktivitäten der Terroristen im Land bekämpfen kann. Ich glaube, der Justizminister hat einige gute Ideen mit ins Kapitol gebracht, und ich würde gerne einige davon mit Ihnen teilen.

Erstens haben wir gesehen, dass diese Terroristen sehr raffiniert und ihre Kommunikationssysteme sehr weit entwickelt sind. Wir müssen ihre Anrufe abhören, wenn eine Bedrohung für Amerika besteht. Wir müssen wissen, was sie planen. Deshalb müssen wir dem FBI die Möglichkeit geben, Anrufe zu verfolgen, wenn die Terroristen beispielsweise von verschiedenen Telefonen aus Anrufe tätigen.

Dies tun wir bei Drogenhändlern und Mitgliedern des organisierten Verbrechens. Es scheint mir, wenn das FBI diese Techniken bei der Bekämpfung dieser Bedrohungen Amerikas anwenden kann, so sollten wir dem FBI, jetzt wo wir uns im Krieg befinden, die erforderlichen Instrumente an die Hand geben, um die Terroristen aufzuspüren. Deshalb hoffe ich, dass der Kongress auf die klugen vom Justizminister vorgebrachten Vorschläge hören wird, den im Feld tätigen FBI-Beamten die erforderlichen Instrumente zu geben, um diejenigen zu finden, die vielleicht denken, dass sie weitere Anschläge verüben können.

Wir bitten den Kongress um die Befugnis, mutmaßliche Terroristen, die abgeschoben werden sollen, bis zu ihrer Abschiebung zu inhaftieren. Es erscheint sinnvoll, einen inhaftierten mutmaßlichen Terroristen, der auf Geheiß unserer Nation abgeschoben werden soll, in Haft zu behalten, bis die Abschiebung tatsächlich stattfindet. Wir sind der Meinung, dass dies ein notwendiges Instrument ist, um Amerika zu einem sicheren Ort zu machen.

Natürlich würde dies streng von einem Richter überwacht werden. Die Alternative wäre, mutmaßliche Terroristen in unserem Land frei zu lassen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand das tun möchte. Ich hoffe es jedenfalls nicht. Wir beantragen außerdem die Befugnis, Informationen zwischen den Nachrichtendiensten und der Strafverfolgung auszutauschen, so dass wir bei diesen entscheidenden Anstrengungen die besten Kräfte dieser Organisationen sinnvoll einsetzen können. Auch das ist eine vernünftige Forderung an den Kongress.

Ich möchte, dass Sie wissen, dass jeder einzelne der Vorschläge, die wir im Kapitol durch den Justizminister unterbreitet haben, sorgfältig überprüft wurde. Es sind wohl überlegte Forderungen, es sind vernünftige Forderungen und es sind verfassungsmäßige Forderungen. Wir sind ein Land, das den verfassungsmäßigen Rechten jedes einzelnen Bürgers hohen Wert beimisst. Natürlich werden wir diese Rechte beachten.

Aber wir befinden uns in einem Krieg, einem Krieg, den wir gewinnen werden. Und um den Krieg zu gewinnen, müssen wir sicherstellen, dass die in der Strafverfolgung tätigen Frauen und Männer die nötigen Instrumente haben – unter Einhaltung der Verfassung – um den Feind zu besiegen.

Und es gibt eine weitere Sache, die erforderlich ist, um den Feind zu besiegen – und das ist der Wille und die Entschlossenheit des amerikanischen Volkes. Meiner Ansicht nach haben die Übeltäter sich verschätzt, als sie Amerika angriffen. Sie dachten, wir würden zurückschrecken. Sie dachten, ihre Drohungen würden diese Nation zur Geisel machen. Sie müssen gedacht haben, dass sie unsere Seele treffen können. Aber genau das Gegenteil ist geschehen. Sie haben den Kampfgeist Amerikas gestärkt. Sie haben unser Land geeint. Sie haben einer mächtigen Nation vor Augen geführt, dass die Freiheit Angriffen ausgesetzt ist, einer mächtigen Nation, die nicht ruhen wird, bis diejenigen, die meinen, sie können auch nur einem Bürger der Welt die Freiheit vorenthalten, gerecht bestraft wurden.

Sie stehen vor einem Problem. Wir werden sie finden. Wenn sie sich verstecken, werden wir sie ausräuchern. Wir werden sie ihrer gerechten Strafe zuführen. Und wir werden nicht nur sie gerecht bestrafen, wir werden diejenigen, die ihnen Zuflucht gewähren, die sie verstecken, ihnen Nahrungsmittel geben, sie ermutigen, gerecht bestrafen.

Amerika ist eine auf Freiheit – auf den Grundsätzen der Freiheit, auf den Werten der Freiheit – aufgebaute Nation. Dies ist eine Nation, die nicht vor einem Kampf zurückschrecken wird. Dies ist eine Nation, die sich für die großen Werte stark machen wird, die sie einzigartig gemacht haben.

Ich bin stolz auf die Arbeit des FBI. Ich möchte Ihnen allen für ihr Pflichtbewusstsein danken. Weiter so. Die Nation zählt auf Sie. Sie leisten einen großartigen Beitrag für Ihr Land.

Möge Gott Sie alle und Ihre Familien segnen, und möge Gott weiterhin die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.

Originaltext: Bush: “We’re in a War We’re Going to Win”

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